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Swinub - Pokemon

Freitag, 1. M├Ąrz 2019

[Rezension #90] Der Schleier der Welt



Name: Der Schleier der Welt (Teil 1)
Autor: S.C. Kreuer und R.A. Prum
Genre: Krimi, Fantasy, Mystery
Preis: € 21,90 (Print), € 17,99 (eBook)
Seiten: 419
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-96350-011-4
Verlag: Bundeslurch Verlag




R├╝ckentext:
Kyra Hare, Privatdetektivin. So steht es am Klingelschild eines ansonsten sehr normal aussehenden Wohnhauses in Edinburgh. Frustriert von ihrem langweiligen Arbeitsalltag, in dem sie sich mehr wie eine unterbezahlte Kanzlei-Aushilfe vorkommt als wie ihr gro├čes Vorbild Sherlock Holmes, ist Kyra geradezu begeistert f├╝r einen "richtigen" Fall engagiert zu werden.
Die Jugendfreundin ihres Klienten ist vor drei Jahren pl├Âtzlich umgezogen und hat jedweden Kontakt mit der Au├čenwelt abgebrochen. Ihr Job ist es, sie wieder zu finden. Doch schon kurz nach Beginn der Ermittlungen wird klar, dass dieser Fall alles andere als normal ist.
Schnell zeigt sich, dass einige Personen ganz und gar nicht von der Richtung ihrer Ermittlung begeistert sind, und dass Kyra vielleicht einem viel gr├Â├čerem Mysterium auf der Spur ist, als sie es sich ├╝berhaupt vorstellen k├Ânnte.

Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):
Das Buch hatte es ehrlich gesagt nicht so einfach bei mir, was jetzt aber nicht am Buch lag, sondern an mir. Klingt wie eine Ausrede, dieser ausgelutschte Spruch, ist es aber nicht. Zumindest nicht in dem Fall. Als das Buch bei mir eintraf, hatte ich mich sehr dar├╝ber gefreut. Allerdings war ich noch in einer Art Zwickm├╝hle: Zu der Zeit hatte ich noch ein paar B├╝cher aus der Bibliothek bei mir herumliegen, die ich noch lesen und wieder zur├╝ckgeben musste. Au├čerdem ist das Buch eins von der schweren Sorte und meine Schulter begann zu schmerzen. Beziehungsweise durch das t├Ągliche Tragen eines zu schweren Ruckssacks hatte ich meine Schulter verspannt, was zu unsch├Ânen Kopfschmerzen gef├╝hrt hatte. Nun nehme ich nur noch d├╝nne und leichte B├╝cher mit in die Schule, um sie dort in Freistunden etc zu lesen, w├Ąhrend ich dicke und schwere B├╝cher zuhause lese. Nun ja, ich bin immer noch kein aktiver Zuhause-Leser, es ist allerdings schon auf dem Weg der Besserung. Daher musste ich erstmal die Bib-B├╝cher lesen und hab mich dann dazu entschlossen, endlich dieses Buch hier zu lesen, auch, weil mich meine Neugier gequ├Ąlt hat. Nun, das "Warten" hat sich gelohnt :D

Bevor ich allerdings etwas zum Inhalt sage, m├Âchte ich etwas zu dem Buch selbst, also dem Gegenstand sagen. Dadurch, dass es vom Bundesamt f├╝r magische Wesen kommt, hat das Buch einen leicht seri├Âsen Touch bekommen, es ist ein wenig h├Ąrter und f├╝hlt sich auch generell etwas anders als andere Hardcover-B├╝cher, ├╝berhaupt liegt es gut in meiner Hand. Mir f├Ąllt auch gerade auf, dass meine Hand nicht einmal gekrampft hat, als ich das Buch hielt, was ich als ein gutes Zeichen werte. Ingesamt f├╝hlt sich das Buch ziemlich hochwertig an, auch von den Papierseiten her. Oder auch so kleine Dinge wie der Hinweis "Seite unbedruckt", den ich ironischerweise auch bei einer bedruckten Seite gefunden habe oder der Freigabevermerk am Anfang des Buches machen es zu etwas besonderem. Gut, ich muss zugeben, das ist mein erstes BfmW-Buch, ich hab zwar deren Stand schon ein oder zwei Mal auf der LBM gesehen, aber noch nie ein Buch von ihnen gelesen. Daher kann ich nicht sagen, ob das nun normal ist oder nur f├╝r dieses Buch speziell. Das Cover ist auf jeden Fall ziemlich sch├Ân, ich mag das Bild.

Aber gut, dann gehe ich jetzt mal zum Inhalt. Die Geschichte la├č sich sehr gut, sehr angenehm und war auch so gut wie immer leicht verst├Ąndlich. Die Hauptcharakterin Kyra, wie auch ihr Hund Watson, ihr Mitbewohner Jason oder ihre Ex Molly sind gut und nachvollziehbar beschrieben. Hin und wieder kam mir Kyra etwas zu stur vor, andererseits habe ich das Gef├╝hl, dass sie einfach so ist und wie ich in ihrer Situation gehandelt h├Ątte, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. Und ja, richtig, ihre Ex. Kyra und Molly hatten vor dem Beginn des Buches eine Beziehung, die allerdings auch in der Zeit zerbrochen ist und die Beiden haben sich getrennt. Es ist m├Âglich, dass die beiden noch Gef├╝hle f├╝reinander haben, aber zu 100% wurde jetzt nicht darauf eingegangen, es k├Ânnte aber auch einfach an mir liegen und ich habe es schlicht ├╝bersehen. Auf jeden Fall ist die eine noch wichtig f├╝r die andere und umgekehrt. Dass es ein lesbisches Ex-P├Ąrchen gibt, dass wie alle anderen Paare mit den ├╝blichen Problemen zu k├Ąmpfen hatte, dass es in einer homosexuellen Beziehung nicht nur Friede-Freude-Regenbogen gibt, aber auch, dass man hinterher immer noch irgendwie guten Kontakt zueinander haben kann, finde ich ziemlich gut. Es wurde nicht glorifiziert, noch gefeiert oder irgendwie dem Leser unter die Nase gerieben, dass es hier ein lesbisches P├Ąrchen gab. Man kann es nicht missverstehen, aber es wird wie jede Heterobeziehung behandelt, die nicht zu stark in den Fokus geschoben wurde. Das finde ich super. So sollte das sein, egal, ob MxF, MxM oder FxF.

Der Fall an sich ist sehr interessant, wie auch die fantastischen und mythischen Elemente, die hier und da eingebunden wurden. Es wirkt nicht ├╝bertrieben, aber auch nicht zu untergeordnet und ich sa├č da und ├╝berlegte mir, was k├Ânnte da jetzt genau passiert sein? Besonders die Magie auf dem Friedhof fand ich ziemlich interessant und faszinierend, warum und wie sie funktioniert und warum bei ihr jede Kamera herumspinnt. Manche Dinge in dem Fall schienen recht einfach und vorherbar zu sein, doch nicht immer lag ich richtig mit meiner Vermutung. Nichtsdesto trotz gab es auch genug Dinge, die ich so nicht vorhersehen h├Ątte k├Ânnen, aber das ist auch vollkommen in Ordnung. W├Ąre ja langweilig, wenn ich mir das alles schon vorher zusammenreimen k├Ânnte. Man bekommt die Geschichte insgesamt aus zwei Sichten erz├Ąhlt, was ich auch sehr interessant fand. Erinnerte mich an ein Videospiel, wo man das Spiel erst aus der Sicht von Figur 1, dann von Figur 2 und dann wieder von Figur 1 sehen kann. lustig fand ich es auch, als ich herausfand, zu welcher Hunderasse Watson ├╝berhaupt geh├Ârt. M├Âglicherweise ist es mir bei der ersten Erw├Ąhnung untergegangen, aber ich dachte lange Zeit, er w├Ąre ein Mops oder anderer Hund in der Gr├Â├čenordnung. Aber nein, er ist ein Berner Sennenhund, was ich ziemlich cool finde. Berner Sennenhund Welpen sehen sowas von s├╝├č aus :3
Was ich ebenfalls positiv aufgenommen habe, war die Tatsache, dass die Geschichte in Schottland spielt, auch wenn ich keine Ahnung von Schottland selbst habe.

Was mir hier und da noch ein wenig gefehlt hat, war die Spannung. Trotz der Gefahren, trotz der betreffenden Themen hatte ich bis auf eine Ausnahme das Gef├╝hl, dass sie eigentlich relativ in Sicherheit ist. Dass das alles in der Schwierigkeitsstufe leicht ist, um mal bei dem Videospielen als Beispiel zu bleiben. Ich hatte manchmal nicht wirklich das Gef├╝hlt, dass sie jetzt stark in Gefahr ist, da sie ja doch immer wieder recht gut davon kam und dass ihr die meisten auch (gef├╝hlt) nichts tun wollten, hatte zu dem Eindruck beigetragen. Gut, was spannende Szenen angeht, haben es B├╝cher bei mir grunds├Ątzlich schwer, da bei mir die meisten Emotionen nur sehr selten angesprochen werden. So ist es wohl auch mit der Furcht. W├Ąhrend ich bei so mancher spannender Szene einen ganzen Eimer voller H├Ąnde auffressen k├Ânnte, so wie Spongebob, l├Ąsst es mich bei B├╝chern leider meistens kalt. Daher bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es nun am Buch liegt oder vielmehr an mir. Es k├Ânnte auch eine Mischung sein ... nun, ganz sicher kann ich es nicht sagen. Ziemlich genial finde ich die eine oder andere Referenz zu anderen bekannten Werken, sowas finde ich immer wieder erfrischend.

Leseprobe:
Kyra schenkte der K├╝chenuhr einen b├Âsen Blick, als h├Ątte diese ihr Dilemma verursacht. Noch zwanzig Minuten und ein weiterer Vormittag w├Ąre verstrichen. Ein weiterer erfolgloser Vormittag in einer langen Liste solcher Vormittage. Doch wie sollte sie Erfolg haben, wenn keine Klienten kamen?
Zumindest hatte sie Tee, Watson und ihr Handy, das ihr half, die Zeit mit nutzlosen Spielen totzuschlagen.
Es war Ende September. Die Mietzahlung stand an, doch hatte sie es auch diesen Monat geschafft, irgendwie genug Geld zusammenzukratzen, so dass sie die Miete irgendwie stemmen konnte. Etwas Geld auf der hohen Kante w├Ąre sch├Ân, aber was sollte sie tun? Es gab in Edinburgh entweder zu wenig F├Ąlle oder zu viele Detektive. Vielleicht beides.
Egal. Es lohnt sich nicht, dar├╝ber nachzugr├╝beln - ├Ąndern konnte sie es eh nicht. Also verdr├Ąngte sie den Gedanken und wandte sich wieder den erheiternden Dingen zu: Dem Tee und dem Handy.
Sie sa├č seit elf in der K├╝che. In Ihrem B├╝ro, das ein Zimmer weiter lag, wurde sie nur depressiv.
Watson, ihr sechsj├Ąhriger Berner Sennenhund, d├Âste zu ihren F├╝├čen, hob allerdings den Kopf, als Ger├Ąusche vom Flur her erklangen. Er brummte, legte den Kopf wieder hin.
Die K├╝chent├╝r ├Âffnete silch und Jason, Kyras Mitbewohner, schlurfte ins Zimmer. Er murrte ein verschlafenes >>Morgen<< und schleppte sich zur Kaffeemaschine.
Kyra konnte sich ein m├╝des Grinsen nicht verkneifen. >>Du solltest mehr feiern.<<
Jason schenkte ihr einen finsteren Blick, antwortete jedoch nicht. Vor seinem ersten Kaffee waren zusammenh├Ąngende Gespr├Ąche ohnehin nicht zu erwarten und so legte er stumm ein Pad in die Espressomaschine.


Fazit:
Mir ist gerade beim Abtippen der Leseprobe aufgefallen, dass mir Watsons Hunderasse wirklich entweder nicht ins Auge gesprungen ist oder ich sie danach wieder vergessen hatte, was aber definitiv an mir liegt. Das Buch hat mich sehr unterhalten und ich hatte sehr viel Spa├č beim Lesen. Das hier ist der erste Teil von mehreren, ich wei├č jetzt nicht, wie viele noch kommen werden und wann und wo, aber der hier ist wohl eher dazu gedacht, dass man eine erste Idee von den Charakteren und der Story bekommt. Es k├Ânnte sein, dass der n├Ąchste Band eine Story hat, die f├╝r sich alleine steht, es k├Ânnte aber auch sein, dass der zweite Band komplett auf die Story des jetzigen Bandes aufbaut ... das kann ich nicht sagen. Nun ja, das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen, besonders f├╝r Menschen, die gerne Fantasy-Krimis lesen und wie ich kleine H├Ąnde haben. Ich hatte, trotz dass es ein Hardcover ist, keine Kr├Ąmpfe und das ist wirklich eine Seltenheit. Ich freue mich schon auf den zweiten Band, vergebe aber erstmal insgesamt vier Rubine an diesen hier :-)
Au├čerdem will ich mir eventuell das eine oder andere Buch, die das BfmW so anbietet, wann ich allerdings dazu kommen werde, mir die die B├╝cher zu holen, ist fraglich. So schnell wird es wohl nicht passieren^^°







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Quelle:
Selbst geschossen

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