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Swinub - Pokemon

Montag, 7. September 2020

 

 

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Macht ihr Gebrauch von Lese-/B├╝cherboxen oder k├Ânntet ihr es euch vorstellen? 

Bisher habe ich noch nie ein Leseabo benutzt oder eine Lese- bzw B├╝cherbox, auch bin ich mir nicht ganz sicher, was eine B├╝cherbox genau sein soll. Aber wenn ich das richtig verstehe, aus Antonias Erkl├Ąrungen, dann sind das Boxen mit random B├╝chern oder B├╝chern zu nem Thema, die man dann als Box g├╝nstiger bekommt? Nur, dass man nicht wei├č, welche B├╝cher das sind? Ich stelle mir das wie diese W├╝rfel vor, die man mittlerweile auf jeder gr├Â├čeren Convention kaufen kann und in der dann random Merchandise-Artikel zu diversen Anime drin sind. Bisher bin ich noch nie ├╝ber solche B├╝cherboxen gestolpert, aber wenn ich mal B├╝cherm├Ą├čig mehr Luft habe, k├Ânnte ich mir schon vorstellen, dass ich das mal ausprobiere. Oder mal so ein Leseabo. Aber solange ich immer noch zu viele ungelesene B├╝cher habe, sollte ich das nicht tun. Also wird es erst in ein paar Jahren was, aber das macht ja nichts. Rennt ja nicht davon und solche Dinge wird es sicherlich auch noch in ein paar Jahren noch geben.

 

Off-topic: nicht nur bei Antonia gab es kleine Ver├Ąnderungen, bei mir auch. Ich bin heute auf Feedly umgestiegen, einfach, da der Inoreader teilweise Blogs seit Wochen nicht mehr updatet, bzw mich ├╝ber neue Posts darin informiert. Der Blog von Antonia war einer davon. ├ťberhaupt wurde Inoreader irgendwie immer seltsamer ... naja, jetzt bin ich bei Feedly und ich find es praktisch, dass man die Blogs dort in verschiedene Kategorien einteilen kann, so ist es schon mal ├╝bersichtlicher als beim Inoreader. Man konnte da zwar die Blogs anordnen, wie man es haben will, aber mit den Einteilungen finde ich es so jetzt besser. 

 

Ich bin bei Montagsfragen eher ein stiller Mitleser ;-)

Samstag, 18. Juli 2020

[Rezension #114] Vox



Name: Vox
Autor: Christina Dalcher
Genre: Dystopie
Preis: € 20,00 [D] | € 20,60 [A]
Seiten: 395
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-10-397407-2
Verlag: S. Fischer Verlag GmbH




 Klappentext:
W├Ąhrend ihre Freundinnen gegen die frauenfeindliche Regierung auf die Stra├če gehen, hat Jean die letzten Jahre mit der Erforschung einer seltenen Form des Sprachverlusts verbracht. Nun ist die Mutter von vier Kindern pl├Âtzlich selbst zum Schweigen gezwungen.
Von heute auf morgen hat man allen Frauen und M├Ądchen ihre Stimme, ihre Rechte, ihre Karrieren, ihre Tr├Ąume geraubt. Jean und ihrer kleinen Tochter bleiben nur noch hundert W├Ârter am Tag - gemessen von einem Armband, das bei ├ťberschreitung Elektroschocks ausst├Â├čt. Mit brutaler H├Ąrter wird Jeans Familienleben wie das Zusammenleben aller Menschen auf die Probe gestellt.
Da erh├Ąlt Jean eine unerwartete Chance, eine Chance f├╝r alle Frauen und M├Ądchen.


Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
├ťber dieses Buch bin ich letzten Monat durch meine schriftliche Englisch-Abi-Pr├╝fung aufmerksam geworden, da wir dort drei Texte mit verschiedenen Aufgaben bearbeiten sollten und einer der Texte davon war aus dem Buch hier. Es waren Textausschnitte aus dem ersten und zweiten Kapitel, allerdings nat├╝rlich nicht aus der deutschen Version, sondern aus der englischen. Dennoch fand ich den Textausschnitt sowohl erschreckend, als auch interessant und wollte mir dann mal das Buch dazu ausleihen, gl├╝cklicherweise hatte meine Bibliothek das Buch. Kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch suche und dort f├╝ndig werde, normal ist es eher bei der anderen Bibliothek der Fall. Wie auch immer, zur├╝ck zum Buch.

Ich hab aus Neugierde mal zwischen drin ein paar andre Meinungen zu dem Buch gelesen, einfach, weil ich neugierig war und bin auf drei bestimmte Punkte gesto├čen. Mit einem davon stimme ich nicht ├╝berein, aber mit den anderen beiden schon. Auf die drei Punkte werde ich jetzt auch nacheinander eingehen und sagen, warum ich die Meinung teile oder nicht.
Der erste Punkt, den ich ├Âfters gesehen habe, war der Schreibstil, der kritisiert wurde. Hab hier und da gelesen, dass das Buch zu emotionslos und zu langweilig geschrieben worden sei, was ich jetzt allerdings nicht fand. Man konnte die Emotionen, auch wenn es bei der Hauptcharakterin letztlich nicht so viele waren, durchaus nachvollziehen und zum Teil auch verstehen, zumindest geht es mir so. Fand es auch nicht langweilig, im Gegenteil, ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen und es auch nur nicht getan, weil ich gerade gelernt oder was anderes wichtiges wie Essen oder Schlafen machen musste. Mir hat der Schreibstil gefallen und ich k├Ânnte mir jetzt, nur aufgrund dessen, schon gut vorstellen, mir mal ein anderes Buch von der Dame durchzulesen, sollte es mir mal zuf├Ąllig in die H├Ąnde fallen.
Die anderen zwei Punkte haben mit der Story und der Hauptcharakterin zu tun. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erz├Ąhlt, sprich, wir erleben auch die anderen Charaktere durch sie und k├Ânnen uns auch ein Bild von ihnen machen, wobei sie auch die anderen st├Ąndig bewertet. Und das tut sie st├Ąndig, auf die gleiche Art und Weise, als w├╝rde sich niemand weiterentwickeln, abgesehen davon, dass die Person ├Ąlter wird. Ihrem Mann wirft sie st├Ąndig Unf├Ąhigkeit vor (da ich aber seine Sicht nicht kenne, kann ich nicht wirklich beurteilen, wie wahr es wirklich ist und wie viel davon von ihrer Sichtweise gef├Ąrbt), ihre Tochter ist immer s├╝├č, ihr Kollege immer hei├č, ihre S├Âhne immer nervig, besonders Steven ... besonders, was ihren Kollegen angeht, hat sie ihren Mann immer kritisiert, gesagt, ja der macht das und das nicht, aber ihr Kollege w├╝rde es immer tun. Er war immer ihr Held in der strahlenden R├╝stung. Was vermutlich auch daran liegt  (Punkt zwei, btw), dass sie mit dem italienischen Kollegen eine Aff├Ąre hatte, sowohl bevor die Frauen die 100-Wort-Limitation hatten, als auch danach. Sie wird auch schlie├člich schwanger von ihm, kann aber aufgrund ihrer eigenen Einstellung und weil es das System nicht erlaubt, abtreiben. ├ťberhaupt hat sie kein schlechtes Gewissen gegen├╝ber ihrem Mann und l├Ąsst sich lieber von ihrem Kollegen mehrfach flach legen, als einfach mal zu gucken, wo die Probleme in der Ehe liegen. Sie kommt irgendwann zu dem Schluss, dass sie zu fr├╝h geheiratet haben und sie ihn wohl nie geliebt hat, aber wie es dann trotzdem ├╝ber die Jahre zu insgesamt vier Kindern kommen konnte, erkl├Ąrt sie damit nicht. Das hat mich am meisten an ihr gest├Ârt, neben dem "Oh, mein Mann ist so ein Schlaffi und mein Lover so ein mutiger Hecht!". Das kam auch noch ├Âfters im Buch vor und ich musste mehrfach mit den Augen rollen.
Der letzte Punkt, bei dem ich auch ├╝bereinstimme, ist das Ende. Die Geschichte ist an sich wahnsinnig gut und spannend aufgebaut, man wei├č nicht, wie sie sich entscheiden wird (und vor allem f├╝r wem und welches Leben); und wohin das alles f├╝hren wird. Es wird so einiges aufgebaut, nur um dann einfach unter den Teppich gekehrt zu werden. Ich hab mir das eine oder andere Szenario aufgebaut und dann werden bestimmte Punkte nicht mehr erw├Ąhnt oder genauer betrachtet. Das kam mir dann doch etwas verschwendet vor. ├ťberhaupt waren die letzten 30 bis 40 so zusammengequetscht, als h├Ątte die Autorin eine sch├Âne spannende Geschichte aufgebaut und musste dann das Ende so stark zusammenquetschen oder abk├╝rzen. Das passt nicht so ganz, vor allem, da das Ende mehr erz├Ąhlt wird. Auch passiert ein echt heftiges Ereignis, aber die Hauptcharakterin tut das nur mit einem gef├╝hlten Schulterzucken ab.
Es passt halt einfach zu dem ganzen Spannungsaufbau, der w├Ąhrend der gesamten Geschichte passiert. Man sitzt auf hei├čen Kohlen, nur um dann einen Eimer voll kaltem Eiswasser abzubekommen, welcher einem mit einem Schwall ├╝ber den Kopf ausgeleert wird.
Was ich jedoch verstehen konnte, war ihr Entsetzen gegen├╝ber den Worten und Taten von Steven. Was der da von sich gegeben hat, das konnte ich auch teilweise echt nicht glauben, auch nicht, dass er auch noch dahinter steht und das glaubt, was er da frauenfeindliches vom Stapel gelassen hat. Und ich bin weder Feministin noch irgendwie jemand, der gleich in allem und jedem ein Frauenhasser sieht. Klar, es hat mich auch teilweise an das Buch "Die Welle" erinnert, weil er ist ja noch jung und beeinflussbar, trotzdem habe ich es nicht verstanden, dass er das nicht trotzdem mal hinterfragt hat.


Leseprobe:
Wenn mir jemand erz├Ąhlt h├Ątte, ich k├Ânnte den Pr├Ąsidenten, die Bewegung der Reinen und diesen unf├Ąhigen kleinen Schei├čkerl Morgan LeBron innerhalb einer Woche zu Fall bringen, h├Ątte ich ihm nicht geglaubt. Aber ich h├Ątte auch keinen Einwand erhoben. Ich h├Ątte ├╝berhaupt nichts gesagt.
Ich bin eine Frau weniger Worte geworden.
Heute Abend beim Essen, bevor ich meine letzten Silben des Tages ├Ąu├čere, tippt Patrick auf das silbrige Ger├Ąt an meinem linken Handgelenk, als wolle er meinen Schmerz teilen oder mich vielleicht daran erinnern, stumm zu bleiben, bis das Z├Ąhlwerk um Mitternacht zur├╝ckgesetzt wird. Dieses magische Ereignis wird geschehen, w├Ąhrend ich schlafe, und ich werde den Dienstag mit einem leeren Display beginnen. Das Z├Ąhlwerk meiner Tochter Sonia wird dasselbe tun.
Meine S├Âhne tragen keine Wortz├Ąhler.
W├Ąhrend des Abendessens quatschen sie wie ├╝blich ├╝ber die Schule.
Sonia geht auch zur Schule, verschwendet jedoch keine W├Ârter ├╝ber ihren Tagesbericht. Beim Essen des einfachen Eintopfs, den ich aus dem Ged├Ąchtnis zusammengeschustert habe, fragt Patrick sie nach ihren Fortschritten in Hauswirtschaftslehre, K├Ârperlicher Fitness und einem neuen Unterrichtsfach namens Einfache Haushaltsbuchf├╝hrung ab. Gehorcht sie ihren Lehrern? Wird sie in diesem Halbjahr gute Noten bekommen? Er wei├č genau, welche Art von Fragen er stellen muss: geschlossene Fragen, die man nur mit Nicken oder Kopfsch├╝tteln beantworten kann.

Fazit:
M├╝sste ich das Buch in Prozente einteilen, w├╝rde ich sagen, so 85% waren gro├če Klasse, w├Ąhrend die restlichen 15% ziemlich verschwendetes Potenzial sind. Es wird eine futuristische Welt eingeleitet, es wird so viel ├╝ber die Armb├Ąnder, die Zeit davor und auch die Wege erz├Ąhlt, wie man mit wenigen oder keinen Worten kommunizieren kann, es wird so viel Spannung aufgebaut; und dann wird es am Ende versaut. Am Ende passiert alles so husch-husch-schnell-schnell, ein paar mehr Seiten und Inhalt h├Ątte dem Buch sicherlich auch gut getan. Dass die Geschichte in dem gleichen Tempo auch beendet wird, sie wie begonnen wurde. So hat es einen faden Beigeschmack, obwohl ich eben vom Rest so begeistert war, auch wenn ich von der Hauptcharakterin irgendwann nicht mehr so begeistert war. Das passiert auch selten, denn normal ist es so, wenn mich der Hauptcharakter nervt oder mir einfach nur unsympathisch ist, dann gef├Ąllt mir auch der Rest des Buches nicht, aber das war hier nicht der Fall. Schade, ich w├╝sste echt gerne, woran es gelegen hat, dass das Ende so ne Crashfahrt wurde, aber das werde ich wohl nie erfahren. So kann ich dem Buch nur insgesamt 4 Rubine geben.






Quelle:
Bild: Selbst geschossen

Mittwoch, 15. Juli 2020

[Rezension #113] Die Welle



Name: Die Welle
Autor: Morton Rhue
Genre: Thriller
Preis: € 8,99
Seiten: 186
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1997
ISBN: 978-3-473-58008-8
Verlag: Ravensburger Verlag GmbH




Beschreibung:
Macht durch Disziplin! Macht durch Gemeinschaft! Macht durch Handeln! Wie entsteht Faschismus? Ein junger Lehrer entschlie├čt sich zu einem ungew├Âhnlichen Experiment. Er m├Âchte seinen Sch├╝lern beweisen, dass Anf├Ąlligkeit f├╝r faschistoides Handeln und Denken nicht etwas ist, das nur andere Menschen betrifft – Faschismus ist hier mitten unter uns und in jedem von uns. Doch die „Bewegung“, die er ausl├Âst, droht ihn und sein Vorhaben zu ├╝berrollen: Das Experiment ger├Ąt au├čer Kontrolle. Morton Rhues Klassiker DIE WELLE beschreibt eindringlich und gegenwartsbezogen wie leicht Menschen verf├╝hrt, manipuliert und instrumentalisieren werden k├Ânnen. Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten an einer Highschool im kalifornischen Palo Alto.


Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
Dieses Buch hier haben wir fr├╝her in der Realschule gelesen und es war eines der wenigen B├╝cher, dir mir dort gefallen haben. Genauergesagt war es das einzige von zwei, das andere war "Ich knall euch ab", welches ebenfalls von Morton Rhue ist. Worum es in dem Buch geht, habe ich ja bereits aus der Beschreibung von Thalia kopiert und ich fand es schon damals sehr interessant, aber auch erschreckend. Nachdem wir das Buch gelesen haben, haben wir auch damals den Film gesehen. Jetzt, ├╝ber zehn Jahre sp├Ąter, habe ich mir zuerst den Film und dann das Buch angesehen. In dieser Zeit habe ich nat├╝rlich viel mehr und dickere B├╝cher gelesen, weshalb mir das Buch hier relativ d├╝nn vorkam. Auch kam es mir so vor, als w├Ąre die Story total schnell durchgezogen worden, als w├Ąre der Autor durch die Erz├Ąhlung "gerusht". Allerdings, wenn man das Interview nach der Geschichte lie├čt, mit dem Originallehrer, auf dessen Experiment das Buch basiert, dann erf├Ąhrt man dort, dass es auch im Originalexperiment so schnell zuging; dass bereits am zweiten Tag alles ins Chaos st├╝rzte und der Lehrer das kaum noch bis gar nicht mehr unter Kontrolle hatte. Ohne sich jeweils mit dem Originalexperiment befasst zu haben, kann man hier gut nachvollziehen, was da passiert sein muss. Gut, wie viel davon jetzt 1:1 ├╝bernommen wurde und was in dem Buch k├╝nstlerische Freiheit war, kann ich jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, denke, wenn ich mir daf├╝r die Zeit nehme, kann ich es mit Sicherheit recherchieren.

Was mir an dem Buch gef├Ąllt, ist die Nachricht dahinter. Auch wenn ich vermutlich die einzige damals war, die von dem Buch (wie auch dem Film) schockiert war, so denke ich, dass es eine gute Lektion f├╝r Sch├╝ler h├Âherer Jahrgangsstufen ist. Es ist ein gutes Buch, welches man in der Schule behandeln kann und mit den richtigen Sch├╝lern kann man sicherlich auch mal dar├╝ber in der einen oder anderen Unterrichtsstunde disktutieren. Es regt auch zum Nachdenken an, eben weil es nicht einfach irgendwas ist, was sich der Autor ausgedacht hat, sondern ein Ereignis, welches so oder zumindest so in der Art tats├Ąchlich einmal passiert ist. Von den Geschehnissen in unserer Vergangenheit, auf die sich sowohl das Experiment im Buch, als auch in Palo Alto beziehen, abgesehen. Man sieht es ja auch heute noch, gib den Leuten ein Gemeinschaftsgef├╝hl und lass sie denken, dass sie f├╝r eine gemeinsame Sache k├Ąmpfen; schon sind sie tief versunken. Es kann jedem passieren, es kann immer passieren und man kann sich f├╝r noch so schlau halten, man kann trotzdem total blind daf├╝r sein und mit einer hohen Geschwindigkeit hineinrutschen. Es ist nur wichtig zu erkennen, dass es passiert und das man sich am besten so gut es geht davon distanziert.

Nach jedem Kapitel gab es ein Bild aus der Hitlerzeit, dort wurden dann unter anderem Bilder von kleinen Kindern oder Menschen gezeigt, die den Hitlergru├č zeigten. Die alle in einer Masse, einer gro├čen Gruppe stehen und einfach den anderen mitlaufen, ohne zu hinterfragen, was sie hier eigentlich gerade machen. Ich gehe mal davon aus, dass es Originalaufnahmen sind, was das Ganze noch interessanter, aber auch nochmal eine Spur unheimlicher macht. Vor allem, wenn man die schnelle Entwicklung sieht, die die Charaktere und die Gruppe an sich durchmachen, die Parallelen erkennt und sieht, wohin das alles noch f├╝hren kann.


Leseprobe:
Laurie Sanders sa├č im Redaktionsb├╝ro der Sch├╝lerzeitung der Gordon High School und kaute an ihrem Kugelschreiber. Sie war ein h├╝bsches M├Ądchen mit hellbraunem Haar und einem fast immer w├Ąhrenden L├Ącheln, das nur schwand, wenn sie aufgeregt war oder an Kugelschreibern kaute. Das hatte sie in letzter Zeit ziemlich h├Ąufig getan. In ihrem Vorrat gab es keinen einzigen Schreiber mehr, der nicht am oberen Ende v├Âllig zerbissen war. Immerhin war das allemal noch besser als Rauchen.
Laurie sah sich in dem kleinen B├╝ro um, das mit Schreibtischen, Schreibmaschinen und Zeichenplatten voll gestopft war. Eigentlich sollte in diesem Augenblick an jeder Schreibmaschine jemand sitzen und Beitr├Ąge f├╝r die Sch├╝lerzeitung "Ente" ausbr├╝ten. Auch Zeichner und Gestalter sollten an den Lichttischen hocken und die n├Ąchste Ausgabe vorbereiten. Tats├Ąchlich war jedoch au├čer Laurie niemand im Raum. Das Problem bestand einfach darin, dass drau├čen ein herrlicher Tag war.
Laurie sp├╝rte, wie das Plastikr├Âhrchen ihres Kugelschreibers zerbrach. Ihre Mutter hatte ihr prophezeit, eines Tages w├╝rde sie so heftig an einem Schreiber kauen, dass er zersplitterte. Und dann w├╝rde ein langer Plastiksplitter ihr in den Hals rutschen, und sie w├╝rde daran ersticken. Nur Mutter konnte auf so einen Gedanken kommen, dachte Laurie seufzend.

Fazit:
Wie gesagt, habe ich das Buch fr├╝her mit 14, 15 rum gerne gelesen und habe es auch jetzt gerne gelesen, auch wenn es mir pers├Ânlich heute etwas zu kurz ist. Auch gef├Ąllt mir die Botschaft, die dieses Buch mitbringt; es ist auch nicht das Einzige, das kann ich mir vorstellen, dass dieses Thema behandelt. Auf jeden Fall ist es ein gutes Buch f├╝r die Schule, da es die Probleme, die solche Gruppenbildungen mit sich bringen, kurz und leicht verst├Ąndlich aufzeigt. Man kann es aber auch als Erwachsener lesen, wobei die Hauptzielgruppe daf├╝r wohl immer Teenager bleiben werden. Von mir bekommt das Buch insgesamt 4 Rubine.







Quelle:
Bild: Lovelybooks
Infos zum Buch: Thalia

Dienstag, 14. Juli 2020

Gemeinsam lesen #152






1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Zur Zeit lese ich "Die Welle" von Morton Rhue, dort bin ich bei 75%. Ich lese es auf meinem Kindle.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Danke, Robert!", sagte Ben

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Ich hab das Buch damals in der Schule gelesen und es war eines der wenigen B├╝cher, die mir damals gefallen haben. Auch heute gef├Ąllt mir das Buch, es kommt mir nur im Gegensatz zu damals ein wenig zu kurz bzw zu schnell vor.

4. Nenne ein Genre, f├╝r das wir dir in den Kommentaren eine Buchempfehlung geben sollen!(Sandra)
Dann nenne ich mal das Genre (Regional)-Krimis. Ich bin immer noch im Krimifieber und h├Ątte da schon Lust auf die eine oder andere Empfehlung aus diesem Bereich. Kann auch gerne mit einem anderen Genre gemischt sein.



Ich bin bei "Gemeinsam lesen" eher ein stiller Mitleser ;-)