Sonntag, 16. Juni 2024

[Rezension #311] Das M├Ądchen

 

 

Titel: Das M├Ądchen

Autor*in: Stephen King

Erschienen in Deutschland: 2000

Originaltitel: The Girl Who Loved Tom Gordon

Erschienen in den USA: 1999

├ťbersetzer*in: Wulf Bergner

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Gen, Abenteuer

Preis: € 9,99 [eBook] | € 11,00 [Taschenbuch]

Seiten: 286 Seiten (diese Version)

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783641265649

Verlag: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. KG (normal), Verlagsgruppe Weltbild GmbH (diese Sammleredition)

 

Inhalt:

Die neunj├Ąhrige Trisha unternimmt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter eine Wanderung. Trisha verl├Ąsst kurz den Weg - und verl├Ąuft sich im Wald. Hunger und Durst, M├╝ckenschw├Ąrme und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit sind nicht ihre einzigen Begleiter ...

 

 

Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):

Ich bin mir nicht mehr sicher, wo genau ich das Buch damals gekauft habe, entweder beim Stra├čenverkauf einer mir fremden Familie oder beim Buchbasar selbst, aber am Ende des Tages spielt das auch keine so gro├če Rolle. Eigentlich hatte ich noch nicht so schnell vor, was von Stephen King zu lesen (abgesehen davon, was von ihm noch auf meinem Sub liegt). Da ich mein Jugendprojekt, jedes Buch von ihm zu lesen, erst machen wollte, wenn ich mit meinem aktuellen SuB durch bin (Aktueller Stand: 128 B├╝cher am 20.05.2024). Wie man sieht, sind es eine Menge B├╝cher. Da das Buch aber nur einen oder zwei Euro gekostet hat und es auch ziemlich d├╝nn ist, habe ich mir gedacht: Warum nicht?

Wer Stephen King kennt, wei├č, dass er f├╝r seine Horrorromane ber├╝hmt ist, besonders damals, viele, wenn nicht fast alle B├╝cher damals waren Horrorb├╝cher. Doch ich wei├č, dass er eben nicht nur Horror schreibt und auch nicht immer den typischen Horror, wie man ihn von fr├╝her kennt. Daher war ich gespannt, wie das Buch hier sein w├╝rde. Was w├╝rde das M├Ądchen erwarten, was w├╝rde sie im Wald alles finden und wer w├╝rde ihr so alles dabei begegnen?

Tja, was soll ich sagen, ich konnte mein Hirn beim Lesen, die ganze Zeit ├╝ber, nicht abschalten. Ich muss zugeben, auch wenn ich ein paar Mal in den USA im Urlaub war, und dort in einem kleinen Wald unterwegs war, habe ich keine Ahnung, wie realistisch das alles ist. Klar, im Wald kann man sich verlaufen, das habe ich sowohl hier, als auch in den USA schnell gemerkt, denn man kann als unerfahrere Person schon recht schnell die Orientierung verlieren. Und jetzt muss man sich mal vorstellen, man ist ein Kind Ende der 90iger ... gut, im Wald ist der Empfang eh tot, da h├Ątte ihr auch ein Handy wohl nicht geholfen. Auch habe ich so gut wie keinen Kontakt zu Kindern, kann also auch nicht einsch├Ątzen, wie realistisch sie sich verhalten hat in dem Moment. In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass sie sich eher wie ein Teenie benommen hat, als wie eine Neunj├Ąhrige. Und mir kam sie auch ├╝berraschend erwachsener vor, als ich es einem Kind in dem Alter zutrauen w├╝rde.

Jedenfalls, ich bezweifle wie gesagt nicht, dass die Kleine sich verlaufen hat, dass sie immer weiter, und weiter geht. Erst geht sie aufgrund von Desorientierung den falschen Weg, und dann versucht sie einen Weg zur├╝ck zur Zivilisation zu finden. Sie hat dabei ein bisschen was zum Essen und zum Trinken dabei. Ok, sie hat mit ihrer Mutter eine Menge Kurse besucht und dadurch auch zum Beispiel gelernt, dass es gef├Ąhrlich sein kann in der Wildnis das Wasser zu trinken. Sie wird ja auch davon krank, als sie keine andere Wahl mehr hat. Auch wei├č sie, was man so in der Wildnis essen darf oder nicht, zumindest in groben Z├╝gen. Das fand ich sehr beeindruckend, denn ich w├╝sste das ehrlich gesagt nicht. Das kann man vermutlich auf diese Kurse etc schieben, auf die Trisha geschleppt worden ist.

Was ich mich aber auch gefragt hatte: Wie kommt es, dass sie auf ihrem ganzen Weg keiner einzigen Person begegnet? Keinem Wanderer, keinem J├Ąger, oder sonst irgendeiner Person, die aus welchen Gr├╝nden auch immer durch den Wald wandert. Gut, ich wei├č jetzt nicht, wie wanderlustig die Amis sind, aber trotzdem: Ich dachte mir die ganze Zeit: Ist da wirklich niemand unterwegs? Nicht mal ein F├Ârster oder J├Ąger? Oder von mir aus Wilderer?

Was mich ebenfalls immer aus dem Lesefluss gerissen hat, war der Baseball-Anteil. Das k├Ânnte daran liegen, dass ich mit der Sportart nichts anfangen kann, daher fand ich die Einspieler doch ein bisschen langgezogen und langweilig. Auch hatte ich die meiste Zeit keine Ahnung, was da gerade passiert. Oder dass Trisha die ganze Zeit mit ihrem Schwarm oder Idol Tom Gordon spricht, zumal er irgendwie nichts zur Story oder ihrer Rettung beitr├Ągt. Gut, er war nur eine Halluzination, aber trotzdem, wenn es schon so leicht surreal ist, dann k├Ânnte er ja z.B. ihr den Weg in die richtige Richtung zeigen oder so.

Aber ganz ehrlich, wenn man die ganzen Baseballsachen weggelassen h├Ątte, es h├Ątte nichts am Verlauf der Story etc ge├Ąndert. Es w├Ąre kein Verlust gewesen.

Gegen Ende wurde es dann nochmal richtig spannend, damit hatte ich dann nicht mehr gerechnet und das war dann dagegen sehr angenehm. Und das Ende selbst hat mir auch gefallen. Es ist zwar schade, dass man nicht erf├Ąhrt, wie es nun mit ihr und ihrer Familie weitergeht, denn die waren von dem Verschwinden auch mehr als betroffen, aber gut, das muss ich mir wohl selbst ausmalen.

 

 

Fazit:

Mal sehen, das Buch an sich war gut, die Idee auch. Nur manche Punkte in der Story oder der Handlung, die h├Ątte Herr King sich meiner Meinung nach schenken k├Ânnen. Auch w├╝rde ich einen Aspekt der Protagonistin ├Ąndern, damit es sich f├╝r mich ein bisschen realistischer anf├╝hlt. So habe ich viel mit Nachdenken verbracht oder mit Augendrehen, je nachdem was es war und das hat mich dann doch rausgebracht. Schade eigentlich. Aber gut, das kann man so nicht ├Ąndern. Wenigstens war das Buch recht kurz, wenn es noch mehrere 100 Seiten gewesen w├Ąre, h├Ątte mich das viel mehr gest├Ârt.

Das Buch, so wie es jetzt ist, bekommt von mir insgesamt drei Sterne.

 

 

 

 


 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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