Dienstag, 5. Mai 2026

Momentaufnahme eines Bücherwurms #220

 

 

 

Früher habe ich gerne bei der Mitmach-Aktion "Gemeinsam lesen" von den SchlunzenBüchern mitgemacht. Aber da "Gemeinsam lesen" jetzt wohl endgültig Geschichte ist und ich diese Art von Blogeinträgen mag, habe ich einfach beschlossen, diese für mich selbst zu machen. Einfach kurz schauen, was lese ich gerade, wie weit bin ich und was sind meine Gedanken dazu. Wenn ihr auch sowas machen wollt, macht das ruhig. Ihr könnt auch mein Logo gerne benutzen, aber bitte mit Credit, das wäre nett 😅

 

So, weg von dem Vorgeplänkel, kommen wir nun zum Eintrag selbst:

 

 

- Aktuelles Buch des Bücherwurms?

 

"Addicted to us" von Annika Thompson

 

 

 

 

 

- Worum geht es in dem Buch?

Als disziplinierte Ballettänzerin lebt Jasmin in einem sicheren, liebevollen Umfeld. Doch all das gerät ins Wanken, als Victor eines Abends plötzlich vor ihr steht. Zehn Jahre sind vergangen seit jener Nacht, die sie beide nie vergessen konnten. Nun sie sie in seine stahlgrauen Augen - dlie Augen eines Mannes, der sein Trauma in Drogen ertränkt und sich in krumme Geschäfte verstrickt hat.

Erinnerungen an eine gemeinsame Dunkelheit reißen alte Wunden auf, während Schuld, Angst und Anziehung untrennbar ineinander übergehen. Bald muss Jasmin sich fragen, ob ihre Liebe zu Victor echt ist oder ob es nur Schuldgefühle sind, die sie antreiben.

 

- Auf welcher Seite bist du gerade?

Auf Seite 81.

 

- Der erste Satz der aktuellen Seite?

"Worüber?"

 

- Und deine Meinung bisher dazu?

Das Buch hier wollte ich schon seit ein paar Monaten lesen, habe es mir dann vor kurzem gekauft und denke momentan noch neutral darüber, da mir das Tempo zwischen den beiden doch ein bisschen zu schnell geht. Aber ich bin auch erst beim ersten Viertel, ich bin mal gespannt, wie es hier weitergeht. Was mir dagegen gefällt, ist der Perspektivwechsel und auch, wie stark der Kontrast zwischen den beiden ist. Aber auch, mit welchen Spätfolgen Victor zu kämpfen. Er tut mir richtig leid :/

 

 

 

Quelle:

Selbst geschossen

Montag, 4. Mai 2026

Montagsfrage #388

 

 

Link 

 

Gibt es ein Buch, das Euch total überfordert hat – inhaltlich, emotional oder sprachlich - und wie seid Ihr damit umgegangen? 

 

Es gab tatsächlich das eine oder andere Buch, das mich komplett überfordert hat, meistens emotional.

Aber ich komme jetzt erstmal zu einem Buch, welches mir zwar gefallen hat, welches mich aber sprachlich und inhaltlich total überfordert hat, sodass ich oft nicht immer sofort verstanden habe, was da gerade passiert ist. Ich rede von "Die göttliche Komödie" von Dante Alighieri. Vielleicht lese ich das Buch irgendwann wieder, vielleicht fällt es mir dann leichter. 

Ok, kommen wir nun zu den Büchern, die mich emotional komplett überfordert haben. Es waren lustigerweise zwei verschiedene Dilogien und bei beiden hat mich einfach die Tatsache, dass das Schicksal einfach so grausam war in diesen Geschichten. Dass es zu einem gewissen Ende zulief und egal, wie sehr ich es den Personen gegönnt hätte, egal, wie sehr ich es mir anders gewünscht hätte, es ist dann jeweils passiert. Das hat richtig weggetan und bei beiden Büchern musste ich auch erstmal richtig weinen T_T 

Die jeweils zweiten Bände waren dann auf ihre Art gut dafür, den Schmerz zu lindern, sie waren wie das Trostpflaster, dass ich jeweils nach dem ersten Band gebraucht hatte und genau deswegen schätze ich die beiden Reihen auch so.

Die jeweiligen Charaktere sind mir auch ans Herz gewachsen, weswegen es auch so wehgetan hat. Bücher berühren mich echt selten, aber wenn sie es tun: dann richtig heftig. Allein, wenn ich an das Buch denke, das ich erst letzte Woche beendet habe, kommen mir wieder die Tränen und es tut immer noch weh... 

Achja, welche Reihen das waren:

Die Death Duet Reihe von Dominik Gaida

Die All In Reihe von Emma Scott

Samstag, 2. Mai 2026

[Rezension #440] Agatha Raisin und der tote Gutsherr

 

 

Titel: Agatha Raisin und der tote Gutsherr

Autor*in: M.C. Beaton

Erschienen in Deutschland: 2018

Originaltitel: Agatha Raisin and the Fairies of Fryfam

Erschienen in England: 2000

Übersetzer*in: Sabine Schilasky

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Slice of Life

Preis: € 13,00

Seiten: 237

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-404-17645-8

Verlag: Bastei Lübbe AG

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Um ein für alle Mal über den vermaledeiten James Lacey hinwegzukommen, zieht Agatha Raisin nach Norfolk. Hier, im Osten Englands, sind die Leute ziemlich seltsam: Sie glauben sogar an Elfen. Was für ein Blödsinn!, findet Agatha. Dennoch möchte sie einen guten Eindruck im Dorf machen und behauptet, einen Kriminalroman zu schreiben, der Tod auf dem Landgut heißt. Das hat ungeahnte Folgen, als auf dem nahe gelegenen Landgut tatsächlich ein Mord geschieht und Agatha unter Tatverdacht gerät. Kann sie ihren Kopf aus der Schlinge ziehen? Und was hat es mit den angeblichen Elfen auf sich? 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Als ich in der Bibliothek mal wieder mehrere Romance-Bücher in der Hand hatte und auf dem Weg zu den Automaten war, um mir die Bücher ausleihen zu können, habe ich mir gedacht: Ach, komm, nimm dir zur Abwechlsung doch einen Krimi oder Thriller mit. Auf die Idee kam, weil ich nun mal an der Abteilung vorbeilaufen musste und da Krimis ja ein Genre ist, das ich auch hin und wieder gerne lese, dachte ich mir: Kannste ja nichts verkehrt machen. Ich hatte keinen bestimmten Krimi im Kopf und als ich das Buch hier gesehen habe, wollte ich mal was neuem ne Chance geben. Denn ich habe weder ein anderes Buch der Reihe gelesen, noch ein Buch der Autorin. Jetzt, wo ich mit dem Buch fertig bin, muss ich sagen: Muss auch nicht unbedingt sein. Zumindest nicht für mich.  

Ich muss an der Stelle erwähnen, dass ich wie bereits erwähnt noch nie ein Buch der Reihe gelesen habe. Ich kann und will also gar nicht beurteilen, ob das Buch nun ein typischer Vertreter der Reihe ist oder eher eine Ausnahme. Ob das Buch nun im Vergleich zur Reihe gut ist oder schlecht. Ich kann alos keine Vergleiche ziehen und nun ja, kann nur das Buch bewerten, welches hier grad auf meinem Tisch liegt. Welches ich letzte Woche gelesen habe. Und ich muss sagen: Ich bereue es. Ich habe es nur durchgelesen, weil es so dünn ist und weil ich doch gehofft hatte, dass es besser wird. Was mich daran gestört hat? Alles. 

Es fängt damit an, dass Agatha mit einem Typen namens James Stress hat. Dabei ist nicht klar erkennbar, was sie nun sind: Ein Liebespaar? Oder nur eine lockere Geschichte? Keine Ahnung, ich merke nur, dass sie sagt, sie braucht ihn nicht mehr, sie will ihn nicht mehr. Besonders, da er wohl ein Nachbar ist, will sie weg von ihm und sucht nach einem Haus weit weg von ihm. In welches sie dann zieht. Lustigerweise aber vermisst sie ihn dann später, und will das Haus deswegen dann doch nicht mehr kaufen. Und sie hängt mit einem anderen Typen rum, von dem will sie was, aber gleichzeitig nicht... als ich das gelesen habe, dachte ich, das wäre so eine Frau Anfang/Mitte 20, so wie die rumtut. Joah, kommt dann irgendwann mal, ganz beiläufig in einem Nebensatz raus, dass sie so um die 40 oder 50 rum ist. Ja, ganz überzeugend. 

Jedenfalls, sie verbringt dann ihre Zeit damit, dass sie nicht wirklich eine Verbindung zu den Einheimischen aufbaut (ok, kann ich irgendwie verstehen, aber irgendwie auch nicht) und dass sie herumlügt, warum sie wirklich hier ist. Es gibt keinen richtigen Grund dafür und lustigerweise beißt ihr die Lüge dann in den Hintern. Denn irgendwann passiert dann der Mord, an einer Person, die vorher keine Rolle gespielt hat und wohl alleine gelebt hat, weil Angehörige werden nicht erwähnt. Oder nur so kurz, dass ich sie bereits wieder vergessen habe. Dann fängt sie mit der Detektivarbeit an, oder so, und irgendwann wird dann ein Mörder gefunden. Keine Ahnung mehr, was das Motiv war. War nicht so richtig erkennbar. Ich kann auch nicht mal mehr sagen, wer der Mörder war. Der Fall war so selten wirklich präsent oder wichtig, dass ich nicht mal sicher bin, ob ich auch wirklich einen Krimi gelesen habe oder nicht.  

Was auch nervig war: Gefühlt hat ständig der Ort und die aktuelle Handlung gewechselt, alle paar Absätze ist was anderes passiert und bis ich mich auf die neue Szene eingestellt hatte, hat auch schon die nächste angefangen. Bitte, was soll denn das? Das hat mir beim Lesen so lange keinen Spaß gemacht, bis ich aufgehört hatte das Buch ernst zu nehmen. Und irgendwann war ich damit dann auch durch. Finally. Und ganz ehrlich: Brauch ich nicht nochmal. 

 

Fazit:

Natürlich wird mich das nicht davon abhalten, auch in Zukunft random Büchern eine Chance zu geben. Das Buch aus der letzten Rezension war auch ein random Buch, das ich einfach so gefunden und nach dem Lesen des Rückentextes mitgenommen habe. Es kann gut ausgehen, es kann aber auch total in die Hose gehen, wie es hier leider der Fall war. Aber das kann man vorher ja nicht wissen, zumindest nicht, wenn man wie ich vorher keine anderen Rezensionen ließt etc. Will da einfach immer mit einem leeren Kopf an die Bücher rangehen und mir da eine eigene Meinung bilden. Nun ja, manchmal greift man daneben, aber dann weiß man auch, bzw weiß ich dann, welche Reihen ich mir sparen werde.

Von mir bekommt das Buch genau einen Stern und ja, mehr fällt mir hier auch nicht mehr ein. 

  

 

 


 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

[Rezension #439] All In - Tausend Augenblicke

 

 

Titel: All In - Tausend Augenblicke

Autor*in: Emma Scott

Erschienen in Deutschland: 2018

Originaltitel: Full Tilt

Erschienen in den USA: 2016

Übersetzer*in: Inka Marter

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Slice of Life, Drama, Romance, Hetero

Preis: € 14,00

Seiten: 424

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-7363-0819-0

Verlag: LYX

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Kacey Dawson wollte immer nur Musik machen. Aber selbst der kometenhafte Aufstieg ihrer Band kann sie nicht über ihre innere Einsamkeit hinwegtäuschen. Nach einem desaströsen Konzert in Las Vegas wacht sie mit dem schlimmsten Kater ihres Lebens auf der Couch ihres jungen Chauffeurs Jonah Fletcher auf. Er bietet ihr eine Auszeit von ihrem Leben als Rockstar und den Halt, den sie immer gesucht hat. Schon nach kürzester Zeit verspürt Kacey eine tiefen Verbundenheit zu Jonah - es ist, als wäre er der Teil von ihr, der immer fehlte. Doch Jonah hat ein Geheimnis - so groß und herzzerreißend, dass es ihre Welt für immer auf den Kopf zu stellen droht ... 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Mir fällt es mal wieder sehr schwer, eine Rezension zum Schreiben. Zum einen, weil ich nicht weiß, was ich sagen soll, ohne zu viel zu spoilern. Zum anderen, weil mir jetzt wieder ständig zum Weinen ist, vereinzelt schon wieder Tränen geflossen sind und es einfach wehtut. Man bekommt recht schnell mit, was Jonahs Geheimnis ist, aber was genau los ist, das bekommt man erst stückchenweise mit. Und ich muss sagen: Es ist tragisch. Wirklich tragisch. So tragisch für mich, dass es mir körperlich richtig wegtut und das passiert mir zum Glück nur sehr selten. Ich hab gewusst, dass das Buch mich an einer Stelle sehr traurig machen würde und dennoch konnte ich mich emotional nicht darauf vorbeireiten. 

Aber was kann ich noch zu dem Buch sagen? Ich fand auch hier beide Charaktere sehr sympahtisch und konnte ihre Gedanken, ihre Wünsche, ihre Absichten und auch ihre Taten, ihre Ängste total nachvollziehen. Beide haben mit gewissen nachvollziehbaren Ängsten zu kämpfen und hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass gewisse Dinge passieren bzw nicht passieren. Wie das nun ausgegangen ist, das möchte ich nicht verraten. 

Aber sagen wir es mal so: Ich bin froh, dass ich vor wenigen Wochen in der Bibliothek so schlau war und den Folgeband auch mitgenommen habe, weil ich das Gefühl hatte, dass ich das brauchen werde. Und das werde ich definitiv.  

Für solche Geschichten bin ich zu haben, gleichzeitig sind sie aber auch echt eine Schwachstelle, weil mit solchen, ich sag mal, "unfairen" Geschichten trifft man auch einen verwundbaren Punkt bei mir. Ich frage mich dann immer: Warum muss es so kommen? Naja, ich bin jetzt mal gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird. 

 

Fazit:

Die Rezi ist heute recht kurz, wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, was ich dazu sagen soll. Ich hatte, so seltsam es sich vielleicht anhört, viel Spaß beim Lesen. Die Charaktere lagen mir schnell am Herzen, die Story hat mich mitgenommen wie ein Krimi und ... naja, irgendwann war ich dann durch. Es war ein emotional wilder Ritt, aber ich bin froh, dass ich ihn angetreten bin. Nennt man das dann freiwillig zu leiden? Schätze mal schon. Von mir bekommt das Buch insgesamt fünf Sterne und ich freue mich schon darauf heute Nacht die Fortsetzung zu lesen.

 

 

 

 


 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen