Samstag, 15. Juli 2023

[Rezension #230] Mordsregatta

 

Titel: Mordsregatta

Autor*in: Harald Jacobsen

Erschienen in Deutschland: 2011

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Drama, Hetero, Lesbian Romance

Preis: € 9,99

Seiten: 311

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-8392-1388-9

Verlag: Gmeiner-Verlag

 

Inhalt:

Während der Kieler Woche wird ein Toter aus der Förde gezogen, er wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Ausgerechnet jetzt, wo Kommissar Frank Reuter gerade begann, sich seiner Exfrau langsam anzunähern! Wieder einmal hat der Beruf Vorrang, und so begibt sich Reuter auf die Suche nach dem Mörder des jungen Bootsbauer-Azubi. Seine Ermittlungen führen schnurstracks zum Kollegen des Toten, dem Freund seilner Tochter. Ist etwa seine eigene Familie in dem Fall verwickelt?

 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Ich muss erst noch kurz zu den Infos oben was sagen. Der Preis, wie auch die ISBN und der Verlag beziehen sich auf die normale Version des Buches. Das hier ist eine "genehmigte Sonderausgabe für den Bassermann Verlag", die Bücher konnte man dann 2020 bei Aldi Süd für ein paar wenige Euro kaufen. Da man das Buch unter der ISBN, die darauf abgedruckt ist, nirgendwo finden kann, habe ich eben die entsprechenden Infos vom normalen Buch genommen. Glaub, für das hier hab ich damals drei oder vier Euro gezahlt? Kann ich echt nicht mehr sagen, außer, dass die eben total günstig waren.

Gut, nachdem wir das geklärt haben, direkt zum Buch. Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen und man wird auch gleich mit dem Problem konfrontiert, mit dem sich der Polizist herumquälen darf. Auf der einen Seite will er seine Ehe retten, auf der anderen Seite muss er sich um seinen Job kümmern und darum, einen Mörder zu schnappen. Besonders, als dann Leiche #2 auftaucht, ist mehr als Eile geboten. Dabei stellt er sich nicht gerade sehr geschickt an und er bemüht sich auch ehrlich gesagt kaum darum. Die meiste Zeit denkt er zwar an seine Ex, aber so wirklich Kontakt baut er nur selten zu ihr auf. Meistens nur, wenn es um die Tochter geht oder wenn er was von ihr braucht. Ansonsten bemerkt man davon nichts und ich habe auch die meiste Zeit vergessen, dass Frank da was in der Richtung vorhatte. Natürlich hat er dann bis zum Schluss keinen Erfolg, was sein privates Vorhaben angeht.

Klar, der Job eines Polizisten ist kein reiner 9-to-5 Job. Dennoch, mal ne Mail, ein Telefonat oder sonstwas, das sollte doch drin sein. Kein Wunder also, dass sie sich von ihm getrennt hat und auch vorsichtig ist, was seine erneuten Annäherungsversuche angeht. Die auch nur am Anfang stattfinden und danach nie wieder.

Was mir aber dafür gefallen hat, war, dass das Buch aus insgesamt drei Perspektiven besteht. Am wenigsten davon ist die Perspektive von Jasmin, Peters Tochter, denn sie taucht nur für wenige Kapitel auf. Der Rest besteht aus Peters POV und der von Regina, einer Kollegin oder Vorgesetzten von ihm, so ganz kam das im Buch nicht rüber. Überhaupt kamen oft sehr viele Namen auf einmal vor und ich musste hin und wieder überlegen: Wer war das nochmal?

Etwas, was ich beim Lesen ehrlich gesagt nicht so gerne mache, weil mich das aus dem Lesefluss reißt.

Ansonsten fand ich es auch interessant, dass Reginas Vater ein Rechtsanwalt ist und der gerne mal gegen die Interessen seiner Tochter arbeitet, nur um am Ende über ihr stehen zu können oder sagen zu können: Ha, ich bin besser als du!

Ziemlich miese Nummer, finde ich. Überhaupt fand ich Reginas Vater sehr unangenehm und ärgerte mich jedes Mal, wenn er "Screentime" bekommen hat.

Und Reginas Eifersucht war manchmal eher kontraproduktiv.

Die Story und den Fall selbst fand ich eher so mittel. Oft genug kam ich auch hier mit den Namen durcheinander und das mit dem Motiv habe ich auch erst sehr viel später verstanden. Was ich dagegen nicht verstanden habe, ist, dass die Eltern etwas über ihren Sohn so lange verheimlicht haben, obwohl das wichtig für den Fall gewesen wäre. Und der Ausgang hätte meiner Meinung nach etwas spannender geschrieben werden können. Zwar wirkt es erst, als könnte der Gegner entkommen, ohne für seine Verbrechen büßen zu müssen, aber dann fällt es den Guten viel zu leicht, ihn zu fangen.

 

Fazit:

Das Buch war zwar vom Schreibstil her gut zu lesen, aber die Charaktere und die Story fand ich so mittel. Es war ok, nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Mittel halt. Dennoch bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben. Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne. 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo :-)

Danke, dass du diesen Blogeintrag gelesen hast - ich freue mich schon auf deine Meinung dazu!

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt.
Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (http://blog.kiranear.moe/p/datenschutzerklarung01.html) und in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de).

Lg,
Kira