Donnerstag, 15. September 2022

[Rezension #174] TatsÀchlich ... Vampir

 

Titel: TatsÀchlich ... Vampir

Autor*in: Lynsay Sands

Erschienen in Deutschland: 2016

Originaltitel: About a Vampire

Erschienen in den USA: 2015

Übersetzer*in: Ralph Sander

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Mystery, Hetero, Erotik

Preis: € 9,99

Seiten: 397

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7363-0192-4

Verlag: Bastei LĂŒbbe AG

 

Inhalt:

Dem Unsterblichen Justin Bricker liegt die Damenwelt zu FĂŒĂŸen. Keine Frau hat es bisher geschafft, sich seinem Charme zu entziehen - bis er auf Holley Bosley trifft. Ihre erste Begegnung ist eine Katastrophe: Holly ergreift die Flucht vor ihm, stĂŒrzt und wird lebensgefĂ€hrlich verletzt. Um sie zu retten, muss Justin sie wandeln, nur um dann zu erfahren, dass sie bereits verheiratet ist. Doch er ist entschlossen, fĂŒr seine GefĂ€hrtin zu kĂ€mpfen, auch wenn es bedeutet, alle Regeln zu brechen...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Bevor ich etwas zum Inhalt sage, möchte ich erst einmal ein paar Worte ĂŒber das Cover verlieren. Das Buch habe ich vor ein paar Jahren irgendwann mal gebraucht gekauft, seitdem lag es auf meinem SuB. Vermutlich ist es mir nur der Titel und damit die Thematik des Buches aufgefallen, sondern auch das Cover, das mir bis heute ziemlich gut gefĂ€llt. Ich mag das Zusammenspiel der Farben, aber auch das GetrĂ€nk (vermutlich Sprudelwasser?) zusammen mit den FrĂŒchten. HĂ€tte ich das vor mir stehen, ich wĂŒrde es nur zu gerne trinken.

Aber gut, hier geht es ja nicht nur darum, das Cover zu bewerten, sondern auch das Buch selbst. Und das Buch fand ich so ... ganz ok. Ich finde es interessant, dass die Charaktere hier eigentlich keine Vampire sind, bzw sich nicht als welche ansehen, sondern als Unsterbliche, die allerdings zum Überleben hier und da Blut brauchen. In ihrem Blut befinden sich kleine Nanomaschinen; oder zumindest sowas in der Richtung, sie nennen es nur Nanos, die sie von ihnen heilen, von Krankheiten und Fehlstellungen befreien wie auch von unnötigem Körpergewicht. Sie sorgen dafĂŒr, dass sie eine viel bessere Ausdauer haben, mehr Kraft und auch, dass sie quasi lĂ€nger leben. Sie können auch ganz normal unter den Menschen leben, mĂŒssen nicht in SĂ€rgen schlafen oder sich vor dem Sonnenlicht fĂŒrchten. Also ja, es sind wirklich so gut wie keine Vampire. Lediglich, dass Neulinge schnell in einen Blutrausch geraten können und dass sie FangzĂ€hne haben, um Blut zu trinken, auch, dass frisches Blut besser ist als aus der Konserve, das ist alles dagegen gleich geblieben. Überhaupt finde ich es interessant, wie sich die Unsterblichen, so nennen sie sich, in die Gesellschaft integriert haben. Auch haben sie JĂ€ger, die AbtrĂŒnnige jagen und Gesetze, an die sie sich halten mĂŒssen. So gibt es nur zwei Situationen, in welchen es erlaubt ist, von Sterblichen zu trinken: Wenn man in einer starken Notsituation ist oder Neuling.

Nun gut, wenn man wie ich diese interessante Version von Vampiren mag, dann könnte man die Geschichte eher genießen. Aber so richtig gehöre ich dann doch nicht zur Zielgruppe, denke ich. Denn im Buch redet Justin die ganze Zeit davon, dass Holly seine LebensgefĂ€hrtin ist, mit der er unbedingt sein restliches Leben verbringen möchte. Dabei kennt er sie doch kaum bis gar nicht. Sie verliebt sich dann auch irgendwann in ihn, was mir ebenfalls ĂŒbereilt vorkommt, aber ok. Er sieht halt gut aus und so ganz anders als ihr langweiliger Ehemann. Sie gibt es zwar nicht zu, aber irgendwann fĂ€ngt sie an, die beiden zu vergleichen und dabei gewinnt jedes Mal Justin. VollstĂ€ndig ihr Herz an ihn verlieren tut sie allerdings erst, als die beiden sich kĂŒssen und dann in einem geteilten Traum Sex haben. Dabei wird alles als so geil, ultraerregend und gefĂŒhlvoll hoch 10 beschrieben, dass man das GefĂŒhl hat, die beiden haben vorher Drogen genommen, damit sie den Sex ihres Lebens haben können. Danach fĂŒhlt sie sich quasi zu ihm hingezogen ... gut, das kommt mir vllt als demiromantische/demisexuelle Person einfach viel zu schnell vor, dass er sich so schnell in sie verliebt, obwohl er sie kaum kennt und dass sie nach dem Sex verrĂŒckt nach ihm ist.

Ansonsten, die restlichen Charaktere sind ok, aber die wenigsten stechen heraus. Am besten kam Gia rĂŒber, die Holly immer und ĂŒberall hilft und ĂŒberhaupt eine gute Freundin fĂŒr sie ist. Ich habe mich immer gefreut, wenn sie vorkam.

Die Geschichte ist an sich gut und leicht geschrieben, man kommt recht schnell durch und es war auch ziemlich entspannend, auch oder trotz der Sexszenen, bei denen gerne mal ĂŒbertrieben wurde. Mir hĂ€tte es besser gefallen, wen die beiden erstmal Freunde gelieben wĂ€ren und es dann einen Timeskip gegeben hĂ€tte, wenn der Ehemann tot ist und sie sich langsam annĂ€hern. Bin halt doch mehr der slow burn Fan^^°

Achja, was ich auch noch gut finde: Das hier ist bereits der 22. Band einer Reihe von VampirbĂŒchern, aber wenn ich das richtig verstanden habe, steht jedes Buch fĂŒr sich alleine, sprich, die anderen 21 BĂ€nde davor haben kaum bis gar nichts mit dem hier zu tun. Man muss also nicht die 21 BĂ€nde davor gelesen haben, zumal man das mit den Vampiren hier sehr gut erklĂ€rt bekommt. Wie es in den anderen BĂ€nden ist, ob es da auch derartige Vampire bzw Unsterbliche sind oder mehr tradionelle Versionen, kann ich nicht sagen, da ich diese nicht gelesen habe.

 

Fazit:

Das Buch ist ganz ok, es ist wie gesagt locker geschrieben, aber manche Dinge waren dann doch zu ĂŒbereilt und kaum ĂŒberzeugend fĂŒr mich. DafĂŒr ist es das erste Buch, dem ich es nicht ĂŒbel nehme, dass man ihm nicht ansehen kann, dass es Teil einer Reihe ist, da keinerlei Vorkenntnisse von anderen Teilen notwendig sind. Zumindest, soweit ich es gesehen habe. Dennoch, ich hĂ€tte mir persönlich einen anderen Ausgang gewĂŒnscht. Von mir bekommt das Buch insgesamt 3 Sterne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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