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Montag, 5. Dezember 2022

[Rezension #187] Der Rabbi und der Kommissar - Du sollst nicht morden

 

Titel: Der Rabbi und der Kommissar - Du sollst nicht morden

Autor*in: Michel Bergmann

Erschienen in Deutschland: 2021

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Humor

Preis: € 9,99 [E-Book] | € 11,00 [Taschenbuch]

Seiten: 288 Seiten

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-453-44129-3

Verlag: Heyne

 

Inhalt:

Henry Silberbaum ist kein Rabbi, wie er im Buche steht. Er liebt Kriminalromane, Polohemden, seine Espressomaschine und sein Rennrad. Aber auch seine SchĂŒler und die Bewohner des JĂŒdischen Seniorenstifts in Frankfurt liegen ihm am Herzen. Als eine alte Dame ĂŒberraschend stirbt, ist sich der Rabbi sicher: Das war Mord! Doch keiner glaubt ihm. Kann er den brummigen Kommissar Berking davon ĂŒberzeugen, der ihn kĂŒrzlich verhaftet hat? Henry riskiert seinen Job, um die Wahheit zu finden. Und plötzlich befinden sich der Rabbi und der Kommissar mitten in einem lebensgefĂ€hrlichen Mordkomplott.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Um ehrlich zu sein, ich habe mir das Buch ursprĂŒnglich fĂŒr die ABC-Challenge herausgesucht, leider erst nach dem Kauf festgestellt, dass es kein Einzelband ist, sondern der Auftakt einer Reihe. Und da ich bereits ein Buch mit dem Buchstaben D hatte, konnte ich es nicht mehr fĂŒr die Challenge benutzen. Naja, nicht so schlimm, dachte ich, dann lese ich es halt eben abends, eilt ja dann nicht so.

Aber fĂŒr einen Krimi war es nicht sonderlich spannend oder interessant. Mit dem Charakter, der stĂ€ndig nur als "Der Rabbi" betitelt wird, konnte ich selbst nicht so viel anfangen, man bekommt von ihm kaum was mit und auch viele der anderen Charaktere blieben irgendwie grau. Oft genug wusste ich nicht mehr, wer welche Rolle in dem Roman spielte und musste dann erstmal ĂŒberlegen. Oder abwarten, ob die Rolle wieder zufĂ€llig erwĂ€hnt wird, was zum GlĂŒck oft genug passiert ist.

Irgendwie war der Fall offensichtlich, aber irgendwie fand ich die Art, wie der Rabbi ermittelt hat, nicht sonderlich aufregend. Entweder, man weiß, wer der TĂ€ter ist und sieht die Story auch aus seiner Sicht; oder man tappt die ganze Zeit im Dunkeln. Hier war es irgendwie mittendrin und das hat mich nicht so ĂŒberzeugt. 

Von den Charakteren her fand ich am interessantesten den Anwalt, finde es schade, dass er nicht noch öfter vorkommen ist, seine Art fand ich sehr erfrischend, wie auch sein Akzent beim Sprechen. Also, soweit ich das halt aus seinen Dialogen herauslesen konnte.

Von der Story her, es wurden viele Punkte angeschnitten, die dann recht schnell keine Rolle mehr spielten und ruhig hĂ€tten weglassen können, wie das mit dem Pferderennen am Anfang oder der Teil mit dem Hund. Irgendwann nimmt er einen Hund kurzzeitig mit sich auf, der dann auf einmal verschwindet und bei seiner Mutter wieder auftaucht, aber was am Ende damit genau passiert, keine Ahnung, das wird nicht richtig geklĂ€rt. Er wollte fĂŒr den Hund ein neues Zuhause suchen, ich dachte zuerst, er behĂ€lt den Hund selbst, aber jetzt hat ihn vermutlich seine Mutter? Wie gesagt, so richtig aufgeklĂ€rt wurde das nicht und sowas mag ich gar nicht.

Überhaupt dauert es lange, bis die ganze Sache Fahrt aufnimmt, es dauert mehr als die HĂ€lfte des Buches, bis der Fall einigermaßen interessant wird. Es werden auch noch ein paar Szenen eingeworfen, die zeigen: Ja, das ist der und der TĂ€ter und das ist das Motiv! Wirkt aber alles zu sehr gezwungen und drĂ€ngte sich mir als Leser schon fast unangenehm auf. Die Auflösung am Ende und ĂŒberhaupt das Ende sind nicht sehr befriedigend, viel mehr war es ein "Ja, endlich". Ganz am Ende kommt dann auch schon der Auftakt zum nĂ€chsten Buch, aber ich dachte mir beim Lesen der Passage nur: Nein, sorry, aber ohne mich.

Der Teil mit den jĂŒdischen Begriffen und ErklĂ€rungen fand ich interessant und war einer der wenigen Punkte, die mir in dem Buch gefallen haben. Allerdings funktioniert es da besser als Taschenbuch, weil man da besser zu den ErklĂ€rungen und Übersetzungen am Ende des Buches einfach umblĂ€ttern kann als bei einem E-Book. Zumindest ist es da weniger aufwendig.

 

Fazit:

Ich hatte beim Lesen ehrlich gesagt nicht so viel Spaß und ich habe mich dann doch hin und wieder dazu zwingen mĂŒssen, das Buch fertig zu lesen, da ich es nicht mag, wenn ich noch ein offenes Buch habe, egal ob reales oder E-Book. Schon irgendwie schade, dass ich es nicht fĂŒr die Challenge benutzen kann, aber naja, das lehrt mich nur, mich bei BĂŒchern genau zu erkundigen: Ist es ein Einzelband oder nicht? Die Beschreibung klang auch hier mal wieder interessanter, als es das Buch dann war ... von mir bekommt das Buch insgesamt zwei Sterne und ich denke, ich werde auf weitere BĂ€nde der Reihe verzichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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