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Swinub - Pokemon

Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension #63] Beautiful Liars - Verbotene GefĂŒhle



Name: Beautiful Liars - Verbotene GefĂŒhle Autor: Katharine McGee 
Genre: Hetero, Girls Love, Drama, Utopie 
Preis: € 17,00 
Seiten: 511 Seiten 
Sprache: Deutsch 
Erscheinungsjahr: 2017 
ISBN: 978-3-473-40153-6 
Verlag: Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH




 Klappentext:
Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Wolkenkratzers der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. FĂŒr fĂŒnf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verfĂŒhrerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht ĂŒberleben.

Der sĂŒchtig machende Trilogie-Auftakt zu Katharine McGees "Beautiful Liars" entfĂŒhrt in ein gefĂ€hrliches Netz aus Liebe und LĂŒgen. Glamouröser als "Gossip Girl", herzzerreißender als "Pretty Little Liars"! Tauche ein in die luxuriöse Welt der New Yorker Elite der Zukunft! - Amazon

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Von dem Buch hatte ich zufĂ€llig ĂŒber eine Aktion auf Lovelybooks erfahren, da das Buch recht interessant aussah, habe ich mein GlĂŒck versucht. Leider hatte ich dieses GlĂŒck nicht, aber das war nicht so schlimm. Schließlich habe ich es dann ein paar wenige Wochen spĂ€ter im Laden entdeckt und es mir dann einfach selbst gekauft^^
Danach lag es fĂŒr ein paar Monate auf einem meiner BĂŒcherstapel herum, da ich oft genug BĂŒchern aus der BĂŒcherei Vorrang gegeben habe. Klar, die musste ich ja auch wieder zurĂŒckbringen. Ebenso hatte ich es auf der einen oder anderen Liste von BĂŒchern, die ich demnĂ€chst lesen möchte. Nun habe ich es endlich umgesetzt - und ich bereue es nicht. Außer, dass ich nun bis Juli 2018 warten muss. Aber hey, ich bin ein Fan von Steven Universe und Sherlock, ich kenne mich mit dem Monster namens "Long hiatus" aus.

Aber was genau gefĂ€llt mir nun daran? Nun, es ist, grob gesagt, ein typisches Teenie-Drama-Romantik-Buch, in die Richtung gibt es sich nicht viel. WĂ€re es eine Serie, wĂ€re es im deutschen Fernsehen eine Soap. Und bei den Amis eine Mischung aus Scrubs und diversen Teenie-Filmen. Grob gesagt. Aber dennoch fand ich die Probleme bis zu gewissen Teilen nachvollziehbar, wenn auch nicht bei jedem. Man liest die Geschichte aus der Perspektive von fĂŒnf verschiedenen jungen Menschen, die alle mit eigenen Problemen zu kĂ€mpfen haben. Sie alle leben in einem extrem großen und hohen Turm. Je höher man lebt, desto besser ist man vom sozialen Rang her (und desto dicker ist die Geldbörse) und desto besser sind die Lebensbedinungen. Wir bekommen aus so gut wie der Schicht einen guten Einblick, da die Charaktere aus unterschiedlichen Schichten stammen. So haben sie auch unterschiedliche Hindernisse, denen sie sich stellen mĂŒssen. Nach und nach verzweigen sich die ganzen einzelnen Handlungen zu einem dicken Strang.

Die Charaktere an sich sind auch interessant und die meisten haben Eigenschaften oder Probleme, die ich ehrlich gesagt auch noch nie oder ganz selten irgendwo gelesen habe. Was vermutlich auch an der Welt liegt, in der sie nun leben. Die Geschichte spielt in der Zukunft, in einer Welt in 101 Jahren. Seitdem hat sich eine Menge verĂ€ndert, und auch wenn es noch gewisse Vorurteile gibt, wie das Leben von armen Menschen, scheint es andere nicht mehr zu geben. So kommt es zu einem weiblichen Pairing, allerdings gibt es kein ewiges Herumgetue, wie es ja oft der Fall ist bei Werken mit homosexuellen Charakteren, nein, das kommt hier nicht vor. Die betreffenden Charaktere machen deswegen kein Fass auf, dass sie zwei weibliche Wesen sind, sondern wegen anderen, nachvollziehbareren GrĂŒnden. Überhaupt finde ich es toll, wie normal das Pairing und ihre Liebe zueinander sind. Oft genug habe ich das GefĂŒhl, dass homosexuelle PĂ€rchen mit Neonpfeilen, oder mit dem roten Kreis inkl. rotem Pfeil ala Youtube-Thumbnails prĂ€sentiert werden. So nach dem Motto: Seht mal, die beiden sind Homos und sie lieben sich! Sind sie nicht was besonderes? Bin ich nicht besonders tolerant? Achja sie lieben sich und sie sind schwul! Das muss jetzt jeder andere Charakter bemerken, mit Lob ĂŒberschĂŒtten und am liebsten hĂ€tte ich meinen Arsch in Platingold.
... nein, das passiert hier nicht. Stattdessen passiert das, was in vielen HeterobĂŒchern der Fall ist: Es passiert einfach. Sie sind zack; zusammen und no one bats an eye. Wie Joker sagen wĂŒrde. Ich bin jetzt kein SJW und suche nicht solche Dinge extra raus. Gut, im Moment schon, allerdings aus dem Grund, dass ich das Genre Girls Love mag. Allerdings hebe ich weder das Buch, noch das PĂ€rchen noch die Autorin in den Himmel deswegen oder vergolde ihren Arsch.
Es ist einfach nur ein schönes Beispiel, dass es auch ohne Klischees geht. Erinnert mich direkt an Yuri on Ice.

Es gibt noch zwei Dinge, die mir an dem Buch gut gefallen haben. Der erste Punkt ist der Anfang und die Raterei, die sich durch das ganze Buch ĂŒber durch zieht. Im Prolog fĂ€llt jemand vom Dach dieses gigantischen Turms. Allerdings gibt es weder einen Namen, noch einen besonders hilfreichen Hinweis, um wen es sich handeln könnte. Oder, weshalb diese Person ĂŒberhaupt vom Dach runterfĂ€llt. Man erfĂ€hrt nur, dass sie weiblich ist. Allerdings gibt es im Laufe des Buches mehrere weibliche Charaktere, denen man den Unfall im Prolog zuschreiben könnte. Das Buch wandert nach dem Prolog zwei Monate zurĂŒck und ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Wer fĂ€llt? Und warum? Bis zum Schluss habe ich es nicht herausbekommen und war auf so vielen Holzwegen ... hĂ€tte ich einen offenen Kamin, mĂŒsste ich fĂŒr den Rest des Winters keine Sorgen mehr machen.

Der andere Punkt ist die Zukunft, in welcher sie leben und was sie alles an Technologie haben. Kontaktlinsen, mit denen sie alles mögliche machen, wie etwas ĂŒber andere Personen herausfinden, telefonieren oder auch Nachrichten verschicken. Oder man guckt sich einfach einen Film an. Ebenfalls gibt es sehr viele andere Dinge, wie kĂŒnstliches Wetter oder neue Nahrungsmittel. Das macht ziemlich neugierig und ich finde Kontaktlinsen normal ziemlich gruselig. WĂŒrde es das als Brille geben, wĂŒrde ich aber auch nicht nein sagen.

Der Einband selbst ist sehr hĂŒbsch und nicht trostlos. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich den Schutzumschlag fĂŒrs Regal wieder dranmache oder einfach weglasse. Man kann in der unteren HĂ€lfte ein seltsames GebĂ€ude erkennen, ich denke mal, das soll den Turm darstellen.

Leseprobe:
November 2018

Das GelĂ€chter und die Musik in der eintausendsten Etage dröhnten. Die Party neigte sich kaum merklich ihrem Ende zu, die ersten GĂ€ste stolperten in die FahrstĂŒhle und fuhren nach unten in ihre Wohnungen. Die raumhohen Fenster wirkten wie Vierecke aus samtener Dunkelheit, obwohl in der Ferne bereits langsam die Sonne aufging und die Skyline in ein ockerfarbenes, blassrosa leuchtendes und sanft schimmerndes Gold tauchte.
Und dann erklang plötzlich ein Schrei. Ein MĂ€dchen stĂŒrzte vom Dach, ihr Körper fiel immer schneller durch die kĂŒhle, dĂ€mmrige Morgenluft.
In nur drei Minuten wĂŒrde das MĂ€dchen auf dem gnadenlosen Beton der East Avenue aufschlagen. Doch jetzt - mit ihrem Haar, das wie eine Fahne um sie peitschte, dem Seidenkleid, das um ihre Kurven flatterte, ihren leuchtend roten Lippen, die vor Schreck zu einem vollkommenen O geformt waren - jetzt, in diesem Augenblick, war sie schöner als jemals zuvor.
Es heißt, dass unmittelbar vor dem Tod noch einmal das ganze Leben eines Menschen vor seinem inneren Auge ablĂ€uft. Doch wĂ€hrend der Boden immer schneller auf sie zukam, konnte sie nur an die letzten Stunden denken, an den Weg, den sie eingeschlagen hatte und der hier endete. HĂ€tte sie doch nur nicht mit ihm geredet. WĂ€re sie doch nur nicht so dumm gewesen. WĂ€re sie doch nur allem nicht dort hinaufgegangen.
Als der Wachmann auf der Straße fand, was von ihrem Körper ĂŒbrig geblieben war, und zitternd eine Meldung des Unfalls durchgab, wusste er nur, dass dieses MĂ€dchen die erste Person war, die in der zwanzigjĂ€hrigen Geschichte des Towers von dem GebĂ€ude gestĂŒrzt war. Er wusste nicht, wer sie war oder wie sie es nach draußen geschafft hatte.
Er wusste nicht, ob sie gefallen oder gestoßen worden war oder ob sie - erdrĂŒckt von der Last unaussprechlicher Geheimnisse - beschlossen hatte zu springen.

Fazit:
Auch das Buch hier ist kein Meisterwerk, dennoch gefĂ€llt es mir sehr gut und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Nicht auf heißen Kohlen, nein, das wĂ€re ĂŒbertrieben. Dennoch ist es eine lange Zeit, die ich nun warten muss, aber diese Zeit werde ich einfach mit anderen BĂŒchern und vielen, vielen Mangas fĂŒllen :-)
Es ist einfach interessant, wenn man Geschichten aus mehreren Perspektiven lesen kann, so erfĂ€hrt man Dinge, die man aus eine einzigen Sicht aus nie sehen oder erkennen wĂŒrde. Denn Menschen irren sich und so erliegt man auch in dem Buch dem einen oder anderen Irrtum. Jedes Kapitel ist nach dem Charakter bekannt, der/die gerade "erzĂ€hlt" bzw aus dessen/deren Sicht gerade das Kapitel erzĂ€hlt wird. Ebenso gefĂ€llt mir die Zukunft, sie wirkt befremdlich, aber auch interessant. Und sie ist mal nicht stark bedrohlich oder dĂŒster, was auch eine nette Abwechlsung ist. Ich gebe dem Buch ingesamt 4 Rubine.
Btw, ich bin da jetzt vollkommen uninformiert, aber sollte mal irgendwer an eine Verfilmung denken: Bitte keine Filme. Da wĂŒrde eine Serie viel besser passen, ohne, dass man sonst zu viel weglassen mĂŒsste und damit wĂ€re der Film viel zu langweilig.







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Quelle:
Selbst geschossen

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