Samstag, 16. Dezember 2023

[Rezension #257] Wei├če Magie - mordsg├╝nstig

 

 

Titel: Wei├če Magie - mordsg├╝nstig

Autor*in: Steven Hockensmith, Lisa Falco

Erschienen in Deutschland: 2015

Originaltitel: The White Magic Five and Dime

Erschienen in den USA: 2014

├ťbersetzer*in: Britta M├╝mmler

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Krimi, Hetero, Slice of Life

Preis: € 9,95 [D] | € 10,30 [A]

Seiten: 348

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-423-21591-6

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

 

Inhalt:

Als Alanis McLachlan erf├Ąhrt, dass ihre Mutter ermordet wurde, hat sie sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen. Ihr seltsames Erbe: ein kleiner Laden f├╝r okkulten Bedarf aller Art. Das l├Ąsst nichts Gutes ahnen, denn Alanis' Mutter war eine Trickbetr├╝gerin mit mehr als zweifelhafter Karriere. Offenbar war ihre neueste Masche das Tarotkartenlegen. Um den M├Ârder zu finden, ├╝bernimmt Alanis den Laden selbst. Was nicht ohne Risiko ist, denn vom Tarot hat sie nicht die geringste Ahnung...

 

Meinung (Achtung, m├Âglicherweise Spoiler!):

Das Buch habe ich vor wenigen Monaten eher zuf├Ąllig gefunden, als ich in der Stadt unterwegs war. Irgendjemand, den/die ich nat├╝rlich nicht kenne, hatte eine Kiste mit "Zu verschenken"-Sachen vor der eigenen Haust├╝r stehen. Da war unter anderem dieses Buch hier dabei und da konnte ich nicht nein sagen. Sowohl die Beschreibung, als auch das h├╝bsche Cover haben mich beide sofort angesprochen. Und f├╝r Krimis bin ich ja generell immer zu haben.

Was mir auch sofort positiv aufgefallen ist, sind die ganzen Tarotkarten, die jeden Anfang eines Kapitels verzieren. Ich habe mir bisher nicht so viele Gedanken ├╝ber Tarotkarten gemacht, ich hab zwar ein Set mit Untertale-Motiven. Aber die habe ich nicht, weil sie Tarotkarten sind, sondern als Merch f├╝r das Videospiel^^°

Mir selbst wurden noch nie welche gelegt und ich habe auch keine Ahnung, wie man das macht. Da geht es mir wie Alanis, k├Ânnte man sagen. Gr├Â├čtenteils kenne ich die Karten auch nur wegen dem dritten Part des Anime "JoJo's Bizarre Adventure", da Tarotkarten in dem Part doch eine recht gro├če Rolle spielen.

Die Kommentare, die unter den jeweiligen Karten im Buch standen, waren mal mehr, mal weniger lustig, meistens eher weniger. Keine Ahnung, was genau damit bezweckt werden sollte, aber der Humor kam f├╝r mich eher weniger gut r├╝ber. Gut, Humor in B├╝chern hat es eh meistens schwer mit mir XD

Ok, mal zu den Charakteren und der Story. Die Hauptcharakterin ist eine laufende Doppelmoral.

Auf der einen Seite will sie ihre Mutter r├Ąchen. Auf der anderen Seite sagt sie nicht, warum sie das machen will oder vielleicht wei├č sie es selbst nicht. Au├čerdem sagt und zeigt sie ├Âfters, dass sie ihre Mutter eigentlich verachtet.

Auf der einen Seite will sie besser als ihre Mutter sein, und sich f├╝r deren Taten bei ihren Opfern entschuldigen. Auf der anderen Seite ist sie die ganze Zeit distanziert zu ihren Mitmenschen, benutzt die Lese- und Manipulationstechniken, die sie von ihrer Mutter gelernt hat und beeinflusst damit die Leute zu ihrem Gunsten. Ich wei├č gar nicht, ob sie jemanden dort wirklich gemocht hat, bis auf ein-zwei Personen, aber sonst? Ist es ehrlich gesagt kein Wunder, dass sie hier und da total leicht aneckt.

F├╝r mich wurde das Buch stark von der Story getragen und auch ein bisschen von Alanis Vergangenheit, wie auch die Sache, die zwischen ihr und einem anderen Charakter lief. Gleichzeitig hatte ich mich auch die ganze Zeit gefragt: Wer ist der M├Ârder? Ich hatte nur wenig Anhaltspunkte und Alanis findet auch nicht so viel heraus, ├╝ber seine sehr lange Zeit. Irgendwann aber hat sie dann aus dem Nichts einen Einfall und ├╝berf├╝hrt den T├Ąter. Der Teil des Buches hat mich einfach nur entt├Ąuscht. Die Aufkl├Ąrung kam mir von den Haaren herbeizogen vor, wie auch das Motiv - ├╝berhaupt wurde das Ganze auch gef├╝hlt in nur wenigen S├Ątzen abgefr├╝hst├╝ckt. Als h├Ątten die beiden Autoren selbst keine Ahnung gehabt, wer der T├Ąter sein soll und was das Motiv, dass es ihnen erst beim Schreiben eingefallen ist. Oder sie haben es sich spontan ├╝berlegt, als sie mit der Story soweit waren. ├ťberzeugt hat es mich jedenfalls nicht. Schade eigentlich, die Story war jetzt kein Meisterwerk, aber doch relativ stark - an der Stelle wurde sie relativ schwach. Danach wird sie ok, kann sich aber von der Talfahrt nicht mehr so ganz erholen.

Besonders, da sie sich wohl nicht entscheiden kann, wo sie nun leben m├Âchte.

 

Fazit:

Das Buch war ok, aber so ganz bin ich mit der Hauptcharakterin nicht warm geworden. Die anderen Charaktere waren entweder zu unwichtig oder ein bisschen zu blass. So wirklich ist mir grad nur Clarice im Ged├Ąchtnis geblieben. Der Rest, nicht so wirklich. Und ja, was mich gest├Ârt hat, habe ich ja bereits erw├Ąhnt. Was ich ehrlich gesagt ein wenig schade finde.

Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne. 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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