Mittwoch, 15. November 2023

[Rezension #250] AufgebĂŒgelt

 

 

Titel: AufgebĂŒgelt

Autor*in: Susanne Fröhlich

Erschienen in Deutschland: 2013

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Comedy, Slice of Life, Hetero

Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]

Seiten: 286

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-8105-0674-0

Verlag: S. Fischer Verlag GmbH

 

Inhalt:

Single sein ist gar nicht so toll. Also los, denkt sich Andrea, die sich nach ĂŒber 16 Ehejahren von Christoph getrennt hat. Vielleicht muss doch ein neuer Mann her. Und ein paar Kandidaten gibt es ja auch schon! Aber Andrea ist ganz aus der Übung - wie ging das noch mal mit dem Daten?

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Bevor ich das Buch gelesen habe, kannte ich weder die Autorin, noch die Reihe, aus der dieser Band hier stammt. Bzw ich wusste nicht mal, dass es bereits der siebte Teil einer Reihe, da es auf dem Buch mal wieder absolut keinen Hinweis darauf gibt. Ich dachte, bis ich es zufÀllig auf Lovelybooks gesehen habe, dass es ein Einzelband wÀre. Gut, man muss wohl nicht viel aus den sechs BÀnden davor kennen und kann das Buch fast problemlos lesen. Nur ein Storypunkt wird nicht richtig erklÀrt, so habe ich nicht verstanden, warum sie ihren Mann so random verlassen möchte. Bzw eine Beziehungspause braucht.

Achja, anschließend datet er jemand anderes und sie ist total ĂŒberrascht davon. Vielleicht hĂ€tte ihr jemand mal sagen sollen, dass diese Beziehungspausen ĂŒblicherweise das Zeichen sind, dass die Beziehung eigentlich schon lĂ€ngst vorbei ist, aber die Beteiligten wollen es nicht einsehen oder können es nicht. Jedenfalls, es wird kein richtiger Grund genannt, entweder gibt es keinen oder er wird in einem der VorgĂ€ngerbĂ€nde erwĂ€hnt.

Aber das Verhalten der Hauptcharakterin habe ich oft nicht verstanden und ich fand es auch genauso oft total nervig. Vor allem, da sie sich mit Ende 40 rum aufgefĂŒhrt hat wie ein vierzehnjĂ€hriger Teenager. Sie versucht sich an irgendwelche komischen Dating-Regeln zu halten, wird nervös, findet es skandalös sich mit jemandem zu treffen oder so ... oft genug dachte ich mir: Hallo, du bist eine erwachsene Frau und Mutter, was soll dieses kindische Verhalten?

Auch ist sie jemand, der vorschnell urteilt und an wirklich jedem Menschen ein graues Haar findet, dass die Person selbst dann fĂŒr sie total madig macht.

Jemand ist Fußpfleger? Ne, damit ist der schon mal raus. Jemand isst was anderes als ich? Geht ja mal gar nicht.

So oder so ist ihre Denkweise und ich habe auch schon in einer anderen Rezension gelesen, dass das Humor sein soll. Dass das lustig gemeint sein soll. Sorry, aber ne, mein Humor ist das nicht. Zumindest nicht, wenn diese SpĂ€ĂŸe sich lesen wie Beleidigungen.

Klar, wenn ich z.B. an die Eberhoferreihe denke, dann hat Franz fĂŒr so manche Person auch unschöne Spitznamen, aber hier spĂŒre ich nicht diese abwertenden Intentionen, wie sie bei Andrea stĂ€ndig prĂ€sent sind.

Btw, sie ist auch die Art von Person, die sich lieber ein LĂŒgenkonstrukt ausdenkt, das mĂ€chtig in die Hose gehen kann (und tut es auch jedes Mal), als dass sie einfach mal offen und ehrlich den Mund aufmacht. Ne, lieber baut sie Luftschlösser ohne Nachzudenken und ohne Fundament, am Ende wundert sie sich dann, dass es auf sie wieder zurĂŒckfĂ€llt.

Ansonsten gab es ehrlich gesagt keinen einzigen Charakter, der wirklich interessant war. Viele wurden auch ĂŒberdreht dargestellt, da das Buch ja lustig sein soll, aber auch hier hat mich der Humor nicht erreicht.

Was die Story angeht, es gibt keinen wirklich roten Faden. Im Prinzip ist es so, sie will ne Beziehungspause und macht dann das Surprised-Pikachu-Face, als ihr Mann eine andere datet. Dann wird sie in gesellschaftliche Situationen gebracht, datet einen Mann, der dann am Ende nicht ihr Fall ist. Am Ende versteht sie sich dann mit zwei MĂ€nnern richtig gut, aber wie es ausgeht, wofĂŒr sie sich entscheidet? Joah, keine Ahnung, das wird nicht erwĂ€hnt. Das Ende ist so offen wie ein Scheunentor und ich weiß absolut nicht, ist sie jetzt verheiratet, lĂ€sst sie sich scheiden? Denn so random, wie sie die Pause gebraucht hat, so random will sie ihren Mann dann wieder zurĂŒck. WofĂŒr dann das Ganze davor war? Keine Ahnung.

Der Schreibstil war ok, aber jetzt nichts besonderes.

 

Fazit:

Was soll ich sagen? Auf die Frage, warum ich das Buch dann ĂŒberhaupt weitergelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich zum einen schon interessiert war, wie es fĂŒr sie ausgehen wĂŒrde. Und zum anderen wollte ich auch mal wieder ein bisschen Abwechslung in meinem Blog haben, da bin ich ganz ehrlich. Ich hatte so viele tolle BĂŒcher, dass ich auch mal wieder zeigen will, dass es auch nicht so tolle BĂŒcher in meinem SuB gab. Das ist fĂŒr mich realistischer und authentischer, wenn nicht alle BĂŒcher 4-5 Sterne bekommen. Außerdem war das Buch recht dĂŒnn und ich habs an zwei Abenden durchlesen können.

Jedenfalls, um dieses Buch zu bewerten, von mir bekommt es zwei Sterne und ich denke, ich werde auf weitere BĂŒcher aus der Reihe dann lieber verzichten.

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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