Dienstag, 12. Mai 2026

[Rezension #443] All In - Zwei Versprechen

 

 

Titel: All In - Zwei Versprechen

Autor*in: Emma Scott

Erschienen in Deutschland: 2024

Originaltitel: All In

Erschienen in den USA: 2016

Übersetzer*in: Inka Marter

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Drama, Romance, Hetero

Preis: € 15,99

Seiten: 404

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7363-0835-0

Verlag: Bastei Lübbe AG

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, aber sie nicht für ihn. Als ihrer beiden Leben entzweigerissen wird und Kacey den Halt zu verlieren droht, ist er es, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Vereint in ihrem Schmerz entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen, die beiden den Mut gibt, wieder an ihre Träume zu glauben. Doch als klar wird, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, stehen sie vor der größten Herausforderung: ihre Versprechen einzulösen und der Leibe eine Chance zu geben. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Oh Gott, diese Reihe macht mich komplett fertig. Bitte diesen Teil nur lesen, wenn ihr entweder Band 1 kennt oder euch Spoilers nicht stören. Denn ich muss auf Dinge eingehen, die in Band 1 passiert sind und die eine große Auswirkung auf Band 2 haben. Also diesen Band hier. Und wieder werden meine Augen so feucht, wieder tut es so weh, an diese Geschichte zu denken... 

Ok, die Warnung ist ausgesprochen.

 

Im letzten Band ist ja Jonah an dem schwachen Herz gestorben, den er wegen seiner Krankheit hatte und hinterlässt ein Loch, sowohl bei den Charakteren, als auch bei mir als Leserin. Und in dem Band hier geht es darum, wie die Leute mit dem Verlust klarkommen müssen, es aber nicht tun. Kacey ist das alles zu viel und sie flieht in eine Stadt, mehrere Stunden weit weg von Las Vegas. Theo stürzt sich in die Arbeit und verzweifelt an so vielen Dingen: er vermisst seinen Bruder, er vermisst Kacey, er leidet darunter, dass seine Eltern auch unter dem Verlust leiden. Und er besucht seinen Bruder bzw dessen Kunstwerk jeden Tag.  

Irgensdwann kommen die beiden wieder in Kontakt und stehen sich nahe, wenn einer von beiden Hilfe braucht. Doch es vergeht mindstens ein Jahr, bis Kacey merkt, dass sie ebenfalls von den beiden was will. Allerdings kommt dann die Survivors Guilt und auch die Umgebung ist nicht wirklich happy damit, dass Jonahs Bruder nun was von dessen Freundin möchte, verurteilen die beiden entsprechend, während die beiden sich ebenfalls dafür mehr als schuldig fühlen. Gefühle, Gedanken, die ich so gut verstehen konnte T_T 

Entsprechend war ich dann über das Ende mehr als glücklich. Und ja, dieses Buch war das Pflaster, das ich nach Band 1 gebraucht hatte. Auch wenn es die Wunde immer mal wieder leicht aufgerissen hatte. Uff, ich hätte nie gedacht, dass ich einen fiktionalen Charakter so vermissen kann. Auf der anderen Seite, ich habe selbst mehrere sehr persönliche Verluste erlitten, und mir auch gewünscht, dass diese Personen noch leben würden. Passiert natürlich nicht. Vermutlich hat die Reihe deshalb so gut bei mir funktioniert.

  

Fazit:

Der Band hier hat echt gut getan und ich bin froh, dass ich ihn mir ebenfalls damals ausgeliehen hatte. Das war der Balsam, der meine Seele geheilt hat von dem Schmerz, den mir Band 1 verpasst hat. Auch fand ich es realistisch, auch wenn es nicht immer schön oder angenehm war. Dennoch freue ich mich, wie es für die beiden ausgegangen ist. Von mir bekommt der Band hier fünf Sterne und ich kann schon mal sagen: Die zwei Bände sind eines meiner Jahres-Highlights.

 

 

 

 



 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

[Rezension #442] Dark Venice - Deep Water

 

 

Titel: Dark Venice - Deep Water

Autor*in: Antonia Wesseling

Erschienen in Deutschland: 2024

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Drama, Romance, Hetero

Preis: € 15,99

Seiten: 448

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-95818-788-7

Verlag: Forever

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Als Merle für ein Auslandssemester nach Venedig kommt, hat sie vor allem eins im Sinn: einer großen Familienlüge auf den Grund zu gehen. In der Lagunenstadt trifft sie auf eine junge Italienerin, die ihr kurzerhand ein Bett im Casa Nera anbietet. Während sie von Giulia mit offenen Armen in dem alten venezianischen Hotel empfangen wird, verhalten sich ihre vier Mitbewohner Merle gegenüber kühl und distanziert, allen voran der verboten attraktive Matteo. Merle wird den Eindruck nicht los, dass er etwas vor ihr verbirgt. Und auch sie hält den wahren Grund ihrer Reise geheim. Als sie in der Uni gefährliche Gerüchte über die Clique hört, sind es nicht nur seine Blicke, die Merles Knie weich werden lassen. Denn dieses Semester steht mehr auf dem Spiel als ihr Herz: Die Wahrheit. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Auf das Buch hier musste ich eine längere Zeit warten, da ich mir vor mehreren Monaten aus Versehen die Fortsetzung mitgenommen hatte und daher erstmal das Buch hier lesen musste, um zu wissen, was bei dem anderen passiert. Also habe ich es mir reserviert und konnte es dann vor kurzem endlich abholen und selbst lesen. Ich muss sagen, die Wartezeit hat sich für mich wirklich gelohnt. 

Beide haben düstere Geheimnisse, wobei man bei Matteos Geheimnis (bzw dem von ihm und der gesamten Clique) als Leser auch sehr lange im Dunkeln gelassen wird. Erst gegen Ende kommt es dann stückchenweise ans Tageslicht und dann endet das Buch deswegen auch mit einem Cliffhänger! Ich muss mir echt mal den Fortsetzungsband. 

Was Merles Familiengeheimnis angeht, da hat ihr Opa, bevor er mit ihrer Oma zusammengekommen ist, regen Briefverkehr mit einer Andrea gehabt. Es ist mehr als deutlich, dass sich die beiden liebten, aber nicht zusammensein konnten. Jetzt ist sie anhand von wenigen Anhaltspunkten auf der Suche nach dieser Andrea, weil sie sie einfach nur mal kennenlernen möchte. Kann ich total verstehen, auch wenn ich nicht weiß, wie erfolgreich sie mit ihrer Suche sein wird. Bisher in dem Band hatte sie jedenfalls keinen Erfolg. 

Was ich aber vermute: Andrea ist keine Frau, sondern ein Mann. Weil das würde recht gut passen, dass die beiden nicht zusammenbleiben konnten. Zumal Andrea in Italien auch ein Männername sein kann. Aber ja, das werde ich wohl erst erfahren, wenn ich irgendwann den zweiten Band lesen kann. Und ich frage mich auch, ob ihre Oma etwas darüber weißt. Weil irgendwie war die Familie dagegen, dass sie die Recherchen macht und diese Ablehnung hat Merle erst recht zur Recherche motiviert. 

Ich find es gut, wie hier alles seine Balance findet. Also die Story mit Merle und der Uni, mit Matteo und den anderen, aber auch mit ihrer geheimen Mission. Warum sie es für sich behält, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, aber vielleicht erklärt sie das ja im nächsten Band dann besser. Matteo fand ich ziemlich symphatisch, nachdem man mehr von ihm erfahren hat. Nur als er und die anderen am Anfang so stoffelig zu Merle waren, das habe ich nicht verstanden. Sie hätten sie auch einfach freundlich behandeln können, ganz normal, dann wäre es nicht so auffällig komisch gewesen. Auf der anderen Seite, sie waren paranoid wegen ihrem Geheimnis und dachten, sie würde ihnen hinterherschnüffeln. Dass sie dann wegen ihrer eigenen Mission den Mund nicht aufbekommen hat, damit hat sie sich auch keinen Gefallen getan. 

 

Fazit:

Man merkt, dass das hier nur ein Teil einer Dilogie ist, aber das ist nicht so schlimm, finde ich. Dafür gibt es ja den zweiten Band, in welchem dann hoffentlich alle offenen Punkte und Fragen geklärt werden. Hier bin ich jedoch ziemlich zuversichtlich. Wann ich den nächsten Band lesen werde, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. Das werde ich noch sehen. Jedenfalls, hier hatte ich viel Spaß beim Lesen und Rätseln, was zum Henker mit Matteo falsch sein könnte. Was sein Geheimnis ist. Gespannt bin ich auf jeden Fall. Und ich gebe dem Band hier insgesamt vier Sterne. 

 

 

 

 


 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Montag, 11. Mai 2026

[Rezension #441] Wild Reverence

 

 

Titel: Wild Reverence

Autor*in: Rebecca Ross

Erschienen in Deutschland: 2025

Originaltitel: Wild Reverence

Erschienen in den USA: 2025

Übersetzer*in: Ulrike Gerstner

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Fantasy, Drama, Action, Hetero, Romance

Preis: € 24,00

Seiten: 237

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7363-2586-9

Verlag: Bastei Lübbe AG

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich in ständiger Gefahr. Denn sie birgt ein Geheimnis: Sie hat verbotene Gefühle für einen Sterblichen. Als Kind hat sie sich mit Vincent, dem Sohn eines Lords, angefreundet. Zusammen sind sie durch Vincents Träume gewandelt und haben gemeinsam neue für die Zukunft erschaffen. Doch um Vincent vor der Grausamkeit der Götter zu beschützenl, nimmt Matilda Abstand zu ihm. Bis Vincent zehn Jahre später in Lebensgefahr schwebt. Vincent, der inzwischen den Titel von seinem Vater geerbt hat und zu einem attraktiven Lord geworden ist, steht kurz vor der Schlacht um seine Heimat. Deshalb braucht der Lord dringend Verbündete, und Matilda ist die Einzige, die ihm mit ihren Beziehungen zu den Göttern helfen kann. Dafür muss sie sich jedoch als seine Frau ausgeben! Während die beiden als vermeintliches Ehepaar versuchen, Allianzen mit den Göttern und den Menschen zu schmieden, merken sie, dass diese magische Verbindung zwischen ihnen immer noch besteht - und mit jedem Moment stärker wird. Doch Matilda ist eine mächtige Göttin und Vincents Leben ist endlich. Selbst wenn sie diesen Kampf gewinnen - hat eine Liebe zwischen einer Göttin und einem Sterblichen überhaupt eine Chance? 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich vor mehreren Wochen recht zufällig in der Bibliothek gesehen und es hat mich dann doch recht schnell angesprochen, das muss ich zugeben. Nicht nur wegen dem Cover, sondern weil ich einfach Storys mit "Sterblicher x Unsterblicher" total meinen Narren dran gefressen habe. Und dass sie mal die unsterbliche Person ist, und nicht wie sonst bisher üblich er, war eine total angenehme Abwechslung. 

Also als Slow-Burn-Fan kam ich total auf meine Kosten, auch wenn ich mir hin und wieder schon gewünscht habe, dass sie doch ein bisschen schneller in die Pötte kommen könnte^^°

Denn erst checkt sie sehr lange nicht, dass sie auf ihn steht. Und später, als sie es tut, ist sie aber total misstrauisch, weil ihre Mutter gestorben ist und ihr Patenonkel verletzt wurde, als sie jemanden geliebt und vertraut hatten. Daher lässt sie sich ewig nicht auf Vincent ein, was dann teilweise doch ein wenig nervig war. Aber an sich war die Liebegeschichte zwischen den beiden echt süß. Auch wenn so oft was dazwischenkam, was dafür gesorgt hat, dass die beiden wieder räumlich für eine längere Zeit voneinander getrennt waren. Als es dann noch öfters passiert ist, dachte ich mir ehrlich gesagt schon: Oh, come on! Kaum haben die mal ein bisschen Pärchenzeit, schon werden sie wieder auseinandergenommen. Aber: Ich mag es, wie das zwischen den beiden ausgegangen ist. Klar, ich hatte aufgrund eines anderen Ereignisses mit zwei anderen Charakteren auf einen anderen Ausgang spekuliert, aber so ist es auch sehr schön. 

Gut, wenn sie nicht grad zu paraoid oder zu blind für ihre eigenen Gefühle war, war Matilda echt ein sehr interessanter Charakter und ich fand auch ihre Kräfte ziemlich spannend. Generell wie die Welt aufgebaut ist, wie die Götter und deren Kräfte funktionieren. Dass es sogar Wege gibt, um Götter zu töten und wie die jeweiligen Götterwelten aufgebaut sind, fand ich auch interessant. Wobei ich gerne mehr von ihrem Vater und dem Oberreich gesehen hätte. Aber gut, dann wäre das Buch wohl vermutlich noch dicker gewesen.  

Vincent habe ich instant ins Herz geschlossen und er hat mir jedes Mal total leid getan. Als er seine Familie verloren hat. Als die Frau, die er liebt, immer wieder und wieder aus seinem Leben verschwindet, meistens ohne etwas zu sagen. Dass sie dann später besser und mehr mit ihm redet, finde ich super. Btw, sie ist zu ihrem Vater gegangen, nicht, um ihn zu schützen, sondern vielmehr sich selbst, nachdem ihre Mutter gestorben ist. Das fand ich bei der Beschreibung doch ziemlich irritierend. Weils halt einfach nicht so richtig stimmt. 

Wen ich auch noch mochte, war ihr Patenonkel, der hat eine richtig starke Entwickung im Laufe des Buches gemacht und ich habe dann auch immer wieder mit ihm mitgefiebert, auch, wenn der Fokus nicht auf ihm lag. Er hatte auch am Anfang nicht gesehen, dass er sich in jemanden verliebt hat, dabei war es so offensichtlich XD 

Die Story selbst an sich war recht abwechlsungreich und spannend, manche Szenen waren jetzt nicht so wichtig, aber es ist okay, dass sie drin geblieben sind. Mehr hätte es aber wirklich nicht sein müssen. Obwohl, doch: Mehr Pärchenzeit für die beiden^^° 

 

Fazit:

Ich würde das Buch jetzt nicht als mein Highlight bezeichnen, aber es kommt doch recht ziemlich nah dran. Auf jeden Fall hatte ich viel Spaß beim Lesen, aber manchmal wurde ich, obwohl ich ein Slow Burn Fan bin, doch ziemlich auf die Probe gestellt, da es manchmal zu slow burn war^^°

Von mir bekommt das Buch insgesamt vier Sterne und eine Lese-Empfehlung! 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Dienstag, 5. Mai 2026

Momentaufnahme eines Bücherwurms #220

 

 

 

Früher habe ich gerne bei der Mitmach-Aktion "Gemeinsam lesen" von den SchlunzenBüchern mitgemacht. Aber da "Gemeinsam lesen" jetzt wohl endgültig Geschichte ist und ich diese Art von Blogeinträgen mag, habe ich einfach beschlossen, diese für mich selbst zu machen. Einfach kurz schauen, was lese ich gerade, wie weit bin ich und was sind meine Gedanken dazu. Wenn ihr auch sowas machen wollt, macht das ruhig. Ihr könnt auch mein Logo gerne benutzen, aber bitte mit Credit, das wäre nett 😅

 

So, weg von dem Vorgeplänkel, kommen wir nun zum Eintrag selbst:

 

 

- Aktuelles Buch des Bücherwurms?

 

"Addicted to us" von Annika Thompson

 

 

 

 

 

- Worum geht es in dem Buch?

Als disziplinierte Ballettänzerin lebt Jasmin in einem sicheren, liebevollen Umfeld. Doch all das gerät ins Wanken, als Victor eines Abends plötzlich vor ihr steht. Zehn Jahre sind vergangen seit jener Nacht, die sie beide nie vergessen konnten. Nun sie sie in seine stahlgrauen Augen - dlie Augen eines Mannes, der sein Trauma in Drogen ertränkt und sich in krumme Geschäfte verstrickt hat.

Erinnerungen an eine gemeinsame Dunkelheit reißen alte Wunden auf, während Schuld, Angst und Anziehung untrennbar ineinander übergehen. Bald muss Jasmin sich fragen, ob ihre Liebe zu Victor echt ist oder ob es nur Schuldgefühle sind, die sie antreiben.

 

- Auf welcher Seite bist du gerade?

Auf Seite 81.

 

- Der erste Satz der aktuellen Seite?

"Worüber?"

 

- Und deine Meinung bisher dazu?

Das Buch hier wollte ich schon seit ein paar Monaten lesen, habe es mir dann vor kurzem gekauft und denke momentan noch neutral darüber, da mir das Tempo zwischen den beiden doch ein bisschen zu schnell geht. Aber ich bin auch erst beim ersten Viertel, ich bin mal gespannt, wie es hier weitergeht. Was mir dagegen gefällt, ist der Perspektivwechsel und auch, wie stark der Kontrast zwischen den beiden ist. Aber auch, mit welchen Spätfolgen Victor zu kämpfen. Er tut mir richtig leid :/

 

 

 

Quelle:

Selbst geschossen