Mittwoch, 3. Januar 2024

[Rezension #261] POMPEJI

 

 

Titel: POMPEJI

Autor*in: Robert Harris

Erschienen in Deutschland: 2003

Originaltitel: POMPEJI

Erschienen in Engand: 2003

Übersetzer*in: Christel Wiemken

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Drama, Krimi, Slice of Life, Hetero

Preis: € 12,00

Seiten: 352

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-426-52424-4

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag

 

Inhalt:

Auch im Sommer des Jahres 79 n. Chr. kommen die Reichen und Schönen wieder aus Rom nach Pompeji, Stadt der Ausschweifungen und der Intrigen. Doch dann bebt die Erde, und der mĂ€chtige AquĂ€dukt Aqua Augusta, der das Wasser von Attilius, aus Rom entsandter neuer Wasserbaumeister, soll den Schatten beheben. Die Zeit drĂ€ngt, denn Wasser bedeutet nicht nur Leben, sondern fĂŒr den skrupellosen GeschĂ€ftsmann Ampliatus vor allem Geld und Macht. Ausgerechnet dessen Tochter Corelia kommt einer Verschwörung auf die Spur und bitte Attilius um Hilfe. WĂ€hrend die beiden fieberhaft dunke Machenschaften aufdecken, sendet die Natur weitere Vorboten drohender Gefahr.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Auch das Buch hier ist von einem ehemaligen Nachbarn, der kurz nach seinem Umzug mehrere BĂŒcher aussortiert und uns dann in einer Tasche zur VerfĂŒgung gestellt hat. Da ich die Geschichte hinter der Tragödie von Pompeji schon immer interessant fand, hat mich der Titel allein schon sehr angesprochen. Aber natĂŒrlich auch die Beschreibung des Inhalts. Zwar war ich mir nicht ganz sicher, wie das Ganze aussehen wĂŒrde, wollte mich aber darauf einlassen.

Jedenfalls, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob es funktioniert hat. Ich fand den Aufbau an sich interessant, es gibt bereits erste Anzeichen auf den kommenden Ausbruch, die allerdings niemand von den dort lebenden Leuten so richtig deuten konnte. Vermutlich, weil die Gesellschaft bisher noch keine Erfahrungen mit derartigen Dingen oder zumindest nicht in diesem Ausmaße gemacht haben. Zwar gab es vor kurzem, also wenige Zeit bevor die Handlung des Buchs startet, an einem anderen Vulkan bereits Probleme. Dennoch konnten sie Eins und Eins nicht ganz zusammenzĂ€hlen. Wie denn auch? HĂ€tte ich an ihrer Stelle auch nicht wirklich machen können.

Daher ist es fast schon grausam, als gefĂŒhlt einzige zu wissen, wie das Ganze ausgehen wird. Dennoch fand ich es spannend zu lesen, wie Attilius und seine Leute ermitteln, schauen, was los ist und versuchen, die Ursache zu beheben. Und auch, wie die anderen Leute die Ereignisse, die um sie herum passieren, deuten - oder eben auch nicht. Es gibt zum Beispiel wohl immer mal wieder ganz leichte Beben, aber es gibt nur zwei Leute, die denen ĂŒberhaupt irgendwie Aufmerksamkeit schenken. Und auch die Lösung fĂŒr eines der Probleme, die sie haben, fand ich sehr interessant.

Das mit der Verschwörung, weiß nicht, ob das unbedingt hĂ€tte sein mĂŒssen. Das hat nicht wirklich viel zur Story beigetragen, außer, dass mehr Personen in Gefahr waren. SpĂ€testens aber, als der Vulkan ausgebrochen ist, hat der Part so gar keine Rolle mehr gespielt. Also meinetwegen hĂ€tte man ihn auch weglassen können und dass es nur bei dem Rest bleibt. Es passieren seltsame Dinge und Attilius versucht herauszufinden, was genau passiert. Und dann kommt es unverhinderbar zum UnglĂŒck. Das hĂ€tte meiner Meinung nach gereicht.

Dadurch kam das UnglĂŒck auch ein bisschen zu kurz. Und auch die Art, wie Attilius und noch jemand ĂŒberlebt, kommt mir ein bisschen zu kurz gegriffen, wie auch ein bisschen zu seltsam vor. Es kommt recht spĂ€t zum Ausbruch im Buch und dann wird es auch eher grob umrissen, als dass es wirklich angeschnitten wird. Besonders die Folgen werden gefĂŒhlt auf ein-zwei Seiten abgehandelt, dabei wĂ€re es echt noch interessant zu wissen gewesen, wie es das Leben der damaligen Zeit total aufgerĂŒttelt hat. Ich meine, eine ganze Stadt verschwindet unter einer dicken Schicht Magma - wie haben die anderen Menschen reagiert? Was ist mit den Überlebenden passiert? Gab es Verwundete, wie und wo wurden die versorgt? Wie haben die Menschen die Gegend danach wahrgenommen. Das hĂ€tte mich auch viel eher interessiert, als die Verschwörung, die am Ende nicht so wirklich wichtig war. Zumindest in meinen Augen.

 

Fazit:

Versteht mich nicht falsch, mir hat das Buch im Großen und Ganzen Spaß gemacht. Aber vom Hocker gerissen hatte es mich jetzt auch nicht. Dazu lag der Fokus dann doch ein bisschen zu sehr auf den falschen Dingen. Egal, es hat mich irgendwo unterhalten und ich denke, darauf kommt es am Ende an. Behalten werde ich das Buch nicht, das weiß ich sicher. Und was ich auch sicher weiß, ist die Bewertung. Das Buch bekommt von mir insgesamt drei Sterne und ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann wieder ein Buch oder einen Roman finde, welches in Pompeji spielt und ob es mich dann mehr ansprechen wird. Aufgrund meines hohen SuBs bitte ich jedoch explizit nicht um Empfehlungen, danke!

 

 

 

 

 

 


 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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