Sonntag, 9. Juni 2024

[Rezension #306] Familiengrab

 

 

Titel: Familiengrab

Autor*in: Bernd Franzinger

Erschienen in Deutschland: 2011

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Gen

Preis: € 9,99 [E-Book] | € 11,90 [Taschenbuch]

Seiten: 367 Seiten

Sprache: Deutsch

ISBN:978-3839211731

Verlag: Gmeiner Verlag

 

Inhalt:

Bei einer Geburtstagsfeier wird auf die Familie des Pfälzer Parkettfabrikanten Anton Denzer ein heimtückischer Mordanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen sterben. Die Tatwaffe ist eine mannshohe Felsenkugel, die in einem Berghang gelöst und auf ihren todbringenden Weg ins Tal geschickt wurde. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn Kommissar Wolfram Tannenberg und sein Team treffen auf eine Mauer des Schweigens. Familie Denzer hat in der Vergangenheit ihre Probleme selbst geregelt, doch es folgen weitere Anschläge. Die Lösung des Falls liegt seit Jahrzehnten in den Wältern des Moosalbtals verborgen ...

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Wie man auf den Bildern sehen kann, ist es ein weiteres der vielen Krimibücher, die ich mir damals 2020 beim Aldi gekauft habe. Ja, die haben damals eine Menge Bücher angeboten und ich habe von jedem einzelnen davon eins mitgenommen. Ich meine, die haben damals so um die drei Euro gekostet, wie konnte ich da nicht zuschlagen? Jedenfalls, ich habe es damals getan. Leider waren die allermeisten davon, die ich bisher gelesen habe, eher schwach. Eins oder zwei habe ich sogar instant abgebrochen und/oder aussortiert, weil sie mich gar nicht (mehr) angesprochen haben. Dementsprechend, und ich weiß, das ist nicht fair, hatte ich mittlerweile keine Erwartungen mehr an diese "Bücher vom Aldi". Klar lese ich sie noch, aber ich erhoffe mir da nicht mehr so viel davon.

Tja, wer jetzt bei den letzten Sätzen aufmerksam war, hat bemerkt, dass da "hatte [...] keine Erwartungen mehr" stand und nicht "habe". Was einfach daran liegt, dass mich dieses Buch mich mehr als positiv überrascht hat. Also wirklich mehr als positiv. Denn mir hat das Buch von vorne bis hinten gefallen und ich muss sagen, ich hatte zum ersten Mal beim Lesen eines dieser Bülcher richtig, richtig viel Spaß.

Der Fall ist absurd, ich meine, wer würde jemand anderen mit einer riesigen Felskugel umbringen wollen? Sowas hatte ich auch noch nie in einem Kriminalfall, aber es ist mal was anderes und das finde ich super. Sowas würde ich eher in "Detektiv Conan" erwarten, als in einem Krimi-Roman. Aber hier sind wir nun. Ich finde es auch gut, dass der Ermittler so schnell geschalten hat und nicht von einem unglücklichen Unfall ausging, sondern von einem Mord wie er im Buche steht. Was natürlich nicht nur an Tannenberg allein liegt, sondern auch an seinem Team. Wie sie an den Fall rangehen, dort ermitteln, wie einer von ihnen mit kleinen Modellen den Tatort nachbaut und versucht zu rekonstruieren, wie was passiert ist oder was noch hätte passieren können, wenn das und das nicht gewesen wäre - einfach klasse.

Doch auch den Fall selbst fand ich mehr als interessant, aufregend und anregend zum Nachdenken. In typischer "Detektiv Conan" Manier bekommen wir auch hier drei Tatverdächtige, die es gleichzeitig alle gewesen sein könnten und dann doch wieder keiner von ihnen. Ich will damit nicht sagen, dass hier was von dem Manga/Anime geklaut oder kopiert worden ist, nein, es ist nur dort sehr auffällig und ich muss dann immer an Conan denken, wenn es genau drei Verdächtige gibt XD

Manchmal gibt es Ausschnitte aus der Vergangenheit und einzelne Kapitel aus der Sicht einer unbekannten Person, die noch weitere Perspektiven und Wissen gibt, die Tannenberg so aus seiner Warte lange nicht sammeln kann. Als Leser wird man dadurch erstmal mehr informiert, aber man wird nicht gespoilert, trotz der weiteren Einblicke, die man bekommen kann, wird man weiterhin im Dunkeln gelassen und oft genug hatte ich mich gefragt: Wie hängt das zusammen? Klar hatte ich den einen oder anderen Verdacht, dennoch, es half mir nicht dabei, den Täter zu finden. Das war echt cool. Die Auflösung war spannend, gut umgesetzt und im richtigen Tempo. Solche Krimis mit einem tollen Anfang und Mittelteil neigen am Ende leider gerne mal zu Übertreibungen oder Husch-Husch, aber das war hier beides nicht der Fall.

Achja, ein Punkt, der mich aber bei bisher allen Büchern gestört hat, die ich beim Aldi geholt habe und was mich auch hier gestört hat: Es ist auch ein Teil einer Reihe. Dies hier ist der 11. Band der "Kommissar Wolfram Tannenberg"-Reihe. Klar, es ist eine dieser Reihen, bei dem es nicht so schlimm ist, weil jeder dieser Bände für sich allein steht, es nur einen kleinen roten Faden gibt, der alles verbindet. Dennoch, diese fehlende Kennzeichnung wird mich niemals aufhören zu stören und ich werde niemals aufhören das auch zu äußern :D

Auch wenn das hier kein Verlag der Welt lesen wird, eine erneute Bitte: Schreibt die Bandnummer drauf!

 

Fazit:

Hachja, das war sehr erfrischend und ich bin froh darüber, wenigstens ein Juwel unter den "Aldi-Büchern" gefunden zu haben. Und ich bin ehrlich, gleich, nachdem ich mit dem Buch fertig war, habe ich mir auf Lovelybooks alle restlichen Bände der Reihe auf meinen Merkzettel gepackt, etwas, was bisher auch noch nicht passiert ist. Nach dem Buch hier bin neugierig auf die Reihe geworden und irgendwann, wenn ich dazu komme die Bücher auf dem Merkzettel zu lesen (was locker noch mindestens ein Jahr dauern kann), dann werde ich mir die anderen Bücher ausleihen und lesen. Ausleihen deshalb, weil ich meine Sammlung aus Platzmangel klein halten lassen möchte. Dazu sammle ich bereits zu viel ;-)

Gut, zu dem Buch zurück. Von mir bekommt es glasklar fünf Sterne und ich bin echt froh, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe. Achja, es bekommt von mir eine Empfehlung, aber schnuppert vielleicht doch lieber erstmal in den ersten Band rein. Über den kann ich nichts sagen, aber macht nicht wie ich den Fehler und lest als erstes den 11. Band einer Reihe mit 16 Büchern XD

 

 

 

 


 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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