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Montag, 3. April 2017

[Rezension #39] Brennen muss Salem!

Name: Brennen muss Salem!
Autor: Stephen King
Genre: Horror, Thriller, Mystery
Preis:  21,50€ Gebundene Ausgabe | 16,00€ Taschenbuch (Preise auf Amazon)
Seiten: 448
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1979
ISBN: 978-3453407497 (Ist allerdings die ISBN-Nummer einer anderen Version, von dieser finde ich leider keine)
Verlag: Paul Zsolnay Verlag Gesellschaft m.b.H.

Beschreibung von Amazon (es gibt zwar auch eine Beschreibung im Schutzumschlag, diese ist allerdings voller Spoiler):
Ben Mears kehrt nach Salem’s Lot zurück und interessiert sich dort für das Marsten-Haus. Von diesem Haus geht eine unheimliche Kraft aus, und bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir. Ben wagt es mit einigen Helfern – darunter ein alter Mann, eine junge Frau und ein Kind –, den Kampf gegen die Macht des Bösen aufzunehmen. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer.

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Dieses Buch habe ich vor rund zwei Jahren, zusammen mit ein paar anderen Steven King Büchern, recht günstig auf einem Flohmarkt bekommen, allerdings stand es seitdem bei meinem Freund und hat darauf gewartet, dass ich es lese. Als ich das letzte Mal bei ihm war, dachte ich mir, hey, nimm doch mal wieder eins der Bücher, die bei ihm stehen und lese das doch mal. Gesagt, getan, habe ich mich spontan für "Brennen muss Salem!" als mein nächstes Buch entschieden. Und dieses Mal muss ich mal sagen, dass ich es ein wenig bereut habe.

Die Idee an sich finde ich gut, die Menschen haben erst keine große Ahnung, was eigentlich los ist und als sie es bemerken, ist es für die meisten längst zu spät. Stephen King baut seine Geschichten meist nach zwei verschiedenen Arten auf: Entweder wirft er einen ohne ein Wort der Warnung direkt in das Geschehen, oder er baut erst ganz langsam die Stimmung auf, es fängt erst ganz harmlos an und dann verdichtet sich der Horror immer weiter und weiter. "Brennen muss Salem!" gehört zur zweiten Sorte, aber im Gegensatz zu "Shining" lässt die Spannung leider auf sich warten, selbst, als die ersten Ereignisse beginnen. Das erste Drittel des Buches ist leider wenig aufregend, da haben mir andere Bücher doch besser gefallen. Zwar nimmt das Ganze dann auch weiter zu, aber so richtig richtig spannend wird das Buch leider nie. Man hat das Gefühl bzw ich hatte das Gefühl, dass hier noch ein wenig mehr gehen würde, dass hier noch was fehlen würde, wie das Grauen, das vom Vampir selbst ausgeht und nicht nur aus den Resultaten seiner Handlungen. So manches passiert eher passiv und das nimmt einem auch ein wenig die Stimmung. Auch gibt es eine Stelle im Buch, bei der ich mir bis heute nicht ganz sicher bin, was da nun genau passiert ist und wie sie nun zum Buch und der Story gehört. Entweder gibt es dafür keine richtige Auflösung oder ich habe sie einfach nur überlesen.

An sich liest sich die Geschichte ganz gut, nur, dass die Spannung eben nicht zu 100% rüberkommt/überzeugt. Man hofft zwar schon, dass der eine oder andere Charakter überlebt, aber man fühlt sich auch nicht so wirklich traurig, sollte er/sie doch sterben. Dass so viele in der Stadt dann zu einem Vampir werden, kommt ein wenig übertrieben vor, es geht in dem Buch mehr um die Angst, selbst ein Vampir zu werden, als um die Angst vor den Vampieren selbst. Zumindest kam mir es immer so vor. Ansonsten ist das Buch in dem typischen Kingstil geschrieben und man kann sofort erkennen, dass es von ihm ist. Das Buch unter dem Schutzumschlag ist finster wie die Nacht, was ich als recht passend empfinde.

Apropos Charaktere, es kommen eine Menge Charaktere vor, manche spielen eine wichtige Rolle, manche gehören einfach wie NPCs zum Hintergrund dazu. Es kann auch das eine oder andere Mal vorkommen, dass man Charaktere miteinander verwechselt oder man nicht immer sofort weiß, wer der Charakter YX und welche Rolle/Funktion er in der Geschichte hatte.

Leseprobe (die ersten 10 Sätze):
Fast alle Leute hielten den Mann und den Jungen für Vater und Sohn.
In einem alten Citroën durchqueren sie das Land in südwestlicher Richtung und benutzten zumeist kleine Nebenstraßen. Bevor sie ihr Ziel erreichten, hielten sie dreimal an: zuerst in Rhode Island, wo der große Mann mit dem schwarzen Haar in einer Textilfabrik arbeitete; dann in Youngstown, Ohio, wo er drei Monate lang in einer Traktorenfabrik am Fließband stand. Schließlich in einer kleinen Stadt in Kalifornien, wo er in einer Tankstelle arbeitete und kleine ausländische Autos reparierte.
Wo immer sie anhielten, kaufte er eine Zeitung aus Maine namens Portland-Press-Herald und suchte nach Nachrichten über eine kleine Stadt im südlichen Maine - Jerusalem's Lot. Von Zeit zu Zeit fand er den Namen erwähnt.
Als sie Central Falls auf Rhode Island erreichten, hatte er den Entwurf für einen Roman fertig geschrieben und sandte ihn seinem Agenten. Vor Tausenden von Jahren war er ein recht erfolgreicher Autor gewesen, damals, bevor die Dunkelheit sich über sein Leben gesenkt hatte. Der Agent legte den Entwurf seinem letzten Verleger vor, der freundliches Interesse zeigte, aber nicht gewillt war, eine Vorauszahlung zu leisten. "'Bitte' und 'danke'", sagte er zu dem Jungen, bevor er den Brief zerriß, "das bekommt man noch umsonst."


Fazit:
Ich bin ganz ehrlich, wenn ich sage, dass ich das Buch wohl kein zweites Mal lesen werde. Vom Stil ist es ein typisches Stephen King Buch, allerdings lässt wie bereits gesagt die Spannung doch etwas zu wünschen übrig. Als würde die Spannung hochkommen, aber nicht so richtig in Fahrt kommen oder so richtig aus sich herausbrechen zu können. Eine introvertierte Spannung ;-)
Nein, jetzt mal wieder ernsthaft. Leider leidet dann doch der Lesefluss darunter, besonders beim erwähnten ersten Drittel des Buches und ich hatte wenig Hoffnung, dass das Buch noch spannend oder interessant werden könnte. Zwar wurde es ein wenig spannend, blieb jedoch unter meinen Erwartungen. Daher gebe ich dem Buch mal 3 Rubine.







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Quelle:
Selbst geschossen

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