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Swinub - Pokemon

Freitag, 19. April 2019

[Rezension #95] One Exit



Name: One Exit
Autor: darkviktory
Genre: Aktion, Survival, Science-Fiction
Preis: € 16,95
Seiten: 395
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-3-7432-0335-8
Verlag: Loewe Verlag GmbH




R├╝ckentext:
Ein entgleister, brennender Zug. Irgendwo im Londoner Tunnelsystem. Zusammen mit acht anderen Jungen wacht der 15-j├Ąhrige Fabiu verwirrt auf. Die Jungs kennen sich nicht und haben keinerlei Gemeinsamkeiten, bis auf eine Information: Sie alle sind Teil der Evakuierungsma├čnahme SEED, die Kinder und Jugendliche im Untergrund vor dem gro├čen Krieg in Sicherheit bringt. Doch stimmt diese Geschichte?

Als sich der Tunnel immer mehr mit Rauch f├╝llt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Verzweifelt suchen die Eingesperrten nach Antworten. Warum und von wem wurden sie wirklich hergebracht - und wie kommen sie hier lebend wieder raus?

Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
Eigentlich wollte ich schon vor vielen Wochen eine Rezension zu/├╝ber das Buch schreiben, doch auch hier tat ich mir aus mehreren Gr├╝nden ziemlich schwer damit, auch heute bin ich mir nicht komplett sicher, wie ich es bewerten soll. Aber damit ich es nicht noch weiter aufschiebe, werde ich es nun endlich tun und jeden Gedanken, jede Abwegung, die ich dazu in den letzten Wochen hatte, mitaufschreiben. Die Tatsache, dass ich das Buch ├╝ber eine Leseaktion auf Lovelybooks gewonnen habe, soll jetzt hier nicht reinspielen, sprich die Wertung irgendwie beeinflussen.

Zuerst einmal m├Âchte ich ein paar Worte ├╝ber das Buch selbst verlieren. Es ist ein Hardcover, welches aber trotzdem angenehm in der Hand liegt. Trotz dem, dass meine Hand besonders bei Hardcovern gerne mal zum Krampfen neigt, ist das hier nie der Fall gewesen, was ich dem Buch schon mal positiv anrechne. Das Cover ist ziemlich gut gelungen, was ich von dem Sticker "Vom Creator von #TubeClash" halten soll, da bin ich mir total unsicher, es ist m├Âglicherweise einfach ein guter Hinweis f├╝r die Fans der TubeClash Reihe, wobei das Buch selbst mit der Reihe nichts zu tun hat. Der Sticker ist abnehmbar. Hier und da gibt es im Buch Bilder, die das Geschehen der aktuellen Szene bildhaft unterst├╝tzen. Dabei wird viel mit Schatten gearbeitet, um das Ganze noch geheimnisvoller und mysteri├Âser wirken zu lassen. Man kann in den Bildern ganz klar den Stil von darkviktory erkennen, wie man ihn bereits aus den TubeClash Videos kennt, was aber auch die einzige Gemeinsamkeit ist. Das mit den Bildern finde ich super, es sind nicht zu viele, sondern genau richtig viele. Hat was von einer Light Novel, sowas kommt bei mir immer gut an.
Die Charaktere selbst sind dort dunkel gehalten, vermutlich, damit jeder sich ein eigenes Bild davon machen kann, was das Aussehen der einzelnen Charaktere betrifft.

Nun ja, die Charaktere - ich bin ehrlich gesagt mit den wenigsten wirklich warm geworden. Manche Charaktere habe ich miteinander verwechselt oder sie haben mir kaum etwas gesagt, sie kamen etwas zu wenig vor und kamen mir daher auch etwas zu blass vor. Am meisten mochte ich Fabiu und Isaac. Isaacs Geheimnis, was sein Geschlecht angeht, fand ich interessant, das ist etwas, was ich jetzt auch nicht so oft in B├╝chern gesehen oder gelesen habe. Das k├Ânnte ruhig das eine oder andere Mal noch auftauchen, oder auch mehr zum Thema gleichgeschlechtliche Liebe, ohne, dass es gleich in den Pornobereich abrutscht. Ansonsten konnte ich mit dem Rest wenig anfangen, auch mit der Jugendsprache/t├╝rkischen (?) Sprache, da ich die meisten Worte nicht kannte bzw nicht wusste, was sie bedeuten. Leider konnte ich es nicht wie im Englischen machen, dass ich einfach aus dem Kontext heraus erkennen kann, was das Wort bedeutet, weshalb ich es irgendwann einfach hingenommen habe. Dadurch wirkt es eventuell authentischer, ich bin jetzt nicht wirklich damit vertraut, wie Jugendliche in dem Alter wirklich miteinander reden, aber ich habs einfach hingenommen. Einen kleine ├ťbersetzung f├╝r Nicht-Teenager hinten im Buch w├Ąre ein echter Vorteil gewesen. Mit meinen 27 Jahren z├Ąhle ich mich nun wirklich nicht mehr zu den Teenagern, auch wenn das vermutlich die Hauptzielgruppe ist, denke ich, dass nicht nur Teenies zu diesem Buch greifen werden, sondern auch "├ältere" wie ich.

Die Story ist ein wenig verwirrend und man wei├č genauso wenig wie Fabiu, den man ├╝ber das gesamte Buch ├╝ber in der Geschichte begleitet. Er hat auch ├Âfters Flashbacks, wobei es unsicher ist: Sind es nun Erinnerungen oder hat er eine Art Zukunftssicht? So wirklich wei├č niemand, was los ist und warum sie nur so wenige sind, die in der Londoner U-Bahn evakuiert werden. Dann kommt auch noch das Zugungl├╝ck dazu wie auch die Tatsache, dass nicht nur Fabiu sein Ged├Ąchtnis verloren hat, sondern so gut wie jeder wei├č nichts mehr von den Ereignissen/Dingen, die sich vor dem Aufenthalt in der Londoner U-Bahn zugetragen haben. Man lernt mit dem Charakter mit dazu, findet neue Dinge heraus und kann sich auch seine eigene Gedanken gemacht. Aber so einen richtigen Plan gibt es nicht, was auch wieder realistisch r├╝berkommt. Teenies, die unter der Erde eingesperrt werden, keine Ahnung haben, was mit ihnen passiert und wo sie hingehen sollen. Ob sie jemand abholen kommt oder nicht. Wie lange sie unter der Erde leben sollen und wie sie die Zeit bis dahin ├╝berleben sollen. Der eine oder andere k├╝mmert sich um Versorgung, andere dagegen ziehen ihr eigenes Ding durch.

Was ein wenig verwirrend war, ist die Beschreibung mit den Flutungen. Das gesamte Buch ├╝ber habe ich nicht verstanden, wie es jetzt mit dem Wasserstand aussieht bzw wie hoch der ist. Erst klang es, als w├Ąre die komplette U-Bahnhaltestation geflutet worden, aber sp├Ąter wirkte es, als w├Ąre sie nur zu einem Teil oder nur zur H├Ąlfte in Wasser. Aber so wirklich wei├č ich jetzt nicht, was stand unter Wasser und was nicht? Ging es nur bis zum Bahnsteig? Ich wei├č nur, dass es anscheinend irgendwo tief genug war, dass manche Charaktere schwimmen/tauchen mussten, um von A nach B zu kommen. Ebenso auch die Aufl├Âsung dar├╝ber, wer der Maulwurf bzw Verr├Ąter war und wie das Ganze aufgel├Âst wurde, war mich mich zur H├Ąlfte verwirrend und ich musste manche Passagen doppelt lesen, um sicherzugehen, ob ich das nun richtig verstanden hatte oder nicht. Und dar├╝ber bin ich mir auch heute nicht sicher, genauso wie ├╝ber dem Ausgang. Ich finde es schade, dass man nicht wirklich erf├Ąhrt, was jetzt nun mit den restlichen ├ťberlebenden passiert, das w├Ąre echt doch irgendwo interessant gewesen zu erfahren. Bei offenen Enden ist es bei mir immer schwierig, da ich doch gerne mal lieber genau wei├č, was nun mit den Leuten passiert, anstatt dass ich einfach nur raten kann, was nun passiert ohne wirklich eine L├Âsung zu erfahren, was f├╝r mich pers├Ânlich leicht unbefriedigend ist, wenn ich ehrlich bin.

An sich war der Schreibstil leicht und verst├Ąndlich zu lesen, bis auf ein paar Passagen, da war es wirklich nicht leicht mitzukommen, was jetzt genau passiert ist und wie.

Leseprobe:
Ein Klall, ein Holpern, ein Quietschen. Dann ein heftiger Ruck. Fabiu wurde durch das enge Zugabteil geschleudert. Glassplitter fielen auf ihn herab. Er sp├╝rte, wie er kurz den Boden unter den F├╝├čen verlor. Wie in Zeitlupe wirbelte er durch die Luft, bis es ihn gegen etwas Hartes warf.
Sekunden des L├Ąrms, gefolgt von dr├Âhnender Stille. Er hustete und atmete rasselnd dreimal scharf ein, bevor er unkontrolliert nach Luft schnappte. Der Sturz hatte ein Gef├╝hl von erstickendem Druck auf Fabius Brust hinterlassen. Als w├Ąre seine Lunge auf die Gr├Â├če einer fest geballten Faust zusammengepresst worden.
Wo war er? Beim Versuch, sich aufzustemmen, schnitten die Splitter eines zerbrochenen Spiegels in seine Handfl├Ąchen. Reflexartig warf er sich mit dem R├╝cken gegen die Sitzpolster, die sich bis zur Decke erstreckten, und zog seine schmerzenden H├Ąnde fest an sich. Sein Blich huschte hastig umher in der Hoffnung, sich zu orientieren.
Er befand sich in einem kleinen, abgetrennten Abteil - allein.


Fazit:
So ganz sicher bin ich mir nicht, ich mein, das Buch hat schon Spa├č gemacht zu lesen und mir gefallen auch die ganzen Bilder. Aber die verwirrenden Passagen (wie z.B. das mit der erw├Ąhnten Flut und dem Wasser, das vermutlich danach in der U-Bahnstation geblieben ist. Lesen kann man das Buch auf jeden Fall, allerdings sollte man eventuell einen Blick hineinwerfen und schauen, ob es einem gef├Ąllt oder nicht. Ob man es weiterlesen will oder nicht, da will ich mich jetzt weder f├╝r, noch gegen das Buch aussprechen. Ich denke nicht, dass ich das Buch ein zweites Mal lesen werde, bin mir aber sicher, dass es ein gutes, neues Zuhause finden wird. Ingesamt gebe ich dem Buch 3 Rubine, eine neutrale Mitte, das erscheint mir angemessen.








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Quelle:
Selbst geschossen

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