
Titel: Der Traum des Nomaden
Autor*in: Jonas Pöltl
Erschienen in Deutschland: 2024
Originaltitel: -
Erschienen in -: -
Übersetzer*in: -
Genre: Abenteuer, Mystery, Gen
Rezensionsexemplar: Ja
Wenn die Sonne am Morgen die Wüste in ihr rotes Licht eintaucht, ist das für die allermeisten Menschen ein unvergesslicher Moment. Nur der junge Nael interessiert sich nicht im Geringsten dafür. Nichts bedeutet ihm etwas, außer seinem Traum. Jene Bilder in seinem Kopf, die ihn im Innersten seines Herzens gleichermaßen ängstigen und erfreuen.
So verlässt der 17-Jährige seine Heimat, um die Bedeutung seines Traums herauszufinden. Als wäre die Suche allein nicht schon herausfordernd genug, macht zu allem Überfluss auch noch die Bruderschaft des schwarzen Skorpions gnadenlos Jagd auf ihn. Sie möchte um jeden Preis verhindern, dass er seiner wahren Bestimmung auf die Schliche kommt.
Wird es Nael dennoch gelingen die Bedeutung seines Traums herauszufinden und seine Bestimmung zu erleben?
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das Buch hier habe ich im letzten Monat als Rezensionsexemplar bekommen und dafür möchte ich mich an der Stelle erstmal bei Julia vom Literaturtest bedanken, dass Sie mir die dieses und den Folgeband vorgestellt hat, denn ich bin wirklich sehr froh, dass ich die beiden Bücher lesen konnte. Warum? Weil sie mir gefallen haben :-)
Auch möchte ich mich an der Stelle bei Jonas Pöltl für die süße Widmung bedanken!
Aber: Keine Sorge. Meine Meinung wird davon wie immer nicht beeinflusst werden. So wie immer und gewohnt, wäre ja auch sonst nicht fair. Ich wollte nur damit zum Ausdruck bringen, dass ich ohne die Mail von Julia nicht auf die Reihe aufmerksam geworden wäre und das würde ich jetzt, nachdem ich die Bücher gelesen habe, doch recht schade finden.
Warum ich das schade finden würde? Nun, fangen wir mit diesem Buch hier an. Es beginnt damit, dass man lernt, wie Nael lebt, wo er aufgewachsen ist, und auch lernt man seinen Traum ein wenig kennen, aber noch nicht so viel. Was einfach daran liegt, dass er selbst nur einen Teil von kennt. Kennt ihr das, wenn ihr mehr als einmal an dem gleichen Ort im Traum seid und ihr wisst nicht warum? Ich habe auch früher so 4-5 mal von der gleichen Schule geträumt, allerdings fast immer von anderen Standorten. Trotzdem wusste ich, dass es wieder die gleiche Schule ist, aber ich wusste nicht warum. Irgendwann kamen diese Träume dann nicht mehr. Nur, bei Nael sind sie nie gegangen und er wusste: Das Leben, das ich jetzt führe, das ist nicht meins. Das ist nicht das, was für mich vorhergesehen ist.
Daher begibt er sich auf eine Reise, und erlebt dabei ein Abenteuer nach dem anderen, lernt andere Leute, ihre Weisheiten und ihre Art zu leben kennen. Dabei wird er auch noch von der Bruderschaft verfolgt und hin und wieder kam er dann in Situationen, wo er mir richtig leid getan hat. Viele Lektionen, rund um das Thema Leben, Tod, Träume und wie man sein Leben leben sollte. Lektionen, die mich auch oft genug selbst zum nachdenken gebracht haben. Daher finde ich es auch super, dass es am Ende des Buchs Naels Notizen gibt, in welchen er die Lektionen, die er gelernt hatte, die man aber auch als Leser für sich selbst mitnehmen kann, übersichtlich und verständlich zusammenfasst. Normal bringen mich ja Bücher selten zum Nachdenken, besonders nicht auf diese Art. Aber die Notizen am Ende werde ich mir wohl noch öfters ansehen und versuchen zu Herzen zu nehmen.
Gleichzeitig fand ich seine Reise auch sehr spannend und ich mochte auch seine Begleiter, ob sie nun kurz dabei waren oder lange. Ist wie im echten Leben, da hat man auch Begleiter, die einem das ganze Leben gegleiten oder zumindest einen Großteil davon. Und andere haben nur einen kurzen Gastauftritt. Aber beides kann sehr wertvoll sein. Und auch sehr schön.
Das Buch gehört auch auf jeden Fall zu meinen Lese-Highlights und ich finde es interessant, wie es das Buch geschafft hat, dass ich mich zur gleichen Zeit unterhalten gefühlt habe, entspannt war aber auch nachdenklich. Ohne, dass es sich wie erzwungen angefühlt hat, wie mit dem Holzhammer gestreichelt... sagt man das nicht so? Wie gesagt, bisher hat mich ein Buch noch nie so nachdenklich gemacht, zumindest nicht auf diese Art. Und dafür bin ich dankbar.
Von mir bekommt das Buch insgesamt 5 Sterne und auch eine Lese-Empfehlung von mir :-)








