
Titel: Agatha Raisin und der tote Gutsherr
Autor*in: M.C. Beaton
Erschienen in Deutschland: 2018
Originaltitel: Agatha Raisin and the Fairies of Fryfam
Erschienen in England: 2000
Übersetzer*in: Sabine Schilasky
Um ein für alle Mal über den vermaledeiten James Lacey hinwegzukommen, zieht Agatha Raisin nach Norfolk. Hier, im Osten Englands, sind die Leute ziemlich seltsam: Sie glauben sogar an Elfen. Was für ein Blödsinn!, findet Agatha. Dennoch möchte sie einen guten Eindruck im Dorf machen und behauptet, einen Kriminalroman zu schreiben, der Tod auf dem Landgut heißt. Das hat ungeahnte Folgen, als auf dem nahe gelegenen Landgut tatsächlich ein Mord geschieht und Agatha unter Tatverdacht gerät. Kann sie ihren Kopf aus der Schlinge ziehen? Und was hat es mit den angeblichen Elfen auf sich?
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Als ich in der Bibliothek mal wieder mehrere Romance-Bücher in der Hand hatte und auf dem Weg zu den Automaten war, um mir die Bücher ausleihen zu können, habe ich mir gedacht: Ach, komm, nimm dir zur Abwechlsung doch einen Krimi oder Thriller mit. Auf die Idee kam, weil ich nun mal an der Abteilung vorbeilaufen musste und da Krimis ja ein Genre ist, das ich auch hin und wieder gerne lese, dachte ich mir: Kannste ja nichts verkehrt machen. Ich hatte keinen bestimmten Krimi im Kopf und als ich das Buch hier gesehen habe, wollte ich mal was neuem ne Chance geben. Denn ich habe weder ein anderes Buch der Reihe gelesen, noch ein Buch der Autorin. Jetzt, wo ich mit dem Buch fertig bin, muss ich sagen: Muss auch nicht unbedingt sein. Zumindest nicht für mich.
Ich muss an der Stelle erwähnen, dass ich wie bereits erwähnt noch nie ein Buch der Reihe gelesen habe. Ich kann und will also gar nicht beurteilen, ob das Buch nun ein typischer Vertreter der Reihe ist oder eher eine Ausnahme. Ob das Buch nun im Vergleich zur Reihe gut ist oder schlecht. Ich kann alos keine Vergleiche ziehen und nun ja, kann nur das Buch bewerten, welches hier grad auf meinem Tisch liegt. Welches ich letzte Woche gelesen habe. Und ich muss sagen: Ich bereue es. Ich habe es nur durchgelesen, weil es so dünn ist und weil ich doch gehofft hatte, dass es besser wird. Was mich daran gestört hat? Alles.
Es fängt damit an, dass Agatha mit einem Typen namens James Stress hat. Dabei ist nicht klar erkennbar, was sie nun sind: Ein Liebespaar? Oder nur eine lockere Geschichte? Keine Ahnung, ich merke nur, dass sie sagt, sie braucht ihn nicht mehr, sie will ihn nicht mehr. Besonders, da er wohl ein Nachbar ist, will sie weg von ihm und sucht nach einem Haus weit weg von ihm. In welches sie dann zieht. Lustigerweise aber vermisst sie ihn dann später, und will das Haus deswegen dann doch nicht mehr kaufen. Und sie hängt mit einem anderen Typen rum, von dem will sie was, aber gleichzeitig nicht... als ich das gelesen habe, dachte ich, das wäre so eine Frau Anfang/Mitte 20, so wie die rumtut. Joah, kommt dann irgendwann mal, ganz beiläufig in einem Nebensatz raus, dass sie so um die 40 oder 50 rum ist. Ja, ganz überzeugend.
Jedenfalls, sie verbringt dann ihre Zeit damit, dass sie nicht wirklich eine Verbindung zu den Einheimischen aufbaut (ok, kann ich irgendwie verstehen, aber irgendwie auch nicht) und dass sie herumlügt, warum sie wirklich hier ist. Es gibt keinen richtigen Grund dafür und lustigerweise beißt ihr die Lüge dann in den Hintern. Denn irgendwann passiert dann der Mord, an einer Person, die vorher keine Rolle gespielt hat und wohl alleine gelebt hat, weil Angehörige werden nicht erwähnt. Oder nur so kurz, dass ich sie bereits wieder vergessen habe. Dann fängt sie mit der Detektivarbeit an, oder so, und irgendwann wird dann ein Mörder gefunden. Keine Ahnung mehr, was das Motiv war. War nicht so richtig erkennbar. Ich kann auch nicht mal mehr sagen, wer der Mörder war. Der Fall war so selten wirklich präsent oder wichtig, dass ich nicht mal sicher bin, ob ich auch wirklich einen Krimi gelesen habe oder nicht.
Was auch nervig war: Gefühlt hat ständig der Ort und die aktuelle Handlung gewechselt, alle paar Absätze ist was anderes passiert und bis ich mich auf die neue Szene eingestellt hatte, hat auch schon die nächste angefangen. Bitte, was soll denn das? Das hat mir beim Lesen so lange keinen Spaß gemacht, bis ich aufgehört hatte das Buch ernst zu nehmen. Und irgendwann war ich damit dann auch durch. Finally. Und ganz ehrlich: Brauch ich nicht nochmal.
Natürlich wird mich das nicht davon abhalten, auch in Zukunft random Büchern eine Chance zu geben. Das Buch aus der letzten Rezension war auch ein random Buch, das ich einfach so gefunden und nach dem Lesen des Rückentextes mitgenommen habe. Es kann gut ausgehen, es kann aber auch total in die Hose gehen, wie es hier leider der Fall war. Aber das kann man vorher ja nicht wissen, zumindest nicht, wenn man wie ich vorher keine anderen Rezensionen ließt etc. Will da einfach immer mit einem leeren Kopf an die Bücher rangehen und mir da eine eigene Meinung bilden. Nun ja, manchmal greift man daneben, aber dann weiß man auch, bzw weiß ich dann, welche Reihen ich mir sparen werde.
Von mir bekommt das Buch genau einen Stern und ja, mehr fällt mir hier auch nicht mehr ein.










