Sonntag, 5. Mai 2024

[Rezension #296] Unter Korallen und Haien

 

 

Titel: Unter Korallen und Haien

Autor*in: Hans Hass

Erschienen in Deutschland: 1977 (UrsprĂŒnglich 1941)

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Sachbuch

Preis: ???

Seiten: 223

Sprache: Deutsch

ISBN: ???

Verlag: C. Bertelsmann Verlag GmbH

 

Inhalt:

So unglaublich es klingt - fĂŒr den österreichischen Zoologen und Unterwasserforscher Hans Hass sind Haie in der Vollkommenheit ihrer Kraft und der Eleganz ihrer Bewegung die schönsten Tiere der Schöpfung; er bewundert sie, seit er als junger Student in die Karibik aufbrach, um tauchend das "Privatleben" der Fische zu studieren. Sein Bericht ĂŒber die Abenteuer und Erkenntnisse jener Drei-Mann-Expedition hat den Autor weltweit bekannt gemacht und ist auch in dieser Neubearbeitung eine atemberaubende LektĂŒre.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Das Buch hier habe ich mal zufĂ€llig gefunden, als ich alte, aussortierte BĂŒcher zu einem öffentlichen BĂŒcherschrank gebracht habe - und ich muss zugeben, der Titel allein hat mich neugierig gemacht. Die Tatsache, dass es ein Ă€lteres Buch ist, hat mich dagegen nicht abgeschreckt. Leider hat das Buch am Ende das, was es im Titel und in der Beschreibung versprochen hat, nicht zu 100% halten können? Aber warum nicht?

Bevor ich dazu komme, möchte ich ein paar positive Punkte in den Vordergrund rĂŒcken. Das Buch ist sehr verstĂ€ndlich und zeitlos geschrieben, klar, es gibt hier und da ein paar Wörter, Schreibweisen oder Denkweisen, die man heute nicht mehr so benutzen wĂŒrde, aber das alles hĂ€lt sich in Grenzen. Ich z.B hĂ€tte lange nicht vermutet, dass es nicht in den 70ern stattfand, wenn nicht irgendwann der Beginn eines Krieges erwĂ€hnt worden wĂ€re. Klar, anfangs hatten die drei Reisenden Probleme bei der Einreise, weil sie aus Deutschland gekommen sind, aber ich dachte, das liegt irgendwie am kalten Krieg. Wann das Buch wirklich rauskam (1941) habe ich erst auf Wikipedia herausgefunden. Denn davon gab es keinen Hinweis im Buch, nur, dass es eine verbesserte und erweiterte Version ist. Wie gesagt, das macht nichts.

Ich finde es dagegen eher spannend, einen (wenn auch sehr kleinen) Einblick in die Welt von frĂŒher zu bekommen. Wie die Leute frĂŒher so gedacht, geredet, gelebt und die Welt erlebt haben. Sehr viel hat mich die Leute von heute erinnert, trotz der Unterschiede. Und auch die einzelnen Schritte der Reise, wie sie vorgegangen sind, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kĂ€mpfen hatten, welche Erfolge sie hatten und wie ihre gesamte Reise verlief. An dieser Stelle muss ich auch sagen, dass ich Hans Hass vorher nicht kannte, sein Name war mir also kein Begriff. Daher hatte ich auch keine Ahnung, was mich hier in dem Buch so wirklich erwarten wĂŒrde.

So interessant das alles war, ich habe es auch grĂ¶ĂŸtenteils gerne gelesen, gab es zwei Dinge, die mir dann doch nicht so gut gefallen haben. Zum einen kamen mir persönlich ein bisschen zu wenig Haie vor. Es dauert sehr lange, bis Haie ĂŒberhaupt erwĂ€hnt werden und selbst dann kommen sie doch recht zu kurz. Andere Fische kamen viel öfter vor und wurden auch viel öfter erwĂ€hnt. Klar, wenn man das Buch dann eher "Unter Korallen und MurĂ€nen" genannt hĂ€tte oder "Unter Korallen und Trompetenfischen", dann hĂ€tte das nicht so einen coolen Klang. Ja, das stimmt.

Aber wenn man Haie schon mit in den Titel nimmt, dann erwarte ich persönlich schon, dass sie eine grĂ¶ĂŸere Rolle in dem Buch spielen wĂŒrden.

Zum anderen - ja, ich kann verstehen, Hans Hass war jemand, der viel auf der Fischjagd war, wie ich erst im Buch und im Nachhinein erfahren habe. Alles gut. Und im Buch gibt es Beschreibungen davon, wie er einem Fisch auflauert, welche Tricks er benutzt um den Fisch dann mit seinem Speer zu erwischen und auch, was sie bis zum Ende des Tages gefischt und verspeist haben. Alles gut und schön.

Allerdings kommt das sehr, sehr oft in dem Buch vor und auch sehr oft detailliert - viel zu viel fĂŒr meinen persönlichen Geschmack. Teilweise ging es seitenweise bzw kapitelweise einfach nur darum, was sie gefangen und gegessen haben. Andere Dinge werden nur kurz angeschnitten oder gar nicht erst erwĂ€hnt. Reisetagebuch hin oder her, aber stĂ€ndig nur zu lesen: Wir haben den Fisch aufwendig gefangen und den und den und die haben wir dann alle gegessen - das wurde recht schnell total uninteressant. Da hĂ€tte ich mir wenigstens ein bisschen Abwechlsung gewĂŒnscht. Klar, keinen von den dreien ist Forscher, aber bitte: Haben die denn wirklich tagelang nichts anderes erlebt als das? Nichts besonderes erlebt, das nichts mit den bereits erwĂ€hnten Dingen zu tun hat? Da fand ich alle anderen Dinge, die noch erwĂ€hnt werden, eine tolle Abwechlsung. Es war nur ein bisschen zu wenig. Und das finde ich schade, denn es hat mir oft genug den Spaß am Lesen genommen. Auch wĂ€ren ein paar mehr Fotos noch cool gewesen, aber das war die Entscheidung des Verlags. Gut, nach 30 Jahren kann man auch nicht noch mehr Fotos auftreiben, wer weiß, ob die da ĂŒberhaupt noch existiert haben.

 

Fazit:

Bevor ich zu meinem Fazit komme, möchte ich darauf eingehen, warum ich den Preis wie auch die ISBN weggelassen habe. Das liegt daran, dass ich diese Informationen weder auf dem Buch, noch im Internet gefunden habe. Normal mache ich es bei alten BĂŒchern so, dass ich dann einfach eine andere Ausgabe dafĂŒr nehme, damit Interessierte diese dann nehmen können. Aber das kann hier ebenfalls nicht machen, da ich zumindest keine kaufbare Ausgabe dafĂŒr gefunden habe. DafĂŒr ist das Buch wohl einfach zu alt. Sorry, dass ich hier dieses Mal nicht mit Infos dienen kann :/

Jedenfalls, es ist ok, aber es ist jetzt nichts besonderes. Und auch wenn das Buch jetzt kaum bis gar nicht mehr auffindbar ist, werde ich es nicht behalten, sondern zurĂŒck zum BĂŒcherschrank bringen, von dem ich es vor mehreren Wochen mal mitgenommen habe. Vielleicht findet es dann jemand, der damit dann mehr anfangen kann als ich :-)

Achja, was die Bewertung angeht, von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.

 

 

 

 

 


 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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