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Swinub - Pokemon

Sonntag, 30. Juli 2017

[Rezension #47] Sauerkrautkoma



Name: Sauerkrautkoma
Autor: Rita Falk
Genre: Heimatkrimi, Slice of Life
Preis: € 14,90 [D] | € 15,40 [A]
Seiten: 267 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-423-24987-4
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG




R├╝ckentext:
"Wie, M├╝nchen?", frag ich jetzt erst mal. "Ja, M├╝nchen halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der B├╝rgermeister. "Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbef├Ârderung" zum Beispiel". "Anordnung von ganz oben".

Wenn das kein Stress ist f├╝r den Eberhofer! Erst M├╝nchen. Dann diese Frauenleiche im Kofferaum - und jetzt machen seine Freunde in Niederkaltenkirchen dem Franz auch noch die H├Âlle hei├č, dass er gef├Ąlligst die Susi heiraten soll. Ja, ein Schei├čstress ist das!


Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
Vor dem ersten Band arbeitete der Herr Eberhofer schon einmal in M├╝nchen, wurde jedoch aufgrund eines Vorfalls in seine Heimat verschoben und war seitdem der einzige Dorfpolizist seines Heimatdorfes. Nun wird er wieder nach M├╝nchen zur├╝ckbeordert - doch wer denkt, dass er sich dar├╝ber freut, irrt sich. Im Gegenteil, er hat sich an das ruhige Dorfleben gew├Ânnt, die F├Ąlle, die er in den letzten vier B├╝chern erlebt hat, geh├Âren doch eher zur Ausnahme (was auch zeigt, dass das nicht alles Schlag auf Schlag passiert, sondern dass recht viel Zeit dazwischen passiert, was das Ganze auch wieder etwas realistischer f├╝r Dorfverh├Ąltnisse aussehen l├Ąsst) und er kennt auch seine Pappenheimer am besten. Daher findet er sich in M├╝nchen auch erstmal nicht mehr zurecht, zum einen bei der Parkplatzsuche, wie auch bei seinem "Platz" innerhalb der M├╝ncher Polizei. Zum Gl├╝ck bekommt er eine sehr nette Kollegin, mit der er sich auch sofort versteht. Aber nicht nur sein Einsatzgebiet, sondern auch der aktuelle Fall ist mit ihm nach M├╝nchen gewandert. Und was erstmal nach nichts aussieht, ist am Ende viel mehr. Aber hier passt es sehr gut, dass es mal ein etwas komplexerer Fall ist. M├╝nchen ist eine Gro├čstadt, hier hat man viel mehr M├Âglichkeiten und ist weitaus anonymer als auf dem Land, wo dich ausnahmslos jeder kennt.
Den Fall fand ich sehr interessant, hier mitzur├Ątseln hat richtig viel Spa├č gemacht, trotz oder weil es so wenig Hinweise gab. Auch privat l├Ąuft es sehr turbulent zu, immerhin will jeder, dass Franz endlich mal in den Hafen der Ehe einschippert und dann ist da auch noch ein hochnasiger Konkurrent aufgetaucht ... ja, hier kommt sehr viel auf den Franz zu und irgendwie hat man Mitleid. Aber dann sieht man wieder, wie er sich auff├╝hrt und dann hat man doch kein Mitleid mehr.


Leseprobe:
"Wie, M├╝nchen?", frag ich jetzt erst mal.
"Ja, M├╝nchen halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der B├╝rgermeister, ohne sich umzudrehen. Er steht am Rathausfenster und schaut in unseren wunderbaren Hof hinaus.
"Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbef├Ârderung" zum Beispiel. Und das Wort "Versetzung" verstehe ich auch nicht. Am wenigsten versteh ich das Wort "M├╝nchen", B├╝rgermeister. Warum soll ich weg von Niederkaltenkirchen? Die haben doch bestimmt genug Beamte dort in M├╝nchen, die auf die M├╝nchener aufpassen k├Ânnen, oder?"
"Herrschaft, Eberhofer! Die Anordnung kommt von ganz oben, kapiert?" Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann haben die doch seinerzeit den Posten hier bei uns im Rathaus eigentlich nur f├╝r Sie erfunden, Mensch. Was w├Ąre denn sonst aus Ihnen geworden - nach Ihren delikaten Verfehlungen damals, Eberhofer. H├Ą? Aber jetzt stehen die Dinge ja anders. Komplett anders, w├╝rd ich mal sagen. Sie haben ja direkt eine Karriere gemacht, eine ganz erstklassige, h├Ąh├Ą. Und drum haben die im Pr├Ąsidium gemeint, dass man einen so derma├čen engagierten Polizeibeamten der quasi jedes Jahr einen verzwickten Mordfall aufkl├Ąrt, dass man den doch nicht so einfach in der Provinz versauern lassen kann, oder?



Fazit:
Auch dieser Band hier hat mir sehr gefallen, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, wie weit sein Dorf von M├╝nchen entfernt ist, wenn er st├Ąndig am Hin- und herpendeln ist. Zwar teilt er sich mit dem Rudi eine Wohnung (in M├╝nchen kann man sich auch echt keine alleine leisten), allerdings geraten die beiden immer wieder aneinander und Franz vermisst auch seine Heimat zu sehr. Dennoch kann er sich ermittlungstechnisch gut in M├╝nchen einfinden und findet auch wieder mehr Unterst├╝tzung, wie in seiner neuen Kollegin. Allerdings sind auch hier die anderen Kollegen nicht sehr flei├čig bzw. nicht sehr dahinter, den aktuellen Fall zu l├Âsen. Ich kenne mich im Polizeialltag ehrlich gesagt gar nicht aus, aber dass er st├Ąndig bequeme Kollegen hat, die lieber mal einer Sache zu wenig nachgehen, kam mir beim Lesen dieses Bandes doch etwas seltsam vor. Gefallen hat es mir trotzdem, daher gebe ich dem Band auch 4 Rubine.






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Quelle:
Selbst geschossen

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