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Sonntag, 5. Januar 2020

[Rezension #106] Animal Farm



Name: Animal Farm
Autor: George Orwell
Genre: Dystopie, Fabel
Preis: 10,50
Seiten: 88
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1945
ISBN: 978-3-14-041258-2
Verlag: Schöningh im Westermann (2005)




RĂŒckentext:
Der im Jahr 1945 erschienene Roman Animal Farm von George Orwell schildert die Erhebung der Tiere auf einer englischen Farm gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers, der sie vernachlĂ€ssigt und ausbeutet. Nach anfĂ€nglichen Erfolgen und beginnendem Wohlstand ĂŒbernehmen die Schweine immer mehr die FĂŒhrung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft.

George Orwells leicht zugÀnglicher Klassiker spricht auch heute noch seine unkonventionelle Aufbereitung geschichterlicher Fakten an. Als MÀrchen getarnt, ist der Roman eigentlich eine Parabel auf die Geschichte der ehemaligen Sowjetunion.


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Falls sich jemand ĂŒber die seltsame Version wundern sollte, die ich oben als Bild genommen habe, nun, dafĂŒr gibt es einen Grund. Und zwar haben wir in den letzten ein bis zwei Monaten in Englisch ein Buch lesen wollen, unsere Lehrerin hat uns vier oder fĂŒnf BĂŒcher vorgestellt, eins davon war "Animal Farm". Wir sollten uns dann fĂŒr ein Buch entscheiden, welches wir im Englischunterricht sowohl lesen, als auch behandeln. Am Ende hat ganz knapp "Animal Farm" gewonnen, auch ich habe dem Buch meine Stimme gegeben, einfach, weil ich schon öfters den Titel gelesen habe und daher auch rein privat neugierig auf das Buch war. Nachdem die letzten BĂŒcher, die wir in Deutsch lesen mussten, fĂŒr mich persönlich eher total uninteressant waren (Der Sandmann, Woyzeck, Faust I), hatte ich große Hoffnungen auf das Buch; und wurde dabei nicht enttĂ€uscht. Es ist sehr lange her, dass ich beim Lesen einer SchullektĂŒre beim Lesen so viel Spaß habe, dass ich mich nicht durch das Buch quĂ€len musste, sondern es gerne gelesen habe. Das letzte Mal war damals irgendwann in der Realschule, als wir "Die Welle" von Morton Rhue.

Nun ja, zurĂŒck zum Buch. Auch wenn die Heftausgabe jetzt nicht so mein Ding ist, wir brauchten es um damit in der Schule arbeiten zu können, außerdem gibt es neben dem Text am Rand hier und da ErklĂ€rungen auf Englisch, wenn es ein seltenes oder eher schweres Wort im Text gab. Außerdem gibt es noch nach der eigentlichen Geschichte eine kleine Biographie ĂŒber den Autoren und ein wenig Hintergrundwissen zu der Entstehungsgeschichte und der Bedeutung hinter "Animal Farm". Achja, das Heft hat zwar einen deutschen RĂŒckentext, die Geschichte selbst ist allerdings auf englisch. Klar, sonst hĂ€tten wir es ja nicht im Englischunterricht gelesen.

Jedenfalls ist die Geschichte deutlich kĂŒrzer, als ich es vermutet hatte. Ich hab das Buch vorher weder gelesen noch in der Hand gehabt, weshalb ich ĂŒberrascht war, dass das Heft so dĂŒnn war und dass es nur zehn Kapitel enthĂ€lt. Dennoch wird recht viel erzĂ€hlt, auch wenn es immer mal wieder ZeitsprĂŒnge gibt. Da das Ganze aber eine Fabel bzw ein MĂ€rchen sein soll, ist das auch in Ordnung so, da passt der ErzĂ€hlstil richtig gut dazu, wie auch die ZeitsprĂŒnge. Überhaupt hatte ich auch beim Lesen das GefĂŒhl, als wĂŒrde ich ein MĂ€rchen lesen, wie die aus meiner Kindheit von den GebrĂŒder Grimm. Es ließ sich so gut wie immer einfach lesen, nur hier und da kannte ich ein paar Wörter nicht, von denen leider nicht alle erklĂ€rt wurden. Aber das kann man ja nachsehen. Auch von der Story her war es ziemlich einfach verstĂ€ndlich, auch, wenn es so verpackt wurde mit Tieren und dem Bauernhof bzw der Farm. Gleichzeitig fand ich es auch unheimlich, wie das Ganze dort in der Geschichte immer mehr und mehr in eine Diktatur gerutscht ist, und ich musste beim Lesen oft an Nordkorea denken, weil es hier und da Parallelen gab. Es war einfach erschreckend, wie sich die Schweine immer mehr und mehr erlaubten und wie ahnungslos die anderen Tiere waren, vor allem, da sie im Gegensatz zu den Schweinen nicht lesen oder schreiben konnten. Auch waren sie nicht so schlau wie diese. Ich dachte mir mehr als einmal beim Lesen "Ach du meine GĂŒte", einfach, weil ich den Verlauf so heftig fand.


Leseprobe:
Mr. Jones, of the Manor Farm, had locked the henhouses for the night, but was too drunk to remember to shut the pop-holes. With the ring of light from his lantern dancing from side to side, he lurched across the yard, kicked off his boots at the back door, drew himself a last glass of beer from the barrel in the scullery, and made his way up to bed, where Mrs. Jones was already snoring.
As soon as the light in the bedroom went out there was s stirring and a fluttering all through the farm buildings. Word had gone round during the day that old Major, the prize Middle White Boar, had had a strange dream on the previous night and wished to communicate it to the other animals. It had been agreed that they should all meet in the big barn as soon as Mr. Jones was safely out of the way. Old Major (so he was always called, though the name under which he had been exhibited was Willingdon Beauty) was so highly regarded on the farm that everyone was quite ready to lose an hour's sleep in order to hear what he had to say.


Fazit:
Zusammengefasst wĂŒrde ich sagen: Ich fand das Buch bzw die Geschichte darin gut, aber auch unheimlich und erschreckend, eben auch weil ich Dinge aus der heutigen Zeit und dem echten Leben wiedererkannt habe. Nun kann ich mittlerweile verstehen, warum das Buch hier und da empfohlen wurde zu lesen. Der "Realfilm" ist auch ganz in Ordnung, aber ich bin mir nicht sicher, ob man ihn wirklich empfehlen kann, da er wie alle Buchverfilmungen vom Buch abweicht und die Tiere sehen dort auch teilweise sehr seltsam aus. Das Buch hat mir auf jeden Fall gefallen und ich bin der Englischlehrerin doch dankbar, dass ich es lesen konnte. Und auch den ganzen Klassenkameraden, die ebenfalls fĂŒr das Buch abgestimmt haben. Allerdings will ich fĂŒr die Zukunft schauen, ob ich nicht doch eine schöne Version vom Buch finde, da ich wie gesagt das Heft selbst jetzt nicht so mag, aber auch verstehen kann, warum die Lehrerin es fĂŒr den Unterricht benutzen wollte. Von mir bekommt das Buch ingesamt 5 Rubine und eine Leseempfehlung.






Quelle:
Osiander

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