Montag, 18. Mai 2026

Montagsfrage #389

 

 

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Lest ihr vor einem neuen Band immer noch mal die Vorgänger als Reread?

 

 

Ganz ehrlich? Nein, nur ganz selten. Zum einen liegt es daran, wann ich den oder die Vorgänger gelesen habe. Wenn es grad mal einen Tag bis ein Jahr her ist, dass ich den letzten Band oder die letzten Bände gelesen habe, dann spare ich mir den Reread. Meistens kann ich mich noch genau oder grob daran erinnern, und ganz selten ist eine Zusammenfassung dabei. Nicht sehr oft, aber hin und wieder. 

Wenn das letzte Mal aber mehrere Jahre her ist, dann lese ich den Vorgänger, weil ich sonst gar keine Ahnung mehr habe, um was es genau ging. Außer, bei so Reihen wie der Eberhofer-Reihe, wo jeder Band einzeln ist und es nur wenige rote Fäden gibt, die sich durch die Bücher ziehen. Da muss ich die anderen Bände nicht mehr so genau im Gedächtnis haben, weil das Wichtigste wird mir sowieso beim Lesen in Erinnerung gerufen.

 

Zum anderen ist mein SuB noch immer recht hoch und da möchte ich meine Zeit dann doch lieber dafür nutzen, an meinem SuB zu arbeiten. Naja, was heißt arbeiten. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen meinen SuB kleiner machen und Rereads, dann gewinnt immer der SuB. Wenn ich da mal mehr Lust und Luft habe, dann werde ich schon die eine oder andere Reihe nochmal von vorne lesen, sollte ich bis dahin alle Bücher davon haben. Und bis es soweit ist, habe ich das meiste eh wieder vergessen, sodass ich die Bücher nochmal genießen kann, nur eben dann komplett.

Sonntag, 17. Mai 2026

[Rezension #444] Addicted to us

 

 

Titel: Addicted to us

Autor*in: Annika Thompson

Erschienen in Deutschland: 2025

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Drama, Romance, Hetero

Preis: € 15,99 [D] | € 16,50 [A]

Seiten: 404

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-912172-02-7

Verlag: Sturm Verlag

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Als disziplinierte Ballettänzerin lebt Jasmin in einem sicheren, liebevollen Umfeld. Doch all das gerät ins Wanken, als Victor eines Abends plötzlich vor ihr steht. Zehn Jahre sind vergangen seit jener Nacht, die sie beide nie vergessen konnten. Nun sieht sie in seine stahlgrauen Augen - die Augen eines Mannes, der seit Trauma in Drogen ertränkt und sich in krumme Geschäfte verstrickt hat.

Erinnerungen an eine gemeinsame Dunkelheit reißen alte Wunden auf, während Schuld, Angst und Anziehung untrennbar ineinander übergehen. Bald muss Jasmin sich fragen, ob ihre Liebe zu Victor echt ist oder ob es nur Schuldgefühle sind, die sie antreiben. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier wollte ich schon länger mal haben und auch lesen, allerdings kam ich erst in diesem Jahr dazu, es mir zu holen. Aber hey, Bücher laufen einem im Normalfall ja auch nicht weg. Da das hier das erste Buch aus dem Verlag einer Freundin von mir ist, war ich ziemich gespannt darauf, wie es sein würde. Wie man sieht, handelt es sich nicht um Rezensionexemplar, ich hab es mir selbst mit meinem eigenen Geld gekauft. Und nichts davon wird mich natürlich in meiner Meinung beeinflussen, wäre auch total bescheuert^^° 

Jedenfalls, gehen wir mal zum Buch selbst. Mir sind einzelene Druckfehler aufgefallen, also dass ein Satz mittendrin auf der nächsten Zeile weitergeht, aber mir ist das nur so 2-3 mal aufgefallen und nach wenigen Sekunden Irritation hab ich es dann auch wieder vergessen. Da fand ich die Rechtschreibfehler in Büchern von großen, bekannterern Verlagen viel schlimmer als jetzt hier bei dem Erstwerk.  

Die Story, ich muss zugeben, ich hatte zuerst mit etwas ganz anderem gerechnet, und ich finde es gut, dass hier der Fokus auf ein Thema gelegt wird, welches in unserer Gesellschaft doch zu wenig beachtet wird. Es wird des Öfteren nicht explizit, aber deutlich genug gezeigt, was mit Victor passiert ist und wie sehr es ihn selbst Jahre danach zerstört. Wie er mit sich, mit den Drogen und dem Leben an sich kämpft. Also hier muss man die Triggerwarnungen am Anfang des Buches auf jeden Fall verinnerlichen. Das Thema ist eins, welches in unserer Gesellschaft wegverdrängt wird oder belächelt. Sowas passiert laut Gesellschaft nicht. Sowas kann gar nicht passieren, wollen uns gewisse Geschlechterklischees erzählen. Mir hat Victor komplett leid getan, auch wenn es natürlich nicht alles entschuldigt, was ihm passiert ist. Ich habe mich während gewisser Szenen ziemlich unwohl gefühlt und hätte ihm natürlich gewünscht, dass es ihm nicht passiert. 

Am Anfang ging es mir ein bisschen zu schnell, die beiden treffen sich, erkennen sich wieder und verlieben sich. Das ging mir wie gesagt ein bisschen zu schnell, danach wird es dann realistisch. Rau, unschön, aber realistisch. Das Ende des Buchs... ich will nicht zu viel darüber verraten. Ich kann nur sagen: Ich war traurig und erleichtert gleichzeitig. Es ist ein seltsames Gefühl. Natürlich hätte ich mir irgendwie ein anderes Ende gewünscht, aber es war passend. 

Was Jasmin angeht, sie ist jemand mit einem normalen Leben, einem schönen, gesichertem sozialen Umfeld und jemand, die nicht so leicht aufgibt, aber auch auf sich aufpasst, wenn es zu viel wird. Sie hat viele Jahre mit einem schlechten Gewissen gelebt, welches sie nicht hätte haben müssen. Ihre Reaktionen konnte ich immer mal wieder nachvollziehen. Victor wird allerdings immer mein Favorit in dem Buch bleiben. 

 

Fazit:

Von mir aus hätte das Buch ruhig noch ein wenig länger sein können, nicht nur am Anfang, sondern auch hier und da, so gefällt es mir allerdings auch recht gut. Trotz der schweren Themen hatte ich recht viel Spaß beim Lesen und ich bin froh, dass ich dem Buch eine Chance gegeben hatte. Wie gesagt, ich hatte zuerst mit was anderem gerechnet. Ist ja nichts schlechtes, ich lasse mich gerne beim Lesen überraschen. Von mir bekommt das Buch insgesamt vier Sterne und eine Lese-Empfehlung. 

 

 

 

 

 


 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Dienstag, 12. Mai 2026

Momentaufnahme eines Bücherwurms #221

 

 

 

Früher habe ich gerne bei der Mitmach-Aktion "Gemeinsam lesen" von den SchlunzenBüchern mitgemacht. Aber da "Gemeinsam lesen" jetzt wohl endgültig Geschichte ist und ich diese Art von Blogeinträgen mag, habe ich einfach beschlossen, diese für mich selbst zu machen. Einfach kurz schauen, was lese ich gerade, wie weit bin ich und was sind meine Gedanken dazu. Wenn ihr auch sowas machen wollt, macht das ruhig. Ihr könnt auch mein Logo gerne benutzen, aber bitte mit Credit, das wäre nett 😅

 

So, weg von dem Vorgeplänkel, kommen wir nun zum Eintrag selbst:

 

 

- Aktuelles Buch des Bücherwurms?

 

"Als wir jung waren" von Sven Jähnel

 

 

 

 

 

- Worum geht es in dem Buch?

Luks Leben war erfüllt von Liebe, Reisen und Schicksalsschlägen. All das wird ihm bewusst, als er milt seinem letzten Atemzug daran zurückdenkt. Vom Sterbebett bis zu einer halsbrecherischen Schlittenfahrt in seiner Kindheit begleeiten wir Luk rückwärts durch sein Leben und lernen dabei, dass man Freunde manchmal sich selbst überlassen muss, dass die Liebe oft unerwartet kommt und dass Leben und Tod unterennbar miteinander verbunden sind.

Als wir jung waren, erzählt die Geschichte von Luk, Tabea und ihren Freunden. Wie sie nachts über die Landstraße rasen, auf einen Baukran klettern, wie sie lieben, sich streiten, sich loslassen und dann wieder zueinander finden. 

Ein erfülltes Leben, das am Ende zeigt, ldasas man die Menschen, die man liebt, vielleicht schon länger kannte, als man dachte.

 

- Auf welcher Seite bist du gerade?

Auf Seite 9.

 

- Der erste Satz der aktuellen Seite?

Der Sternenhimmel ist überwältigend.

 

- Und deine Meinung bisher dazu?

Als ich mir immer wieder überlegt hatte, "Addicted to us" zu holen, ist mir das Buch hier auch des Öfteren aufgefallen und ich war mir erst nicht sicher, aber dann fand ich die Beschreibung doch recht schön. Und es wäre mal eine schöne Abwechlsung, zu den vielen puren Romance / Romantasy Romanen, die ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen habe. Bin mal gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Eigentlich wollte ich letzte Nacht schon damit anfangen, aber ich bin dann doch nicht dazu gekommen.

 

 

 

Quelle:

Selbst geschossen

[Rezension #443] All In - Zwei Versprechen

 

 

Titel: All In - Zwei Versprechen

Autor*in: Emma Scott

Erschienen in Deutschland: 2024

Originaltitel: All In

Erschienen in den USA: 2016

Übersetzer*in: Inka Marter

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Drama, Romance, Hetero

Preis: € 15,99

Seiten: 404

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7363-0835-0

Verlag: Bastei Lübbe AG

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, aber sie nicht für ihn. Als ihrer beiden Leben entzweigerissen wird und Kacey den Halt zu verlieren droht, ist er es, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Vereint in ihrem Schmerz entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen, die beiden den Mut gibt, wieder an ihre Träume zu glauben. Doch als klar wird, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, stehen sie vor der größten Herausforderung: ihre Versprechen einzulösen und der Leibe eine Chance zu geben. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Oh Gott, diese Reihe macht mich komplett fertig. Bitte diesen Teil nur lesen, wenn ihr entweder Band 1 kennt oder euch Spoilers nicht stören. Denn ich muss auf Dinge eingehen, die in Band 1 passiert sind und die eine große Auswirkung auf Band 2 haben. Also diesen Band hier. Und wieder werden meine Augen so feucht, wieder tut es so weh, an diese Geschichte zu denken... 

Ok, die Warnung ist ausgesprochen.

 

Im letzten Band ist ja Jonah an dem schwachen Herz gestorben, den er wegen seiner Krankheit hatte und hinterlässt ein Loch, sowohl bei den Charakteren, als auch bei mir als Leserin. Und in dem Band hier geht es darum, wie die Leute mit dem Verlust klarkommen müssen, es aber nicht tun. Kacey ist das alles zu viel und sie flieht in eine Stadt, mehrere Stunden weit weg von Las Vegas. Theo stürzt sich in die Arbeit und verzweifelt an so vielen Dingen: er vermisst seinen Bruder, er vermisst Kacey, er leidet darunter, dass seine Eltern auch unter dem Verlust leiden. Und er besucht seinen Bruder bzw dessen Kunstwerk jeden Tag.  

Irgensdwann kommen die beiden wieder in Kontakt und stehen sich nahe, wenn einer von beiden Hilfe braucht. Doch es vergeht mindstens ein Jahr, bis Kacey merkt, dass sie ebenfalls von den beiden was will. Allerdings kommt dann die Survivors Guilt und auch die Umgebung ist nicht wirklich happy damit, dass Jonahs Bruder nun was von dessen Freundin möchte, verurteilen die beiden entsprechend, während die beiden sich ebenfalls dafür mehr als schuldig fühlen. Gefühle, Gedanken, die ich so gut verstehen konnte T_T 

Entsprechend war ich dann über das Ende mehr als glücklich. Und ja, dieses Buch war das Pflaster, das ich nach Band 1 gebraucht hatte. Auch wenn es die Wunde immer mal wieder leicht aufgerissen hatte. Uff, ich hätte nie gedacht, dass ich einen fiktionalen Charakter so vermissen kann. Auf der anderen Seite, ich habe selbst mehrere sehr persönliche Verluste erlitten, und mir auch gewünscht, dass diese Personen noch leben würden. Passiert natürlich nicht. Vermutlich hat die Reihe deshalb so gut bei mir funktioniert.

  

Fazit:

Der Band hier hat echt gut getan und ich bin froh, dass ich ihn mir ebenfalls damals ausgeliehen hatte. Das war der Balsam, der meine Seele geheilt hat von dem Schmerz, den mir Band 1 verpasst hat. Auch fand ich es realistisch, auch wenn es nicht immer schön oder angenehm war. Dennoch freue ich mich, wie es für die beiden ausgegangen ist. Von mir bekommt der Band hier fünf Sterne und ich kann schon mal sagen: Die zwei Bände sind eines meiner Jahres-Highlights.

 

 

 

 



 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen