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Dienstag, 21. Juli 2026

[Rezension #445] Crown of War and Shadow

 

 

Titel: Crown of War and Shadow

Autor*in: J.R. Ward

Erschienen in Deutschland: 2026

Originaltitel: Crown of War and Shadow

Erschienen in den USA: 2026

Übersetzer*in: Julia Abrahams, Babsi Schwarz und Christoph Hardebusch

 

Weitere Informationen:

Genre: Fantasy, Action, Romance, Hetero

Preis: € 25,00

Seiten: 623

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-56850-7

Verlag: Bramble Verlag

Rezensionsexemplar: Ja

 

 

Inhalt:

Romantische Fantasy um schicksalhafte Liebe, undurchschaubare Intrigen und eine dämonische Bedrohung, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte. 

Das Fulcrum bricht zusammen, und Dämonen dringen in die Welt der Sterblichen ein. Niemand ist mehr sicher, schon gar nicht Sorrel. Seit sie denken kann, machen ihre mysteriösen Fähigkeiten sie zur Ausgestoßenen. Als Waise will sie nichts weiter als überleben - aber das Schicksal hat eigene Pläne. Nur Sorrel kann die Krone der Königin zurückholen, um ihre Welt vor der Zerstörung zu bewahren. Doch Sorrel ist keine Heldin. Deshalb schließt sie einen gefährlichen Pakt mit Merc, einem Söldner, der nicht nur wegen seines skrupellosen Handwerks einen üblen Ruf hat. Der Deal: eine Nacht in Mercs Bett, die Sorrel nie vergessen wird, als Gegenleistung für seinen Schutz auf ihrer Reise. Auch wenn sie genauso wahrscheinlich gegeneinander wie füreinander kämpfen werden, ist eine Sache schnell klar: Das Schicksal der Königreiche ist nicht mehr das Einzige, was auf dem Spiel steht, sondern ebenso ihre Herzen.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich im Rahmen einer Leserunde erhalten und das ist auch so ziemlich der einzige Grund, warum ich das Buch bis zum Schluss durchgehalten habe. So irgendwie. Es ist schon sehr lange her, dass ich mich, neben privaten Dingen, die meine Zeit wollten, generell so zum Lesen zwingen musste wie hier. Und das ist wirklich sehr lange her. Denn, ja, ich habe gelesen, dass es wohl im Hintergrund einen plötzlichen Wechsel der Übersetzer gab und dass das Buch schnell, schnell veröffentlich wurde. Man hätte es auch einfach wie Rockstar machen können, sagen, sorry, aber wir müssen den Veröffentlichungstermin verschieben, weil sonst die Qualität des Produkts darunter leidet. Stattdessen hat man auf dem Datum bestanden und heraus kam ein Buch, das... neben inhaltlichen Problemen auch noch Übersetzungsprobleme hat.

Was ich damit meine: Es gibt viele Sätze, die merkwürdig übersetzt worden sind. Schachtelsätze, die manchmal nur schwer zu lesen sind. Vergleiche und Aussagen, die vorne und hinten keinen Sinn ergeben, nicht mal im Kontext. Vieles wirkt zu geschwollen und 1:1 überssetzt, was halt nie gut ausgeht. Was man eigentlich auch wissen sollte. Ich weiß leider nicht mehr zu dem, was im Hintergrund passiert ist, welche Gründe es für den Wechsel der Übersetzer gab, aber wie man damit am Ende umgegangen ist... nicht schön. 

Aber auch die Story und die Charaktere selbst waren... meh. Das hätte auch eine perfekte Übersetzung nicht retten können, sorry, aber es ist nun mal so. Denn die Story ist komplett konfus und die Charaktere... nun, dazu komme ich gleich. Ich bleibe erstmal bei der Story. So wirklich kann ich nicht sagen, was genau die Story ist, denn es gibt so viele Seitenquests, so viele Seitenhandlungen, die angefangen werden, und entweder ins Leere verlaufen. Oder schnell schnell abgehandelt werden, aber am Ende kaum bis gar keine Relevanz zur gesamten Story haben. Manche Sachen davon hätte man echt weglassen können und es hätte an der Hauptstory nichts geändert. Stattdessen wurde hier zu viel gewollt, zu viel versucht. Die Grundprämisse war eigentlich interessant: Sorrel muss etwas von A nach B bringen, braucht dafür Schutz. Gut, die Bezahlung ist schon fragwürdig, aber ich wollte sehen, wie das gehändelt wird. Tja, schwach. Aber dazu komme ich noch.

Was auch unter dem konfusen Umgang mit Seitenstorys gelitten hat, waren die Seitencharaktere. Viele tauchen auf, machen hier und da ein bisschen was, nur um dann für immer in der Versenkung zu verschwinden. Für den Rest des Buches keine Relevanz zu spielen. Ich meine, ok, hier sollen noch drei Bände kommen, dennoch: Bei vielen Charakteren und Momenten habe ich mich gefragt: Warum seid ihr in diesem Buch? Gut, am Ende wird es dann so ... halbwegs erklärt, aber die Erklärung fühlt sich so flach an wie ein Blatt Papier. Auch passiert es, dass manche Stellen unendlich in die Länge gezogen werden und Sorrel kann plötzlich ohne eine Erklärung Dinge, die sie vorher nicht konnte. Deus ex Machina am laufenden Bande :D
Dabei war das Buch am Anfang so vielversprechend. Hat aber nachgelassen.

Apropos Sorrel... mit ihr bin ich nicht warm geworden und es ist nicht besser geworden. Sie wird ständig von den Leuten in ihrer Heimatstadt ausgenutzt, aber hilft ihnen gerne. Als dann aber jemand fragt: Hey, die wichtigste Person in meinem Leben liegt im Sterben, kannst du ihr bitte helfen? Bitte >_< - kommt von ihr nur ein: Nö. So gefühlt will sie nicht helfen, weil ihr da grad nicht danach ist. Wobei das mit ihren Kräften komisch ist. Sie muss Leute töten, und kann sie dann direkt nochmal wieder zurück ins Leben holen? Außerdem sieht sie, wie jemand stirbt, wenn sie der Person in die Augen sieht? Ja, das Ganze ist verwirrend und wird im gesamten Buch nicht wirklich richtig beschrieben oder erklärt. Btw, sie hält ständig ihr Gesicht versteckt, will niemanden ansehen. Nicht nur wegen der Fähigkeit. Ich dachte, sie wäre verflucht oder entstellt. Ne, sie hat einfach nur weiße Haare, weiße Augen und sehr hohe Minderwertigkeitskomplexe. Und wie gesagt, sie kann aus dem Nichts random Dinge, wenn sie es braucht. Ständig kommt sie ohne einen Kratzer aus gefährlichen Situationen. Yay, wie spannend. Nicht.

Aber das Schlimmste, was das Buch verbrochen hat, war Merc. Ihn fand ich am Anfang interessant, klar, fragwürdig und merkwürdig, aber auch interessant, da er trotzdem wie jemand wirkte, der viel mehr im Hintergrund hat, als er offen zeigt. Ich wollte mehr über seine Vergangenheit wissen und fragte mich, wie er wohl wirkt. Denn er wirkt wie jemand mit (fragwürdigem) Anstand. Aber dann hat das Buch es geschafft, dass er eine Entwicklung gemacht hat. Immer wieder tiefer ins Negative. So sucht er sich z.B. eine Prositutierte, weil, er hat ja Bedürfnisse. Er geht davon aus, dass sie eine Prostituierte ist, dabei ist sie Jungfrau. Und sie hält es nicht einmal für nötig, das Missverständnis aufzuklären, weil, hey, tropes und so. Er wird immer mehr und mehr zum kontrollierenden Ekelpaket, ich glaube, mir wurde nur noch nie so hart ein Charakter madig gemacht. Gegen Ende waren mir beide komplett egal. Genauso wie die Story. Btw, es wird als Enemies to Lovers angepriesen. Es ist aber meiner Meinung nach Strangers to Lovers. Oder "Lovers". Weil sie nach wenigen Tagen schon von "Liebe des Lebens" spricht. Also nicht wortwörlich, aber sinnbildlich. Oh Hilfe. Dabei haben die beiden so gar keine Chemie. Bzw ich spüre da nix, außer, dass beide scharf aufeinander sind.

 

Fazit:

Die Grundidee war gut. Die Idee hinter den Charakteren auch. Da hätte man so viel machen können. Aber es wurde so unglaublich viel verschenkt. Da ging so viel den Gulli runter, der ist jetzt komplett verstopft. Und ich bin ehrlich: Die Fortsetzungen werde ich nicht lesen. Da habe ich absolut keinen Bedarf. Ne, danke. Ich meine, ich bin dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, das Buch lesen zu dürfen. Danke nochmal an der Stelle. Aber ohne die Leserunde hätte ich es abgebrochen. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne und das auch nur, weil ich weiß: Es hätte noch viel schlimmer sein können. Was aber auch irgendwie wieder traurig ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Donnerstag, 29. Januar 2026

[Rezension #429] My Dark Romeo

 

 

Titel: My Dark Romeo

Autor*in: Parker S. Huntington und L.J. Shen

Erschienen in Deutschland: 2024

0Originaltitel: My Dark Romeo

Erschienen in England: 2023

Übersetzer*in: Anne Morgenrau

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Hetero, Romance, Erotik

Preis: € 19,99

Seiten: 457

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-28437-7

Verlag: Knaur Verlag

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Es solle ein harmloser Kuss auf einem rauschenden Debütantinnenball sein. Ein heimlicher Moment mit einem gut aussehenden Fremden. Doch im Gegensatz zu seinem Namensvetter wird mein Romeo nicht von der Liebe angetrieben, sondern von Rache. Für ihn bin ich eine Schachfigur. Ein Druckmittel. Die Verlobte seines Rivalen. Für mich ist er ein Mann, der Gift verdient. Ein dunkler Prinz, den ich nicht heiraten will. Er denkt, ich werde meine Schicksal akzeptieren. Nun, ich habe vor, es umzuschreiben. Und in meiner Geschichte stirbt Julia nicht. Aber Romeo? Er geht zugrunde. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Wie hatte es jemand in der einen Bücherapp so treffend kommentiert?

"Es ist so cringe wie ein Unfall mann will wegschauen aber kann es nicht 😭"

Und ja, das ist es tatsächlich. Es ist wie eine Massenkarambolage, man sollte nicht hingucken und doch tut man es. Womit man sich eigentlich keinen Gefallen tut, weder bei einem echten Unfall mit (vielen) Fahrzeugen, noch bei diesem Buch. 

Ich hatte es in der Bibliothek gesehen und dachte mir: Ach, probiere es doch mal aus, so schlimm kann es ja nicht werden, nicht wahr? Oh sweet summerchild :D

Denn es wurde schlimm. Fremdscham-Schlimm, um hier ganz genau zu sein. Denn sowohl die Story, als auch die Charaktere sind... wie umschreibe ich das nett? Ganz ganz speziell? 

Fangen wir mal mit Dallas an. Diese Frau hat so gut wie keine Hobbys, außer, ständig Chaos zu veranstalten, teuer Geld auszugeben und sich wie eine Prinzessin auf der Erbse aufzuführen. Sie hat keine Freunde, sie hat keine Interessen, sie hat keine Hobbys. Und sie hat nur ein Ziel im Leben: Kinder zu bekommen. Am besten so viele wie möglich. Zwar wird geklärt, warum sie das Ziel hat, aber so richtig erklärt es das nicht. Und es dominiert ihr ganzes Denken. Das... war es auch schon. Das ist alles, was zu Dallas zu sagen gibt. 

Dann gibt es noch Romeo. Er ist irgendwie ein Teilzeitarsch, manchmal ein Vollzeitarsch und jemand mit einer ach so tragischen Geschichte, die irgendwie sein ganzes Verhalten erklären soll. Hier und da erzählt er Dallas von seiner schwierigen Vergangenheit, seinem schwierigen Verhältnis zu seinen Eltern und auch, wie ihn das alles geprägt hat. Gleichzeitig ist er ein wandelnder Widerspruch. Auf der einen Seite will er nicht, dass sein Nebenbuhler die Firma erbt. Auf der anderen Seite, will er keinen Erben haben, also dass seine Linie mit ihm ausstirbt. Und auch die Firma in den Ruin treiben. Viel bekommt man von seiner Arbeit nicht mit, er ist viel mehr damit beschäftigt, seinem Geld hinterherzuweinen, dass Dallas mit vollen Armen aus den Fenster wirft (wobei ich ihn da verstehen kann) und auch damit, das Chaos zu beseitigen, das Dallas hinterlässt. Außerdem macht er gerne dem Ex-Verlobten von Dallas das Leben schwer. 

Überhaupt, das zwischen Dallas und Romeo. Ja, ich habe oben als Genre Romance genommen. Aber... es fühlte sich nicht wie Romance an. Überhaupt waren sich die beiden so uneinig, ob die sich überhaupt mochten oder nicht. So auf der einen Seite sind sie nur am Streiten, Bestrafen und Rebellieren. Auf der anderen Seite werden sie immer körperlicher, wobei auch so manche Szenen dabei sind, bei denen ich mir dachte: Ok, Brudi, ist klar O_o

Wie dass er z.B. mit ihr Sex hatte, durch seine Boxershort und ihr Höschen durch, so als Kondomersatz. Ja. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist so tatsächlich passiert. Auch redet sie ständig davon, dass sie ein Kind will, er nicht, und dennoch nimmt er sie ab einem gewissen Punkt ohne Kondom, oder andere Verhütungsmittel. Und irgendwann will er dann auch ein Kind, weil? Ja, keine Ahnung, warum. Das wird nie wirklich erklärt.  

Die Story... hier gibt es keinen roten Faden. Mal geht es darum, dass der Charakter einen Skandal macht und dann aufgeräumt werden muss. Dann macht der andere was ähnliches. Und dann muss auch noch der Ex-Verlobte wieder runtergemacht werden, der eine Mischung aus Fiesling und feuchtem Tafelschwamm ist. Achja, die Verlobung war nur auf dem Papier, Dallas und ihr Ex-Verlobter mochten sich eigentlich nicht so... Romeo hat Dallas auch anfangs nur haben wollen, um den Ex-Verlobten eine auswischen zu können. Ansonsten gibt es wie gesagt keinen festen roten Faden. 

Was mir auch noch aufgefallen ist, ist die herbe Ausdrucksweise. Ja, ich weiß, die deutsche Sprache ist, was Dirty Talk und Sexszenen angeht, etwas unelegant. Aber es muss doch einen sprachlichen Mittelweg zwischen "200-seitige Bauanleitung" und "Dialogbuch, geschrieben von Egon Kowalski" geben D:

Vor allem, das passiert recht schnell. Und auch die sexuellen Szenen haben recht schnell was von einem Porno. Einem billigen, drittklassigen Porno.

Warum ich das Buch durchgelesen habe? Im ersten Absatz steht die Antwort.  

 

 

Fazit:

Hinterher, als ich mit dem Buch fertig war, was auch länger gedauert hat als ich dachte, saß ich da und dachte mir: Ok. Das war was. Aber nicht meins. Es gibt noch zwei Fortsetzungen, aber die werde ich mir nicht holen. Ne, danke, kein Bedarf. Hier ist so einiges, das echt schief gelaufen ist, aber hey, solche Erfahrungen muss man auch mal machen. Denke ich. Wobei man hier auch wieder nichts verpassen würde. Ich kann höchstens für mich und meine zukünftige Geschichten mitnehmen, wie ich es nicht machen möchte. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne und ich bin froh, dass ich es mir nur ausgeliehen und nicht irgendwann gekauft habe.

 

 

 

 

 

  

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Mittwoch, 21. Januar 2026

[Rezension #428] Der Besuch der Kaiserin

 

 

Titel: Der Besuch der Kaiserin

Autor*in: Daisy Goodwin

Erschienen in Deutschland: 2015

0Originaltitel: The Fortune Hunter

Erschienen in England: 2014

Übersetzer*in: Nicole Seifert

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Historisch, Hetero, Drama

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

Seiten: 543

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-499-26947-9

Verlag: Rowohlt Verlag GmbH

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Charlotte Baird interessiert sich mehr für die Fotografie als dafür, einen Ehemann zu finden. Doch als der charmante Bay Middleton auftaucht, verliebt sie sich in ihn. Er zählt zu den besten Reitern Englands, ist jeodch mittellos unld nicht von Stand. Bay scheint die Einzige zu sein, der in Charlotte nicht nur die reiche junge Erbin sieht, sondern ihre unkonventionellen Ansichten und ihren feinen Witz zu schätzen weiß.

Als die legendäre Pytchley-Jagd ansteht, erhält Bay einen Auftrag, um den ihn alle beneiden: Er soll Kaiserin Sisi auf die Jagd begleiten. Charlottes Freude darüber schwindet schnell. Denn die Kaiserin gilt nicht umsonst als die schönste Frau ihrer Zeit. Und sie ist Bay in einer Weise zugetan, die die Zukunft aller bedrohen könnte. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Ohje, wo soll ich bei dem Buch nur anfangen? Ich denke mal, einfach mal dort, wo ich immer anfange: Mir überlegen, wo ich das Buch gefunden habe. Das kann ich nicht mehr zu 100% sagen, ich glaube, es war ein offenes Bücherregal, zumindest taucht da so eine kleine Erinnerung in mir auf. Aber wie gesagt, zu 100% kann ich es nicht mehr sagen. Ist ja auch egal. 

Jedenfalls, ich hab mal vor Jahren eine Biographie über das Leben von Sisi gelesen und war dementsprechend neugierig drauf, wie das Buch so sein würde. Ich dachte, das würde so ablaufen: Charlotte und Bay verlieben sich, Sisi macht ihm hübsche Äuglein, aber er hat nur Augen für Charlotte und die beiden kommen am Ende zusammen. 

Joah. Dachte ich. Dachte ich falsch. Aber sowas von falsch. Denn ja, Charlotte und Bay kommen sich näher, aber aus Gründen nicht so richtig zusammen, sie will erst ein bestimmes Alter erreichen, also so erst in einem halben Jahr, weil davor Skandal und bla bla. Also sagt er: Ist kein Thema, ich warte auf dich. Aber er liebt sie und will sie heiraten. Achja, und sie liebt ihn natürlich auch. 

Dann allerdings taucht Sisi in seinem Leben auf, macht ihr schöne Augen und zack, hat Bay Charlotte komplett vergessen, nur noch Augen für Sisi und die beiden landen mehrfach in der Kiste, nach einer längeren Zeit. Während Charlotte noch auf ihn wartet und ihre Fotos (sie fotographiert gerne) auf einer Ausstellung ausstellt. Selbst dann läuft er immer noch Sisi hinterher, ist aber hier und da unentschlossen, will auch noch von Charlotte was... und am Ende entschuldigt er sich bei ihr. Mit einem Mal, keine Ahnung, sticht ihn dann der Hafer der Vernunft und er kann sich selbst nicht so richtig erklären, was er in Sisi gesehen hat. Er will dann nichts mehr mit ihr zu tun haben, ghostet sie, wie man Leute zu der Zeit ghosten konnte und reist dann mit Charlotte nach Amerika.  

Sisi fand ich hier am seltsamsten. Wie gesagt, ich hatte ja mal vor Jahren diese Biographie über sie gelesen und ich hab sie doch recht anders in Erinnerung als hier. In der Biographie kam es ständig so rüber, als wären Wien und die Heirat mit Franz war mehr wie ein Gefängnis wie alles andere. Sie war sehr oft auf Reisen, ihr Mann hat sie vermisst, ist in Arbeit erstickt und das mit den Kindern war... schwierig.

Hier allerdings war Sisi auf einmal eine Frau, die von ihrem Mann beachtet werden wollte, und gerne durch die Welt reist, aber auch genauso gerne durch die Gegend ... rumvögelt :/

Außerdem war sie sehr, sehr eitel, was ihr Aussehen angeht und keiner dachte, da mal ein paar Worte zu verlieren, weil, hey, es ist ja die Kaiserin, wenn die fremdgeht, ist das schon okay. Gut, wie gesagt, ich habe zu wenig Infos, aber das war dann doch, als würde ich hier eine alternative Version erleben. Überhaupt fand ich sie hier recht unangenehm.  

Bay fand ich dagegen... keine Ahnung, er hätte einfach nicht irgendwann ein Hirn ausstecken und nur noch mit seinem Penis denken sollen >_> 

 

Fazit:

Ja, die Story war dann am Ende ganz anders, als ich sie vom Verlauf her vermutet hatte. Und die meiste Zeit hatte ich mir einfach nur gedacht: Arme Charlotte. Dass er dann mit einem Mal wieder klar sehen konnte und er eigentlich nur Charlotte geliebt hat... ja, sicher doch, Brudi... keine Ahnung. Das Buch hat einfach nicht meine persönlichen Erwartungen getroffen. Von mir bekommt es nur zwei Sterne, auch wenn mir die Einschätzung nicht so leicht gefallen ist wie sonst. Keine Ahnung. 

 

 

 

 


 

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Foto: Selbst geschossen

Montag, 12. Januar 2026

[Rezension #423] Das Erbe der weissen Rose

 

 

Titel: Das Erbe der weissen Rose

Autor*in: Philippa Gregory

Erschienen in Deutschland: 2014

Originaltitel: The White Princess

Erschienen in den USA: 2013

Übersetzer*in: Elvira Willems

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Historisch, Hetero, Romance

Preis:  9,99 [D] | € 10,30 [A]

Seiten: 624

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-499-26713-0

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Rezensionsexemplar: Nein

 

Inhalt:

Henry Tudor hat sich nach der erfolgreichen Schlacht von Bosworth 1485 zum König krönen lassen. Doch der neugewonnene Frieden ist fragil: Um die verfeindeten Häuser York und Lancaster miteinander zu vereinen, heiratet er Elizabeth von York. Die Loyalität der Königin wird auf eine harte Probe gestellt, als ein junger Mann auftaucht und Anspruch auf den Thron erhebt. Elizabeth Muss sich entscheiden, wem ihre Treue gilt: ihrem Gemahl, den sie langsam zu lieben lernt oder dem Mann, der behauptet, ihr Bruder zu sein. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Uff. Was für ein Buch. Und das meine ich leider nicht im positiven Sinne. Aber von Anfang an.

Was ich hier erwartet hatte: Ein "Enemies-to-Lovers", ein "wem gehört ihr Herz denn nun? Lover oder Familie?"

Was ich bekommen habe: Absolutes Chaos. Ich habe keine Ahnung, was die Charakter auf Dauer gesehen wollten, und ich glaube, die Charaktere wussten es auch nicht so richtig.  

Gut, Henry hat Elizabeth nur geheiratet, um über sie an den Thron ranzukommen und an den Titel. Er oder seine Armee haben ihren Mann umgebracht. Joah, eigentlich keine gute Ausgangssituation für eine normale, gesunde Liebesbeziehung. Dennoch war ich bereit zu schauen, was daraus wird. Wie das hier verarbeitet bzw aufgearbeitet wird. Am Ende wars dann nichts halbes, nichts ganzes. Weil die ständig zwischen Enemy und Lover hin und hergesprungen sind. 

Sie hasst Henry am Anfang und er verkehrt mit ihr nur, um Nachwuchs zu zeugen. Gleichzeitig ist er so von einer harten Paranoia gequält, weil es hier und da Gerüchte über die wahren Erbe der Krone gibt, die ihm den erkämpften Platz streiten machen könnten. Darum will er ganz dringend einen Erben. Und dass seine Mutter ihm Blödsinn an die Backe labert, ist auch nicht so wirklich hilfreich. 

Dann aber irgendwann verliebt sie sich ihn in, und will seine Aufmerksamkeit und Liebe, an anderen Tagen ist sie total angewidert von ihm. Irgendwann haben sie dann ein Kind und sie will dann nur noch zwei Dinge: seine Aufmerksamkeit und noch mehr Kinder mit ihm. Gut, ich bin keine Mutter, besonders keine Königin, keine Ahnung, ob dann son gesteigerter Kinderwunsch kommt oder nicht... kann ich nicht beurteilen. 

Er dagegen scheint erstmal genervt von ihr zu sein, dann verliebt er sich in sie und ist dann erstmal recht erträglich, bis dann wieder die Paranoia zuschlägt. Aber gleich auf 11. Und das dann auf so eine nervige Art, dass man nur noch mit den Augen rollen kann. Gleichzeitig ist es ihm total egal, wie seine Mutter mit seiner Frau umgeht. Wenn sie z.B. Wochen vor der Geburt in eine komplette Isolation gesteckt, weil Religion und Aberglaube oder so, dann ist das voll ok für ihn. 

Am meisten hat an seiner Paranoia genervt, dass er immer und überall Verräter gesehen hat, in den Ecken, in Elizabeth und ihrer Familie, in dem Volk etc. Irgendwann taucht dann ein Junge auf, der selbst, als er ein erwachsener Mann ist, immer noch nur als der Junge bezeichnet wird. Und mit zig anderen Namen, die nicht der seine sind. Und Henry macht echt alles, um den "Jungen" aufzuspüren, zu verheiraten, bis aufs Hemd ausziehen und will dafür vom Volk geliebt werden, weil der "Junge" so beliebt ist und er nicht so. Doch selbst dann, selbst nach all dem ist er immer noch so paranoid und denkt, der "Junge" will ihm den Thron wegnehmen. Ob er Elizabeth liebt oder nicht, hängt vom Kalendertag und dem Grad seiner Paranoia ab. Irgendwann taucht eine jüngere Frau auf, der er dann wie son verliebter Gockel nachsteigt, selbst, als er merkt, dass er keine Chance bei ihr hat. Hilfe. 

Die Mutter existierte irgendwie nur, um Elizabeth auf den Sack zu gehen und ihr das Leben schwer zu machen. Und um Henrys Paranoia zu füttern. Anfangs dachte ich sogar, so eifersüchtig wie dei auf Elizabeth war, dass sie ne Incest-Beziehung mit ihrem Sohn hätte, aber das stellte sich dann zum Glück als Irrtum heraus.  

Die Kinder von Elizabeth und Henry... keine Ahnung, die werden gezeugt, geboren und existieren. Abgesehen davon, dass sie nicht wie erhofft auf magische Art und Weise die Ehe kitten, haben sie keine große Rolle. Die sind da halt einfach. Genauso wie die meisten Verwandten von Elizabeth, die noch leben. Die chillen einfach ihr Leben, haben keine Ansprüche, wollen nur ihre Ruhle haben. Und Henry denkt: OMG, die wollen meinen Thron, die wollen meinen Platz!

Nein, Bruder, niemand will dir was wegnehmen, chill einfach mal D: 

 

Fazit:

Wie man sieht, bin ich sehr begeistert. Warum ich das Buch dennoch durchgelesen habe? Weil ich wissen wollte, wie das alles ausgeht. Mit der "Bedrohung". Zwischen Elisabeth und Henry. Die sind viel öfter zwischen Enemies und Lovers hin und her gesprungen wie eine kleine Metallkugel in einer Flippermaschine, wenn man grad nen guten Lauf hat. Keine Ahnung, wie oft ich mich während des Lesens aufgeregt habe oder mit den Augen gerollt. Oder beides. Wie auch immer. Von mir bekommt auch das Buch hier zwei Sterne.

 

 

 

 

 

 

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Sonntag, 11. Januar 2026

[Rezension #422] Der Bourne Befehl

 

 

Titel: Der Bourne Befehl

Autor*in: Robert Ludlum, Eric van Lustbader

Erschienen in Deutschland: 2012

Originaltitel: THE BOURNE DOMINION

Erschienen in den USA: 2011

Übersetzer*in: Norbert Jakober

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Gen, Action, Drama

Preis:  9,99 [D] | € 10,30 [A]

Seiten: 576

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-453-43766-1

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Severus Domna ruft zum Mord an Jason Bourne auf, dem einzigen Mann, der im Weg steht, um das Gleichgewicht der Weltwirtschaft zu destabilisieren. Doch wo soll man ansetzen, nachdem so viele bereits an dieser Aufgabe gescheitert sind? Indem man Bournes engsten Vertrauten und besten Freund zu seinem schlimmsten Feind macht: Boris Karpow. Erst kürzlich zum Chef des mächtigen russischen Sicherheitsdienstes FSB-2 ernannt, verdankt Karpow seinen Aufstieg der Führungsspitze von Severus Domna. Ein Pakt mit dem Teufel, wie sich zeigt, denn im Gegenzug wir donv Karpow das Unvorstellbare verlangt: Er soll seinen Freud Jason Bourne eliminieren. Die Wege von Bourne und Karpow kreuzen sich in der Altstadt von Damaskus. Kann Bourne dem Russen noch trauen? Und findet Boris Karpow einen Weg, sich aus der tödlichen Zwickmühle zu befreien? Ihnen bleibt nicht viel Zeit, denn schon bald sehen sie sich mit ihrem größten Widersachen konfrontiert. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Ich bin ganz ehrlich: Das hier war mein erstes Buch aus dem ganzen Bourne-Universum und ich hatte nicht so wirklich eine Ahnung, was mich hier erwarten könnte. Auch kenne ich die Filme nicht, höchstens vom Namen her, aber ich hatte nie wirklich ein Interesse daran, daran etwas zu ändern. Das Buch habe ich dann wohl irgendwann in den letzten Jahren recht günstig in einem Supermarkt bekommen, als preisreduziertes Mängel-Exemplar, auch wenn der einzige Mangel, den ich an dem Buch sehen kann, der Sticker ist. Aber gut, dafür hat mich das Buch auch nur noch 4,99 EUR gekostet.  

Tja, ich dachte mir, die Beschreibung klingt ziemlich interessant und vielleicht ist es ja nicht so schlimm, dass ich die Reihe nicht kenne. Denn das hier ist ein recht späterer Band aus der doch recht langen Reihe. Tja, dummerweise war das ein ziemlicher Fehler. Denn ich habe viele Zusammenhänge nicht verstanden und so kam ich ziemlich oft nicht mit. Gut, der Fehler lag auf meiner Seite, das gebe ich zu. 

Allerdings bin ich auch mit keinem der Charaktere warm geworden, besonders nicht mit Jason Bourne. So wirklich habe ich keine Ahnung, was diesen Mann antreibt, was ihn motiviert, ob der überhaupt sowas wie ein eigenes Leben hat. Der kommt mir nur vor wie einer, der einfach nur immer von Mission zu Mission geht, und seinen Job macht, ohne dass er genau weiß, warum er das macht. Wie son Roboter. Karpow fand ich dagegen ganz ok. Fürchterlich fand ich dagegen diese eine Frau, die irgendwie ein Affäre am Laufen hatte, nur, um die Affäre erst nach vielen Hoffnungen sitzen zu lassen. Für was? Keine Ahnung mehr, aber der Kerl hat mir schon leid getan. 

Achja, als es dann irgendwann, nach gefühlt 1000 Seiten zum "Showdown" kommt, zwischen Bourne und Karpow... keine Ahnung, was ich erwartet hatte, aber es war dann doch recht kurz und langweilig. Überhaupt hat sich das Lesen des Buches überhaupt nicht für mich gelohnt. Aber ich bin auch nicht neugierig auf mehr geworden.

 

Fazit:

Joah, ich habs halt gelesen, werde es aber nicht nochmal tun. Oder irgendeinen anderen Band der Reihe, kein Bedarf mehr. Die Filme habe ich nie gesehen und ich denke, ich werde es wohl auch nie tun. Nicht schlimm, gibt genug andere Filme, die ich noch nicht gesehen habe und mal nachholen könnte :-)

Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne. 

 

 

 


 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Donnerstag, 25. Dezember 2025

[Rezension #413] Mord im Orientexpreß

 

 

Titel: Mord im Orientexpreß

Autor*in: Agatha Christie

Erschienen in Deutschland: ???? (Diese Version)

Originaltitel: Murder on the Orient-Express

Erschienen in England: 1933

Übersetzer*in: Elisabeth van Bebber

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Gen, Krimi, Abenteuer

Preis: ???

Seiten: 193

Sprache: Deutsch

ISBN: ???

Verlag: Weltbild Verlag (Diese Version)

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Eigentlich sollte dile Fahrt im Orientexpreß eine gepflegte Urlaubsreise für Meisterdetektiv Hercule Poirot werden. Doch schon die geheimnisvolle Dame im roten Kimono, die abends an seinem Schlafwagenabteil vorbeihuscht, läßt seine grauen Zellen hellwach werden. Als der Luxuszug dann in einer Schneewehe steckenbleibt, ist Poirot felsenfest davon überzeugt, daß Unheil droht.

Am nächsten Morgen entdeckt er die erste Leiche ... 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Da ich in diesem Jahr eher positive Erfahrungen mit Klassikern gemacht habe, dachte ich mir: Ach, komm, gib doch mal Agatha Christie auch endlich eine Chance, wie ich es schon seit Jahren irgendwie machen wollte. Und "Mord im Orientexpreß" ist ja ein ziemlich bekanntes Werk, da wird es sicherlich seine Gründe dafür geben. Warum also diese Gründe nicht erforschen? Ich bin ja eh offen für neues und Krimis hatte ich in letzter Zeit recht wenige. Aber auch hier hatte ich wieder kein Glück, was ich schade finde. 

Denn ich bin weder mit Poirot, noch mit der Story warm geworden. Poirot war für mich recht unnahbar und ich hab ihn, so unfair es ist, ständig mit Sherlock und Watson verglichen. Denn mit beiden bin ich damals instant warm geworden, von Poirot weiß ich nur, er ist ruhig, raucht und ist Belgier, der französisch sprechen kann. Aber sonst... keine Ahnung? Er machte den Eindruck, als wollte er an dem Fall ermitteln und irgendwie kam es auch ein bisschen so rüber, als hätte man den guten Mann dazu gezwungen.  

Dann, der Aufbau der Geschichte selbst. Es ist irgendwie immer nur eine Ansammlung von Infodumping, eins nach dem anderen. Erst lernt man die ganzen Nebencharaktere kennen, von denen ich mir die meisten nicht merken konnte und damit habe ich immer meine Probleme. Wenn zu viele Leute auf einmal kommen und von mir erwartet wird, dass ich mir merken kann, wer wer ist und wer was macht. Sorry, aber da kann ich auch keine Verbindung aufmachen. Ich hatte dann kurz Mitleid mit dem einen Opfer, weil er ganz klar bedroht wird, aber Poirot sieht es nicht so. Dann stirbt die Person und Poirot so: Oh! Na sowas, wie konnte das denn passieren? Ähm, ist es Wort für Wort so angekündigt und angedroht worden? XD 

Was ich auch interessant fand, bzw eher nicht, war die Art, wie der Fall aufgeklärt wird. Poirot lädt alle zu sich in ein Abteil ein und befragt alle, die erzählen dann irgendwas aus ihrem Leben oder ihre Verbindung zum Opfer oder sonst was. Eigentlich kaum etwas, das irgendwie weiterhelfen kann. Wer Sherlock Holmes gelesen hat, denkt oft: Ach, die Erklärung hat er sich aus dem Arsch gezogen. Aber oft genug war es, wenn man die eine oder andere Stelle nochmal liest, offensichtlich, woher Sherlock jenen Schluss gezogen hat. Aber die Fallaufklärung hier wirkte hier wirklich wie aus den Fingern gezogen für mich. 

Aber es könnte auch daran liegen, dass ich bis zum Ende mit den meisten Namen nichts anfangen konnte. Die Auflösung war... gut, das hat mir gefallen und auch, wie das Buch geendet ist. Der Teil hat mir dagegen recht gut gefallen. Aber so 7/8 des Buchs? Eher nicht so. Sorry. 

 

Fazit:

Tja, hier hat mal wieder mein Pech mit Klassikern zugeschlagen, aber das kann man ja nicht vorher wissen, nicht wahr? Leider bin ich mit dem Großteil des Buchs wenig bis kaum warm geworden, daher sorry, aber für mich persönlich war das Buch nichts. Keine Ahnung, ob ich es nochmal mit einem anderen Buch der Autorin versuchen soll, keine Ahnung, ob mir ein anderes Werk von ihr besser gefallen könnte. Muss ich sehen. Und so leid es mir tut, aber... ich gebe dem Buch hier zwei Sterne. Mich hat es inhaltlich einfach nicht abgeholt >_< 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Freitag, 20. Juni 2025

[Rezension #392] Tatort-Bingo

 

 

Titel: Tatort-Bingo

Autor*in: Bob Meyer

Erschienen in Deutschland: 2012

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Humor

Preis: € 12,80

Seiten: 210

Sprache: Deutsch

ISBN: 9978-3-942251-05-1

Verlag: Fahner Verlag

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Hauptkommissar Karl-Heinz Brechtl von der Kripo Schwabach hat es nicht leicht. An der B 14 bei Hersbruck wird eine abgetrennte Hand gefunden. Ein Mord? Ein Unfall? Oder lebt das Opfer gar noch? Seine Ermittlungen führen ihn zurück in die Hersbrucker Vergangenheit. Nebenbei muss sich der Franke mit allerlei ungelösten Fragen des Alltags und den Problemen seiner Midlife-Crisis beschäftigen. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich vor längerem mal in einem offenen Bücherschrank gefunden und da ich Regionalkrimis gerne lese, besonders die, die in Bayern spielen, konnte ich zu dem Buch auch nicht nein sagen. Ich glaube, das war irgendwann im letzten Jahr, als ich das Buch gefunden und mitgenommen habe. Aber ich kam erst in diesem Jahr dazu, es zu lesen.  

Leider, leider hat es sich für mich mal wieder nicht gelohnt. Irgendwie habe ich da Pech, die Bücher sind da schwarz-weiß für mich, entweder überzeugen sie mich total, oder gar nicht. Meistens ist es gar nicht, aber hey, deswegen gebe ich trotzdem nicht sein. Aber was hat mir denn nicht daran gefallen? 

Zum einen der Dialekt, der in dem Buch vorkommt. An sich habe ich natürlich nichts dagegen, wenn hier und da ein Dialekt vorkommt, aber hier war es dann doch recht viel und oft. Und obwohl ich ja selbst aus Bayern komme, wenn auch aus einer anderen Ecke als Franken, so hatte ich trotzdem manchmal Schwierigkeiten zu verstehen, was der Charakter damit jetzt sagen möchte. Anfangs war der fränkische Dialekt ja noch witzig, aber irgendwann wurde es dann anstrengend und nervig zu lesen. 

Zum anderen ist es die Story. Erst kommt die Story ewig nicht in die Gänge, und am Ende kommt dann eine so absurde Lösung bei raus, dass ich mir am Ende dachte: Echt jetzt? Das war irgendwie eine unangenehme Mischung aus Klischees und schlimmen Übertreibungen. Gleichzeitig wurde die Story auch an manchen Stellen auch unnötig komplex gehalten, die Charaktere dafür unnötig seicht. Ich wollte am Ende einfach nur noch die Lösung zum Rätsel wissen, aber eine Verbindung habe ich zu keinem der Charaktere aufbauen können. Und da das Buch nicht so dick war, habe ich es dann fertiggelesen. Wäre es um mehrere 100 Seiten dicker gewesen, hätte ich es wohl eher abgebrochen. 

 

Fazit:

Hachja, hinterher hatte ich mir, nach dem Lesen gedacht: Ok, wenn ich es nicht gelesen hätte, hätte ich nichts verpasst. Aber hey, das weiß man ja auch immer erst nach dem Lesen und das gehört halt nun mal mit dazu. Und ich hatte auch schon mal viel schlimmere Bücher, daher ist es ok. Das Buch hier bekommt von mir insgesamt 2 Sterne. 

 

 

 

 



 

 

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Mittwoch, 19. Februar 2025

[Rezension #374] Die drei ??? Kids - Tiere in Not

 

 

Titel: Die drei ??? Kids - Tiere in Not

Autor*in: Ulf Blanck und Margarita Querol

Erschienen in Deutschland: 2024

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Gen, Abenteuer, Krimi

Preis: € 3,99

Seiten: 64

Sprache: Deutsch

ISBN: -

Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Rezensionsexemplar: Nein

 

Inhalt:

Tierische Verschwörung!

In einer alten Villa in Rocky Beach leben Katzen, Meerschweinchen, Hasen, Ponys und viele andere Tiere. Mrs Morales versorgt sie alle liebevoll, aber scheinbar sind die tierischen Bewohner jemandem ein Dorn im Auge. Die drei ??? Kids bieten ihre Hilfe an und beginnen mit ihren Ermittlungen.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Ich habe mich ehrlich gesagt noch nie wirklich mit den drei ??? Kids beschäftigt und als ich dann das Buch gelesen habe, ist mir dann auch aufgefallen warum. Denn ich fühlte mich mal ausnahmsweise zu alt dafür und fühlte mich nicht wirklich angesprochen. Aber abgesehen davon empfand ich den Fall als sehr verwirrend, alle paar Seiten ging es in eine andere Richtung und der Fall, sowohl das Motiv der Täter können mich bis heute nicht so richtig überzeugen.

Mir gefällt es ehrlich gesagt besser, wenn die Jungs "normal" alt sind, wie sie es nun mal in der "normalen" Serie sind, da kommen ihre Detektivfähigkeiten, besonders die von Justus, nochmal viel authentischer rüber. Und das Lesen macht auch gleich mal viel Spaß. Klar, bei der normalen Reihe gab es auch merkwürdige und verwirrende Fälle. Aber leider gehört dieser hier dazu. Auch fand ich die Auflösung bzw das Ende ein wenig ... unbefriedigend. Und auch tut dem Buch die Kürze hier nicht so gut, manche Punkte wirken an den Haaren herbeigezogen oder zu schnell durchgenudelt.

 

Fazit:

Sorry, aber so richtig konnte mich das Buch nicht abholen, auch wenn es das versucht hat. Aber ich bin halt auch nicht ein Teil der Zielgruppe und das ist in Ordnung dafür. Ich muss allerdings sagen, selbst als normaler Drei ??? Fall hätte mich der Fall viel zu sehr verwirrt. Daher kann ich dem Buch leider nur zwei Sterne geben, sorry :/

 

 

 

 

 

 

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Montag, 4. November 2024

[Rezension #351] Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt

 

 

Titel: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt

Autor*in: Jörg Maurer

Erschienen in Deutschland: 2018

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Action, Humor, Gen

Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]

Seiten: 431

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-651-02573-8

Verlag: S. Fischer Verlag GmbH

Rezensionsexemplar: Nein

 

Inhalt:

In einer Berghütte hoch über dem idyllisch gelegenen Kurort will Kommissar Jennerwein mit seinem Team feiern. Einmal ohne Ermittlungsdruck und Verbrecherjagd gemütlich am Kaminfeuer sitzen. Aber was bedeuten die blutigen Spuren im Schnee, die draußen zu sehen sind? Warum kreist eine Drohne über der Hütte? Während drunten im Kurort die Polizeistation verwaist ist und eine Gestalt leblos in einem versperrten Keller liegt, erkennt Jennerwein, dass er in eine Falle geraten ist, aus der es kein Entkommen gibt. Wenn er sein Team retten will, muss er mit dem Tod Schlitten fahren ...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Humor in Büchern und ich, das geht die meiste Zeit schief. Das war auch hier wieder Fall. Und ja, es war ein Fehler, einen Band zu lesen, der bereits die 11. Fortsetzung einer Reihe ist. Wir bzw mein Partner und ich dachte, als wir kurz darüber geredet hatten, dass es vielleicht wie bei der Eberhofer-Reihe ist, oder bei anderen Reihen. Dass die Bände hier für sich allein stehen und dass es nicht so schlimm ist. Tja, das war wie gesagt ein Fehler. Auf der anderen Seite, hat mich das Buch so wenig überzeugt, dass ich keine Lust versprüre, Band 1-10 zu lesen und das nachzuholen, was ich verpasst habe.

Was zum größten Teil an dem Aufbau des Buches liegt und an der Story selbst. Also an beidem zusammen, denn: Hier passiert einfach zu viel, viel zu viel. Bzw es gibt mehrere Handlungsstränge und hier trifft das Sprichwort "Zu viele Köche verderben den Brei" richtig gut zu.

Denn da gibt es zum einen die Hauptstory, mit der Feier von Jennerwein und seinem Team in der Berghütte. Gleichzeitig gibt es aber auch einen Rückblick in Jennerweins Vergangenheit, dort hat ein Unbekannter immer wieder Stinkbomben gelegt, mal mehr, mal weniger, und der junge Jennerwein hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Außerdem kommen immer wieder irgendwelche Snowboardfahrer vor, und ein paar einzelne andere Personen. Besonders bei denen wird so vieles wage gehalten, viel im Verborgenen gehalten und auf dem Trockenen gelassen.

Am nervigsten fand ich aber die kurzen Sequenzen, die darauf hindeuteten, dass Jennerwein und sein Team mit einer Bombe konfrontiert sind. Man hat diese Abschnitte gut daran erkannt, dass irgendein historisches Ereignis random zitiert und dann mit der Situation verglichen wird. Und jedes Mal kam am Ende sowas wie: "Aber alles zu seiner Zeit".

Man wird ständig neugierig gemacht, nur um dann nach ein oder zwei Seiten immer wieder und wieder zu lesen: Ok, mehr dazu kommt später. Dann lass doch solche Kapitel bitte weg, danke! Die ersten zwei Male wars ok, danach einfach nur noch so unnötig.

Zwar wird der Fall aus der Vergangenheit aufgelöst, und nein, mit der Auflösung hatte ich nicht gerechnet, aber ich habe auch nicht mitgerätselt. Einfach, weil der gesamte Storyteil so komplett unnötig war und eigentlich nichts zur Story beigetragen hat. Wenn man die Parts gestrichen hätte, man hätte keinen Verlust gehabt. Gut, das hier ist mein erster Jennerwein Roman, daher keine Ahnung, ob das normal ist oder eine Besonderheit in der Reihe. Dadurch wirkt es chaotisch, als hätte man aus fünf verschiedenen Genres Lieder genommen und sie aneinandergehängt. Sprich, es kommt ein Poplied, dann auf einmal Dubstep, dann Schlager, dann Death Metal und dann fängt es wieder mit Pop an.

Das mit den einzelnen Personen klärt sich zwar auch im Verlauf auf, aber es war trotzdem nicht so befriedigend. Teilweise wurde son Tamtam um die Leute gemacht und dann wurde das so platt fallen gelassen oder aufgeklärt ... hätte auch nicht sein müssen.

Das Einzige, was mir richtig gut gefallen hat, waren die Momente, in denen Jennerwein und seine Kollegen heimlich miteinander Nachrichten austauschen, ohne, dass der Täter etwas bemerkt. Wie eingespielt die Polizisten sind, welche Methoden es gibt und auch, wie gut das Ganze funktioniert, das war echt großartig. Den Teil habe ich gern gelesen. Den Rest habe ich nur ertragen, weil ich gehofft hatte, dass es doch noch besser werden würde. Tja, daran hat sich leider bis zum Ende nichts geändert.

Was die Charaktere angeht, ich kannte vorher keinen und auch hier habe ich nicht das Bedürfnis, sie näher kennenlernen zu wollen. Mir ist auch niemand besonders aufgefallen, dafür kamen einfach viel zu viele Leute vor, sorry. Was aber eben auch daran liegen könnte, dass es eben bereits der 11. Band der Reihe ist. Ich hatte aber auch schon von anderen Reihen einen anderen Band als den ersten in der Hand und da war ich dann neugierig darauf, mehr zur Reihe zu lesen. Das war hier nicht der Fall.

 

Fazit:

Man soll ein Buch nie nach dem Cover beurteilen, aber auch nie nach dem Titel. Den Titel finde ich großartig und die Idee fand ich so spannend. Die Umsetzung war dann leider total meh. Zumindest in meinen Augen, auch, wenn ich ignoriere, dass das hier kein Einzelband ist oder nicht der erste Band einer Reihe. Ich habe versucht, das Buch zu mögen, aber es fiel mir schwer. Sehr schwer. Schade, aber es soll wohl nicht so sein. Auch hier ging der Humor wieder in einem großen Bogen an mir vorbei, aber das bin ich ja gewohnt. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne, sorry.

 

 

 

 

 

 


 

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Montag, 30. September 2024

[Rezension #344] Becoming a Queen

 

 

Titel: Becoming a Queen

Autor*in: Dan Clay

Erschienen in Deutschland: 2023

Originaltitel: Becoming a Queen

Erschienen in den USA: 2023

Übersetzer*in: Leo Strohm

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Fantasy, Abenteuer, Drama

Preis: € 7,95 [D] | € 8,20 [A]

Seiten: 352

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-570-40002-9

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag

Rezensionsexemplar: Ja

 

Inhalt:

Ganz wie er selbst. So fühlt sich Mark, als er beim Talentwettbewerb der Highschool in einem Kleid auftritt. Doch mit einem hat er nicht gerechnet: dass sein Freund sich daraufhin von ihm trennt. Mühsam setzt Mark sein gebrochenes Herz wieder zusammen und schwört sich, zukünftig die Finger von Jungs und Pailletten zu lassen. Aber wie soll man das anstellen, wenn man plötzlich ein perfektes, lila schimmerndes Kleid entdeckt? Und dazu noch einen charmanten Typ namens Ezra kennenlernt? Als das Schicksal Mark auf die bisher härteste Probe stellt, erkennt er, dass es okay ist, man selbst zu sein - und oft sogar der einzige Weg.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das hier ist das vierte und letzte Buch, das ich im Rahmen einer Blog-Kooperation von Bookbot erhalten habe. Auch dieses Mal wird es mich nicht in meiner Meinung zu dem Buch beeinflussen, wie ihr es von mir gewohnt seit :-)

Allerdings muss ich hier ganz ehrlich sagen: Ich hab daneben gegriffen^^°

Gut, das hatte ich davor nicht wissen können, ich war einfach so neugierig auf das Buch, da ich es doch recht of im Buchladen und in anderen Blogs gesehen habe, außerdem hat mich sowohl das Design, als auch die Beschreibung angesprochen.

Das hat die Story dann aber total ruiniert.

Aber von Anfang an. Und da fängt es halt schon an. Wir sind zusammen mit Mark bei diesem Talentwettbewerb, er ist total nervös, weil er mit einem Kleid vor der gefühlt ganzen Schule, sowie seinem Partner auftritt. Gleichzeitig gefällt ihm das Kleid, und das ist ja auch schön :-)

Schließlich geht er auf die Bühne, entdeckt seinen Freund im Publikum und dann geht es auch schon los. Leider bekommt man vom Auftritt selbst nichts mit, es wird erst hinterher ein wenig darüber geredet, das wars. Ok, das ist jetzt nicht so schlimm. Das "Schlimme" kommt erst am Ende des Kapitels, als sein Freund ihn fragt: "Ziehst du dich noch um?"

Ein Cliffhänger, der das Kapitel beendet und einen auch ein wenig in der Luft hängen lässt. Denn zwischen dem ersten und dem zweiten Kapitel ist eine unbekannt lange Zeit vergangen, man wird einfach damit konfrontiert, dass der Freund Schluss gemacht und Mark deswegen Liebeskummer hat.

Wieso, warum, was genau der Grund ist - darauf wird im restlichen Buch nicht eingegangen. Ob es nun daran liegt, dass Mark mal ein Kleid getragen hat, oder ob der Ex jetzt wirklich homophob ist, wie an einer Stelle irgendwann im Buch behauptet wird, das kann ich selbst nach dem Durchlesen nicht sagen.

Und so geht es im ganzen Buch so, Momente, die sich eher unwichtig fühlen, werden ausführlich beschrieben, während andere Dinge, die interessanter und wichtiger wären, kaum Erwähnung finden. Wie auch das Hauptthema, dass Mark entdeckt, dass er gerne Frauenkleider trägt. Der Teil wird in die letzen 20-30 Seiten reingedrückt, es wirkt so, als hätte sich die Story auf dem Weg des Lebens verlaufen und müsste dann auf Teufel komm raus zurück auf seinen Pfad finden, ohne dabei eine bestimmte Wort/Seitengrenze zu sprengen. Es gibt ein wichtiges Ereignis im Buch, das zwar einen großen Einfluss auf Mark hat. Allerdings frage ich mich da: Musste das sein? Gefühlt geht es in mindestens 60% des Buches darum und da wirkt die Beschreibung doch irreführend, finde. Durch die Beschreibung habe ich mich auf eine komplett andere Story eingestellt als die, die ich am Ende dann bekommen habe.

Außerdem habe ich keine Ahnung, ob Mark und Ezra zusammen sind oder nicht. Sie haben sich mal geküsst, dann haben sie wieder kaum Kontakt ... das war ebenfalls sehr verwirrend.

Und das ist sehr schade - die Idee hatte an sich schon sehr viel Potenzial, das aber nicht genutzt worden ist. Stattdessen kommt es zu einem Ereignis, das den Hauptfokus von dem weglockt, worum es eigentlich in dem Buch gehen sollte. Da hilft auch ein schöner Farbverlauf auf dem Farbschnitt nichts. Aber hey, dass man mal danebengreift, gehört dazu. Und wenn einem jedes Buch gefallen würde, wäre das auch komisch. So schade es auf der anderen Seite ist.

 

Fazit:

Tja, der Abschluss der vier Rezensionsbücher ist jetzt leider nicht so glanzvoll, wie ich gehofft hatte, aber dazu hat mich das Buch dann doch leider zu sehr enttäuscht. Es kommt mir vor, als hätte ich teilweise ein komplett anderes Buch gelesen... gut, das kann man jetzt auch nicht mehr ändern. Vielleicht habe ich ja Glück und ich finde ein Buch mit der gleichen Thematik, das mich dann doch besser fesseln kann. Das hier hat es leider nicht geschafft. Auch, dass die Kapitel teilweise so kurz waren, war nicht sehr hilfreich. Von mir bekommt das Buch daher, so leid es mir tut, nur zwei Sterne.

 

 

 

 

 


 

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Dienstag, 13. August 2024

[Rezension #330] Vanitas - Schwarz wie Erde

 

 

Titel: Vanitas - Schwarz wie Erde

Autor*in: Ursula Poznanski

Erschienen in Deutschland: 2019

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Thriller, Krimi, Action

Preis: € 10,99 [D] | € 11,30 [A]

Seiten: 381

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-52395-7

Verlag: Knaur Verlag

 

Inhalt:

Wien, Zentralfriedhof. In einem der zahlreichen Blumenläden arbeitet eine Frau, die nicht ist, was sie scheint. Die verbergen muss, dass sie noch am Leben ist. Die ihre Vergangenheit vergessen will - bis ein Blumengruß für sie zum tödlichen Zeichen wird. Denn in der Sprache der Blumen steht Distel für Sünde, Narzisse für Wiedergeburt - nichts wäre für sie schlimmer, als wiedergeboren zu werden. Es ist eine Drohung, und sie weiß, von wem sie kommt.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Woher ich dieses Buch habe, kann ich ehrlich gesagt nicht mehr sagen. Vermutlich war es auch eines der vielen Bücher, die ich im Herbst 2023 geschenkt bekommen habe, kann es aber nicht mehr sicher sagen. Spielt ja auch keine große Rolle, wenn wir mal ehrlich sind. Das tut es ja nie. Ich finds nur trotzdem immer interessant, an diesem Punkt diese Überlegung zu machen, auch für die Transparenz. Jedenfalls, das hier ist der erste Band einer Reihe, das passiert mir selten, meistens bekomme ich eher einen Band, der nicht der erste einer Reihe ist, sondern der zweite, dritte, etc.

Das wars aber auch schon mit den wenigen positiven Punkten, die mir an dem Buch gefallen haben.

An sich finde ich die Beschreibung ziemlich interessant, und ich bin mir sicher, dass man daraus etwas hätte machen können. Besonders den Punkt, dass nicht nur am Anfang, sondern an recht vielen Stellen in der Sprache der Blumen kommuniziert wird. Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht so gut damit aus, und ich habe es auch während des Lesens nicht gegoogelt, daher gehe ich mal davon aus, dass hier in dem Buch keine Unwahrheiten erzählt werden. An sich gefällt mir die Idee, ist mal was anderes bzw habe ich bisher vllt einmal in einem anderen Roman gesehen, und erfrischende neue Ideen sind ja nie schlecht.

Allerdings, und ja, da wiederhole ich mich, wie eine Schalplatte die hängt, scheitert es mal wieder an der Story und der Hauptcharakterin. Ganz besonders an der Hauptcharakterin. Aber warum?

Nun, erstmal zur Story, das geht schneller - sie ist vollkommen durcheinander. Es passieren viele Dinge, die zwar erst viel später Sinn machen (was auch ok ist), aber trotzdem hat man das Gefühl, es passieren viele unnötige Punkte in der Story und manche offene Fragen bleiben gefühlt offen. Auch ist es die meiste Zeit nicht wirklich spannend, obwohl mir als Leser ständig aufgedrückt wird, wie gefährlich und spannend es doch jetzt ist.

Außerdem, und das war der Grund, warum ich das ergoogelt hatte, ist die Tatsache, dass hier oft Ereignisse aus der Vergangenheit der Protagonistin erwähnt wird. Also eine Vergangenheit, die vor diesem Buch spielt. Ich war mir zuerst unsicher, ich dachte, ich hätte eben dein zweiten oder gar dritten Band einer Reihe in der Hand, der mal wieder nicht als solches markiert ist. Nein, das hier ist der erste Band und man bekommt hier und da interessante Häppchen hingeworfen, aber es wird nicht wirklich aufgeklärt, nie wirklich genau gezeigt, was das nun passiert ist. Stattdessen bekommt man bis zum Ende nur knapp die Hälfte erzählt und die auch nur spärlich.

Was auch hauptsächlich an der Protagonistin liegt. Ja, sie ist in einer Art Zeugenschutzprogramm (oder auch nicht, zumindest ist es aus Gründen nichts offizielles), hat Angst, dass die Leute, die sie mal beschattet hat (als Polizistin, nehme ich mal an?) und dass diese sie aufsuchen könnten. Sie lebt deshalb so gut es geht unter dem Radar, hinterlässt keine Spuren und schaut, dass sie so wenig Kontakt zu anderen Menschen hat wie möglich. Sie ist sehr, sehr vorsichtig - und damit sehr, sehr nervig. Sie kam mir fast schon sehr paranoid vor, was eben auch daran liegt, dass ich keine Ahnung habe, war sie genau verfolgt und warum. Nur, sie rückt nicht mit der Sprache raus. Und so sieht sie eben in allen Schatten böse Kerle, die auf sie warten und hört das Gras wachsen.

Das führt auch dazu, dass sie viele Handlungen macht, oft aus einer Art Panik-Impuls heraus, die währenddessen und hinterher keinen Sinn machen. Nein, im Gegenteil, sie bringt sich oft in Schwierigkeiten. So wirft sie zum Beispiel einfach ihr Handy in den Fluss, weil sie denkt, sie wird abgehört, bereut es aber kurz darauf, weil da die Nummer eines Polizisten abgespeichert ist, und sie diese nicht auswendig kennt. Facepalm-Moment einfach nur. Genau so ein Mist passiert im ganzen Buch und ja, wie gesagt, man bekommt nicht genug erklärt, dass man merkt: Ok, das Verhalten ist nachvollziehbar und angebracht.

Die meisten Nebencharaktere sind eher grau und viele Leute habe ich oft miteinander verwechselt, musste überlegen, wer nochmal wer war, was seine Rolle war etc. Die Auflösung des Falls war daher eher meh, weil ich bis dahin schon wieder die meisten Leute aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte. Was mich auch genervt hat, war diese komische Einstellung, die sie dem bereits erwähnten Polizisten gegenüber hatte. Also dass sie nicht wusste, mag sie ihn, liebt sie ihn oder nicht? Sie gibt ihm lange Zeit die kalte Schulter, bekommt aber Panik, wenn sie ihn nicht erreicht und malt sich die übelsten Horrorszenarien aus. Wie gesagt, keine Ahnung, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Irgendwann macht sie mit ihm rum, es kommt dann so rüber, als würden sie sich lieben, aber dann wird nicht weiter darauf eingegangen? Das ist ja weder Fisch noch Fleisch, sorry. Nichts halbes und nichts ganzes. Und als Shipper finde ich sowas einfach nur ultranervig. Dann sollte man sowas lieber ganz weglassen, hätte sowieso keinen großen Unterschied gemacht, so wenig hat es Einfluss auf die Story. Abgesehen von dem inoffiziellen Zeugenschutzprogramm, vielleicht hätte sie das dann nicht bekommen, wer weiß. 


Fazit:

Tja, ich hatte das Buch gelesen in den Hoffnungen, dass zum einen das Buch noch besser und interessanter werden würde, zum anderen hatte ich auf einen spannenden Fall gehofft. Aber es passierten so viele Dinge, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte, dass beide Hoffnungen nicht erfüllt wurden. Was sehr schade ist, aber sich auch nicht mehr ändern lässt. Dazu noch die vielen offenen Fragen, die für mich für immer offen bleiben werden, denn ich habe ehrlich gesagt nicht die Lust bekommen, die restlichen Bücher der Reihe zu lesen. Das hier reicht mir. Und das Buch hier bekommt von mir insgesamt zwei Sterne.

 

 

 

 

 



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Sonntag, 7. Juli 2024

[Rezension #320] Tod à la Provence

 

 

Titel: Tod à la Provence

Autor*in: Andreas Heineke

Erschienen in Deutschland: 2017

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Gen, Hetero

Preis: € 10,90 [D] | € 11,30 [A]

Seiten: 240

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7408-0059-8

Verlag: Emons Verlag GmbH

 

Inhalt:

Pascal Chevrier hat das Großstadtleben in Paris satt und nimmt die Stelle eines Dorfgendarms im Luberon in der Provence an. Doch statt Rosé und Baguette im Sonnenuntergang steht der Mord an einem amerikanischen Immobilienmogul auf dem Speiseplan. Die Spur führt Pascal in die Trüffelhändler-Szene, die vor nichts haltzumachen scheint - und weit zurück in eine verstörende Vergangenheit ...

 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Hachja, mal wieder einen Krimi lesen, was kann da schon schief gehen? Dazu ist das Buch recht dünn, dann komme ich auch mit meinem Sub schneller voran, was ein weiterer positiver Punkt ist :D

Tja, jetzt, wo ich mit dem Buch durch bin, muss ich auch sagen, dass es der einzige von beiden Punkten ist, der bis zum Schluss erhalten geblieben ist. Und bevor ihr euch fragt, warum ich das Buch dann überhaupt gekauft habe - habe ich nicht. Es war eines der vielen Bücher, die ich letztes Jahr geschenkt bekommen habe, also in dieser Riesenkiste.

Aber warum hat es mir nicht gefallen? Also ich würde jetzt nicht sagen, dass es so arg schlecht war, es hat mich halt nich wirklich überzeugen können. Das liegt vor allem an drei Punkten, und das sind leider sehr wichtige Punkte: Die Story, die Handlung und der Hauptcharakter.

Ok, fange ich mal mit dem Hauptcharakter an - irgendwie werde ich nicht richtig warm mit ihm. Man erfährt kaum etwas über ihn und so bleibt er recht unnahbah. Das einzige, was mir von ihm hängengeblieben ist, ist die Tatsache, dass es ihm auf dem Land besser gefällt als in der Stadt, das betont und erwähnt er mehrfach im Laufe der Geschichte. Achja und ich glaube, er mag gutes Essen und guten Wein.

Auch verstehe ich nicht so recht, was seine aktuelle Lebenssituation ist. Er lebt in einem Zimmer auf einem Weingut oder so, zumindest habe ich das so verstanden, weil er aus irgendwelchen Gründen keine Wohnung suchen will oder findet. Das wird nicht so richtig erklärt. Ich weiß nur, er hat wohl anfangs Schwierigkeiten und kommt derweil erstmal auf so nem Hof unter. Außerdem ist er geschieden und hat eine Tochter, von der man erst recht spät das richtige Alter verraten bekommt. Ewig denkt man, ok, die ist noch in der Grundschule, dabei kommt erst später auf, dass sie doch viel älter ist.

Die restlichen Charaktere stechen nicht so heraus und ich musste immer wieder erstmal bei jedem Namen überlegen: Wer warst du nochmal? Was war deine Rolle?

Gut, kommen wir zum zweiten Punkt bzw zu den beiden Punkten, denn sie hängen zusammen: Story und die Handlung selbst. Dafür, dass das Buch schon recht dünn ist, fängt der eigentliche Krimifall, um den es in diesem Buch gehen soll, erst so ab der Hälfte an, das davor ist nun irgendein bedeutungsloses Geplänker. Dann hat er recht viele Verdächtige und irgendwie doch keinen, er ermittelt eher halbherzig und wenn er irgendeinen Ansatz hatte, wollte er diesen dem Leser nicht erzählen. Wie nett.

Ein negativer Punkt, den ich ihm auf jeden Fall anrechnen muss: Er hat im Verlauf der Geschichte eine Geliebte, die dann stark unter Verdacht steht. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, aber er denkt dann auf einmal: Ja, die wars. Und beharrt da erstmal darauf, anstatt zu schauen: Ist da wirklich was dran? Ne, die war es, so mitten aus dem Nichts - kein Wunder, dass sie hinterher keine Lust mehr auf ihn hatte.

Außerdem ist die gesamte Story sehr unaufregend geschrieben. Selbst, als der Hauptcharakter in einer eigentlich gefährlichen bis lebensbedrohlichen Situation befindet, hatte ich absolut keine Spannung beim Lesen gespürt. Stattdessen dämpft der Hauptcharakter die gefährliche Stimmung mit merkwürdigen Gedanken. Und am Ende wird das einfach so vergeben? Das muss ich wohl nicht verstehen, oder?

Was die Auflösung angeht, das Ganze wirkt total durchwachsen, als hätte man eben mal schnell einen Sündenbock gebraucht und ein Puzzle auf Biegen und Brechen gelöst, obwohl die Teile gar nicht zueinander passen. Ja, gut, wenn man lang genug auf ein Puzzle-Stück haut, passt es schon irgendwann, irgendwie in das Loch hinein. Ob das dann noch gut aussieht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Was das Leben in Frankreich angeht, egal ob in Paris oder auf dem Land, sowie was die Landschaftsbeschreibungen - das kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen und werde ich daher auch nicht. Das einzige, was ich von Frankreich gesehen habe, war der unnötig lange Charles de Gaulle Flughafen - da von einem Ende zum anderen rennen zu müssen war kein Spaß^^°

Besonders nicht nachdem man einen ewig langen Flug aus den USA hinter sich hatte.

 

Fazit:

Tja, was soll ich sagen? Man kann nicht immer nur Meisterwerke vor der Nase haben. Immerhin ist das hier kein Teil einer Reihe, wobei mir das ja auch eigentlich egal sein kann. Selbst wenn es eine Reihe gegeben hätte, ich hätte sie ehrlicherweise nicht gelesen, da hätte mir dieser eine Teil hier gereicht. Joah, wie gesagt, wenigstens hatte ich das Buch recht schnell durchlesen können und so ist jetzt ein Buch weniger auf meinem SuB. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne.

 

 

 

 

 


 

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Donnerstag, 20. Juni 2024

[Rezension #315] Die drei ??? und der gestohlene Sieg

 

 

Titel: Die drei ??? und der gestohlene Sieg

Autor*in: Marco Sonnleitner

Erschienen in Deutschland: 2014

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Gen, Krimi, Abenteuer

Preis: € 8,99 [D] | € 9,30 [A]

Seiten: 144

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-440-12819-0

Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

 

Inhalt:

Zwei Tore liegen die L.A. Strikers zurück - zehn Minuten vor Abpfiff. Nicht nur die drei ??? glauben das Fußballspiel gegen die haushoch überlegenen Rochester Ravens schon entschieden. Doch plötzlich wendet sich das Blatt und die Strikers nehmen den Pokal mit nach Hause! Ein zweifelhafter Sieg, finden auch die drei Detektive. War Bestechung im Spiel? Anpfiff für die Ermittlungen! Diese bringen Justus, Peter und Bob auf die Spur eines skrupellosen Erpressers ...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Noch ein Buch aus der Bibliothek, hier auf dem Bild kann man die Sticker davon besser sehen. Ja, zur Zeit ist ja die EM und man könnte sagen, hey, wie passend! Allerdings ist es purer Zufall, als ich das Buch ausgeliehen habe, hatte ich die EM absolut nicht im Hinterkopf. Ich bin da rein nach Interesse vorgegangen, weil mich sowohl der Titel, als auch die Beschreibung angesprochen haben. Allerdings und ich finde es schade zu sagen: Das Buch fand ich eher so mittel.

Woran hat es gelegen? Tja, was soll ich sagen, das Buch hat stark anfangen und wurde leider recht schnell schwach, verwirrend und konfus. Es wirkt fast so, als hätte man sich nicht wirklich auf den Fall konzentrieren können bzw es stehen immer mal wieder andere Dinge im Vordergrund. Erst geht es um eine Erpressung, dann um eine Entführung (glaube ich), dann auf einmal steht Diebstahl im Raum und am Ende ging es um einen wertvollen Schatz, den der Täter bergen wollte. Dafür gehen er und der Fall viele unnötige Umwege, die den Fall komplizierter machen als er hätte sein können.

Ich bin ehrlich, ich habe das Buch schon vor mehreren Wochen gelesen, allerdings ist mir nichts davon hängen geblieben, als ich die Rezension schreiben. Also habe ich gesagt: Ok, sobald ich kann, werde ich das Buch nochmal lesen und dann zeitnah rezensieren. Aber selbst jetzt nach dem zweiten Mal durchlesen verstehe ich nicht alle Zusammenhänge und sehe den roten Faden nicht komplett. Es sind mehr so Bruchstücke, die mit Tesa und Hoffnung irgendwie zusammenhalten. Meiner Meinung nach hat man viel zu viel versucht einzubauen, viel zu viele Personen, Details, Verbrechen und Aspekte. Dadurch wird das Ganze unübersichtlich, was schade ist. Hätte man das ein bisschen reduziert, auf das Nötigste reduziert, dann wäre es möglicherweise besser geworden.

Überhaupt fühlt sich der Fall nicht wirklich abgeschlossen an, es gibt einen komischen Zeitsprung am Ende und das alles fühlt sich nicht vollständig an. Die losen Enden werden in mehreren, einfachen Nebensätzen schnell abgefrühstückt, was schon schwach ist, wenn man bedenkt, dass das ganze Buch lang auf dieses Ende, diese Aufklärung hingearbeitet worden ist. Das hätte nicht sein müssen. Manchmal ist weniger wirklich mehr.

 

Fazit:

Tja, der Fall hier hat mich nicht so stark überzeugt, bzw die Umsetzung davon. Vielleicht kommt es ja bei der Hörspielfolge besser rüber, das kann ich nicht beurteilen, da ich mir diese noch nicht angehört habe. Zwar höre ich mir die Folgen an, allerdings pausiert das seit einer längeren Zeit und ich bin auch folgenmäßig sehr weit von dieser entfernt, um die 60 Folgen herum. Natürlich werde ich der Folge zum Anhören nach wie vor eine Chance geben. Aber das Buch hat sämtliche Chancen bei mir verspielt. Von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne, sorry, Jungs, das könnt ihr besser, das weiß ich :-(

 

 

 

 

 

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Dienstag, 18. Juni 2024

[Rezension #312] Infinity Alchemist

 

 

Titel: Infinity Alchemist

Autor*in: Kacen Callender

Erschienen in Deutschland: 2024

Originaltitel: Infinity Alchemist

Erschienen in den USA/Großbritannien: 2024

Übersetzer*in: Knut Krüger

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Fantasy, LGBTQ+, Romance, Abenteuer

Preis: € 19,99

Seiten: 480

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-96129-429-9

Verlag: Edel Verlagsgruppe GmbH

 

Inhalt:

In der Welt von Ash Woods ist Magie der Elite vorbehalten. Nachdem er am renommierten Lancaster Mage's College abgelehnt wurde, bleibt Ash nichts anderes übrig, als im Geheimen Alchemie zu studieren. Erwischt wird er schließlich von der berüchtigten wie attraktiven Alchemistin Ramsay Thorne, die Ash erpresst, damit er ihr bei der Suche nach dem sagenumwobenen Buch der Quelle hilft. Wer dieses findet, soll unvollstellbare Macht erlangen. Doch sie sind nicht die Einzigen, die auf der Suche danach sind. Schon bald finden sich Ash, Ramsay und der geheimnisvolle Rotgardist Callum in einem Gefühlschaos aus Begehren und Misstrauen und einem skrupellosen Wettkampf um Leben und Tod wieder.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks verlost bekommen, bzw ich habe mich für die Verlosung beworben und hatte genug Glück, dafür gezogen zu werden. Vielen Dank dafür nachträglich! Natürlich wird das meine Meinung nicht beeinflussen. Und oh boy, allein schon wegen dem coolen Cover, dem schicken Farbschnitt und der interessanten Beschreibung hatte ich gehofft, dass mir das Buch gefallen könnte. Das hat aber leider, leider über die Kapitel hinweg immer mehr nachgelassen. Btw, das hätte ich auch gesagt, wenn ich mir das Buch selbst gekauft oder aus der Bib ausgeliehen hätte.

Wie gesagt, ich finde den Farbschnitt super, man kann es auf dem Bild nicht sehen, aber im Prinzip ist es nochmal das Cover, das man dort sehen kann, wie auch zusätzliche magische Symbole und Verzierungen, passend zum Cover. Und wenn mir die Beschreibung nicht gefallen hätte, dann hätte ich mich ja auch gar nicht erst auf das Buch beworben. Tja, leider hat mir das Buch dann doch nicht so gut gefallen, während des Lesens sind mir immer mehr Dinge aufgestoßen, die eher so meh als yay waren.

Achja, bevor ich zu den Punkten komme, noch ein cooler Punkt, den ich ansprechen möchte: Die beiden LGBTQ+ Hauptcharaktere, die in dem Buch auftreten. Gut, ich gehöre weder zu einer, noch zu anderen Kategorie, daher kann ich nicht zu 100% beurteilen, wie sich die beiden fühlen und wie authentisch das ist. Jedenfalls, Ash ist ein trans Mann; und Ramsay ist genderfluid. An sich ganz cool, ich hatte noch nie einen Roman mit einer genderfluiden Person drin; Ashs Unsicherheiten wegen seinem Körper konnte ich dagegen total nachvollziehen. Zuerst hatte ich mich gewundert, warum er in einer Welt voller Magie bzw Alchemie seinen Körper nicht anpassen lässt, aber hey, das ist sein Körper, seine Entscheidung. Er wird sicherlich seine Gründe haben, dachte ich mir und dass das vielleicht irgendwann angesprochen wird. Leider kam es in diesem Band nie dazu.

Und was Ramsay angeht, es war wie gesagt mein erstes Mal. Allerdings wäre es besser gewesen, wenn man das irgendwie in der Storybeschreibung schon mal angesprochen worden wäre. Denn in der Beschreibung ist Ramsay weiblich, aber beim allerersten Auftritt männlich. Ich weiß noch, wie verwirrt ich deswegen war und dachte, es gab hier einen Fehler beim Übersetzen, zumal es auch erst ein wenig später genauer erklärt wird. Ramsay wechselt das Geschlecht öfters (ob willentlich oder nicht wird leider auch nicht erklärt) und ich hatte mich recht schnell daran gewöhnt. Ramsay hat sich immer wie Ramsay angefühlt. Dennoch, es hätte mich viele Minuten an Verwirrung weniger gekostet, wenn man ein passenderes Pronomen benutzt oder es kurz erwähnt hätte.

Das war es aber auch leider mit den positiven Punkten, die mir an dem Buch aufgefallen sind, denn der Rest hat mir leider nicht so gut gefallen. Mal abgesehen von dem Arschloch-Antagonisten (der damit eigentlich sogar recht gut geschrieben ist), sind es besonders die drei Charaktere, wie auch die Story, die mich nicht wirklich überzeugt haben.

Bei der Story, keine Ahnung, die war zu keiner Zeit wirklich überzeugend. Die Suche nach dem Buch ist alles andere als spannend und auch alles andere drum herum, weiß nicht, hat mich jetzt auch nicht vom geistigen Kamin weggelockt. Oft genug hatte ich mich gefragt: Nehmen die das Ganze auch mal so ernst, wie es immer mal wieder behauptet wird, dass es das ist? Warum kommt es mir so vor, als warten die immer erst auf bessere Zeiten, bis sie mal in die Hufen kommen? Und wie wollen sie ihren Plan umsetzen? Die kommen mir dann doch ziemlich verplant vor. Selbst hinterher nach dem Lesen kann ich diese Fragen nicht beantworten.

Außerdem waren mir die Figuren ein wenig zu distanziert. Man hört bzw liest so viel zu ihnen und erfährt doch so wenig über sie. Zwei der drei Charaktere hatten früher schon mal was miteinander, was dann aber absolut nicht gut ausging, aufgrund von verschiedenen Missverständnissen und anderen Gründen.

Aber auch die Charaktere selbst haben mich nicht so überzeugt, weiß nicht, ich könnte jetzt keinen nennen, den ich jetzt besonders mochte. Ramsay ist geheimnisvoll, aber auch gerne mal kindisch und impulsiv; von Ash sagt jeder, dass er impulsiv wäre, aber er kommt mir eher ferngesteuert als impulsiv vor. Und Callum wirkt ein bisschen zu kühl und ernst.

Irgendwann entwickelt sich erst eine Beziehung zwischen Ash und Ramsay, dann, als es wirkt, als hätte Ramsay Ash im Stich gelassen, und als sie sich kennenlernen, kommt es zu einer Beziehung zwischen Ash und Callum. Nichts gegen die Beziehungen an sich, bitte nicht falsch verstehen. Schön für drei, besonders, als sie versuchen, ein Poly-Paar zu werden. Dennoch, und das könnte vielleicht daran liegen, dass ich persönlich Slow-Burn bevorzuge: Das ging mir viel zu schnell. Und zwar jedes einzelne Mal. Ash und Ramsay kommen viel zu schnell zusammen, man merkt nicht so wirklich, wie sich die Gefühle zwischen den beiden entwickeln oder warum, es passiert einfach. Bei Ash und Callum sieht man es ein bisschen, aber auch nicht so stark. Und da die Gefühle unter den dreien für jeden der anderen beiden stark ist, versucht man sich wie gesagt an einer Poly-Beziehung. Dafür, dass Callum und Ramsay sich erstmal lange nicht leiden konnten, haben sie viel zu schnell zugestimmt. Dabei ist es ein Reihenband, mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn Ash, Ramsay und Callum ihre jeweiligen Gefühle zueinander langsam, in einem nachvollziehbaren Tempo entdeckt und sich diesen gestellt hätten.

So kommt es nur wenig überzeugend rüber.

 

Fazit:

Es ist echt, echt schade. Das Buch hatte von der Beschreibung und den Ideen zu den Charakteren her viel Potential, aber davon wurde in meinen Augen leider sehr viel verschenkt. Wie gesagt, ich wollte es mögen, nicht wegen der Leserunde, sondern weil es unter anderen Umständen bestimmt richtig gut gefallen hat. Aber, je mehr ich davon gelesen habe, desto kleiner wurde der Wunsch, irgendwann mal die Fortsetzung davon zu lesen. Am Ende, als ich mit dem Buch durch war, war es komplett weg. Was wie gesagt sehr schade ist, da mir ein anderes Buch der Autorin besser gefallen hat. Aber ich kann und will nicht so tun, als würde ich das Buch mehr mögen, als es der Fall ist. Sorry, aber das kann und will ich nicht. Das wäre nicht richtig.

Und deshalb gebe ich, so leid es mir tut, dem Buch insgesamt zwei Sterne.

 

 

 

 

 

 


Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Dienstag, 7. Mai 2024

[Rezension #298] Wir können alles sein

 

 

Titel: Wir können alles sein

Autor*in: Johanna Kramer

Erschienen in Deutschland: 2023

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Lesbian Romance, Drama, Slice of Life

Preis: € 14,90

Seiten: 280

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3964432612

Verlag: Kampenwand Verlag

 

Inhalt:

Carolina ist achtundzwanzig Jahre alt und auf der Suche nach sich selbst, als sie Brida begegnet, einer Heilerin, die vor den Trümmern ihrer zweiten Ehe steht. Zwanzig Jahre trennen die beiden Frauen. Doch während Carolina vom ersten Augenblick erkennt, welche Liebe sie verbindet, hat Brida nicht nur Angst, sich auf die Beziehung einzulassen, auch ihr Mann verhindert einen Neuanfang. Ohne Hoffnung bricht Carolina alleine nach Schottland auf, um ihren Weg als Schriftstellerin zu gehen.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich vor wenigen Wochen mal von einer ganz lieben Person im Rahmen einer Wichtelaktion geschenkt bekommen. Vielen lieben Dank dafür nochmal! Ich finde es super, dass hier bei meinen Wünschen auf die Genres geachtet wurde, die ich erwähnt hatte bzw meinte: Och, da hätte ich gerne mal das eine oder andere Buch dazu. Aber leider, leider hat mich das Buch nicht überzeugt, obwohl ich es mir vor und während des Lesens gewünscht hätte. Was leider nicht der Fall war und das tut mir leid.

Doch warum genau hat es mir nicht so gut gefallen? Das hat mehrere Gründe und betifft hauptsächlich die beiden Protagonistinnen, wie auch die Story. Ich muss zugeben, ich bin (die meiste Zeit) kein son großer von großen Altersunterschieden, aber ich mache das nicht rein von der Zahl abhängig (bei zwei Erwachsenen jedenfalls) und achte auch darauf, wie sie von der Persönlichkeit her sind. Und wie groß der Unterschied ist. Hier fand ich den Unterschied jetzt nicht so schlimm, ich konnte aber nicht sagen, wer von beiden jetzt die Jüngere ist. Wenn es nicht auf dem Klappentext stehen würde, hätte ich es gar nicht herausgefunden, denn im Buch wird es nicht wirklich angesprochen. Und beide verhalten sich irgendwie wie launische, empfindliche Teenager.

Generell wissen die beide nicht so wirklich, was sie möchten und das nervt über die Dauer des Buches. Beide sind mit ihren Ehen nicht zu zufrieden und verlieben sich ineinander. Ok, blöde Situation. Aber anstatt zu sagen: Ok, wir beenden erstmal unsere Ehen mit Scheidung etc und gucken dann, was zwischen uns ist, fangen sie irgendwie eine Art Affäre an. Anfangs ist es nur auf "seelischer" oder "spriritueller" Ebene oder so, später aber wird es körperlich. Gleichzeitig aber bleiben sie in Ehen drin, auf die sie eigentlich keine Lust mehr haben und sagen: Ne, wir haben da keine Gefühle oder so. Und das wenige, was man von ihren Ehen mitbekommt, ist nur neutral bis negativ. Von den Männern bekommt man so gut wie gar nichts mit, nur, dass sie der Grund sind, warum die Ehen nicht mehr so gut laufen, gleichzeitig habe ich nicht mal ne Ahnung, wie die beiden heißen. Oder die Namen wurden mal erwähnt und ich habe sie wieder vergessen, weil sie so unwichtig sind.

Auch fand ich die Story nicht so interessant. Es gab immer mal wieder Sprünge in der Story, und es gibt so viel an Text, aber an sich passiert da nicht so viel. Man bekommt so gut wie nichts aus ihrem gemeinsamen Alltag mit, vielmehr geht es fast nur um die gemeinsamen Reisen der Beiden nach Schottland, wo sie dann so ihre Sachen machen, allein oder zusammen. Aber was die beiden verbindet, außer, dass sie unglücklich verheiratet sind, das habe ich im ganzen Buch nicht herauslesen können, sorry. Auch reden die beiden gerne mal philosophisch um die Ecke herum, keine Ahnung, was das genau soll. Und gegen Ende ist jetzt nicht wirklich klar: Haben die beiden sich nun scheiden lassen? Oder sind sie einfach abgehauen und kein Schwein fragt nach ihnen? Wie vieles, was nicht direkt während der Reisen passiert ist, wird es entweder gar nicht oder nur kurz angeschnitten. Man bleibt im Unklaren und das finde ich uncool.

Die einzigen Dinge, die mir gefallen haben, sind das Cover (das sieht richtig schön aus), die Illlustrationen zwischen den Kapiteln und dass man sieht, welches Kapitel aus wessen Sicht geschrieben ist. Das passiert leider viel zu wenig in Büchern und das finde ich schade.

 

Fazit:

Genauso wie ich es schade finde, dass ich mit dem Buch nicht warm geworden bin, egal, wie sehr ich es beim Lesen probiert habe. Stattdessen habe ich ständig mit den Augen gerollt und gehofft, dass die mal "ihren Scheiß zusammenbekommen". Was aber gefühlt während des ganzen Buches nicht passiert. Sehr schade. Aber naja, sowas kann man ja vorher nicht wissen. Trotzdem vielen lieben Dank an meinen Wichtelelter, ich weiß diesen Versuch sehr zu schätzen. Vor allem, da Bücher aus dem Bereich Lesbian Romance ziemlich rar sind.

Jedenfalls bekommt das Buch von mir insgesamt zwei Sterne.

 


 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen