Freitag, 5. Januar 2024

[Rezension #263] Steckerlfischfiasko

 

 

Titel: Steckerlfischfiasko

Autor*in: Rita Falk

Erschienen in Deutschland: 2023

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Humor, Slice of Life

Preis: € 18,00 [D] | € 18,50 [A]

Seiten: 286

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-423-26377-1

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

 

Inhalt:

Wegen dem Golfclub ist Niederkaltenkirchen eh schon gespalten wie ein Holzscheit, aber jetzt liegt auch noch der Steckerlfischkönig höchstselbst und mausetot in der clubeigenen Spa-Landschaft. Der Franz ermittelt unter dubiosen Volksfestclans und golfenden Schickimickiarschlöchern, wĂ€hrend seine Susi ganz andere PlĂ€ne hat: Sie kandidiert als BĂŒrgermeisterin, was beim aktuellen Dorfoberhaupt hochgradig nervöse Zuckungen auslöst ...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Hach, was soll ich sagen? Das hier ist eines der BĂŒcher, die mir mein Freund zu Weihnachten geschenkt hat. Gut, ich hatte es auch mit auf die Liste draufgeschrieben, damit er weiß, welche BĂŒcher ich mir wĂŒnschen wĂŒrde^^°

Gleichzeitig ist das hier wohl auch der letzte Band der Eberhofer-Reihe, denn schon letztes oder vorletztes Jahr hat die Autorin wohl durchsickern lassen, bzw in einem Interview hat sie sich mal in die Richtung geĂ€ußert. Auch hier im Nachwort sagt sie, sie will sich nach den vielen Jahren anderen Projekten widmen möchte. Dass Eberhofer jetzt mit dem 12. Band das Dutzend vollgemacht hat.

Als Leser finde ich das natĂŒrlich schade. Als Schreiber kann ich es aber verstehen, immerhin schreibt sie seit 2010 an der Romanreihe und das ist doch eine sehr lange Zeit. Dass man nach der langen Zeit sagt: Hey, ich möchte auch mal andere Ideen umsetzen, nun, dafĂŒr habe ich VerstĂ€ndnis. Schade finde ich es dennoch. Dass das hier das letzte Buch sein soll, wusste ich ja also schon vorher, daher war ich gespannt, wie das Buch so sein wĂŒrde.

Ich kann sagen, ja, ich habe mich ĂŒber das Buch gefreut und ich hatte auch Spaß beim Lesen. Es hat sich wie die restlichen Eberhofer-BĂŒcher angefĂŒhlt, keine Frage. Aber und das muss ich leider sagen, war es leider nicht so perfekt als Reihenabschnitt, wie ich es mir erhofft hatte. Was an besonders drei Punkten liegt.

Der eine Punkt ist der Protagonist selbst, damit meine ich Franz. Zwar hat er einen Fall, aber er schiebt ihn gefĂŒhlt fast komplett auf den armen Rudi. Klar, die beiden haben immer zusammengearbeitet und die ganzen FĂ€lle in der Vergangenheit zusammengelöst. Dennoch war auch Franz hier selbst viel aktiv. In dem Buch hier hat er auch ein wenig ermittelt, aber es fĂŒhlte sich nicht nach viel an. Bei rund 3/4 der Sachen hat er gesagt: Darf der Rudi machen.

Apropos der Fall: Der war jetzt leider nicht so spannend. Bzw es war zwar spannend, dass es so viele VerdĂ€chtige gab und ich habe auch gerne dabei mitgerĂ€tselt. Aber irgendwie hat da was gefehlt, weiß nicht, vermutlich weil Franz da eben nicht so viel macht. Und die Auflösung fand ich ehrlich gesagt auch ein wenig dĂŒrftig ...

Der dritte Punkt ist der Aufbau der Geschichte. Es fĂŒhlt sich leider nicht wie ein Abschluss an, sondern wie ein normaler Teil der Reihe. Klar, ich hĂ€tte am Ende kein Mords-Tam-Tam erwartet oder so. Aber das Ende war dann doch ein bisschen zu offen und ich bin ehrlich gesagt kein Fan von offenen Enden. Ein paar Dinge bleiben noch ungeklĂ€rt und das finde ich doch schade ... auf der anderen Seite passt es zu einem Stoffel, wie der Franz es ist ...

Apropos Stoffel und das ist etwas, was mir an Franz nicht gefallen hat, ist seine doch sehr arg engstirnige Ansicht. Klar, ich kenne ihn nicht anders, aber besonders in diesem Band kam es mir extrem vor. Er schießt stark gegen jemanden, der sich auf die Straße klebt. Und auch gegen Veganismus. Vor allem aber gegen seinen Sohn, der nicht Fußball spielen will, sondern zum Ballett geht. Da weigert er sich erst, zu der AuffĂŒhrung seines Sohns zu gehen, geht dann doch hin weil er dazu gezwungen wird und dann schaut er nicht wirklich zu. Hinterher ist sein Sohn total traurig gewesen und er, also Franz, kapiert nicht warum.

Wer mir hier in dem Band total gefehlt hat oder so wenig vorkam, dass ich ihn nicht wahrgenommen habe, war der Richter Moratschek. Was ist mit dem, wo ist der? Dadurch, dass Franz so wenig Energie und MĂŒhe in seine Ermittlung steckt, hat er mit ihm auch so gut wie gar nichts zu tun. Was schade ist.

Jetzt klingt es total, als hĂ€tte ich keinen Spaß am Buch gehabt. Es wĂ€re nur schön gewesen, wenn der Fall ein grĂ¶ĂŸerer Knaller gewesen wĂ€re. Und wenn sich das Ende wie ein Abschluss fĂŒhlen wĂŒrde nicht, wie wie ein offenes Ende. Zwar macht es hin und wieder Sinn, das Ende offen zu lassen, damit jeder Leser fĂŒr sich selbst entscheiden kann, wie es ausgeht. Aber hier ist es mir persönlich dann doch zu offen.

 

Fazit:

Ich will das Buch richtig gerne sehr mögen, es lieben, aber ich kann es leider nicht. Möglicherweise liegt es auch an mir und ich selbst habe mich in den letzten zwei Jahren, seit dem Erscheinen des 11. Bandes, nochmal stark verĂ€ndert. Ich kann es nicht genau sagen. Möglicherweise ist es doch gut, dass das hier der letzte Band sein soll. Auch wenn es natĂŒrlich schade ist. Und die Grundidee etc war auch recht gut. Aber die Umsetzung hat mich leider nicht so ĂŒberzeugt und ich habe jetzt aus mehreren GrĂŒnden ein GefĂŒhl der Leere in mir drin. Das GefĂŒhl, als wĂŒrde da noch was kommen, aber es kommt nichts mehr.

Es fÀllt mir absolut nicht leicht, eben auch weil mein Partner es mir zu Weihnachten geschenkt hatte. Da will man doch, dass es einem gefÀllt :/

Und auch, weils so eine Herzensreihe von mir ist, seit ich weiß nicht wie vielen Jahren ich die Reihe nun lese. Seit etwa 2016 rum? Ja, laut meinem Blog seit 2016. So lange bin ich nun ein Fan der BĂŒcher, der HörbĂŒcher und der Filme. Aber ich kann mich auch nicht selbst belĂŒgen und euch natĂŒrlich auch nicht. Daher gebe ich dem Buch schweren Herzens insgesamt drei Sterne und sage an der Stelle: vielen Dank fĂŒr rund 7-8 Jahre an diese Reihe, klar, sie war mal besser, mal schlechter, aber dennoch hatte ich sehr viel Spaß. Ich wĂŒnschte nur, das Ende wĂ€re passender und runder gewesen.

Achja, bevor das jemand denkt: NatĂŒrlich werde ich die Reihe weiterhin lieben und behalten <3

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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