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Swinub - Pokemon

Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension #62] Der Thron der sieben K├Ânigreiche



Name: Der Thron der sieben K├Ânigreiche (Das Lied von Eis und Feuer Band 03)
Autor: George R.R. Martin
Genre: Fantasy, Hetero, Drama
Preis: € 15,00 [D] | € 15,50 [A]
Seiten: 574 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-442-26822-1
Verlag: Verlagsgruppe Random House GmbH




 Klappentext:
Zehn Jahre dauerte der Sommer in Westeros, und genauso lange w├Ąhrte die Zeit des Friedens in den Sieben K├Ânigreichen. Doch nun h├Ąlt der grimmige Winter Einzug, un in seinem Gefolge brechen schlimme Zeiten an. Robert Barantheon, der K├Ânig auf dem Eisenthron, und Lord Eddard Stark, der Lord von Winterfell, sind tot. Sie wurden Opfer eine Intrige, deren Ausma├č noch gar nicht abzusch├Ątzen ist.

F├╝r Eddards Sohn Robb bedeutet dies, dass er im Alter von gerade mal f├╝nfzehn Jahren die Herrschaft ├╝ber Winterfell - und damit ├╝ber den ganzen Norden von Westeros - antreten muss. Und noch w├Ąhrend er um die Anerkennung und den Respekt seiner Untertanen ringt, bricht im Reich ein B├╝rgerkrieg aus.

Joffrey, der grausame Sohn von K├Ânigin Cersei, hat den Thron bestiegen, auf dem vor ihm Robert Baratheon gesessen hatte. Doch auch Stannis und Renly Baratheon, seine Br├╝der, machen ihre Anspr├╝che geltend - und nicht nur sie. ├ťberall in den Sieben K├Ânigreichen werden Pl├Ąne geschmiedet, denn die Anw├Ąrter auf den Eisenthron sind zahlreich - und keiner von ihnen schreckt vor Krieg und Aufruhr zur├╝ck, um seine Pl├Ąne in die Tat umzusetzen.

Robb Stark hat keine andere Wahl, als sich in dem Konflikt zun├Ąchst auf Joffreys Seite zu schlagen, denn der junge K├Ânig h├Ąlt seine Schwestern als Geiseln. Und w├Ąhrend die m├Ąchtigen H├Ąuser um die Macht in dem zerrissenen Land streiten und ein verh├Ąngnisvolles Omen am Himmel erscheint, w├Ąchst hoch im Norden, jenseits der Mauer, eine noch viel gr├Â├čere Gefahr heran ...

Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
Am Anfang des Buches taucht ein Komet auf, der immer mal wieder in dem Buch erw├Ąhnt wird. Allerdings hat jedes Haus und jedes V├Âlkchen so seine eigene Interpretation, was es sein k├Ânnte. Was die Bedeutung hinter dem Komet ist. Er wird als eine Art Gl├╝cksbringer angesehen; als das lange erw├Ąhnte Zeichen; als Motivator - aber auch als Schrecken; als ein schlechtes Omen oder Ungl├╝cksbringer. Auch hat der Komet in den verschiedenen Interpretationen verschiedene Namen, was ich ziemlich interessant finde. Das zeigt recht gut, wie unterschiedlich die Leute denken und wie sie eine Sache betrachten. Dem einen oder anderen mag es bestimmt nerven, dass der Komet immer wieder erw├Ąhnt wird, aber das finde ich gut. So wird gezeigt, dass die Leute aller unterschiedlicher Ansichten sind und dass eine Einigung sehr schwer werden kann. Man kann diese Meinungsverschiedenheiten damit recht gut erkennen.

Zur├╝ck zur Story: Der Kampf um den Thron nimmt immer mehr Gestalt an. Geiseln werden genommen, D├Ârfer verbrannt und Burgen eingenommen. Hier und da kommt es zu B├╝ndnissen, zu Vertr├Ągen aber auch zu Verrat. So gibt es hier in diesem Band viel mehr Blickwinkel, noch mehr als im zweiten Band oder noch weitaus mehr als bei dem ersten. Man erf├Ąhrt auch viel mehr ├╝ber Stannis und Renly; wie auch ihre Absichten und Gedanken. Doch auch Daenerys ist nicht unt├Ątig, wie die M├Ąnner, die an der Mauer wachen. Viele einzelne Handlungsstr├Ąnge, die allerdings mehr oder weniger zusammenh├Ąngen, werden hier eineinander gereiht und erz├Ąhlt. Es ist, als k├Ânnte man die verschiedenen Seiten eines 32-Seitigen W├╝rfels betrachten, die sich nicht ├Ąhneln.

Die Story fand ich ziemlich interessant und ich frage wie, wie das Ganze weitergehen wird. Ob Robb mit seinen Forderungen durchkommt oder ob am Ende Cersei die Gewinnerin ist. Was genau die anderen Armeen planen und auch, wie Daenerys nun nach Westeros kommen wird. Ich find auch die Sache zwischen ihr und Ser Jorah Mormont, wobei ich mir hier noch keine entg├╝ltige feste Meinung gebildet habe.

Das Gebiet und die Geschehnisse hinter der Mauer finde ich unheimlich. Unheimlich, aber auch interessant. Auf der einen Seite w├╝rde mich schon interessieren, was es mit den lebenden Toten auf sich hat, wer er erschafft und warum. Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich wissen m├Âchte. Es k├Ânnte ja auch sein, dass die T├Âten unabsichtlich entstehen, dass es in dieser Gegend irgendeine b├Âsartige Magie gibt und diese dann Besitz von den Leichen ergreift. Was ich mir nicht vorstellen kann. Allerdings gab es ja die Maegi ... hm, m├Âglich w├Ąre es zumindest ein wenig.

An sich hatte ich wieder sehr viel Spa├č beim Lesen. Pers├Ânlich h├Ątte ich nur gerne etwas mehr Screentime f├╝r Jon und Daenerys und daf├╝r weniger Screentime f├╝r Stannis und Renly gew├╝nscht, da ich diese jetzt nicht so interessant finde^^°

Leseprobe:
Der Kometenschweif zog sich, einer blutroten Wunde gleich, durch den purpur- und rosafarbenen Morgenhimmel ├╝ber den zerkl├╝fteten Felsen von Drachenstein.
Der Maester stand auf dem windgepeitschten Balkon vor seinem Zimmer. Hierher kehrten die Raben nach ihren langen Fl├╝gen zur├╝ck. Die d├Ąmonischen Steinfiguren, die sich rechts und links von ihm drei Meter in die H├Âhe erhoben, ein Zerberus und ein gefl├╝gelter Drache, zwei der tausend Figuren auf den Mauern der betagten Festung, waren mit dem Kot der V├Âgel gesprenkelt. Bei seiner Ankunft in Drachenstein hatten ihm die grotesken Steine ein unbehagliches Gef├╝hl bereitet, doch ├╝ber die Jahre hatte er sich an sie gew├Âhnt. Mittlerweile betrachtete er sie als alte Freunde. Von Vorahnungen erf├╝llt beobachteten die drei gemeinsam den Himmel.
An Omen glaubte der Maester nicht. Dennoch hatte Cressen in seinem langen Leben noch keinen Kometen gesehen, der nur halb so hell oder in der Farbe geleuchtet h├Ątte, dieser entsetzlichen Farbe des Blutes, der Flamme und des Sonnenunterganges. Er fragte sich, ob seine granitenen Gef├Ąhrten je einen derartigen Anblick zu Gesicht bekommen hatten. Schlie├člich harrten sie schon seit Ewigkeiten hier aus und w├╝rden noch da sein, wenn er selbst l├Ąngst von dieser Welt Abschied genommen hatte. Wenn ihre Zungen sprechen k├Ânnten ...
Was f├╝r eine Torheit. Er lehnte sich an die Zinner, das Meer toste unter ihm, der schwarze Stein f├╝hlte sich rau an. Sprechende Figuren und Prophezeihungen am Himmel. Ich bin ein alter Mann, und doch wieder t├Âricht wie ein Kind. Verlie├č ihn seine hart erarbeitete Weisheit zusammen mit Gesundheit und K├Ârperkraft? Er war ein Maester, der seine Ausbildung in der gro├čen Citadel in Altsass genossen hatte und durch Gel├╝bte an diese gebunden war. Was war blo├č aus ihm geworden, wenn er dem Aberglauben anhing wie ein unwissender Feldarbeiter?
Und doch ... und doch ... der Komet erstrahlte jetzt sogar bei Tage, w├Ąhrend grauer Dampf aus den hei├čen Schloten des Drachenbergs hinter dem Berg aufstieg, und gestern Morgen hatte ein wei├čer Rabe Nachrichten aus der Citadel gebracht, Neuigkeiten, die er lange erwartet und dennoch bef├╝rchtet hatte, die Botschaft vom Ende des Sommer. Allesamt Omen. Zu viele, um sich dar├╝ber hinwegzusetzen. Was hat das alles zu bedeuten?, h├Ątte er am liebsten in den Morgen hinausgeschrien.

Fazit:
Der Band hier hat mir richtig gut gefallen und wie auch schon der zweite Band hat mir der hier wieder viel Spa├č gemacht. Das Auftreten der einzelnen Charaktere war fast ausgeglichen, nur h├Ątte ich gerne wie gesagt mehr von Jon und Daenerys gelesen. Beim Rest h├Ąlt sich die Waage und so werden die vielen kleinen Storys recht gut weitererz├Ąhlt. Nirgendwo gibt es Stillstand, alles geht weiter, selbst wenn man als Leser gerade nicht mit dabei ist. Auch ist es spannend, bzw ich finde es spannend und frage mich, wie diese ganzen Konflikte weitergehen werden. Ob es Arya zur├╝ck nach Winterfell schaffen wird oder nicht. Wer Erfolg haben wird und wer nicht. Jetzt muss ich nur noch gucken, wann ich den n├Ąchsten Band lesen kann, er ist bis Ende des Monats noch verliehen. Vielleicht klappt es im Januar, vielleicht aber auch sp├Ąter. Noch immer kann ich mich dazu ├╝berreden, mir die B├╝cher einfach zu kaufen^^°
Wie auch immer, der Band hier bekommt von mir 4 Rubine.










Quelle:
Selbst geschossen

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