Sonntag, 19. Mai 2024

[Rezension #299] GlĂŒck kommt selten allein ...

 

 

Titel: GlĂŒck kommt selten allein ...

Autor*in: Dr. med. Eckard von Hirschhausen

Erschienen in Deutschland: 2011

Originaltitel: -

Erschienen in -: -

Übersetzer*in: -

 

 

Weitere Informationen:

Genre: Sachbuch

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

Seiten: 405

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-499-62484-1

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

 

Inhalt:

Mit dem GlĂŒck ist es wie mit DiĂ€ten oder ErkĂ€ltungskrankheiten: tausend Rezepte - aber keine ĂŒberzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die TrĂŒffel der GlĂŒcksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das GlĂŒck zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum, wer die evolutionĂ€ren Webfehler in unseren WĂŒnschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade - mit garantiert 20 Prozent weniger RatschlĂ€gen als vergleichbare BĂŒcher.

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Bei dieser Version handelt es sich um ein aktualisiertes Exemplar, das um ein Kapitel erweitert worden war. Außerdem sind auch Sticker mit dabei. Da ich das Buch gebraucht bekommen habe, glaub, es war eines der BĂŒcher, die ich letztes Jahr geschenkt bekommen habe, aber genau kann ich es nicht mehr sagen. Jedenfalls waren hier noch die Sticker mit dabei und ich werde sie auch drin lassen, wenn ich das Buch aussortiere. Jetzt denkt ihr euch vermutlich: Oh, hat dir das Buch doch nicht gefallen? Klar, doch, hat es, aber nicht genug, dass ich es irgendwann wieder lesen möchte.

Das Buch habe ich in den Jahren davor immer mal wieder gesehen, habs mir aber nie wirklich vorgenommen es zu kaufen, wenn ich ehrlich bin. Dennoch war ich neugierig und habe ich das Buch reingeschaut.

Btw, den Autoren kenne ich vom Namen her, aber das wars.

Jedenfalls bin ich mit offenem Geist, könnte man sagen, an das Buch rangegangen und wollte mich einfach mal darauf einlassen, schauen, ob und wie es mir gefallen wĂŒrde. Auch habe ich im Hinterkopf behalten, dass das Buch an sich nicht mehr das neueste ist, also kann es sein, dass es ein paar Punkte gibt, die so nicht mehr aktuell sind. Immerhin war die erste Veröffentlichung bereits 2009! Seitdem ist sehr viel Zeit vergangen und auch sehr viel passiert. Dennoch, so manche Punkte, die er angesprochen hat, sind in meinen Augen nach wie vor aktuell. Da dachte ich mir: Hey, diese Passagen hĂ€tten auch dieses Jahr veröffentlich werden können und es hĂ€tte trotzdem gepasst.

Zum Beispiel daran, wie man GlĂŒck eigentlich definieren kann und warum wir lieber jammern, anstatt etwas fĂŒr unser GlĂŒck zu tun, weil das einfacher ist. Also wenn es etwas ist, auf das man tatsĂ€chlich Einfluss hat, dass man das so pauschal nicht auf alles und alle ĂŒbertragen kann, sollte klar sein.

Auch spricht der Autor vom UnglĂŒck ĂŒber Multitasking an und ein Zuviel, egal ob bei der Auswahl an Essen, Arbeit etc oder auch, dass GlĂŒck wohl nicht vererbbar ist.

In diesem Buch gibt es auch sehr viele Übungen, an welchen man testen kann, wie glĂŒcklich man wirklich ist oder sind kleine Hinweise mit einem leichten Augenzwinkern, wie man sein GlĂŒck wieder finden kann. Wie man es in Dingen und Gelegenheiten erkennen kann, was man vorher noch nicht gesehen hat. Da ich in diesem Buch nicht herumschneiden oder schreiben wollte, habe ich auf die Übungen ehrlich gesagt verzichtet.

Andere Punkte, die er angesprochen hat, da dachte ich mir auch: Hey, da muss man differenzieren! Da kommt es wirklich auf den Fall und manchmal kann man nichts dafĂŒr / dagegen machen. Da dachte ich mir dann schon, da sollte man nicht pauschalisieren. So sagt der Autor in einem Kapitel zum Beispiel, dass man nicht einfach einen Beruf machen soll, sondern einfach seiner Berufung folgen soll. Dann gibt es eine Liste, an der man seine Berufung an seinem aktuellen Job testen soll.

Ich denke mir allerdings: Nicht jeder hat den Luxus, seine Interessen oder seine Berufung zum Job zu machen. Manchmal muss man einfach einen Job machen, selbst wenn es nicht der Traumjob ist. Zumal es auch die Hölle sein kann, wenn man seine Hobbys zum Job macht.

Zumal nicht jeder das GlĂŒck hat und sofort einen neuen Job findet. Oder es sich leisten kann, erstmal nen neuen Job zu suchen.

Oder eine andere Aussage, die ich persönlich absurd fand: "Warum kaufen so viele Menschen Mineralwasser ohne KohlensÀure? - Wegen der STILLE!"

Der Autor impliziert damit, dass die Leute sie damit nicht das Wasser an sich wollen, sondern eigentlich sich nach Stille sehnen. Als jemand, der selbst nur stilles Wasser trinkt, sage ich: Bullshit^^°

Ich trinke stilles Wasser, weil mir Wasser mit KohlensĂ€ure nicht schmeckt. Anderen geht es genauso oder sie mĂŒssen von der KohlensĂ€ure viel aufstoßen, was ihnen unangenehm ist.

Klar, das ganze Buch ist wieder so eins von der Sorte "mit leichtem Humor und Augenzwinkern geschrieben", aber der Humor erreicht mich wie gewohnt nicht und manchmal rollte ich dann lieber mit den Augen, als zurĂŒckzuzwinkern.

 

Fazit:

An sich ist das Buch ok, aber es ist jetzt auch nichts, was man unbedingt gelesen haben muss. Auch habe ich jetzt nicht so viel gefunden, bei dem ich denke: Ok, das kann ich fĂŒr mich mitnehmen. Vieles, was angesprochen wird, ist entweder ziemlich oberflĂ€chlich oder schon lĂ€ngst bekannt. Manches lĂ€sst sich auch nicht mit jeder LebensrealitĂ€t vereinbaren. NatĂŒrlich kann der Autor nicht auf jede mögliche Art, wie ein Leben verlaufen kann, eingehen. Dennoch, man sollte sie wenigstens im Hinterkopf behalten, finde ich.

Wie gesagt, das Buch ist an sich ok, daher bekommt es von mir drei Sterne.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

Foto: Selbst geschossen

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