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Donnerstag, 9. MĂ€rz 2023

[Rezension #204] Anna Karenina

 

Titel: Anna Karenina

Autor*in: Lew/Leo Tolstoi

Erschienen in Deutschland: Diese Version 2010

Originaltitel: ĐĐœĐœĐ° ĐšĐ°Ń€Đ”ĐœĐžĐœĐ°

Erschienen in Russland: 1877/78

Übersetzer*in: Hermann Röhl

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Drama, Slice of Life, Hetero

Preis: € 1,67 [Kindle], € 9 bis 35 [gedruckte Versionen]

Seiten: 1068 Seiten (Kindleversion)

Sprache: Deutsch

ISBN: B003DQNYPQ

Verlag: Fair Price Classics

 

Inhalt:

Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berĂŒhmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. GlĂŒcklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfĂ€llt die bezaubernde, kluge und sanftmĂŒtige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche AffĂ€re, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern ...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier war eine sehr interessante und auch lange Reise, vor allem, da ich nicht jeden Tag zum Lesen gekommen bin. Allerdings sind ich und meine kleinen HĂ€nde sehr froh und dankbar, dass ich das Buch als E-Book gelesen habe, die gedruckte Version soll sogar um 200 Seiten rum dicker sein, das wĂ€re alles andere als angenehm gewesen. Das Buch habe ich damals im Rahmen eines Top Ten Thursday Eintrags auf meine Leseliste gesetzt und wurde dann zu einem Buddyread eingeladen, was dagegen eine sehr positive Erfahrung war. Vielen Dank an dieser Stelle, es hat mir wirklich Spaß gemacht, mich mit dir ĂŒber das Buch auszutauschen und wir waren auch oft der gleichen Meinung, besonders was Anna und Wronksi anging.

Auch tut es mir an dieser Stelle leid, dass ich teilweise so lange gebraucht habe, bis ich den nĂ€chsten Teil gelesen hatte, das war mir dann hin und wieder unangenehm, aber auch nicht immer vermeidbar^^°

Nun, ich komme dann mal lieber auf das Buch zurĂŒck, bevor ich die Rezension noch unnötig strecke. Von dem Titel des Buches habe ich bereits vorher gehört und mal kurz fĂŒr den TTT drĂŒbergelesen, um was es in dem Buch geht. Aber so richtig eine konkrete Vorstellung hatte ich ehrlich gesagt nicht. Es gibt wohl auch einen Film, davon hab ich mir gerade den Trailer angesehen, aber auch der Film war mir sogar bis heute total unbekannt. Dass es einen gibt, habe ich nur erfahren, als ich nach ein paar Zusatzinfos fĂŒr die Rezension hier gegoogelt habe.

Daher kann ich zu dem Film auch nichts sagen, nur zu dem Buch, das ich gelesen habe. Ich finde es interessant, dass sowohl bei dem Filmtrailer, als auch bei der Beschreibung der Fokus rein auf Anna, Wronksi und ihrem Mann liegt, dadurch könnte man glauben, dass es im Buch auch grĂ¶ĂŸtenteils nur um die drei gehen wĂŒrde.

Nun, mit dem Glauben liegt man daneben, denn es geht noch um viele andere Charaktere. Sie sind alle irgendwie mit Anna und/oder Wronksi verstrickt und haben noch ihr eigenes Leben mit Liebe, GlĂŒck, Sorgen und Problemen.

Am meisten von den vielen Charakteren, die aufgetaucht sind, waren Kitty und Ljewin. Die beiden konnte ich von allen am besten leiden und auch verstehen, da viele andere eher langweilig oder unverstĂ€ndlich waren. Besonders Anna konnte ich nicht verstehen. Dass sie einfach fremdgeht und sich dann nicht entscheiden kann, was sie möchte, das ging mir nicht in den Kopf rein. Auch war sie keine besonders gute Mutter, erst will sie ihren Sohn haben; dann kĂŒmmert sie sich nur um ihre Tochter; nur um dann spĂ€ter wieder nur Augen fĂŒr den Sohn zu haben. Ihre Kinder und Liebschaften liebt und ignoriert sie öfters als normale Leute ihre UnterwĂ€sche wechseln. Bei Wronski war es aus Ă€hnlichen GrĂŒnden. Mal war Anna nur eine Liebschaft, eine nette und hĂŒbsche FreizeitbeschĂ€ftigung und dann doch mal wieder die Liebe des Lebens.

Alexej dagegen konnte ich eher verstehen, auch wenn ich ihn nicht so sonderlich mochte. Dass er das Hin und Her, ob Scheidung oder nicht und wer bekommt den Sohn, wer nicht, dass er das mitgemacht hat, fand ich auch nicht sonderlich toll. Seine Reaktionen dagegen habe ich total verstehen können.

An und fĂŒr sich fand ich das Buch in Ordnung, es gab jedoch auch Stellen, die ich beim Lesen eher langweilig und langwierig fand, da war ich am Ende immer froh, wenn ich den Teil hinter mir gebracht hatte. Meinetwegen hĂ€tten die Teile auch teilweise gestrichen werden können, mir wĂ€re ihr Fehlen nicht aufgefallen. Das wĂ€ren ganz besonders die Jagd und die Wahl, sie nehmen nur sehr viel Platz weg, sind nicht wirklich aufregend und tragen auch kaum was zur Story bei. So manche Diskussion ĂŒber das Land, die Bauern und welche Art von Handel/Politik man verfolgen sollte, gut, das kann ich noch verstehen, warum das drin ist. Zwar war es durch den Schreibstil nicht immer einfach zu verstehen, was die Leute meinen, aber ich wĂŒrde es nicht als unwichtig bezeichnen.

Überhaupt war der Schreibstil am Anfang eine Herausforderung, ich meine, das Buch ist auch schon ein wenig Ă€lter. Aber ich habe da auch recht schnell reingefunden. Gleichzeitig fand ich es interessant zu sehen, wie so das Leben in Russland zu dieser Zeit war oder gewesen sein könnte. Es wĂ€re noch schöner gewesen, hĂ€tte man ein bisschen mehr vom Alltag der Leute gesehen oder mitbekommen, sowas finde ich immer sehr spannend.

Das Ende ... ich will aus SpoilergrĂŒnden nicht zu viele Worte darĂŒber verlieren, aber ich war entsetzt. Zwar wusste ich dank meines Buddyread Partners schon im Groben, wie es ausgehen wĂŒrde (die Spoiler haben mich aber nie gestört, im Gegenteil) und doch saß ich am Ende da, geschockt, traurig, unglĂ€ubig. Das musste ich auch erstmal verarbeiten. Sowas habe ich auch noch nie in einer Geschichte gelesen, das war richtiges Neuland fĂŒr mich. Zwar gehörte der Charakter nicht zu meinen Lieblingen, aber so ein Schicksal wĂŒnsche ich niemandem.

 

Fazit:

Das Buch zu bewerten fiel mir schwer und fĂ€llt mir auch jetzt noch schwer, aber das ist bei Klassikern immer der Fall. Ich denke mir dann immer: Bin ich die Richtige, um sowas bewerten zu können? Was, wenn es mir nicht so gut gefĂ€llt, obwohl es doch ein Klassiker/Meisterwerk ist? Das verunsichert mich dann immer ein wenig, um ehrlich zu sein. Aber dieses Mal lasse ich mich nicht verunsichern, und sage, dass ich ĂŒber das Buch neutral denke. Es hat ein paar großartige Figuren, welche die nicht so der Hammer sind und viele, die in der Mitte liegen. Es gab großartige Passagen und welche, ohne die ich hĂ€tte auch leben können.

Daher kommt das Neutral am Ende zustande, das ist mein GesamtgefĂŒhl, wenn ich an das Buch denke. Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und das Buddyreading hat mir auch viel Spaß gemacht. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das Buch ohne Buddyreading durchgehalten oder so komplett durchgelesen hĂ€tte. Vermutlich hĂ€tte ich so manches Kapitel ĂŒbersprungen oder es mit sehr vielen Pausen gelesen? Das kann ich nicht sagen. Daher bleibe ich mit meiner Sterneanzahl in der Mitte und vergebe an das Buch neutrale drei Sterne.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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