Titel: Vanitas - Schwarz wie Erde
Autor*in: Ursula Poznanski
Erschienen in Deutschland: 2019
Originaltitel: -
Erschienen in -: -
Ăbersetzer*in: -
Genre: Thriller, Krimi, Action
Preis: € 10,99 [D] | € 11,30 [A]
Wien, Zentralfriedhof. In einem der zahlreichen BlumenlĂ€den arbeitet eine Frau, die nicht ist, was sie scheint. Die verbergen muss, dass sie noch am Leben ist. Die ihre Vergangenheit vergessen will - bis ein BlumengruĂ fĂŒr sie zum tödlichen Zeichen wird. Denn in der Sprache der Blumen steht Distel fĂŒr SĂŒnde, Narzisse fĂŒr Wiedergeburt - nichts wĂ€re fĂŒr sie schlimmer, als wiedergeboren zu werden. Es ist eine Drohung, und sie weiĂ, von wem sie kommt.
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Woher ich dieses Buch habe, kann ich ehrlich gesagt nicht mehr sagen. Vermutlich war es auch eines der vielen BĂŒcher, die ich im Herbst 2023 geschenkt bekommen habe, kann es aber nicht mehr sicher sagen. Spielt ja auch keine groĂe Rolle, wenn wir mal ehrlich sind. Das tut es ja nie. Ich finds nur trotzdem immer interessant, an diesem Punkt diese Ăberlegung zu machen, auch fĂŒr die Transparenz. Jedenfalls, das hier ist der erste Band einer Reihe, das passiert mir selten, meistens bekomme ich eher einen Band, der nicht der erste einer Reihe ist, sondern der zweite, dritte, etc.
Das wars aber auch schon mit den wenigen positiven Punkten, die mir an dem Buch gefallen haben.
An sich finde ich die Beschreibung ziemlich interessant, und ich bin mir sicher, dass man daraus etwas hÀtte machen können. Besonders den Punkt, dass nicht nur am Anfang, sondern an recht vielen Stellen in der Sprache der Blumen kommuniziert wird. Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht so gut damit aus, und ich habe es auch wÀhrend des Lesens nicht gegoogelt, daher gehe ich mal davon aus, dass hier in dem Buch keine Unwahrheiten erzÀhlt werden. An sich gefÀllt mir die Idee, ist mal was anderes bzw habe ich bisher vllt einmal in einem anderen Roman gesehen, und erfrischende neue Ideen sind ja nie schlecht.
Allerdings, und ja, da wiederhole ich mich, wie eine Schalplatte die hÀngt, scheitert es mal wieder an der Story und der Hauptcharakterin. Ganz besonders an der Hauptcharakterin. Aber warum?
Nun, erstmal zur Story, das geht schneller - sie ist vollkommen durcheinander. Es passieren viele Dinge, die zwar erst viel spĂ€ter Sinn machen (was auch ok ist), aber trotzdem hat man das GefĂŒhl, es passieren viele unnötige Punkte in der Story und manche offene Fragen bleiben gefĂŒhlt offen. Auch ist es die meiste Zeit nicht wirklich spannend, obwohl mir als Leser stĂ€ndig aufgedrĂŒckt wird, wie gefĂ€hrlich und spannend es doch jetzt ist.
AuĂerdem, und das war der Grund, warum ich das ergoogelt hatte, ist die Tatsache, dass hier oft Ereignisse aus der Vergangenheit der Protagonistin erwĂ€hnt wird. Also eine Vergangenheit, die vor diesem Buch spielt. Ich war mir zuerst unsicher, ich dachte, ich hĂ€tte eben dein zweiten oder gar dritten Band einer Reihe in der Hand, der mal wieder nicht als solches markiert ist. Nein, das hier ist der erste Band und man bekommt hier und da interessante HĂ€ppchen hingeworfen, aber es wird nicht wirklich aufgeklĂ€rt, nie wirklich genau gezeigt, was das nun passiert ist. Stattdessen bekommt man bis zum Ende nur knapp die HĂ€lfte erzĂ€hlt und die auch nur spĂ€rlich.
Was auch hauptsĂ€chlich an der Protagonistin liegt. Ja, sie ist in einer Art Zeugenschutzprogramm (oder auch nicht, zumindest ist es aus GrĂŒnden nichts offizielles), hat Angst, dass die Leute, die sie mal beschattet hat (als Polizistin, nehme ich mal an?) und dass diese sie aufsuchen könnten. Sie lebt deshalb so gut es geht unter dem Radar, hinterlĂ€sst keine Spuren und schaut, dass sie so wenig Kontakt zu anderen Menschen hat wie möglich. Sie ist sehr, sehr vorsichtig - und damit sehr, sehr nervig. Sie kam mir fast schon sehr paranoid vor, was eben auch daran liegt, dass ich keine Ahnung habe, war sie genau verfolgt und warum. Nur, sie rĂŒckt nicht mit der Sprache raus. Und so sieht sie eben in allen Schatten böse Kerle, die auf sie warten und hört das Gras wachsen.
Das fĂŒhrt auch dazu, dass sie viele Handlungen macht, oft aus einer Art Panik-Impuls heraus, die wĂ€hrenddessen und hinterher keinen Sinn machen. Nein, im Gegenteil, sie bringt sich oft in Schwierigkeiten. So wirft sie zum Beispiel einfach ihr Handy in den Fluss, weil sie denkt, sie wird abgehört, bereut es aber kurz darauf, weil da die Nummer eines Polizisten abgespeichert ist, und sie diese nicht auswendig kennt. Facepalm-Moment einfach nur. Genau so ein Mist passiert im ganzen Buch und ja, wie gesagt, man bekommt nicht genug erklĂ€rt, dass man merkt: Ok, das Verhalten ist nachvollziehbar und angebracht.
Die meisten Nebencharaktere sind eher grau und viele Leute habe ich oft miteinander verwechselt, musste ĂŒberlegen, wer nochmal wer war, was seine Rolle war etc. Die Auflösung des Falls war daher eher meh, weil ich bis dahin schon wieder die meisten Leute aus meinem GedĂ€chtnis gestrichen hatte. Was mich auch genervt hat, war diese komische Einstellung, die sie dem bereits erwĂ€hnten Polizisten gegenĂŒber hatte. Also dass sie nicht wusste, mag sie ihn, liebt sie ihn oder nicht? Sie gibt ihm lange Zeit die kalte Schulter, bekommt aber Panik, wenn sie ihn nicht erreicht und malt sich die ĂŒbelsten Horrorszenarien aus. Wie gesagt, keine Ahnung, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Irgendwann macht sie mit ihm rum, es kommt dann so rĂŒber, als wĂŒrden sie sich lieben, aber dann wird nicht weiter darauf eingegangen? Das ist ja weder Fisch noch Fleisch, sorry. Nichts halbes und nichts ganzes. Und als Shipper finde ich sowas einfach nur ultranervig. Dann sollte man sowas lieber ganz weglassen, hĂ€tte sowieso keinen groĂen Unterschied gemacht, so wenig hat es Einfluss auf die Story. Abgesehen von dem inoffiziellen Zeugenschutzprogramm, vielleicht hĂ€tte sie das dann nicht bekommen, wer weiĂ.
Tja, ich hatte das Buch gelesen in den Hoffnungen, dass zum einen das Buch noch besser und interessanter werden wĂŒrde, zum anderen hatte ich auf einen spannenden Fall gehofft. Aber es passierten so viele Dinge, bei denen ich nur den Kopf schĂŒtteln konnte, dass beide Hoffnungen nicht erfĂŒllt wurden. Was sehr schade ist, aber sich auch nicht mehr Ă€ndern lĂ€sst. Dazu noch die vielen offenen Fragen, die fĂŒr mich fĂŒr immer offen bleiben werden, denn ich habe ehrlich gesagt nicht die Lust bekommen, die restlichen BĂŒcher der Reihe zu lesen. Das hier reicht mir. Und das Buch hier bekommt von mir insgesamt zwei Sterne.
Moin Kira,
AntwortenLöschenschade, dass das Buch nix war. Den Klappentext fand ich jetzt auch "kaufwĂŒrdig".
Also ich schleiche ja auch schon ewig um die Autorin rum, auch weil sie ja schon einige mit Arno Strobel zusammen geschrieben hat, aber ich trau mich irgendwie doch nicht ran. Mal kommt ein Buch gut an und dann fÀllt es wieder durch. Ich weià nicht, was ich davon halten soll .....
Ăbrigens, bei mir gibt es zurzeit ein Wunschbuch zu gewinnen đđ„ł
Liebe GrĂŒĂe von der Nordsee
Su
Hallo Su^^
LöschenJa, so im Nachhinein dachte ich mir das mit dem Klappentext auch, hinterher ist man ja immer schlauer XDD
Vielleicht gibt es ja ein anderes Buch von ihr, dass dich dann mehr ansprechen wĂŒrde?
Danke fĂŒr den Hinweis, allerdings möchte ich erstmal noch meinen SuB abbauen^^°
Liebe GrĂŒĂe aus dem SĂŒden,
Kira