
Titel: Seven Deadly Thorns
Autor*in: Amber Hamilton
Erschienen in Deutschland: 2025
Originaltitel: SEVEN DEADLY THORNS
Erschienen in England: 2025
Übersetzer*in: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Weitere Informationen:
Genre: Fantasy, Hetero, Abenteuer
Preis: € 24,00
Seiten: 492
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-453-27545-4
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Rezensionsexemplar: Nein
Inhalt:
Ihr ganzes Leben lang hat Viola Sinclair ihre verbotene Schattenmagie geheim gehalten. Doch als ihr Mitschüler an der Vandenberghe Academy, der arrogante Prinz Roze Roquelart, sie einmal mehr provoziert, offenbart sie ihr Geheimnis. Die Königin schickt den Jäger, ihren besten Assassinen, um sie zu töten. Doch Roze, der Jäger, hat nicht vor, ihren Befehl auszuführen. Er braucht Violas Magie, um den Mord an seinem Vater aufzuklären. Wenn sie es schafft, lässt er sie am Leben. Den beiden bleibt nicht viel Zeit, um der tödlichen Intrige am Hof auf den Grund zu gehen - und auch nicht für die Gefühle, die sie beide das Leben kosten können...
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Ja, wieder ein Buch aus der Bibliothek, die werden hier noch öfters zu sehen sein, das kann ich garantieren XD
Jedenfalls, das Buch hier hab ich dort gesehen, war mir erst unsicher, ob ich es ausleihen möchte oder nicht, aber nach ein wenig hin und her hab ich es dann doch mitgenommen. Und ich bin im Nachhinein doch eher froh, dass ich es getan habe. Denn das Buch war mal ein wenig anders, und das finde ich größtenteils schön, aber natürlich hatte das Buch auch seine Schwächen.
Gut, aber erstmal zu den Stärken. Ich fand das Worldbuilding an sich interessant, dass das ganze Land in einen gefährlichen Nebel gehüllt ist und man sich nicht zu lange darin aufhalten darf, weil man sich sonst in ein wahnsinniges Monster verwandelt. Gerne hätte ich hier noch mehr dazu gelesen, da ich es auch gleichzeitig ein wenig undurchsichtig fand: Leben die nun alle im Palast? Oder gibt es da noch mehr Gebäude? Wo leben/schlafen alle genau? Wie viele haben genau überlebt? Und wird bereits etwas gegen den Nebel unternommen bzw geforscht, wie man den Nebel wieder beseitigen kann? Oder wird es bereist als gegeben hingenommen? Wie lange gibt es diesen Nebel?`Wie man sieht, ist das auch gleichzeitig eine Schwäche des Buchs, denn so viele Fragen dazu werden nur unzureichend oder gar nicht beantwortet.
Was ich dagegen mochte, waren die beiden Hauptcharaktere und auch so manchen (wichtigen) Nebencharakter. Sie alle sind nicht das, was man auf dem ersten Blick vermuten würde. Eine Protagonistin, die eine tiefere Dunkelheit in sich trägt, als alle bei ihr vermuten würde. Ein Protagonist, der sich nach Liebe seht, aber den Tod verteilt. Entsprechend fand ich auch die Dymanik zwischen den beiden interessant und hatte mich schon gefragt, wie das wohl ausgehen würde, wenn sie sich nicht mal küssen können, ohne, dass es gefährlich wird.
So manchen Plottwist habe ich nicht sehen können, waren angenehme Überraschungen und ich habe mich von der Story tragen lassen. Gleichzeitig hat es mir nicht so gefallen, dass Viola und Roze die ganze Zeit Geheimnisse voreinander hatten. Und eine Auflösung der Hauptfragen fand ich eher schwach gelöst. Das hat irgendwie kurz die Luft rausgenommen und damit dann auch die Spannung. Mit dem Ende hatte ich dagegen absolut nicht gerechnet, denn ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie die Beiden ihre Probleme und ihre Bedrohungen am besten lösen könnten. Find ich gut, dass das Buch einen recht ungewöhnlichen Weg gegangen ist. Nichtsdestotrotz kann man sagen: Ja, das Buch hat ein Happy End und mir gefällt es. Klar, mir gefällt auch der Farbschnitt, dass das Buch von der Optik her düster ist, weil das Buch auch innen düster ist. Aber darum geht es hier ja nicht.
Was ich allerdings auch gerne mitbekommen hätte: Mehr von Violas Schulalltag. Man bekommt kaum was davon mit und wird dann komplett rausgerissen. Man sieht auch ein bisschen zu wenig von ihrem Alltag und ihrem Umgang mit ihrer besten Freundin, ein bisschen mehr wäre da echt schön gewesen.
Fazit:
Wie gesagt, das Buch hat seine Schwächen, es ist absolut nicht perfekt, aber ich denke, den Anspruch hat es an sich selbst auch nicht. Die Geschichte hat mich unterhalten und mir gezeigt, dass es ok ist, auch mal vom Pfad abzuweichen. Klingt vielleicht bescheuert, aber ich bin ja selbst auch Schreiber von Geschichten und muss das auch immer mal wieder hören bzw lesen^^°
Würde ich das Buch empfehlen? Nicht mit vollem Herzen, da bin ich ehrlich. Aber ich finde, man kann dem Buch schon durchaus eine Chance geben. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich viele an den Fehlern aufhängen werden, was ich auch total nachvollziehen kann. Aber ich kann für mich als Schreiber auch die eine oder andere Lektion mitnehmen. Welche, hatte ich ja bereits erwähnt. Jedenfalls, das Buch bekommt von mir insgesamt vier Sterne, wobei ich echt zwischen drei und vier geschwankt bin. Die Entscheidung ist mir also nicht leicht gefallen.

Quelle:
Foto: Selbst geschossen