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Swinub - Pokemon

Freitag, 27. März 2020

[Rezension #110] Die Stadt der stillen Feuer



Name: Die Stadt der stillen Feuer
Autor: Florian Clever
Genre: Fantasy, Drama
Preis: €12,99
Seiten: 364
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2020
ISBN: B0841NGS7H
Verlag: Independently published




Beschreibung:
25 Jahre nach dem Angriff wilder Wüstenstämme geißelt eine neue Krise die Stadt Mesrée: Der Monsun scheint endlos, eine Sintflut droht. Schlimmer noch, ein mysteriöser Schatten geht um – Häuser brennen, Menschen verschwinden. Der Stadtherr Sajit sieht seiner Pensionierung entgegen. Doch die Zielgerade zum ruhigen Lebensabend wird für ihn zur Hölle auf Erden. Kann Sajit Mesrée ein zweites Mal vor dem Untergang retten?

Dieser in sich abgeschlossene Roman bietet Ihnen Fantasy mit einem Hauch von 1001 Nacht.

Im zweiten Band der Mesrée-Saga, der unabhängig von Teil 1, DIE STADT DER STILLEN WASSER, gelesen werden kann, scheint der leibhaftige Teufel in das Volk im Bahir-Delta gefahren zu sein. Ein schleichender Schrecken hat Mesrée im Würgegriff, und Sajit, der langjährige Ratsvorsitzende, sieht es nicht. Zu viele übermächtige Probleme halten Sajit in Atem, bis es fast zu spät ist. Hin und her gerissen zwischen Pflichtgefühl und Verzweiflung nimmt er den Kampf auf. Doch der Kreis von Sajits Vertrauten ist geschrumpft, und die Schlinge um Mesrée zieht sich in aller Stille zu.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das hier ist der zweite Band der Mesrée-Saga und damit auch der zweite Band der Reihe, den ich in der Leserunde von Lovelybooks lesen konnte, vielen Dank an dieser Stelle! Als ich davon erfahren habe, dass es wirklich einen Nachfolgeband zu "Die Stadt der stillen Wasser" geben wird, war ich echt froh und hatte gehofft, dass ich bei der Verlosung wieder so viel Glück haben würde.

Nun ja, zurück zum Buch. Im Gegensatz zum letzten Mal fängt es nicht gemütlich oder gemächlich an, nein, es geht gleich zur Sache. Auch fängt es hier wieder ziemlich mystisch mit einer Bedrohung an, doch man hat keine Ahnung, was man da vor sich und was der Bösewicht für Pläne hat. Überhaupt ist es sehr interessant zu sehen, was aus einzelnen Charakteren, besonders dem Hauptcharakter und seiner Partnerin, über die Jahre geworden ist. So ist Sajit kein Schreiberling mehr, sondern ein Ratsherr, der doch recht lange in der Politik war und die Stadt recht lange gelenkt hat. Irgendwann wird er diesem jedoch müde und so hat er nur sehr wenig Zeit vor sich, die er noch im Stadtrat verbringen wird. Sie haben zwar die Dürre überlebt, müssen aber dafür nun sehr lange mit einem Monsum kämpfen, es ist alles kalt und nass. Zusätzlich hat sie eine Art Pest in der Stadt ausgebreitet und dann kommt auch die dunkle Bedrohung aus der Vergangenheit einer anderen Stadt ... die armen Bewohner von Mesrée müssen sich auf so einiges einstellen.
Das Buch kommt mir, besonders durch ein paar bestimmte in der Leserunden kritisierten Szenen, deutlich düsterer vor als der erste Teil und ich vermute mal, dass genau das die Absicht des Autoren war. Ansonsten ließt es sich genauso gut wie der erste Teil, auch wenn das Ende auch mir ein wenig überhastet vorkommt. Ein wenig zu schnell abgearbeitet, was doch ein wenig schade ist. Besonders, da sich das Buch und die Spannung bis zum Schluss aufbaut, man weiß nicht genau, was passiert jetzt und wer wird am Ende sterben, wer wird siegen und wer nicht. Auch gibt es die eine oder andere Handlung, wie das mit einer bestimmten Charakterin unter der Kontrolle des Bösen oder die Machenschaften eines bestimmten Charakters, die aufgebaut werden, aber dann doch viel zu schnell und abrupt abflachen, was ich doch etwas schade finde. Ansonsten hat das Lesen wie immer sehr viel Spaß gemacht. Klasse fand ich wieder wie die Stadt aufgebaut war, wie sie sich selbstständig gemacht und wie sehr die Ratsmitglieder doch zusammenhalten können.

Die Karte, die bei dem E-Book mit dabei war, sieht sehr schön aus und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Allerdings habe ich die Karte erst nach dem Lesen so wirklich angesehen, weswegen die Karte in meiner Vorstellung gespiegelt war, sprich, links die Stadt und rechts davon der breite Fluss. Auch ist das Gedicht, welches Sajit an Misha verfasst hat, mehr als schön.


Leseprobe:
Sie hatten die Augen verbunden und Knebel in ihren Mündern. Ihre Hände waren hinter den Rücken verschnürt, ihre Füße ebenfalls gefesselt. Vier Männer, drei Frauen und ein Kind. Ihre Kleidung war verdreckt, zerrissen, blutig. Faules Obst und Gemüse lag um sie herum verstreut. Auch ein paar Steine waren darunter. Das Kind konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Die Luft dampfte - das Land war noch feucht vom Monsun, und die Sonne war angetreten, um allen zu beweisen, dass sie wieder da war und in den Wochen ihrer Abwesenheit nichts von ihrer Kraft eingebüßt hatte.
"Steinigt sie!"
"Schlagt sie tot!"
"Teufel! Teufel!"
Die Menschenmenge wogte vor, und eine Soldantenreihe mit quer vor sich gehaltenen Speeren stemmte sich dagegen.
Auf den Stufen vor dem Tempel verzog der Hohepriester keine Miene. Er hatte die Arme in den weiten Ärmel seiner Robe zusammengeschoben. Seine Augen lagen tief in den Höhlen, mit schwarzen Schatten darunter. Drei Tage hatte er nicht geschlafen.
Das Gerichtsverfahren hatte ihn an seinen Grenzen gebracht, hatte ihm alles abverlangt. Die Familien der Beschuldigten hatten sich aufgelehnt. Die Mutter des Kindes hatte protestiert, geschrien, geweint. Als heute Morgen das Urteil gefallen war, hatte sie versucht, sich umzubringen. Jetzt war sie fort.


Fazit:
Das Buch ist zwar bis auf die paar Stellen, die ich genannt habe, nicht perfekt, aber das muss es auch nicht sein. Ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Ob es einen dritten Teil geben wird, denke ich jetzt nicht, muss aber auch nicht sein. Sonst wäre der arme Sajit vermutlich zu alt und die arme Stadt dann doch zu sehr gebeutelt. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja dann sowas wie "Die Stadt der stillen Blitze" oder so? Naja, abwarten und Tee trinken. Mir hat der Band hier gefallen, wie auch der Vorgängerband und ich kann die beiden Bücher, Stille Wasser und Stille Feuer, nur empfehlen zu lesen. Von mir bekommt das Buch insgesamt 4 Rubine.








Quelle:
Infos zum Buch und Bild: Lovelybooks

Dienstag, 24. März 2020

Gemeinsam lesen #143






1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Zur Zeit lese ich zwei Bücher. Das eine ist ein Roman, den wir für die Schule sollen: "Homo faber" von Max Frisch. Dort bin ich auf Seite 34.
Privat lese ich noch den ersten Mangaband von "My Hero Academia" von Kohei Horikoshi. Bzw ich werde ich ihn noch lesen, ich hab noch nicht damit angefangen.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Homo faber: Langsam wurde die Sache doch langweilig, eigentlich ein Skandal, dass die zweiundvierzig Passagiere und fünf Leute der Besatzung nicht längst aus der Wüste befreit waren, schließlich reisten die meisten von uns in dringenden Geschäften.
My Hero Academia: Du bist gemein, Kacchan!

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Homo faber: Auch wenn ich die Vermutung habe, dass der Hauptcharakter Asperger hat, ist er mir wieder symphatisch noch kann ich ihn und seine Denkweise verstehen. Für mich ist er einfach nur seltsam, was es mir nicht gerade einfach macht, das Buch überhaupt zu lesen, vor allem, da wir es ja für die Schule lesen müssen. Wäre es privat, hätte ich es vermutlich einfach abgebrochen.
My Hero Academia: Hier kenne ich die erste Staffel des Animes, den Manga habe ich allerdings noch nie gelesen. Allerdings habe ich vor mehreren Wochen zufällig den ersten Band entdeckt und dachte mir: Hey, wenn mir der Anime gefallen hat, vielleicht ist das ja auch beim Manga der Fall? Muss ja nicht, aber könnte doch sein.

4. Hast du einen riesiegn Sub oder liest du immer alles direkt weg? Was ist deine längste Sub Leiche?
Ich habe einen riesigen Sub, der nie kleiner wird, vor allem, da ich mir gerne mal neue Bücher kaufe oder von anderen wünsche. Besonders, wenn die Bücher gerade irgendwo günstig zu haben sind kann ich nicht nein sagen. Auch lese ich nicht jedes Buch sofort nach dem Erwerb. Was meine längst Sub Leiche ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ich nehme mir zwar hin und wieder vor, keine neuen Mangas und Bücher zu holen, bis ich alle ungelesenen Bücher und Mangas daheim gelesen habe, aber irgendwann werde ich dann doch wieder schwach und hole mir noch mehr^^°



Ich bin bei "Gemeinsam lesen" eher ein stiller Mitleser ;-)

Montag, 23. März 2020

Montagsfrage #158





Welches Buch hast du zuletzt beendet und wäre es eine gute Quarantäne-Lektüre?


Ich habe erst gestern ein Buch beendet, daher kommt die Frage ziemlich gut, was das Timing angeht :-)
Und zwar nämlich das E-Book "Die Stadt der stillen Feuer" von Florian Clever; ich habe es im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und es ist der zweite Teil einer kleinen Reihe. Ich habe auch bereits den Vorgänger gelesen (ebenfalls in einer Leserunde) und war deshalb sehr glücklich darüber, dass ich auch den zweiten Teil lesen konnte. Allerdings durch das ganze Chaos rund um Covid-19 und was sich alles noch so in meinem privaten Umfeld abgespielt hat, oder eben nicht, ist das Buch bei mir kurz in Vergessenheit geraten. Bis ich es gestern zuende gelesen habe^^

Hm, ob es eine gute Quarantäne-Lektüre wäre, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Nicht, weil das Buch schlecht wäre, nein, ich hatte Spaß beim Lesen, wie auch schon beim Vorgänger. Allerdings ist es Teil der Handlung, dass die Stadt Mesrée unter anderem von einer Seuche heimgesucht wird, die viele Leute sehr, sehr krank macht (Husten, Durchfall, Schwächegefühl usw); und die Bürger der Stadt müssen in vielerlei Hinsicht Rücksicht aufeinander nehmen. Die Gärten der Heilung, so heißt die Version des Krankenhauses in der Stadt, auch wenns eigentlich kein richtiges Krankenhaus ist, sondern mehr ein Krankenlager, sind auch komplett überfüllt und überlastet. Wenn man also damit leben kann, dass man sagt: Ja, bei uns in der echten Welt, mit Covid-19 und dem ausgelasteten Gesundheitssystem, welches wir mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten versuchen nicht noch weiter zu belasten, bei uns läuft es ziemlich ähnlich ab, wenn auch nicht 1:1. Wenn das für jemanden ok ist, dann wäre es eine gute Lektüre für die Quarantäne. Es ist zwar nicht der Hauptteil der Story, aber spielt schon eine ziemlich große Rolle. Sagen wir einfach, es ist ein Stück vom wichtigen Kuchenteil der Story. So etwa ein Viertel bis ein Drittel rum.


Ich bin bei Montagsfragen eher ein stiller Mitleser ;-)

Dienstag, 3. März 2020

Gemeinsam lesen #142






1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Seit heute lese ich das E-Book "Die Stadt der stillen Feuer", den zweiten Band der Mesrée-Saga, von Florian Clever. Dort bin ich bei 8%.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Wasser, wohin das Auge blickte.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Ich habe es erst angefangen zu lesen, daher kann ich natürlich noch nicht so viel dazu sagen. Aber der Anfang haut schon richtig rein und ist auch sehr interessant.

4. Bist du auf Lovelybooks angemeldet? Und wenn ja, dort auch aktiv? (KiraNear)
Ja, ich bin dort angemeldet und hin und wieder aktiv, die meiste Zeit allerdings pflege ich dort nur meine "Bibliothek", sprich, ich trage die Bücher ein, die ich dort gerade lese; halte aktuell, auf welchem Stand ich dort bin und lade zu den meisten Dingen dann dort auch eine Rezension hoch. Allerdings nur bei Romanen, bei Mangas und LTBs mache ich nur eine Bewertung mit einem kurzen Kommentar dazu. Und ich nehme hin und wieder an den Leserunden teil, das Buch hier stammt auch z.B. aus einer Leserunde. Ich habe bereits den ersten Band in einer Leserunde lesen können und freue mich, dass ich nun auch den zweiten Band lesen kann, da mir der erste Band schon so gut gefallen hat.



Ich bin bei "Gemeinsam lesen" eher ein stiller Mitleser ;-)