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Swinub - Pokemon

Dienstag, 10. Dezember 2019

[Rezension #105] Die Stadt der stillen Wasser



Name: Die Stadt der stillen Wasser
Autor: Florian Clever
Genre: Fantasy, Action
Preis: € 3,99 Kindle | € 12,99 Taschenbuch
Seiten: 396
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-1692009281
Verlag: Self-Publisher




Klappentext:
»Der WĂŒstendrache hat seinen Hort verlassen. Und er geizt nicht mit seinem Feuer.«

Die Stadt MesrĂ©e leidet unter einer langen DĂŒrre. Schlimmer noch, ein kriegerisches WĂŒstenvolk zieht gegen die stolzen Mauern. WĂ€hrend die Eliten MesrĂ©es zittern, kommt der Ratsschreiber Sajit mit einer mythischen Macht in BerĂŒhrung. Einer Macht, die MesrĂ©e nun dringend braucht, denn auch hinter dem Angriff der WĂŒstensöhne steckt mehr, als das Auge zunĂ€chst sieht. Sajit aber fĂŒhlt sich als Sandkorn in dem Sturm, der ĂŒber seine Heimat hereinbricht. Er will keine Macht, er will nur Misha retten, seine Geliebte.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Hachja, das Buch hatte es nicht immer leicht mit mir. Erst habe ich es nicht geschafft, es auf mein Kindle zu bekommen, da musste mir erst mein Freund nachhelfen, damit ich es hinbekommen habe^^°
Anschließend kam mir immer mal wieder was dazwischen und dann hab ich ich auch noch mein Kindle fĂŒr ne Woche bei meinem Freund liegen lassen. Daher kommt die Rezension erst jetzt.
Aber gut, weg von mir und zurĂŒck zum Buch. Das hier habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks geschenkt bekommen und mich hat sowohl die Beschreibung, wie auch das Cover ziemlich schnell angesprochen. Beim Lesen hat mir das Setting gefallen, ich konnte mich ziemlich schnell in die Welt, in der die Geschichte spielt, hineindenken, aber man bekam auch nicht alles vorgekaut. Vieles konnte man sich selbst immer noch vorstellen. Ganz am Anfang des Buches befindet sich eine Karte, was ich jedoch vorm Lesen ĂŒbersehen habe und so hatte ich MesrĂ©e spiegelverkehrt in der Vorstellung drin. Was ich jetzt nicht negativ betrachte.
Auch die Charaktere waren alle vielschichtig und interessant, da haben wir den Hauptcharakter, welcher seinem Gewissen folgt und von Unsicherheit geprĂ€gt ist, aber das Herz am rechten Fleck hat und auch fĂŒr sich einstehen kann, wenn er es muss. Es gab noch andere Charaktere, die auf positive oder negative Art herausgestochen sind und die Geschichte interessant gemacht haben.
Apropos Geschichte, die Story war mal was anderes, was ich immer wieder sehr erfrischend finde. Auch der Fantasy-Anteil war ziemlich cool und hat auch mit der Logik der Welt gepasst, es war magisch, aber auch nicht so ĂŒbertrieben, dass es wie ein Fremdkörper wirkte. Überhaupt fand ich den Teil mit der Wassermagie, bzw dem WasserbĂ€ndigen ziemlich cool, besonders, da ich vor kurzem erst noch zusammen mit meinem Freund die Serie "Avatar - The Last Airbender" wie auch "The Legend of Korra" geguckt habe und das BĂ€ndigen der Elemente dort auch immer wieder besonders schön finde. Dass es der Charakter, dem das Talent des WasserbĂ€ndigens ĂŒbergeben wurde, nicht immer damit zurecht kommt, fand ich auch ziemlich realitisch, wenn man mal bedenkt, dass er nicht mit den KrĂ€ften auf die Welt kam und eigentlich niemand derartige KrĂ€fte besitzt. Auch ist er nicht gerade der fitteste Mensch in der Stadt, da ist es auch nicht besonders gut um seine Ausdauer bestellt. Und es hat ihn nicht zu stark gegenĂŒber den anderen dort gemacht, immerhin hatte er durch die FĂ€higkeit an sich schon einen Vorteil gegenĂŒber den anderen. Dass er immer versucht hat, ĂŒberall Wasser zu finden und auch gemerkt hat, dass es eigentlich alle FlĂŒssigkeiten betrifft, fand ich ziemlich klasse. "Du denkst nun wie ein wahrer WasserbĂ€ndiger", um mal die eine Oma aus Avatar zu zitieren. Wobei ich ehrlich sein muss, als es mal kurz ums Blut in dem Thema ging, hab ich dann doch etwas Muffensausen bekommen.
Überhaupt ist die Art, wie die Geschichte erzĂ€hlt wird, interessant und man hĂ€ngt auch nicht nur an einem oder zwei Charakteren fest, nein, man wechselt die Perspektive wie es gerade gebraucht wird und wie es fĂŒr die Geschichte am besten ist. Das Tempo ist gerade richtig, es geht nicht zu schnell und auch nicht zu langsam. Auch gab es hier und da Wendungen, die ich nun wirklich nicht hĂ€tte vorhersehen können, egal, wie sehr ich es auch versucht hĂ€tte.
Ich hatte das Buch als Ebook auf meinem Kindle, zu dem Taschenbuch kann ich daher nichts sagen. Auf dem Kindle ist es auf jeden Fall gut zu lesen und ich hatte keine Probleme.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und auch sehr leicht zu verstehen, nur bei der Kampfszene bin ich nicht immer mitgekommen, wobei ich nicht sagen kann, obs nun am Buch lag oder an mir. Ich tue mich gerne mal bei geschriebenen Kampfszenen schwer, ob nun als Leser oder selbst bei meinen Geschichten.


Leseprobe:
Nifek balancierte zwischen Himmel und Erde.
Die Mauer war lang, die Aussicht ĂŒber die WĂŒste grandios. Aber er sah nicht hoch. Seine Aufmerksamkeit galt allein der Rinne rechts von ihm. Er blieb stehen, stieß mit der Eisenstange nach einer Kalkablagerung in dem kĂŒnstlichen Wasserlauf, einmal, zweimal. Hielt den Kescher darunter und fing die gelöste Kruste mit dem Netz auf. Noch ein Stoß. Ja, das hatte sich gelohnt. Kescher ausleeren, links ĂŒber den Mauerrand. Shaim, sein Partner, wĂŒrde unten aufkehren, sobald Nifek die HĂ€lfte der Strecke hinter sich hatte. Sie machten das schon lĂ€nger zusammen.
Es war eine gute und wichtige Arbeit, den AquĂ€dukt instand zu halten. Ganz MesrĂ©e hing von seinem Wasser ab. Zwanzigtausend Menschen, die sonst auf dem Trockenen saßen, abgesehen von den Zisternen und ein paar Brunnen, die jedes Jahr tiefer ausgeschachtet werden mussten. Die DĂŒrre schenkte ihnen keinen Tropfen, Nifek war sich dessen sehr bewusst. Ein halber Tag in der prallen Sonne auf dem AquĂ€dukt, und er fĂŒhlte sich wie ein StĂŒck Dörrfleisch. Wenigstens war ein Schluck hier oben stets nah, und der Lohn stimmte auch.


Fazit:
Ich kam zwar aus mehreren GrĂŒnden nicht immer zum Lesen, aber wenn ich doch mal dazu kam, dann hatte ich doch recht viel Spaß beim Lesen. Ich finde es nur schade, dass man am Ende nicht so viel fĂŒr manche Charaktere und ihren weiteren Verlauf erfĂ€hrt, habe aber zufĂ€llig mitbekommen, dass es wohl einen zweiten Teil geben soll, der genau diese Themengebiete abdecken soll. Da freue ich mich schon darauf. Nun, zurĂŒck zu diesem Teil. Er hat mich wirklich gut unterhalten und ich kann mir vorstellen, dass ich das Buch irgendwann wieder lesen werde. Von mir bekommt es insgesamt 5 Rubine.






Quelle:
Selbst geschossen

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