Dienstag, 21. Juli 2026

[Rezension #445] Crown of War and Shadow

 

 

Titel: Crown of War and Shadow

Autor*in: J.R. Ward

Erschienen in Deutschland: 2026

Originaltitel: Crown of War and Shadow

Erschienen in den USA: 2026

Übersetzer*in: Julia Abrahams, Babsi Schwarz und Christoph Hardebusch

 

Weitere Informationen:

Genre: Fantasy, Action, Romance, Hetero

Preis: € 25,00

Seiten: 623

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-56850-7

Verlag: Bramble Verlag

Rezensionsexemplar: Ja

 

 

Inhalt:

Romantische Fantasy um schicksalhafte Liebe, undurchschaubare Intrigen und eine dämonische Bedrohung, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte. 

Das Fulcrum bricht zusammen, und Dämonen dringen in die Welt der Sterblichen ein. Niemand ist mehr sicher, schon gar nicht Sorrel. Seit sie denken kann, machen ihre mysteriösen Fähigkeiten sie zur Ausgestoßenen. Als Waise will sie nichts weiter als überleben - aber das Schicksal hat eigene Pläne. Nur Sorrel kann die Krone der Königin zurückholen, um ihre Welt vor der Zerstörung zu bewahren. Doch Sorrel ist keine Heldin. Deshalb schließt sie einen gefährlichen Pakt mit Merc, einem Söldner, der nicht nur wegen seines skrupellosen Handwerks einen üblen Ruf hat. Der Deal: eine Nacht in Mercs Bett, die Sorrel nie vergessen wird, als Gegenleistung für seinen Schutz auf ihrer Reise. Auch wenn sie genauso wahrscheinlich gegeneinander wie füreinander kämpfen werden, ist eine Sache schnell klar: Das Schicksal der Königreiche ist nicht mehr das Einzige, was auf dem Spiel steht, sondern ebenso ihre Herzen.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich im Rahmen einer Leserunde erhalten und das ist auch so ziemlich der einzige Grund, warum ich das Buch bis zum Schluss durchgehalten habe. So irgendwie. Es ist schon sehr lange her, dass ich mich, neben privaten Dingen, die meine Zeit wollten, generell so zum Lesen zwingen musste wie hier. Und das ist wirklich sehr lange her. Denn, ja, ich habe gelesen, dass es wohl im Hintergrund einen plötzlichen Wechsel der Übersetzer gab und dass das Buch schnell, schnell veröffentlich wurde. Man hätte es auch einfach wie Rockstar machen können, sagen, sorry, aber wir müssen den Veröffentlichungstermin verschieben, weil sonst die Qualität des Produkts darunter leidet. Stattdessen hat man auf dem Datum bestanden und heraus kam ein Buch, das... neben inhaltlichen Problemen auch noch Übersetzungsprobleme hat.

Was ich damit meine: Es gibt viele Sätze, die merkwürdig übersetzt worden sind. Schachtelsätze, die manchmal nur schwer zu lesen sind. Vergleiche und Aussagen, die vorne und hinten keinen Sinn ergeben, nicht mal im Kontext. Vieles wirkt zu geschwollen und 1:1 überssetzt, was halt nie gut ausgeht. Was man eigentlich auch wissen sollte. Ich weiß leider nicht mehr zu dem, was im Hintergrund passiert ist, welche Gründe es für den Wechsel der Übersetzer gab, aber wie man damit am Ende umgegangen ist... nicht schön. 

Aber auch die Story und die Charaktere selbst waren... meh. Das hätte auch eine perfekte Übersetzung nicht retten können, sorry, aber es ist nun mal so. Denn die Story ist komplett konfus und die Charaktere... nun, dazu komme ich gleich. Ich bleibe erstmal bei der Story. So wirklich kann ich nicht sagen, was genau die Story ist, denn es gibt so viele Seitenquests, so viele Seitenhandlungen, die angefangen werden, und entweder ins Leere verlaufen. Oder schnell schnell abgehandelt werden, aber am Ende kaum bis gar keine Relevanz zur gesamten Story haben. Manche Sachen davon hätte man echt weglassen können und es hätte an der Hauptstory nichts geändert. Stattdessen wurde hier zu viel gewollt, zu viel versucht. Die Grundprämisse war eigentlich interessant: Sorrel muss etwas von A nach B bringen, braucht dafür Schutz. Gut, die Bezahlung ist schon fragwürdig, aber ich wollte sehen, wie das gehändelt wird. Tja, schwach. Aber dazu komme ich noch.

Was auch unter dem konfusen Umgang mit Seitenstorys gelitten hat, waren die Seitencharaktere. Viele tauchen auf, machen hier und da ein bisschen was, nur um dann für immer in der Versenkung zu verschwinden. Für den Rest des Buches keine Relevanz zu spielen. Ich meine, ok, hier sollen noch drei Bände kommen, dennoch: Bei vielen Charakteren und Momenten habe ich mich gefragt: Warum seid ihr in diesem Buch? Gut, am Ende wird es dann so ... halbwegs erklärt, aber die Erklärung fühlt sich so flach an wie ein Blatt Papier. Auch passiert es, dass manche Stellen unendlich in die Länge gezogen werden und Sorrel kann plötzlich ohne eine Erklärung Dinge, die sie vorher nicht konnte. Deus ex Machina am laufenden Bande :D
Dabei war das Buch am Anfang so vielversprechend. Hat aber nachgelassen.

Apropos Sorrel... mit ihr bin ich nicht warm geworden und es ist nicht besser geworden. Sie wird ständig von den Leuten in ihrer Heimatstadt ausgenutzt, aber hilft ihnen gerne. Als dann aber jemand fragt: Hey, die wichtigste Person in meinem Leben liegt im Sterben, kannst du ihr bitte helfen? Bitte >_< - kommt von ihr nur ein: Nö. So gefühlt will sie nicht helfen, weil ihr da grad nicht danach ist. Wobei das mit ihren Kräften komisch ist. Sie muss Leute töten, und kann sie dann direkt nochmal wieder zurück ins Leben holen? Außerdem sieht sie, wie jemand stirbt, wenn sie der Person in die Augen sieht? Ja, das Ganze ist verwirrend und wird im gesamten Buch nicht wirklich richtig beschrieben oder erklärt. Btw, sie hält ständig ihr Gesicht versteckt, will niemanden ansehen. Nicht nur wegen der Fähigkeit. Ich dachte, sie wäre verflucht oder entstellt. Ne, sie hat einfach nur weiße Haare, weiße Augen und sehr hohe Minderwertigkeitskomplexe. Und wie gesagt, sie kann aus dem Nichts random Dinge, wenn sie es braucht. Ständig kommt sie ohne einen Kratzer aus gefährlichen Situationen. Yay, wie spannend. Nicht.

Aber das Schlimmste, was das Buch verbrochen hat, war Merc. Ihn fand ich am Anfang interessant, klar, fragwürdig und merkwürdig, aber auch interessant, da er trotzdem wie jemand wirkte, der viel mehr im Hintergrund hat, als er offen zeigt. Ich wollte mehr über seine Vergangenheit wissen und fragte mich, wie er wohl wirkt. Denn er wirkt wie jemand mit (fragwürdigem) Anstand. Aber dann hat das Buch es geschafft, dass er eine Entwicklung gemacht hat. Immer wieder tiefer ins Negative. So sucht er sich z.B. eine Prositutierte, weil, er hat ja Bedürfnisse. Er geht davon aus, dass sie eine Prostituierte ist, dabei ist sie Jungfrau. Und sie hält es nicht einmal für nötig, das Missverständnis aufzuklären, weil, hey, tropes und so. Er wird immer mehr und mehr zum kontrollierenden Ekelpaket, ich glaube, mir wurde nur noch nie so hart ein Charakter madig gemacht. Gegen Ende waren mir beide komplett egal. Genauso wie die Story. Btw, es wird als Enemies to Lovers angepriesen. Es ist aber meiner Meinung nach Strangers to Lovers. Oder "Lovers". Weil sie nach wenigen Tagen schon von "Liebe des Lebens" spricht. Also nicht wortwörlich, aber sinnbildlich. Oh Hilfe. Dabei haben die beiden so gar keine Chemie. Bzw ich spüre da nix, außer, dass beide scharf aufeinander sind.

 

Fazit:

Die Grundidee war gut. Die Idee hinter den Charakteren auch. Da hätte man so viel machen können. Aber es wurde so unglaublich viel verschenkt. Da ging so viel den Gulli runter, der ist jetzt komplett verstopft. Und ich bin ehrlich: Die Fortsetzungen werde ich nicht lesen. Da habe ich absolut keinen Bedarf. Ne, danke. Ich meine, ich bin dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, das Buch lesen zu dürfen. Danke nochmal an der Stelle. Aber ohne die Leserunde hätte ich es abgebrochen. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne und das auch nur, weil ich weiß: Es hätte noch viel schlimmer sein können. Was aber auch irgendwie wieder traurig ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Montag, 29. Juni 2026

Montagsfrage #390

 

 

Link

 

 

Hast du 2026 bisher...?

 

... ein über 20 Jahre altes Buch gelesen?
Ja, das habe ich, und zwar das Buch "Agatha Raisin und der tote Gutsherr" von M.C. Beaton. Die Übersetzung ist zwar von 2018, aber die Originalversion erschien bereits 2000. Und ich hatte zuerst die 90er im Sinn, bis mir einfiel: vor 20 Jahren war 2006...

... ein Buch mit mehr als 500 Seiten gelesen?
Ja, "The Games Gods Play" von Abigail Owen, das hat 689 Seiten.

... ein neues Lieblingsbuch entdeckt?
Ja, das war bzw ist "All In - Tausend Augenblicke" von Emma Scott. Mir kommen jetzt noch die Tränen, wenn ich daran denke T_T

... ein Sachbuch gelesen?
Nein, aber ich lese Sachbücher generell sehr selten.

... ein Hörbuch gehört?
Ja, sogar zwar: "Der Herr der Ringe: die zwei Türme" und "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs", beide von J.R.R. Tolkien.

.... mehr als fünf Bücher gekauft?
Ja, ist passiert. Auf jeden Fall.

... eine Buchveranstaltung besucht?
Nein und ich habe es auch nicht vor.

... ein Buch mit dem Buchstaben Y im Titel gelesen?
Ja, nämlich das Buch "Stay with me in Willow Falls" von Greta Milán.

... einen Hype nicht verstanden.
Nein, weil dazu müsste ich erstmal nen Hype kennen?

... ein Buch in 24 Stunden gelesen?
Ja, das war "A Beauty for the Beast" von Liz Rosen.

... ein fremdsprachiges Buch gelesen?
Nein, noch nicht.

... eine Buchverfilmung geschaut?
Nein. Noch nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dieses Jahr nochmal alle drei "Die Herr der Ringe" Filme zu schauen <3

... ein Selfpublishing Buch gelesen?
Ja, zwei sogar: "Der Traum des Nomaden" und "Der Traum der Nomadin", beides von Jonas Pöltl.

... ein neues Genre ausprobiert?
Nein, nicht, dass ich wüsste.

... eine Sonderausgabe gekauft?
Da Farbschnittbücher oft als Sonderausgaben mit Farbschnitt bezeichnet werden, ja, mehrere.

... eine Leseflaute gehabt?
Gehabt? Ich hab sie immer noch T_T

Hier kann man das Bingo-Feld sehen, mal sehen, ob ich ein Bingo habe:

 

 

Hm, auch wenn ich viele Jas habe, komme ich nicht auf ein einziges Bingo. Aber das macht nichts XDD

Dienstag, 19. Mai 2026

Momentaufnahme eines Bücherwurms #222

 

 

 

Früher habe ich gerne bei der Mitmach-Aktion "Gemeinsam lesen" von den SchlunzenBüchern mitgemacht. Aber da "Gemeinsam lesen" jetzt wohl endgültig Geschichte ist und ich diese Art von Blogeinträgen mag, habe ich einfach beschlossen, diese für mich selbst zu machen. Einfach kurz schauen, was lese ich gerade, wie weit bin ich und was sind meine Gedanken dazu. Wenn ihr auch sowas machen wollt, macht das ruhig. Ihr könnt auch mein Logo gerne benutzen, aber bitte mit Credit, das wäre nett 😅

 

So, weg von dem Vorgeplänkel, kommen wir nun zum Eintrag selbst:

 

 

- Aktuelles Buch des Bücherwurms?

 

"Als wir jung waren" von Sven Jähnel

 

 

 

 

 

- Worum geht es in dem Buch?

Luks Leben war erfüllt von Liebe, Reisen und Schicksalsschlägen. All das wird ihm bewusst, als er milt seinem letzten Atemzug daran zurückdenkt. Vom Sterbebett bis zu einer halsbrecherischen Schlittenfahrt in seiner Kindheit begleeiten wir Luk rückwärts durch sein Leben und lernen dabei, dass man Freunde manchmal sich selbst überlassen muss, dass die Liebe oft unerwartet kommt und dass Leben und Tod unterennbar miteinander verbunden sind.

Als wir jung waren, erzählt die Geschichte von Luk, Tabea und ihren Freunden. Wie sie nachts über die Landstraße rasen, auf einen Baukran klettern, wie sie lieben, sich streiten, sich loslassen und dann wieder zueinander finden. 

Ein erfülltes Leben, das am Ende zeigt, ldasas man die Menschen, die man liebt, vielleicht schon länger kannte, als man dachte.

 

- Auf welcher Seite bist du gerade?

Auf Seite 312.

 

- Der erste Satz der aktuellen Seite?

Die ist gut für die Narbe, weil sie so schön weit ist.

 

- Und deine Meinung bisher dazu?

Ich kam zwar nicht so oft zum Lesen wie ich gedacht hatte, aber das Buch gefällt mir richtig gut. Auch ist es interessant zu sehen, wie sich gewisse Dinge innerhalb der Freundesgruppe entwickelt haben bzw wie manche Anfänge waren, da man hier ja chronologisch rückwärts geht. Ich bin mal gespannt, an welchem Punkt in Luks Leben die Reise aufhören wird. Vermutlich etwas in seiner Kindheit?

 

 

 

Quelle:

Selbst geschossen

Montag, 18. Mai 2026

Montagsfrage #389

 

 

Link

 

 

Lest ihr vor einem neuen Band immer noch mal die Vorgänger als Reread?

 

 

Ganz ehrlich? Nein, nur ganz selten. Zum einen liegt es daran, wann ich den oder die Vorgänger gelesen habe. Wenn es grad mal einen Tag bis ein Jahr her ist, dass ich den letzten Band oder die letzten Bände gelesen habe, dann spare ich mir den Reread. Meistens kann ich mich noch genau oder grob daran erinnern, und ganz selten ist eine Zusammenfassung dabei. Nicht sehr oft, aber hin und wieder. 

Wenn das letzte Mal aber mehrere Jahre her ist, dann lese ich den Vorgänger, weil ich sonst gar keine Ahnung mehr habe, um was es genau ging. Außer, bei so Reihen wie der Eberhofer-Reihe, wo jeder Band einzeln ist und es nur wenige rote Fäden gibt, die sich durch die Bücher ziehen. Da muss ich die anderen Bände nicht mehr so genau im Gedächtnis haben, weil das Wichtigste wird mir sowieso beim Lesen in Erinnerung gerufen.

 

Zum anderen ist mein SuB noch immer recht hoch und da möchte ich meine Zeit dann doch lieber dafür nutzen, an meinem SuB zu arbeiten. Naja, was heißt arbeiten. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen meinen SuB kleiner machen und Rereads, dann gewinnt immer der SuB. Wenn ich da mal mehr Lust und Luft habe, dann werde ich schon die eine oder andere Reihe nochmal von vorne lesen, sollte ich bis dahin alle Bücher davon haben. Und bis es soweit ist, habe ich das meiste eh wieder vergessen, sodass ich die Bücher nochmal genießen kann, nur eben dann komplett.