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Swinub - Pokemon

Donnerstag, 17. August 2023

[Rezension #235] The Couple Next Door

 

Titel: The Couple Next Door

Autor*in: Shari Lapena

Erschienen in Deutschland: 2017

Originaltitel: The Couple Next Door

Erschienen in Kanada: 2016

Übersetzer*in: Rainer Schumacher

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Thriller, Drama

Preis: € 15,00

Seiten: 349

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7857-2585-6

Verlag: Bastei LĂŒbbe AG

 

 

Inhalt:

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schlĂ€ft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer - und dein schlimmster Alptraum wrid wahr: Die Wiege ist leer.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das ist auch eines der BĂŒcher, bei denen ich nicht mehr genau weiß, wann und so ich sie gekauft habe. Alles, was ich weiß, ist, dass es schon eine lĂ€ngere Weile her ist. Spielt ja auch keine Rolle, immerhin bin ich ja jetzt "endlich" dazu gekommen, es zu lesen. Und Anfangs hat es mir auch ziemlich gut gefallen, der Fall startet praktisch gleich im ersten Kapitel und es kommt ordentlich an Fahrt auf. Auch habe ich mir ĂŒberlegt, wer der TĂ€ter sein könnte und was das Motiv, bin aber auf keinen grĂŒnen Zweig gekommen. Leider hat das ab der HĂ€lfte ein wenig nachgelassen.

Aber von Anfang an. Die Geschichte wird im Grunde aus drei Perspektiven erzĂ€hlt: Anne, der Mutter des Kindes; Marco, der Vater des Kindes; und Rasbach, der leitende Ermittler in dem EntfĂŒhrungsfall. Die Perspektive wechselt oft bzw fast immer wĂ€hrend des Kapitels, da die verschiedenen Perspektiven durch ein kleines Zeichen klar abgetrennt sind, klappt es so meiner Meinung nach ziemlich gut. Ich bin ja generell ein Fan davon, wenn eine Geschichte aus mehreren POVs besteht und wenn die auch klar voneinander abgegrenzt sind, ist es super. Normal kenne ich es so, dass der POV mit dem Kapitelende wechselt, hatte auch schon mal das eine oder andere schlechte Buch, wo es mitten im Kapitel war, aber ohne Kennzeichnung.

Der Schreibstil auch war ziemlich angenehm.

Was leider im Verlauf des Lesens nicht sonderlich angenehm blieb, waren genau zwei Dinge: Die Charaktere und die Story. Fangen wir erstmal mit dem zweiten Punkt an, dann kann ich nĂ€mlich auch gleich noch auf den ersten eingehen. Anfangs ist die ganze Story wie gesagt total spannend, ich saß da und war froh, dass ich mir die erste HĂ€lfte quasi in einem Rutsch durchlesen konnte. NatĂŒrlich haben die Charaktere selbst auch den einen oder anderen Verdacht, was TĂ€ter und/oder Motiv angeht und auch mein Gehirn ratterte alle Möglichkeiten durch, die ihm eingefallen sind. Allzusehr wollte ich mich dann aber auch nicht festlegen, da ich bei Krimis gerne mal danebenliege. Außerdem wollte ich erstmal abwarten, bis es weitere Hinweise oder Beweise gibt, denn da gab es ehrlich gesagt nicht so viel.

Nun ja, die Hinweise und Beweise kamen hier und da dann natĂŒrlich dazu, aber was auch noch mit dazukam, waren Plottwists. Und davon eine ganze Menge. Ohne jetzt zu viel zu spoilern, sagen wir es einfach mal so: So gut wie jeder Charakter, der hier Namen und Rolle hat (außer einer Figur) hat ein dunkles Geheimnis, welches irgendeine Rolle in der ganzen Angelegenheit spielt. Was es auch noch in Masse gibt, sind Intrigen, die die Charaktere sich gegenseitig spinnen oder der sie auf dem Leim gehen. Irgendwann saß ich nur noch da und dachte mir: Ist das dein Ernst, Frau Autorin? Dadurch ging leider viel Spannung, die im ersten Teil aufgebaut worden ist, verloren. NatĂŒrlich habe ich mir noch Gedanken um das kleine Kind gemacht, ob es ĂŒberhaupt noch am Leben ist etc.

Die Auflösung war ok, der Schluss dagegen ... wow, wtf ist da denn bitte passiert? Auch hier möchte ich nicht sehr viele Worte verlieren, sagen wir einfach, es war ein offenes Ende.

Um zu den Charakteren zurĂŒckzukommen, es gab so gut wie keinen, bei dem ich sagen wĂŒrde: Joah, den mochte ich oder da hatte ich bs zum Ende Mitleid. Gut, Rasbach fand ich noch einigermaßen normal und mit dem Baby hatte ich Mitleid, daher stimmt es nicht so ganz. Aber alle anderen ... erst dachte ich neutral ĂŒber sie. Aber durch die ganzen Geheimnisse, LĂŒgen und wie sich ihre schlechten Charaktereigenschaften immer mehr gezeigt haben, da war am Ende fast keiner mehr dabei, der irgendwie sympathisch war. FĂŒr mich jedenfalls. Hab mir dann die eine oder andere Meinung zum Buch danach angesehen oder angehört, und bin froh, mit der Meinung nicht allein zu sein.

Kurze Anmerkung: Auch wenn ich die Details nochmal nachlesen musste, manche meinten mir gegenĂŒber, dass das von der Art der EntfĂŒhrung her stark an den "Maddie-Fall" erinnert. Wie gesagt, ich musste mich nochmal in den Fall hineinlesen, aber ja, das kann ich total zustimmen. Auch irgendwie traurig zu wissen, dass es ein derartiges Ereignis (also der Teil, wie die EntfĂŒhrung passierte, nicht die GoT-Menge an Intrigen/Plottwists danach) auch im echten Leben passieren kann. Ist richtig erschreckend.

Auch fand ich es ein wenig seltsam, in der Beschreibung direkt angesprochen zu werden, weil mein Hirn da dauernd widersprechen möchte. Es will die ganze Zeit korrigieren und sagen: Ich habe kein Kind! Ich bin nicht Verheiratet! Ob es mich damals nicht gestört hat oder es mir nicht aufgefallen ist, kann ich heute nicht mehr sagen. Heute bin ich jedenfalls kein großer Fan davon, aber das hĂ€lt mich ja offensichtlich nicht vom Lesen ab. Es irritiert mich einfach nur, mir Situationen vorzustellen, die absolut nichts mit meiner eigenen LebensrealitĂ€t zu tun haben. Da fehlt mir dann doch die Vorstellungskraft, mich da hineinversetzen zu können.

 

Fazit:

Insgesamt muss ich sagen: Das Buch war ok. Die erste HĂ€lfte hat mir wie gesagt besser gefallen, danach hat die Autorin es mit den Plottwists und Intrigen doch stark ĂŒbertrieben. Zwar hatte ich Spaß beim Lesen, aber ich sage jetzt nicht, dass es ein Buch ist, das man unbedingt gelesen haben muss. Auch werde ich das Buch nicht behalten.

Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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