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Swinub - Pokemon

Dienstag, 15. August 2017

[Rezension #55] Zwetschgendatschikomplott



Name: Zwetschgendatschnikomplott
Autor: Rita Falk
Genre: Regionalkrimi, Humor
Preis: € 14,90[D] | € 15,40 [A]
Seiten: 272 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-423-26044-2
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG




 Klappentext:
Zuerst war da dieser Damenfinger im Schnabel einer KrĂ€he. Zu dem Finger gehörte dann die Dirndl-Leiche im Schlachthof-Container. Jetzt zwei junge tote DirndltrĂ€gerinnen im Neubaugebiet Freiham. Ein Mordsstress ist das in der Löwengrube. Und das ist noch nicht alles. Nur noch mal so zur Erinnerung: Da haben wir also Burschenabschied gefeiert in Niederkaltenkirchen mit dem Simmerl und dem Flötzinger und dem Wolfi. Und irgendwie hab ich mich sogar ein bisserl gefreut auf die Hochzeit mit der Susi. Jetzt ist es natĂŒrlich schade, dass ich die dann ausgerechnet verschlafen habe. Weil ich saudummerweise nach einem Spaziergang in den frĂŒhen Morgenstunden auf so einem blöden Hochsitz eingeschlafen und viel zu spĂ€t aufgewacht bin. Die Susi war zuerst stocksauer und dann auch ziemlich schnell auf und davon mit diesem Lamborghini-Deppen. Himmelherrgottnochmal, wie sol man sich denn da auf diese Wiesnmorde konzentrieren, wenn's privat gerade Kuhfladen schneit?

Drei Wiesnmorde in MĂŒnchen, ein BĂŒrgeraufstand in Niederkaltenkirchen - und dann diese verfluchte Sache mit der Susi. Als wĂ€r das nicht genug, straft die Oma ihren Franz mit Nichtachtung. Kein leichter Fall diesmal fĂŒr den Eberhofer Franz. Gut, dass zumindest der Birkenberger Rudi zu ihm hĂ€lt.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das Buch hier hat mich ziemlich ĂŒberrascht, der Anfang hat an den einen oder anderen Thriller erinnert, den ich irgendwann in den letzten Jahren gelesen habe. Was jetzt nicht schlimm war, nur etwas ungewohnt und etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Doch es war ein guter Anfang und der Rest ging auch genauso gut weiter. Dieses Mal muss Franz nur in MĂŒnchen ermitteln, doch er ist nicht alleine, denn er hat Rudi auf seiner Seite, auch wenn sie sich nicht immer so gut verstehen. Es ist also alles so wie immer. Dieses Mal ist es allerdings komplexer als die meisten FĂ€lle vorher, er hat auch dieses Mal weniger Hinweise als vorher. Doch das hĂ€lt ihn nicht so wirklich auf.

Dass es bei ihm privat nicht so gut lĂ€uft, versucht er trotzdem unter einem Hut zu bringen. So pendelt er sehr oft zwischen MĂŒnchen und Niederkaltenkirchen hin und her und gerĂ€t zwischen zwei Fronten. Wobei eine Seite grĂ¶ĂŸer als die andere ist. Das dörfliche Problem hat mich persönlich jetzt eher weniger interessiert, auch wenn ich die Lösung davon irgendwie unterhaltsam fand. Viel interessanter fand ich dagegen den Fall und die Zusammenarbeit zwischen Franz und Rudi. Aber auch die Nebengeschichte mit Susi, die nicht mehr so wirklich Lust auf ihn hat. Da bekommt man fast schon Mitleid mit ihm, auch wenn man sich oft genug wieder denkt: Was fĂŒr ein Depp. Doch bei der Sache mit der Hochzeit hat er mir schon richtig leid getan.


Leseprobe:
Der Birkenberger Rudi ist jetzt umgezogen. Von seiner eher charmefreien Wohnblocksiedlung am Stadtrand ausgerechnet ins MĂŒnchner Schlachthofviertel. Hört sich ekelig an? Ist es auch. Aber der Rudi sagt, es ist DIE neue Ecke in unseren wunderbaren Landeshauptstadt. Total angesagt. Der volle Hype quasi. Alles, was Rang und Namen hat, will dort jetzt hin. Und dass es fast schon sowas wie ein Sechser im Lotto ist, wenn man da ĂŒberhaupt noch eine bezahlbare Wohnung bekommt. Noch dazu eine mit Balkon. Und die hat er jetzt. Ist zwar Nordseite, aber scheiß drauf, hat der Rudi gesagt. Bis mittags hat er da trotzdem irgendwie Sonne, erst ab zwölf ist sie weg. Und bis dahin ist er lĂ€ngst fertig mit CaffĂš Latte in der Natur. Seit sechs Wochen wohnt er nun dort, ich hab ihm beim Umzug geholfen, frag nicht! Obwohl er kaum was an Möbeln hat, war das das pure Chaos. Einfach, weil er alle seine Habseligkeiten in PlastiktĂŒten verpackt hat. Kein einziger Karton, alles Plastik. Wir sind dahergekommen wie zwei Araber auf dem Weg ins Pfandhaus. Und dann hat er sich auch noch vom Blumenladen ums Eck einen Transporter geliehen. Um es auf den Punkt zu bringen, so eine Vespa Ape, also so ein Teil mit nur drei RĂ€dern und ohne richtiges Lenkrad, dafĂŒr aber in Hellblau mit jeder Menge Blumenprints drauf und der Aufschrift "FlowerPower". Der Rudi ist relativ mittig gesessen und hat das Vehikel gelenkt. Und weil's logischerweise ziemlich eng ist da drinnen, hab ich meinen Kopf an seine Schulter legen mĂŒssen. Genau genommen haben wir ausgesehen wie zwei schwule Araber auf dem Weg zum Pfandhaus. Aber wurst.



Fazit:
Der Anfang hat sich wie gesagt ein wenig anders angefĂŒhlt, was wohl daran liegt, dass der Tatort mal nicht nur in Niederkaltenkirchen liegt, sondern nur in MĂŒnchen und man das auch viel besser mitbekommt als beim letzten Band. Der Fall wirkt dadurch auch gleich mal viel grĂ¶ĂŸer, viel schwerer und komplexer - das ist nun mal der Unterschied zwischen Dorf und Stadt. Wie gesagt, fand ich einen Teil der Handlung jetzt nicht so interessant, allerdings war es nur eine Seitenhandlung und man hat nicht so viel davon mitbekommen, weshalb es ganz in Ordnung war. Es war interessant den Beiden mal beim Ermitteln in MĂŒnchen zuzusehen. Mir hat der Band Spaß gemacht und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es beim nĂ€chsten Buch weitergeht. Denn meist bzw fast immer enden die BĂŒcher recht klar, dieses Mal kam es mir wie ein kleiner CliffhĂ€nger vor^^°
Das Buch bekommt von mir insgesamt 4 Rubine.






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Quelle:
Selbst geschossen

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Kira