Beerle Chibi.png

Swinub - Pokemon

Montag, 7. MĂ€rz 2022

[Rezension #154] Frederick liebt Maria liebt Victor

 

Titel: Frederick liebt Maria liebt Victor

Autor*in: Alex Sanchez

Erschienen in Deutschland: 2006

Originaltitel: So hard to say

Erschienen in (anderes Land): 2004 (USA)

Übersetzer*in: Gudrun Likar

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Hetero, Gay Romance Romane, Slice of Life

Preis: ab € 0,92 [Taschenbuch]

Seiten: 221

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-596-80771-0

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag

 

RĂŒckentext:

"Dann kitzelte mich ihr frisch duftendes Haar am Ohr und ich wusste, dass sie sich zu mir herunterbeugte. Instinktiv hob ich den Kopf. Ihre Haut strich ĂŒber meine Wange. Und dann berĂŒhrten ihre Lippen meine. Wenn Victor mich jetzt sehen könnte, dachte ich. Er wĂŒrde mir stolz auf den RĂŒcken klopfen und seinen Arm um mich legen. Und plötzlich war es nicht mehr Maria, die mich kĂŒsste, sondern Victor.

Neue Stadt, neue Schule. Frederick ist froh, als Maria ihn gleich am ersten Tag anspricht und ihrer Clique vorstellt. Alle glauben, dass sie schon bald das neue Traumpaar sein werden. Auich Maria. Frederick dagegen wird immer klarer, dass Maria fĂŒr ihn nie mehr als seine beste Freundin sein wird...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Man merkt gleich zu Beginn des Buches: Das ist ein typischer Teenagerroman und dementsprechend sind Teenies auch die Hauptzielgruppe - zu denen ich nicht mehr dazugehöre. Dennoch war das Buch angenehm zu lesen. Man liest die Geschichte abwechselnd aus Marias und Fredericks Sicht, und man merkt allen Charakteren, vor allem den beiden, ihr junges Alter von rund 12-14 Jahren sind. Das merkt man besonders an ihren Aussagen und ihrem Verhalten, aber auch an ihrer mangelnden Lebenserfahrung und ihrer Hilflosigkeit.

Hier kommt es auch öfters zu homophoben Szenen, was ich ein wenig schade finde und ich bin mir nicht zu 100% sicher, ob sich das wirklich nur auf das Alter der Charakter geschoben werden kann. Und dass das Buch vermutlich Anfang der 2000er spielt, da war die Welt fĂŒr Nicht-Heteros noch nicht so offen wie sie es heute ist.

Daher wundert es mich auch nicht, dass alle glauben, dass Frederick was von Maria will, nur, weil er nett zu ihr ist, super mit ihr klarkommt und er ihr mal Schokolade geschenkt hat. Dabei hatte er keine Hintergedanken dabei und wollte sich nur dafĂŒr bedanken, dass sie ihm am ersten Tag nen Kuli geborgt hat. So kommt es zu vielen MissverstĂ€ndnissen und vor allem Maria steigert sich da total rein. Als dann auch gesagt wird, er hĂ€tte sie gekĂŒsst (dabei war es umgekehrt) und sie wĂ€ren ein Paar, wollte ich umgehend in die Geschichte einsteigen und die ganzen MissverstĂ€ndnisse klĂ€ren.

Am Ende können sie dann auch geklĂ€rt werden. Zwar nicht rund, aber ĂŒberhaupt ist die ganze Geschichte eckig, aber damit auch schön realistisch. Und es ist fĂŒr Teenager auch nachvollziehbar, vor allem die Unsicherheit der beiden Charaktere. Die von Maria, auch wenn ich es ein wenig blöd finde, dass sie sich auf eine Beziehung versteift, die nicht existiert. Und die von Frederick, der sich immer wieder fragt: Was gefĂ€llt mir? Was will ich? Auf wen stehe ich eigentlich? Wie fĂŒhlt sich Liebe an und fĂŒr wen empfinde ich etwas? Er ist zwar am Ende des Romans noch am Anfang seiner Suche, daher wirkt das Ende ein wenig offen, aber an und fĂŒr sich wirkt es ziemlich stabil. Und ich freue mich, dass er mehr zu sich gefunden hat und auch mehr zu sich stehen kann.

 

Fazit:

Es ist defintiv ein Buch, das ich eher als Teenie hĂ€tte lesen sollen als jetzt, dann hĂ€tte mir das Buch vermutlich noch besser gefallen. Jetzt (und das sage ich echt selten) bin ich zu alt dafĂŒr. Es gab mehrere problematische Ecken, die schon ein wenig wehtaten beim Lesen, aber zum GlĂŒck keine großen Konsequenzen fĂŒr den Hauptcharakter hatten. Zumindest nicht auf Dauer gesehen. An sich ist das Buch in Ordnung, aber man sollte wohl lieber selbst in der PubertĂ€t stecken, damit man das Buch in vollen ZĂŒgen genießen kann.

Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo :-)

Danke, dass du diesen Blogeintrag gelesen hast - ich freue mich schon auf deine Meinung dazu!

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter UmstĂ€nden auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server ĂŒbermittelt.
Mehr Infos dazu findest du in meiner DatenschutzerklÀrung (http://blog.kiranear.moe/p/datenschutzerklarung01.html) und in der DatenschutzerklÀrung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de).

Lg,
Kira