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Swinub - Pokemon

Donnerstag, 3. August 2023

[Rezension #232] Das herzensgute Schwein

 

Titel: Das herzensgute Schwein

Autor*in: Sy Montgomery

Erschienen in Deutschland: 2020

Originaltitel: The good good pig

Erschienen in den USA: 2006

Übersetzer*in: Melusine Stern

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Biographie, Drama, Slice of Life

Preis: € 12,00

Seiten: 262

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-2-257-24532-5

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag

 

Inhalt:

Als die renommierte Tierforscherin Sy Montomery eines regnerischen Abends ein zitterendes Etwas in einer Schuhschachtel nach Hause transportiert, ist es fraglich, ob das unterernĂ€hrte Ferkel mit dem Leben davonkommt. Doch Christopher Hogwood, wie sie das Schweinchen nach einem berĂŒhmten Dirigenten nennt, ĂŒberlebt nicht nur, er gedeiht prĂ€chtig auf der Farm. Und er steckt seine Umgebung mit seiner Lebensfreude an. Mit seiner Intelligenz und seinem Charme erobert er die Herzen. Ein anrĂŒhrendes Buch der Naturforscherin Sy Montgomery, die durch ihren Spiegel-Bestseller Rendezvous mit einem Oktopus berĂŒhmt wurde.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Ich bin ganz ehrlich: Normal lese BĂŒcher dieser Art nicht. Biografien sowieso nur ganz selten, da sie mich nur extrem selten interessieren. HĂ€tte es das niedliche Schwein nicht auf dem Cover gegeben, hĂ€tte ich das Buch nicht einmal beachtet. Aber gerade durch das Schwein wurde ich darauf aufmerksam und als ich bei der Beschreibung gelesen habe, dass es auch um das Schwein geht - nun, da hatte das Buch mich. Es ist schon ein kleines Weilchen her, dass ich das Buch gekauft habe, daher war ich recht froh, als ich endlich dazu gekommen bin, es zu lesen.

Ganz grob gesagt, ich hatte viel Spaß beim Lesen. Der Schreibstil war sehr angenehm und es ließ sich sehr, sehr flĂŒssig. Darum konnte ich es auch recht schnell durchlesen, aber auch, weil es nicht sonderlich dick ist. Was recht angenehm ist, da ich nach wie vor versuche, meinen SuB noch dieses Jahr auf unter 100 BĂŒcher zu bringen. Und ich hatte wie gesagt Spaß beim Lesen. Aber so ganz perfekt war das Buch nicht.

Oft genug hatte ich leider BĂŒcher in der Hand, in der ein Charakter als der Hauptcharakter dargestellt wird, zumindest in der Beschreibung. Oder im Aufbau der Geschichte. Aber am Ende geht es um jeden anderen, nur nicht um diesen einen Charakter. Er kommt dann sehr selten vor und ich fĂŒhle mich dann immer ein wenig verarscht. Bei Tieren passiert das auch gerne mal.

Das war hier nicht der Fall, Christopher Hogwood oder auch kurz, Chris, bekommt sehr viel Screentime und wird auch sehr oft erwĂ€hnt. Mir sind weder die Autorin, noch Chris selbst bekannt und so dachte ich zuerst, dass es eine fiktive Geschichte wĂ€re. Aber nachdem ich herausfand, dass die Person im Buch die Autorin selbst ist und dass es das Schwein wohl wirklich gab, war ich total ĂŒberrascht.

Und um die Autorin geht es auch oft. Es wird oft erwĂ€hnt, dass sie wegen ihrem Beruf in irgendwelche LĂ€nder fliegt, dort das Land und die Leute erforscht, um dann am Ende ein Buch darĂŒber zu schreiben. Über die Entdeckungen, die sie wĂ€hrend ihrer Reisen gemacht hat. Auch erfĂ€hrt man viel ĂŒber ihre Persönlichkeit und welche privaten Probleme sie hat. Manche Punkte werden immer wieder durchgekaut, was irgendwann leider nervig ist. Vermutlich viel es mir besonders auf, weil ich das Buch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgelesen habe. So hat sie oft genug erwĂ€hnt, dass sie mit Tieren viel besser zurecht kommt als mit Menschen, weil sie diese nicht so gut verstehen kann. Und dass ihre Mutter gegen ihre Ehe ist. Selbst, als sie im Sterben lag, mochte sie Sys Ehemann nicht. Es wird zwar begrĂŒndet, aber so recht habe ich es nicht nachvollziehen können.

Jedenfalls, manchmal wĂŒnschte ich mir, Sy hĂ€tte diese Dinge nicht so oft wiederholt, denn irgendwann habe ich es verstanden.

ZurĂŒck zum Schwein. Chris baut eine ziemliche Beliebtheit auf, viele Leute bringen ihre Essensreste vorbei, mit dem sie das sehr schlaue Schwein fĂŒttern. Chris haut des Öfteren ab, vermutlich so oft, dass die Feuerwehr sicherlich irgendwann einen eigenen Code hatte fĂŒr "Chris ist bei der Schnellstraße / in der Stadt unterwegs!". Man bekommt sehr viel ĂŒber seinen Werdegang mit, wie er sich von einem kleinen, schwachen Problemferkel zu einem stattlichen Schwein weiterentwickelt. Man erfĂ€hrt etwas ĂŒber seine Vorlieben, wie er immer mehr die Herzen der Menschen von nah und fern erobert. Und auch, wie sie so manches Leben verĂ€ndert. Er hilft Sy dabei, auf andere Menschen zugehen zu können und sich ihnen zu öffnen. In dem Sinne haben sich die beiden gegenseitig geholfen.

Es gab auch einen Moment, in dem ich mich in der Hauptcharakterin, also Sy, wiedererkannt hatte. Das war eine ziemliche Überraschung, die mich aus dem Nichts getroffen hat, denn ich hĂ€tte niemals erwartet, dass jemals jemand solche Gedanken mit mir teilen wĂŒrde. Die Tatsache, dass es keine fiktive Person ist, sondern eine reale, macht es sogar noch besser.

 

Fazit:

Es ist zwar kein Buch, das ich nochmal lesen wollen wĂŒrde, aber es ist dennoch eine schöne Geschichte. Es wĂ€re zwar schöner gewesen, hĂ€tte es die eine oder andere Wiederholung nicht gegeben, aber ich hatte trotzdem viel Spaß beim Lesen. Wie gesagt, ich habe es in zwei Tagen durchgehabt XD

Ich bereue es absolut nicht, das Buch gelesen zu haben und hoffe, dass es der nĂ€chsten Person, die es lesen wird, genauso gut gefallen wird. Von mir bekommt das Buch insgesamt vier Sterne und eine leichte Empfehlung. 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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