
Titel: Unsere Zeit ist immer
Autor*in: Sophie Cousens
Erschienen in Deutschland: 2021
Originaltitel: This Time Next Year
Erschienen in England: 2020
Übersetzer*in: Babette Schröder
Genre: Slice of Life, Hetero, Romance, Drama
Verlag: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Zwei Dinge weiß Minnie ganz genau: Dass an ihrem Geburtstag immer alles schiefläuft, was nur schieflaufen kann - und dass ein Mann namens Quinn der Grund dafür ist. Minnie ist ihm noch nie begegnet. Doch sie weiß, dass sie beide am Silvesterabend kurz nach Mitternacht im selben Londoner Krankenhaus geboren wurden. Quinn kam eine Minute früher zur Welt und gewann als erstes Neunzigerjahre-Baby fünfzigtausend Pfund, während Minnie leer ausging. Als sie sich an ihrem gemeinsamen 30. Geburtstag durch einen Zufall kennenlernen, weiß Minnie entgültig, dass Quinn die für sie bestimmte Portion Glück einfach gestohlen hat: Im Leben des gutaussenden, charmanten Unternehmers läuft alles glatt, während sie kurz davor ist, ihre Wohnung und den geliebten Job zu verlieren. Doch wenn sie aus so unterschiedlichen Welten kommen, warum laufen sie sich fortan immer wieder über den Weg? Und warum lässt jede Begegnung Minnies Herz ein bisschen höher schlagen?
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Ja, ein weiteres Buch aus der Bibliothek, welches ich zufällig dort gesehen habe, ansprechend fand und dann auch gleich mitgenommen habe. Weil hey, warum denn nicht? Besonders der Teil, dass er ein Glückspilz sein soll und sie ein Pechvogel, da wollte ich am meisten wissen, was es damit auf sich hat. Ob da wirklich was dran ist oder nicht.
Spoiler: Nö, absolut nicht.
Zwar ist Quinn unter besseren Umständen aufgewachsen, allerdings haben seine Eltern Probleme. Sein Vater war irgendwann aus seinem Leben raus und seine Mutter kann das Haus nicht mehr verlassen, ohne Panik zu bekommen. Überhaupt hatten beide recht viele schöne und unschöne Momente in ihrem Leben, wie man bei den vielen Rückblenden und zwei POVs erfährt. Manchmal befinden sich die beiden auch entweder gleichzeitig oder nacheinander an dem gleichen Ort. Romantiker könnten jetzt sagen: Hach, das ist Schicksal! Und ja, ich denke, das könnte man hier schon behaupten.
Quinn find ich ganz in Ordnung, nur lebt er sein Leben ein bisschen zu wenig für sich selbst und lässt sich zu sehr mit der Phobie seiner Mutter einbinden. Es wäre besser, wenn er jemanden damit beauftragen würde, sich um die Dame zu kümmern. Gut, später schafft sie es stückweise dank einer Hilfe immer besser damit zurechtzukommen. Dennoch: Man merkt wirklich oft, wie sehr sie an ihm hängt und umgekehrt auch. Allerdings, als ihm mal ein Date deswegen ein Ultimatum stellt, hat er sich am Ende richtig entschieden. Weil so ein Ultimatum echt Müll ist.
Minnie war, joah, auch ok eigentlich. Aber hier und da ein bisschen zu stur. Besonders wenn es darum geht, Hilfe anzunehmen oder Quinn irgendwelche Schuldzuweisungen zu geben für Dinge, für die er nichts kann. Wie beispielsweise das mit dem Namen. Eigentlich sollte sie ja Quinn heißen. Die Mütter hatten sich gegenseitig unterstützt und Quinns Mutter hat dann ihr Kind ebenfalls Quinn nennen wollen, quasi als Dank an Minnies Mutter, wegen der Unterstützung. Als dann aber Minnies Eltern in der Zeitung den Namen Quinn lesen, bricht Minnies Mutter den Kontakt mit der anderen Mutter ab, nennt sie Dieb und nennt Minnie dann Minnie, weil: Wäre ja voll so nachahmermäßig, wenn wir jetzt bei Quinn bleiben.
Tja, es müssen erstmal 30 Jahre vergehen und mehrere Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden, eine Sache, die man eigentlich in wenigen Minuten hätte klären können. Tja^^°
Ansonsten fand ich das Buch in Ordnung, Minnie kommt zwar ein bisschen zu spät in die Pötte, um zu kapieren und sich einzugestehen, dass sie etwas von Quinn will bzw Gefühle für ihn hat. Dennoch geht es für beide gut aus.
Ist jetzt kein Highlight, absolut nicht. Aber trotz des einen oder anderen Makels hatte ich recht viel Spaß beim Lesen. Die Rückblenden fand ich am Anfang ein wenig verwirrend und random platziert, aber irgendwann hatte ich mich dann daran gewöhnt. Joah, kann man schon lesen, finde ich. Ist kein Muss, aber ein Kann. Von mir bekommt das Buch insgesamt vier Sterne :-)
















