Donnerstag, 28. September 2017

[Rezension #56] Begraben



Name: Begraben 
Autor: Elena Sender
Genre: Psychothriller, Krimi, 
Preis: € 9,95 [D] | € 10,30 [A]
Seiten: 520 Seiten 
Sprache: Deutsch 
Erscheinungsjahr: 2011 
ISBN: 978-3-492-26443-3 
Verlag: Piper Verlag GmbH




 Klappentext:
So mancher würde seine Vergangenheit am liebsten vergessen. Neuropsychiaterin Cyrille Blake täte alles dafür, sich erinnern zu können. Wer ist der traumatisierte junge Mann, der intime Details aus ihrem Leben kennt und behauptet, vor Jahren ihr Patient gewesen zu sein? Ein unberechenbarer Psychopath, der es auf sie abgesehen hat? Oder weiß er wirklich etwas von dem, was aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert scheint? Cyrille macht sich an eine verstörende Spurensuche und fördert Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser für immer im Dunkel begraben geblieben wären ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Wenn ich zu dem Buch ein Meme nennen müsste, würde mir spontan "Schrodinger's Cat" einfallen. Denn dieses Buch versucht so viel zu sein, so viel zu machen und macht es zwar nicht halbherzig, aber dafür dreiviertelmäßig. Es versucht in erster Linie ein spannender Psycho-Thriller zu sein, allerdings kommt beim Lesen kaum das Gefühl auf, dass die Hauptcharakterin wirklich bedroht wird oder in ernsthafter Lebensgefahr schwebt. Der Spannungsbogen ist nicht in einem Strich durchgezogen (bzw in einem Bogen), sondern besteht aus vielen kleinen Strichen, die am Ende den Bogen der auf- und absteigenden Spannung darstellen soll. Ein No-Go in der Abitur-Prüfung, würde meine Lehrerin aus dem Mathe-Ergänzungsunterricht sagen. Da es aber bei dem Buch nicht um eine Abiturprüfung geht, ist es natürlich nicht so schlimm, lindert aber ein wenig die Lesefreude. Der Fall bzw das Geheimnis und alles drumherum ist sehr interessant und hat mich schon neugierig gemacht, nur spannend würde ich das Buch jetzt nicht nennen. Es ist eine Spannung mit mehreren Filtern drauf.

Nebenbei versucht das Buch, sehr informativ zu sein. Es wirkt ein wenig so, als hätten ein Roman und ein Sachbuch ein Kind bekommen und wussten nicht so recht, wer jetzt von ihnen für die Erziehung verantwortlich ist. Letztlich haben beide keinen perfekten Job gemacht, aber das Kind kann sich sehen lassen. Das Buch ist sehr informativ und mangels Wissen und Verständnis kann ich nicht sagen/bestimmen, was davon realistisch ist und was nicht, abgesehen von den offensichtlich fiktiven Dingen. Allerdings büßt es dadurch ein wenig an Spannung ein, ich denke mal, man hätte es vielleicht einen oder zwei Ticken weniger wissenschaftlicher gemacht. In anderen Genres, wie Science Fiction, würde mich das weniger stören. Bei Genres, die aber zu einem großen Teil von der Gefahr und der Spannung leben, ist es nicht gerade ideal.

Viel mehr zum Denken haben mich die Story, die Charaktere und ihr Verhalten wie auch die wenigen Hinweise, die man zusammen mit der Hauptcharakterin findet, gebracht. Man kommt hier und da schon in die Situation, wo man es sich in etwa denken kann, was passiert sein könnte. Mir ging es jedenfalls so, dass ich mir immer wieder das eine oder andere zusammengesponnen habe, aber nicht alle Puzzleteile finden konnte. Am Ende lag ich mit meiner Theorie zu 60% richtig, für manche wäre es wohl noch vorhersehbarer, aber ich fand diese Twists und offenen Fragezeichen richtig gut. Das hat mir tatsächlich gut an dem Buch gefallen.

Einen Sympathieträger habe ich jetzt unter den Charakteren nicht gefunden, einen von ihnen fand ich dagegen einfach nur nervig. Ansonsten wird gezeigt, dass sie auch nur Menschen mit Fehlern sind. Dennoch hat es nicht dazu beitragen, dass ich mit einem oder einer von ihr eine besondere Sicht hatte oder den Charakter jetzt auf irgendeine Art und Weise speziell mochte. Das Ende gefällt mir, trotz eines Klischees, richtig gut. Und auch der Schreibstil war mehr als angenehm.

Leseprobe:
Dr. Cyrille Blake sah auf die Uhr. Zehn nach acht. In fünfundfünzig Minuten würde ihr Leben ins Wanken geraten, ohne dass sie es hätte ahnen oder verhindern können.
Die Neuropsychiaterin klopfte zweimal an die Tür von Zimmer 1 im ersten Stock des Centre Dulac, das sie gegründet hatte und seit nunmehr fünf Jahren leitete. Keine Antwort. Sie trat ein. Ihre Patientin Pauline Babtiste saß auf dem Bett, die rosafarbene Decke über die Beine gezogen, und starrte geistesabwesend hinaus auf den wolkenverhangenen Himmel.
Die brünette Frau war zwischen fünfundreißig und vierzig Jahre alt - als etwa in ihrem Alter -, doch ihre Welt war aus den Fugen geraten. Ihr Ehemann und zwei ihrer drei Kinder waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Geblieben waren ihr lediglich drei Urnen und ein vier Monate altes Baby, ds sie, außerstande, es selbst zu versorgen, ihren Eltern anvertraut hatte. Sie hob das blasse Gesicht, das gezeichnet war von Schlaflosigkeit, den vielen unbeantworteten Fragen und tiefem Schmerz. Sie richtete die dunkel umschatteten Augen auf die Ärztin. Pauline hatte sie nach ihrem Selbstmordversuch um Hilfe gebeten. Das Zimmer war klein und schlicht, mit Holzjalousinen an den Fenstern und einem Kelim auf dem Boden. Die Patientin fühlte sich hier zwar nicht zu Hause, aber auch nicht unwohl.
"Wie haben Sie geschlafen, Pauline?"
Cyrille Blake setzte sich auf die Bettkante. Die junge Frau zog die Knie an die Brust.
"Besser. Ohne Albträume."

Fazit:
Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Kracher. Es befindet sich im soliden Mittelfeld, würde ich sagen. Es war wie gesagt, sehr angenehm zu lesen, zumindest was den Stil angeht, allerdings war die gefilterte Spannung dann doch am Ende nicht so das Wahre für mich. Natürlich muss der Charakter nicht durch das Buch gehetzt werden, aber ein wenig mehr Spannung oder zumindest weniger Luft für die Hauptcharakterin wären für mich persönlich besser gewesen. Ich denke nicht, dass ich das Buch ein weiteres Mal lesen werde, würde es aber gerne einer Freundin von mir mindestens vorschlagen. Das hier ist wieder ein Buch, bei dem ich sagen kann: Muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber wenn man neugierig ist, dann kann man gerne mal zugreifen. Insgesamt bekommt das Buch von mir positive 3 Rubine. Das soll ebenfalls verdeutlichen, dass das Buch für mich einfach in der Mitte ist.







Quelle:
Selbst geschossen

Mittwoch, 27. September 2017

KopfKino #39

Kurzer Funfact: Hätte man mich 2014 nach meinem Lieblings-ASMR-Artisten gefragt, hätte ich Maria (Gentle Whispering) gesagt. Letztes Jahr war es Tony Bomboni. Und dieses Jahr ist es SensorAdi. Mal sehen, wer es dann 2018 sein wird :-)


Du möchtest wissen, was KopfKino genau für eine Aktion sein soll? Dann ist dieser Link hier genau der richtige für dich :-)
Vorschläge sind auch gerne und jederzeit gesehen, ob nun für ein Thema oder beide Themen. Lass ihn/sie einfach als Kommentar da, zusammen mit einem Link zu deinem Blog.
Animexxler können mir aber auch einfach eine ENS schreiben.

So, jetzt geht es aber mit dem Eintrag los:



Das hier sind die heutigen Fragen:

Bücher: Welche Bücher sollte man im Deutschunterricht lesen?

Serien: Was sind deine Serien-Jugendsünden?

~


Und das hier sind meine eigenen Antworten:


Bücher: Welche Bücher sollte man im Deutschunterricht lesen?
Auf jeden Fall interessante Bücher, für die man sich im dem jeweiligen Alter interessieren würde. Sprich, in der Grundschule aktuelle Kinderbücher, später dann aktuelle Jugendbücher. Aber nicht nur welche, die sich mit dem Thema "Drogen" beschäftigen, sondern vielleicht auch Bücher wie "Der Hobbit" oder "Harry Potter". Außerdem würde ich noch "Die Welle" vorschlagen, welches ich sowohl faszinierend, als auch erschreckend und umheimlich fand ... viele Teenager, zumindest war es in meiner Klasse so, hatten absolut keine Lust auf Lesen, solange es darin nicht um Drogen ging, was mich persönlich gelangweilt hat. Vielleicht einen Klassiker, aber auch hier sollte man einen aktuellen Jugendroman als Alternative vorschlagen. Immerhin sollen die Schüler ja zum Lesen verlockt und nicht vergrault werden. Ein Buch, das eventuell auch gut sein könnte, wäre "Das Tagebuch der Anne Frank", allerdings kann ich es nicht genau sagen, da ich es noch nicht gelesen habe.

~

Serien: Was sind deine Serien-Jugendsünden?
Auf jeden Fall die Serien, die ich mir so im Alter von 14-16 angesehen habe. Heute würden sie mich wohl nicht mehr interessieren, aber damals habe ich es einfach geguckt. Warum, kann ich heute nicht mehr sagen XD
Spontan würde mir auf jeden Fall einfallen: Drawn Together (gucke ich aber heute noch), Disneys Hannah Monata, Totally Spies!, Blue's Clues und Kim Possible (Der Serie will ich aber noch ne zweite Chance geben). Achja und die Tex Avery Show, auch wenn ich die in meiner Kindheit angeguckt habe. Heute habe ich absolut keine Ahnung mehr, warum ich das als Kind geguckt habe, dabei fand ich es da schon wenig unterhaltsam und grenzwertig. Nur hätte ich es damals nicht so vormuliert ;-)
Allein schon das Opening spricht da echt für sich XD


Dienstag, 26. September 2017

Manga Monday #01 - Shokugeki no Soma 01

Heute mache ich zum ersten Mal bei der Aktion der lieben Lena von Awkward Dangos mit. Bei dieser Aktion stellt man ein hübsches oder interessantes Manga-Cover vor, unabhängig davon, ob man den Manga gelesen hat oder nicht. Da ich recht viele Mangas zuhause habe, werde ich also erstmal genug Auswahl zum Zeigen haben ;-)
Außerdem ist es eine nette Ergänzung zur Montagsfrage und über Mangas rede ich außerhalb der Manga-Rezensionen ja eher selten.




Food Wars! Shokugeki no Soma Band 01



Inhalt

Sein Vater, Inhaber eines kleinen Restaurant in Tokyo, ist ihm das größte Vorbild - und so fällt Soma aus allen Wolken als der ihm eröffnet, dass er nicht bei ihm, sondern auf der Totsuki-Akademie das Handwerk der Haute Cuisine erlernen soll. Doch selbstbewusst und neugierig wie der junge Koch nun mal ist, haut auch das ihn nicht um. Kein Problem, meint Soma! Allerdings ist die Konkurrenz stark, nicht mehr als 10% der Schüler bestehen am Ende die Aufnahmeprüfung. Abgesehen von Prüferin Erina - Spitzname "Gottes Zunge" und Enkelin des Schulleiters - die ihrem Ruf alle Ehre macht.


Warum dieses Cover?

Dieses Cover ist auch wie die anderen aus der Mangareihe ziemlich farbenfroh und auch recht detailliert, besonders, was das Essen auf dem Cover angeht. Hier sieht man Soma, wie er einen frischen "Falschen Schweinebraten" präsentiert - das erste große bzw. wichtige Gericht, das einem in den ersten Kapitel präsentiert wird. Man kann sich also bereits beim Cover darauf einstellen, dass man es hier mit Food Porn zu tun bekommt. Gleichzeitig sind die Farben nicht zu kräftig oder stechen zu sehr heraus, dann hätte der Band nur billig ausgesehen. Da ich bereits Staffel 01 und 02 des Anime gesehen bzw verschlungen habe, bin ich im Laden sofort auf das Cover aufmerksam geworden und musste ihn mir umgehend kaufen. Daher gefällt es mir so gut und darum wollte ich es auch mit euch teilen :-)



Quelle:
thalia.de

Sonntag, 24. September 2017

Bookish Sunday #17





Von welchem Autor möchtest du irgendwann mal unbedingt ein Buch lesen?

Im ersten Moment wusste ich nicht, was ich darauf antworten soll, da ich weniger nach dem Autorennamen gehe, sondern mehr nach dem Genre und dem Inhalt. Aber dann fiel mir doch ein Name ein, von einem Autoren, von dem ich gerne mal ein Buch lesen möchte: Edgar Allan Poe. Zuhause habe ich ein Buch, welches ich letztes Jahr in den USA gekauft habe, welches eine Art Geschichtensammlung mit Geschichten von ihm ist. Es liegt auf meinem Bücherstapel und bisher habe ich es noch nicht gelesen, aber es natürlich noch vor. Ist nur eine Frage der Zeit und Lust, wann ich damit anfangen werde. Vermutlich erst im nächsten Jahr, hab mir erst wieder drei Bücher aus der Bücherei ausgeliehen und auch noch eine Menge Mangas daheim, die nach meiner Aufmerksamkeit schreien. Vermutlich werde ich dafür auch eine Weile brauchen, aber das ist in Ordnung für mich.







Quelle:
undyingsong.deviantart.com

Mittwoch, 20. September 2017

[Rezension #55] Pearl



Name: Pearl - Liebe macht sterblich
Autor: Julie Heiland
Genre: Drama, Romantik, Hetero
Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]
Seiten: 317 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-8414-4017-4
Verlag: Fischer Verlag GmbH




 Klappentext:
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: Sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
An dieser Stelle möchte ich ehrlich sein: Ja, ich habe das Buch in erster Linie wegen dem Titel ausgesucht und auch deswegen gekauft. Wie der eine oder andere von euch mitbekommen hat, bin ich ein großer Fan der Serie "Steven Universe" und in dieser Serie gibt es eine (bzw mehrere Charaktere), die Pearl heißen. Das ist übrigens auch die Figur, die ihr oben auf dem Bild sehen könnt: Pearl. Natürlich hat die Pearl im Buch nichts mit der anderen Pearl zu tun, aber allein durch den Titel wurde ich neugierig auf das Buch. Zumal ich gerne romantische Bücher oder Mangas lese.

Natürlich habe ich von Pearls Namensfetterin nicht erwartet, dass sie auch nur in irgendeinem Sinne eine Kopie von ihr sein könnte, sondern bin ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch herangegangen. Und meine Nicht-Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Das Buch hat etwas geschafft, was Bücher nur eher selten bei mir schaffen: Es hat mich erreicht, es hat in mir Gefühle bewegt und ich konnte so richtig mit der Hauptcharakterin mitfühlen. Schon länger beschäftige ich mich (wenn auch eher passiv) mit der Vorstellung, was das ewige Leben aus einem Menschen macht. Wenn die Zeit für einen endlos ist, wenn man Menschen kommen und gehen sieht. Hat dann überhaupt noch etwas eine Bedeutung? Wie sehr gewöhnt man sich daran? Stirbt man innerlich? Wie verbringt man die Zeit, die man hat? Wird man sich daran gewöhnen können? Oder ist es ein schlechtes Zeichen, wenn man sich daran gewöhnt?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hauptcharakterin, gibt einem Einblick in die Gefühlswelt und auch, wie sehr sie sich nach Liebe, nach Erlösung und auch nach dem Tod sehnt. Sie möchte die wahre Liebe kennenlernen, das Gefühl, und auch, wie es ist, wenn man von jemanden wirklich und aufrichtig geliebt wird. In ihrem alten Leben ist es ihr verwehrt geblieben, was auch der Grund ist, weshalb sie wieder bzw noch immer am Leben ist. Doch man merkt, dass sie müde wird. Man kann förmlich sehen, wie Tag für Tag die Hoffnung aus ihr herausfließt. Man sieht ihre Verzweiflung, ihre Sehnsucht und wünscht sich, man könnte ihr helfen. Auch denkt man sich: Komm, gib dir noch einen Ruck. Doch irgendwann fällt es einem schwer, und je mehr Zeit vergeht, desto vorsichtiger wird man, desto verletzlicher ist man und auch die eigene Zuversicht. Dann gibt es noch das Gefühlschaos, in welches sie immer tiefer sinkt und man hofft, dass es am Ende gut für sie ausgehen wird. Viele Bücher sind auch recht einfach gestrickt, was den roten Faden angeht. Sprich, man kann sich schon denken, wie das Ganze ausgehen wird. Bei diesem Buch hier war ich mir nicht so sicher, in welche Richtung ihr Schicksal sie am Ende führen wird.

Ziemlich interessant ist, dass das Buch aus zwei Perspektiven erzählt wird, allerdings die meiste Zeit aus der Sicht von Pearl. Die andere Sicht ist nicht immer so interessant wie die von Pearl, aber dennoch wichtig und hilfreich für die Geschichte. Von Anfang bis Ende wird nicht nur mit den Gefühlen der Personen gespielt, sondern auch mit denen der Charaktere und man sieht sich immer wieder mit Schmerz konfrontiert. Das Buch bietet keine heile Frieden-Freude-Eierkuchen-Welt, aber es ist auch nicht voll mit künstlichem oder gar übertriebenen Drama. Im ersten Moment scheint es ein wenig übertrieben zu sein, aber wenn man versucht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen, fällt es einem leichter, ihre Situation zu verstehen. So ging es mir jedenfalls so.

Der Schreibstil war locker und hat sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Auch er war ein Teil davon, dass mich das Buch überhaupt in irgendeiner Weise berührt hat.

Leseprobe:
"Ich liebe dich", formen meine Lippen stumm. "Ich liebe dich ..."
Jedes noch so kleine Detail des Toilettenvorraums, in dem ich mich verbarrikadiert habe, ist typisch venezianisch kitschig. Ein vergoldeter Wasserhahn in Form eines Schwans mit ausgebreiteten Flügeln. Üppige Sträuße aus weißen Rosen zu beiden Seiten der marmornen Ablage. Weiche Frotteehandtücher, aufgestapelt in einer goldenen Halterung.
Seit fünf Minuten prüfe ich anhand des Bildes, das mir der ovale Spiegel mit den goldenen Rahmenverzierungen präsentiert, wie mein Mund diese drei Wort sagt. Ich. Liebe. Dich.
John - mein Date - , der draußen auf der Terrasse des Nobelrestaurants auf mich wartet, ist ein Mann, den eine Frau sich nur wünschen kann. Er ist charmant, klug und aufmerksam. Hat ein schönes Lächeln, dunkelblonde, dicke Haare. Graue Augen, die hevorragend zu seinem dunkelblauen Anzug passen. Sein Drei-Tage-Bart lässt sein Gesicht männlich wirken. Er lebt in Kalifornien, studiert dort Wirtschaftspsychologie und arbeitet nebenbei vier Tage die Woche in einem großen Immobilienbüro.
Ich horche tief in mich hinein. Wenn ich mich konzentriere, spüre ich ein warmes Kribbeln in meinem Bauch. Fühlt sich so die Liebe an? Ja!, schreit mein Bauch hoffnungsvoll. Nein, antwortet mein Kopf trocken. Dieses warme Kirbbeln hast du lediglich dem Ramazotti zu verdanken, den du nach der Schokoladenmousse noch unbedingt trinken musstest.
Ich stütze mich auf den Waschbeckenrand. Die Klinke wird heruntergedrückt, schon das dritte Mal innerhalb der fünf Minuten. Doch ich habe vorsorglich die Tür abgeschlossen. Nur noch ein paar Sekunden ..., ein paar Sekunden lang brauche ich noch meine Ruhe. Ich kann John lieben. Das weiß ich. Er bringt mich zum Lachen. Ich misstraue ihm nicht. Mehr noch: Ich glaube, ich könnte ihm sogar vertrauen.

Fazit:
Auch dieses Buch hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht und ich wusste gleich nach dem Beenden: Das Buch behalte ich, das hier kommt in mein Bücherregal. Mir gefällt nicht ur das Buch, sondern auch der Schutzumschlag, mit den vielen schwarzen Rosen und der hellleuchtenden Perle mittendrin. Es ist ein wenig schade, dass das Motiv nur auf dem Schutzumschlag zu sehen ist. Die traurige, fast schon melancholische Stimmung wird sicherlich nicht jedem gefallen und an die üblichen Dramaszenen erinnern, die man in vielen Animes und Mangas sieht. Dass die Protagonisten es sich selbst damit nur unnötig schwer machen. Doch hier ist es durchaus berechtigt, gleichzeitig kann ich aber auch verstehen, wenn jemand davon genervt werden könnte. Insgesamt vergebe ich dem Buch 4 Rubine und ich kann mir vorstellen, dass ich es irgendwann wieder lesen werde.
Achja, und weils grad passt: Einen Pearlpoint bekommt das Buch auch ;-)











Quelle:
Selbst geschossen
knowyourmeme.com

KopfKino #38

Da sich Steven Universe derzeit noch leider im Hiatus befindet, hab ich grad einen kleinen "Rick and Morty" Flash.


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So, jetzt geht es aber mit dem Eintrag los:



Das hier sind die heutigen Fragen:

Bücher: Kaufst du dir Neuerscheinungen?

Serien:Kaufst du DVDs lieber gebraucht oder neu?


~


Und das hier sind meine eigenen Antworten:


Bücher: Kaufst du dir Neuerscheinungen?
Um ehrlich zu sein, nicht wirklich. Bücher kaufe ich meist gebraucht oder so, wenn ich sie im Laden sehe, unabhängig davon, ob sie Neuerscheinungen sind oder nicht. Mangas habe ich früher oft gekauft, nachdem sie frisch erschienen sind, doch auch das mache ich heute nicht mehr bei allen. Was auch daran liegt, dass ich bei der einen oder anderen Serie erstmal gucken muss, wie da mein aktueller Stand gerade lautet. Ansonsten kaufe ich mir jetzt direkt nur ganz selten Neuerscheinungen und informiere mich diesbezüglich auch gar nicht.

~

Serien: Kaufst du DVDs lieber gebraucht oder neu?
Uff, mir ist es ehrlich gesagt egal, ob eine DVD neu oder gebraucht ist. Wenn man sie neu kauft, dann ist sie auch neu und man hat nicht das Risiko, dass man eine beschädigte DVD bekommt. Auf der anderen Seite sind Anime-DVDs sehr teuer ... und sehr viele DVDs, die noch gut erhalten sind, bekommt man in Second-Hand-Läden oder auf einem Flohmarkt. Man muss nur ein wenig aufpassen, dass die DVDs nicht zu zerkratzt sind. Aber ja, ich kauf sie gerne gebraucht, aber auch neu.










Quelle:

Montag, 18. September 2017

Montagsfrage #78 - Nur Romane?





Liest du nur Romane, oder auch Comics, Manga etc.? Wenn ja, was reizt dich an gezeichneten Geschichten?

Lustig, die Frage hatte ich selbst erst vor zwei Wochen bei meiner KopfKino-Aktion^^°
Aber ja, ich lese nicht nur Romane, sondern auch Comics (Diese aber eher selten) und Mangas. Als Kind habe ich immer die Comics zu Sailor Moon und Digimon gelesen, die damals in den 90igern parallel zu den TV-Serien liefen. Später habe ich die LTBs gelesen, was ich dann für sehr viele Jahre gelassen und erst jetzt wieder anfangen habe. Comics lese ich heute nur noch selten und auch nur ein paar bestimmte, da mich die meisten anderen nicht reizen. Auch habe ich früher die Simpsons-Comics verschlungen, aber das ist auch wieder 8 Jahre her. Mangas habe ich kennengelernt, da war ich 9 oder 10 Jahre alt und seitdem lese ich die auch. Die letzten Jahre hatte ich eine Art Pause, da waren es nur sehr wenige im Jahr, aber auch das wird mittlerweile wieder mehr. Auf Animexx lese ich ein paar Doujinshis.

Was mich daran reizt? Weiß nicht, wie auch schon Romane haben mich die gezeichneten Werke auch immer interessiert, weil ich die Art zu Erzählen und den Zeichenstil mag. Da sich mein Kopfkino (also das beim Lesen) oft stark zurückhält, muss ich mir bei Mangas etc die Charaktere und die Umgebung auch nicht erst mühsam vorstellen, sondern habe sie direkt vor meiner Nase. Und der Hauptgrund: Es macht mir einfach Spaß, sie zu lesen :-)




Sonntag, 17. September 2017

Wie es hier mit diesem Blog in den nächsten Monaten weitergehen wird.

Eine lange Überschrift, ich weiß, aber ich dachte, ich gebe mal ein kurzes Update heraus :-)

Und zwar war es besonders im letzten Monat ziemlich ruhig hier auf diesem Blog, was einfach daran lag, dass ich frei hatte und es mir in den letzten Monaten abgewöhnt hatte, zuhause zu lesen. Gelesen habe ich während der Pendelzeiten von/zu der Arbeit oder wenn ich zu meinem Freund gefahren bin. Da ich aber nun wieder eine Schule besuche, fällt der erste Punkt weg.

Und für die Schule muss ich nun mal Hausaufgaben machen und lernen. Sprich, dafür geht erst einmal Zeit drauf. Und ich habe mehrere Hobbies wie Serien gucken, Schreiben etc. Diese werde ich nun häppchenweise aufteilen, das betrifft auch das Lesen. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das Lesen einplanen werde, denke mal, dass ich das eher flexibel einbauen werde.

Worauf ich hinaus möchte: Die Aktionsteilnahmen werde ich nach wie vor nach Lust und Zeit machen. Wenn ich gerade nicht die Zeit oder Lust dafür habe, dann werde ich bei der einen Aktion gerade nicht mitmachen. Rezensionen kann es nur dann geben, wenn ich das Buch auch komplett gelesen habe - was jetzt nun etwas länger dauern wird, denn im Gegensatz zu früher komme ich nicht auf etwa 12 1/2 Lesestunden, sondern höchsten auf 7. Zumindest privat gesehen, ich habe zwar in der Schule ein paar Freistunden, aber ich weiß noch nicht, wie ich diese füllen werde. Vermutlich in erster Linie mit Hausaufgaben.

Nun ja, die Rezis wird es wie gesagt nicht mehr so häufig geben, aber es wird sie noch geben. Wollte euch nur mal Bescheid geben, damit ihr euch nicht wundert, dass außer den Aktionsteilnahmen mal für eine oder zwei Wochen nix anderes kommen sollte :-)
Außerdem könnte es sein, dass sich irgendwann im übernächsten Jahr das eine oder andere Buch in spanischer Sprache in meine Rezensionsreihe hinzugesellen wird, da es mir beim Verbessern meiner (passiven) Englischkenntnissen geholfen hat englische Bücher zu lesen und ich auch Spanisch nicht nur als reines Schulfach erleben möchte. Denn wenn ich es schon lerne, dann möchte ich auch was draus machen ;-)

Danke für eure Aufmerksamkeit und ich wünsche euch einen schönen Sonntag!





Quelle:

Mittwoch, 13. September 2017

KopfKino #37

Da ich es leider vergessen habe, kommt es erst jetzt^^°


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Vorschläge sind auch gerne und jederzeit gesehen, ob nun für ein Thema oder beide Themen. Lass ihn/sie einfach als Kommentar da, zusammen mit einem Link zu deinem Blog.
Animexxler können mir aber auch einfach eine ENS schreiben.

So, jetzt geht es aber mit dem Eintrag los:



Das hier sind die heutigen Fragen:

Bücher: Was denkst du über Bücher-Cosplays? (NICHT Mangas, Comics etc!)

Serien:Es geht um schlimme Synchos - kannst du hier das eine oder andere Beispiel (Film/Serie) nennen?


~


Und das hier sind meine eigenen Antworten:


Bücher: Was denkst du über Bücher-Cosplays? (NICHT Mangas, Comics etc!)
Damit habe ich mich ehrlich gesagt noch nie beschäftigt und ich weiß auch gar nicht, ob und wie viele Cosplays es gibt, die nur auf einem Buch basieren. In vielen Büchern hat man gerade mal eine wage Vorstellung davon, wie der Hauptcharakter aussieht - mit den Nebencharakteren oder überhaupt mit den anderen Charakteren sieht es dagege noch mauer aus. Man hat praktisch keine Vorlage. Was aber auch auf der anderen Seite ein Vorteil ist, denn man muss sich nur an wenige oder keine Vorgaben halten und kann dem Rest seiner eigenen Vorstellungskraft und Interpretation überlassen.  Ich selbst habe noch kein Buch-Cosplay gemacht und habe es ehrlich gesagt auch nicht vor.

~

Serien: Es geht um schlimme Synchos - kannst du hier das eine oder andere Beispiel (Film/Serie) nennen?
Da fallen mir automatisch die deutsche Synchro von Naruto (mit all ihren Verhamlosungen und nervigen Fehlübersetzungen), die deutsche Synchro von Steven Universe (wobei die später ein wenig besser wird) und die englische Synchro von Pokémon ein. Überhaupt finde ich Animes auf Englisch ziemlich seltsam, sie sind so auf "OMG Epic!" und Drama und Action getrimmt, dass ich nach ner kurzen Zeit total genervt bin^^°
Da gucke ich Animes ja noch lieber auf Japanisch, obwohl ich wohl immer Gerdub bevorzugen werde. Gefällt mir persönlich nun mal am besten. Ich weiß, viele OT-Fans werden das nicht verstehen, aber Geschmäcker sind nun mal nicht alle gleich ;-)

[Rezension #54] Leberkäsjunkie



Name: Leberkäsjunkie
Autor: Rita Falk
Genre: Regionalkrimi, Humor
Preis: € 15,90 [D] | € 16,40 [A]
Seiten: 317 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 9783-423-26085-5
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG




 Klappentext:
Schwere Zeiten für den Eberhofer. Franz' Cholesterinwerte sind so hoch wie seine Laune im Keller. Dr. Brunnermeier rät: dringend auf Entzug! Das bedeutet: keine Warmen vom Simmerl, statt Schlemmerorgien bei der Oma nur noch Kaninchenfutter auf dem Teller. Nein, danke. Dazu macht die Susi ihm Stress mit dem Sprössling. Knallhart durchorganisierte Besuchszeiten, in denen der Franz den kleinen Paul sehen darf, da kennt die Susi kein Pardon. Dabei hat der Franz sich nicht nur kopfüber in seinen Sohn verknallt, sondern auch einmal mehr in die Susi ...

Und ausgerechnet jetzt steht er vor dem schwierigsten Fall seiner Ermittlerkarriere: Eine Tote im Fremdenzimmer von der Mooshammer Liesl, mit Brandpaste beschmiert und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Wer ist diese Unbekannte? Und warum sie jemand auf so grausame Weise aus dem Weg schaffen? Als ausgerechnet der Buengo vom FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen unter Mordverdacht gerät, nimmt der Eberhofer die Ermittlungen auf. Natürlich nicht ohne seinen Birkenberger ...


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Uff, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll. Oder genauer gesagt, ich weiß, was ich sagen will, aber nicht genau, wie. Die letzten paar Bände davor haben mir sehr gut gefallen, diesen hier kann ich leider nicht mit dazuzählen. Er hat im Gegensatz zu den anderen ein wenig geschwächelt, denn beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass hier irgendwas fehlen würde. Es gibt im Buch grob gesagt vier Themen: Der Mord, der Hotelbau im Dorf, Susi inkl. Sohn und dann noch das mit der Gesundheit. Auch wenn alle vier Themen zusammenhängen, kommt dieses Zugehörigkeitsgefühl nicht immer auf. Auch habe ich das Gefühl, dass jedes Thema doch etwas zu oberflächlich behandelt wurde, so wirkt das Buch ein wenig überladen und daher vermutlich auch das Gefühl, dass hier etwas fehlen würde. Es geht zwar tief in die Themen hinein, aber man hätte ruhig noch tiefer gehen können. Während sich das eine oder andere Thema quasi in der Luft auslöst und das etwas zu kurz/zu spontan, werden andere Themen gar nicht richtig geklärt. Es wird nicht richtig erklärt, warum der Franz nun Probleme mit dem Kreislauf etc hat, es wird nur eine Vermutung aufgestellt, danach tut sich aber nichts mehr. Franz geht nach wie vor nicht nochmal zum Arzt und dieser sagt immer nur: Kommen Sie doch mal wieder wegen ihren Werten vorbei. Ob es nun wirklich am Cholesterin liegt oder an was anderem, wird nicht wirklich geklärt. Einmal gibt es ein Gespräch zwischen Franz und dem Arzt, aber um was es in dem Gespräch geht, wird nur leicht am Ansatz erwähnt und wird danach vergessen.

Auch der Fall selbst kommt ein wenig zu kurz, was hier deutlich mehr auffällt als in den Vorgängerteilen und es ist ein wenig schade. So wirkt es, als wäre der Fall noch schnell mit reingequetscht worden, damit er überhaupt da ist. Um seine Anwesenheitspflicht zu erfüllen. Franz ermittelt sehr sehr wenig in dem Fall, hier hat fast alles nur der Rudi gemacht. Welcher auch immer mehr vergisst, besonders wichtige Dinge wie den Tatort absichern. Er schiebt es auf seine Gesundheit und auf seine privaten Probleme, aber ob er das nur so sagt oder ob es wirklich daran liegt, das kann ich nicht beurteilen. Ich hoffe, dass der nächste Band dann wieder besser sein wird und dass sich auch sowohl das mit dem Arzt, als auch mit der Susi endlich mal klären lässt. Hoffentlich findet er dann auch wieder zu seiner alten Form zurück. Zumal sein Zuständigkeitsbereich noch nicht geklärt ist, ob er nun weiterhin in München eingeteilt ist oder doch wieder für Niederkaltenkirchen zuständig ist. So ist es das ganze Buch leider nichts halbes (bzw dreifviertel), aber auch nichts ganzes. Natürlich sind wie immer ein Glossar zum Übersetzen und ein paar Rezepte mit dabei. Und sogar ein Schlusswort vom Franz!

Leseprobe:
"Bei der Mooshammerin brennt's, Bub", schreit mich die Oma vom Türrahmen her an, dass ich beinah vom Kanapee flieg. "Jetzt komm schon, steh auf und zieh dir was an!"
"Ich bin bei der Polizei, Oma, das weißt doch, und nicht bei der Feuerwehr. Außerdem ist München jetzt mein Revier und nicht Niederkaltenkirchen", schrei ich aus meinen Federn her zurück und fuchtle dabei auch noch mit Händen und Füßen, weil die Ohren von der Oma seit geraumer Zeit eher dekorative Zwecke erfüllen als funktionale. Ich schauf auf den Wecker, es ist Viertel nach zwei. Der Ludwig liegt vor mir am Boden und blickt von der Oma zu mir und wieder zurück, gähnt einmal tief durch, dreht sich ab und schläft seelenruhig weiter. Hund müsste man sein.
"Bei der Mooshammerin brennt's, Franz", brummt jetzt auch noch der Papa, grad wie er zur Türe reinschlurft.
"Und was, bitte schön, soll ich da machen? Drüberpieseln, oder was?", frag ich ehrlich genervt und setze mich auf. "Herrschaftszeiten, bin ich denn hier für alles verantwortlich!?"
"Ja, hinfahren vielleicht, immerhin bist ja bei der Polizei", sagt er weiter und krault dem Ludwig übern Schädel.
"Du sagst es, bei der Polizei und nicht bei der Feuerwehr. Vielleicht rufst du einfach mal bei denen an, was meinst?"
"Die sind schon vor Ort."
"Dann ist ja alles paletti, oder`?" Und jetzt raus hier, ich muss in drei Stunden zum Dienst", knurr ich noch so, leg mich wieder nieder und zieh mir die Decke übern Kopf. Die zwei verziehen sich nörgelnd, und dann kehrt endlich wieder Ruhe ein. Aus der Ferne kann ich durchs Fenster hindurch das Blaulicht erkennen. Das ist schön, irgendwie beruhigend, wie es so leuchte und kreist, und schon schlaf ich wieder ein. Allerdings wohl nur ein paar Atemzüge lang. Weil dann läutet mein Telefon. Es ist zum Verrücktwerden in diesem Kaff hier, es geht praktisch zu wie am Stachus. Der Ludwig sendet mir vorwurfsvolle Blicke. Ich schau ihn kurz an und zuck mit den Schultern.
"Hm?", grunze ich in den Hörer.
"Eberhofer", kann ich unseren werten Herrrn Bürgermeister sofort eindeutig erkennen. "Sie müssen umgehend kommen, bei der Mooshammerin brennt's!"

Fazit:
Das Buch hat schon Spaß gemacht, aber leider ein wenig mehr als die letzten Vorgänger. Manche Frage ist hier einfach zu offen geblieben, manche Dinge wurden eher nach dem Husch-Husch-Motto behandelt und andere blieben gefühlt ganz auf der Strecke. Jetzt setze ich meine Hoffnungen auf den nächsten Band, dass es darin wieder besser sein wird. Überspringen würde ich den Band nicht, auch wenn nicht viel bewegendes passiert, aber er gehört auch mit dazu. So gebe ich dem Band insgesamt 3 Rubine.







Quelle:
Selbst geschossen

Montag, 11. September 2017

Montagsfrage #77 - Bücher aus Papier oder Ebooks?





Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?

Obwohl ich ein Kindle habe, lese ich derzeit zu 100% nur Papierbücher, was auch einen einfachen Grund hat. Und zwar habe ich in den letzten fünf Jahren immer mal wieder Bücher geschenkt bekommen oder irgendwo gekauft, sehr oft recht günstig. Auch kann ich nicht aufhören, mir immer noch Papierbücher zu holen, obwohl ich mir damals vorgenommen habe, mir die meisten Bücher nur noch auf dem Kindle zu holen, um Platz zu sparen. Aber zuerst wollte ich die Papierbücher weglesen, aber das nimmt bis heute kein Ende. Und wenn ich da sowohl mein Leseverhalten inkl. Tempo ansehe, dann wird es wohl bis 2019 oder gar bis 2020 dauern, bis ich wohl total aufs Kindle umsteigen werde. Danach werde ich zwar noch gedruckte Bücher haben, aber die meisten werden davon wohl nur ausgeliehen oder Mangas sein. Denn die würde ich nur in Ausnahmefällen auf dem Kindle haben wollten, sonst möchte ich die nach wie vor lieber im Regal stehen haben. Es gibt nur ein paar wenige Bücher, die ich lieber gedruckt haben möchte. Andere gibt es gar nicht fürs Kindle. Ansonsten ist es mir eher egal, aber ich bin nun mal wie viele andere Menschen ein Gewohnheitstier und das ist wohl auch der Grund, weshalb ich nur Papierbücher lese.




Sonntag, 10. September 2017

[Rezension #07] Die Monster Mädchen 02



Name: Die Monstermädchen 02
Autor: Okayado
Genre: Comedy, Slice of Life, Ecchi, Fantasy, Harem, Romance
Preis: € 6,95 [D] | € 7,20 [A]
Seiten: 166 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-2-88921-608-6
Verlag: KAZÉ Manga




 Klappentext:
Die Mädchen drehen völlig durch, als sie erfahren, dass Kimihito eine von ihnen zur Frau nehmen soll. Plötzlich entdecken sie ihre hausfraulichen Fähigkeiten, lernen kochen oder sind ganz besonders lieb zu ihm. Nur blöd, dass Kimihito gar keinen Bock auf Heiraten hat. Da kommt ihm das merkwürdige Schleimwesen, das plötzlich in einem Kochtopf auftaucht, gereade recht. Es lenkt die Mädels ab! Oder besser ... es leckt sie ab ...?!


Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Wie auch schon der erste Band verfügt dieser hier über ein paar schöne Farbseiten, die sich leider nur über die ersten paar Seiten erstrecken. Ebenso kann man auch hier wieder den gleichen Humor finden und auch der Ecchilevel ist ungefähr gleich geblieben, wenn er nicht sogar etwas zugenommen hat. In diesem Band werden uns zwei neue Monstermädchen vorgestellt: Sue, das Schleimmonster und Melu Loreley, die Meerjungfrau. Letztere kann zum Glück nicht nur außerhalb vom Wasser atmen, sondern sich auch dank eines Rollstuhls fortbewegen - so gut es eben mit einem Rollstuhl möglich ist.

Zur Story kann man nicht viel sagen, da die Mangareihe jetzt gerade über eine sehr tiefe Story verfügt, sie ist in den einzelnen Kapitel recht knapp gehalten. Das Drama hält sich stark im Hintergrund, es ist aber auch keine Absicht dahinter, dass es dramatisch wird. Im Vordergrund stehen eher die Comedy- und Ecchielemente. Zuerst drehen die Mädchen dank des Vollmonds durch und Kimihito entkommt dem Tod ein weiteres Mal nur knapp. Anschließend kommt Sue ins Spiel und bringt alles ersteinmal ordentlich durcheinander. Der Auftritt von Melu ist dagegen recht dezent und unaufdringlich. Aber die jeweiligen Auftritte passen ganz gut zu den jeweiligen Charakteren. Sue ist ein wenig merkwürdig und scheut sich nicht, ihren Körper zu zeigen, dementsprechend war auf ihr Auftritt.

Frau Smith sorgt auch immer wieder mit ihren Bemerkungen für Unterhaltung. Bei ihr bin ich mir nicht so sicher, ob sie wirklich Mitleid hat oder ob es ihr Spaß macht, die ganzen Mädchen zu Kimihito zu schicken. Sie weiß, dass sie alle bei ihm in guten Händen wären, nur ist er doch damit ein wenig überfordert.

Leseprobe:
Leider kann ich hier nur einen Link reinsetzen, einfach auf "Blick ins Buch" werfen und schon kann man die ersten Seiten der Kindle-Version sehen. Allerdings sind nur die ersten Seiten farbig, der Rest ist wie bei Mangas üblich schwarz-weiß: Link

Fazit:
Der zweite Band hier hat mir auch sehr gut gefallen, die meisten der Szenen bzw. Kapitel kannte ich schon vorher aus dem Anime, daher war es eine willkommene Wiedersehensfreude. Der Ecchiteil hat wie gesagt um ein paar wenige Punkte gestiegen, doch das stört mich persönlich nicht. Das ist bei derartigen Animes nun mal üblich, doch noch immer liegt es gleichzeitig unter meiner persönlichen Grenze. Zumal es auf eine seltsame Art und Weise gleichzeitig ziemlich unterhaltsam ist. Die Zeichnungen sind gut gelungen, besonders Kimihitos Gesichtsausdrücke.
Von mir bekommt der Band 4 Rubine.





Quelle:
amazon.de
anisearch.de

Freitag, 8. September 2017

Neues Lesefutter #024 (Bücher)

Heute ist es mal ein kurzer Eintrag, da ich dazu nicht viel zu sagen habe. Ich war in einer Buchhandlung, habe mich umgesehen und konnte am Ende zu zwei Büchern nicht nein sagen. Ausnahmsweise liste ich auch mal ein Buch auf, das ich mir ausgeliehen habe - damit das hier nicht ganz so leer aussieht ;-)


Bücherliste:
Steamed - 30° West, 100° Liebe (Katie MacAlister)
Astronomie - Mit mehr als 450 Bildern und Karten (Bernhard Mackowiak)
Beautiful Liars (Katharine McGee)


Ausgeliehenes Buch:
Leberkäsjunkie (Rita Falk)


Die Reihe rund um Franz Eberhofer werde ich mir noch selbst kaufen bzw meine Mutter hat es mir angeboten, dass sie mir die Bücher besorgen möchte. Da ich das Buch hier allerdings bereits in der Bibliothek vorgemerkt hatte und auch zu neugierig bin, habe ich es mir trotzdem ausgeliehen. Steamed habe ich mir geholt, weil es recht günstig war. Normal interessiert mich Steampunk Null und ich kann die Faszination dahinter absolut nicht verstehen, aber das Buch hier klingt ziemlich interessant. Das "Astronomie" Buch behandelt das Weltall, im Buchladen konnte ich ein Exemplar ein wenig durchblättern und war sofort begeistert. Das letzte Buch, "Beautiful Liars" konnte man letztens bei einer Aktion auf lovelybooks gewinnen, allerdings habe ich keins bekommen. Da ich aber nach wie vor neugierig war, habe ich mir das Buch gleich mal selbst gekauft. Es war sogar ein Lesezeichen dabei^^





Quelle:
wickedalbion.tumblr.com

[Rezension #53] Todeserklärung



Name: Todeserklärung
Autor: Klaus Erfmeyer
Genre: Krimi
Preis: € 9,90
Seiten: 269 Seiten
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: Ursprünglich 2007, diese Version hier etwa 2016/2017
ISBN: 978-3-861907-70-1
Verlag: Gmeiner-Verlag, Sonderausgabe von EDITIONNOVA GmbH




 Klappentext:
Als der bekannte Dortmunder Rechtsanwalt Stephan Knobel morgens aufwacht, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird: Erst spielt seine Frau verrückt, dann taucht auch noch der unsympathische Gregor Pakulla in seinem Büro auf. Pakulla wird ein großes Vermögen erben - allerdings nur, wenn er sich mit seinem Bruder Sebastian versöhnt.

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Um ehrlich zu sein, das Buch hat mich leider ziemlich enttäuscht. Gregor Pakulla sucht aufgrund eines Erbfalls seinen verschwundenen Bruder und ist nicht in der Lage zu erben, solange der Bruder nicht wieder auftaucht. Doch statt einen Detektiv anzuheuern, wendet er sich lieber an einen Anwalt und zahlt ihm stattliche Summen im Voraus. Etwas, was den Anwalt aufhorchen und den Mandanten mehr als verdächtig erscheinen lässt.

Doch leider ist die Geschichte nicht so aufregend erzählt, wie die Beschreibung es möglicherweise klingen lässt. Irgendwie ist die Spannung wie nasses Holz, es wird die ganze Zeit versucht etwas zu zünden, aber leider brennt es leider nicht. Viele Entdeckungen passieren eher beiläufig und auch recht unspektakulär. Klar, der Alltag in einer Kanzlei ist jetzt nicht gerade etwas, was man als actionreich bezeichnen würde (ganz ehrlich, wenn ich eine Geschichte schreiben würde, in der ein Alltag einer kleinen Kanzlei realistisch dargestellt wird, man hätte nichts besonders viel aufregendes zu lesen - da ich meine Ausbildung in einer Kanzlei gemacht habe, weiß ich, wovon ich spreche), aber hier hätte ich sogar ein wenig darüber hinweggesehen, wenn man wenigstens ein bisschen übertrieben hätte. Andererseits hat es mich an die Zeit meiner Ausbildung erinnert, was auch wieder für die Kanzleimomente spricht.

Doch nicht nur die Spannung ist nicht gerade sehr aufregend, die Charaktere wirkten ebenfalls ein wenig flach und eindimensional. Da ist der strenge Chef, der sich nicht entscheiden kann, ob er einen nun mag oder nicht. Der Konkurrent in der Kanzlei, der sich überall einschleimt bis zum Geht-nicht-mehr und versucht, dem Hauptcharakter den Posten als zweiter Chef der Kanzlei streitig machen. Und der Hauptcharakter wurde mir bereits nach den ersten Seiten ziemlich unsympathisch. Nicht nur, dass er seine Frau nicht wirklich geliebt hat, er hatte offenbar auch kein Problem, nebenbei auch noch fremdzugehen und das auch noch schönzureden. Er nannte die Stunden bei seiner Geliebten eine "Ausflucht aus dem Alltag", welcher er in einem Tagebuch festhält und er konnte sich auch nicht so richtig entscheiden, ob er nun die Scheidung möchte oder nicht. Besonders der Satz "Gerade, weil Knobel Marie (die Affäire) genießen durfte, gab es überhaupt keinen Grund, sich von Lisa (die Ehefrau) zu trennen."
Ganz ehrlich, seitdem hatte Knobel mir nur noch den Status eines "schwanzgeilen Arschlochs". Er betrügt seine Frau, die er eh nie geliebt hat, wie er immer wieder beteuert (ob er sich hier auch nur was schönredet?), belügt sie über die Zeit, in der er bei Lisa ist und empfindet das als vollkommen normal. Als ihn Marie dann zu einer Entscheidung zwingt, kommt ihm das mehr als merkwürdig vor. Ebenso hebt er Marie ständig in den Himmel, erst durch sie "lebt er richtig", auch muss er immer wieder loben, wie schön und klug ist ist.

Nun ja, abgesehen von dem dunklen Schatten und dem nervigen Konkurrenten stechen die Charaktere nicht besonders hervor, so dass man zu keinem von ihnen eine Verbindung aufbaut, nicht mal zu denen, mit denen man irgendwie mitfühlen sollte. Nicht mal mit der betrogenen Ehefrau, denn sie kommt selbst so gut wie gar nicht im Buch vor. Höchstens in zwei Kapiteln.

Der Fall selbst war an sich sehr interessant und eigentlich auch der einzige Grund, weshalb ich das Buch komplett durchgelesen wurde. Zwar war es komplex, aber wenn die Spannung nicht so lahm und unaufregend gewesen wäre, dann wäre der ganze Fall viel besser rübergekommen. Das Ende ist ziemlich verwirrend, weshalb ich froh bin, dass es noch eine abschließende Aufklärung gibt. So gibt es auch keinen richtigen Spannungsbogen, was schade ist. Dadurch wurde leider viel an Potential und Spannung verschenkt. Zwar ist der Mandant bei dem ganzen Fall nicht sonderlich hilfreich, aber das alleine kann nicht der Grund dafür sein. Was mir ebenso seltsam vorkam: Marie weiß alles und Knobel irgendwie nichts - anfangs dachte ich mir nichts, aber dann kam es mir dann doch etwas zu merkwürdig und gestellt vor. Der Schreibstil war dagegen sehr angenehm zu lesen.

Leseprobe:
Rechtsanwalt Stephan Knobel saß an jenem regenverhangenen Montagmorgen Anfang Februar seit bereits über zwei Stunden tatenlos hinter seinem Schreibtisch, als seine Sekretärin die Tür zu seinem Büro einen Spalt weit öffnete, ihren Kopf hineinsteckte und über die Gläser ihrer Lesebrille spähte. Sie sah die leere große Schreibtischplatte, dahinter die ausdruckslose Miene ihres Chefs und seine ungewöhnlich blasse Gesichtsfarbe.
"Ein neuer Mandant", meinte sie unsicher, "er hat zwar keinen Termin, aber er sagt, es sei wichtig. - Übernehmen Sie ihn?"
Frau Klubunde trat nun ganz in sein Büro und schloss leise hinter sich die Tür.
"Herr Knobel?"
Ihr Tonfall verriet gleichermaßen Fürsorge und Neugier.
"Sie gefallen mir heute gar nicht. Ist Ihnen nicht gut?"
Sie hielt inne, hätte natürlich gerne insistiert und sich als geduldige Zuhörerin empfohlen. Stattdessen schwieg sie erwartungsvoll, hielt gebührliche Distanz und signalisierte zugleich, dass sie nicht eher gehen werde, bis sie eine befriedigende Antwort erhalten hatte. Frau Klabundes fülliger Körper stand wie eine Statue in seinem Büro.
"Es ist nichts", log er. "Wie heißt der Mandant?"
Seine Stimme klang leise und klang gereizt.
Frau Kalbunde überging seine Frage.
"Sie können mir nichts vormachen, Herr Knobel. Ich kenne Sie zwar noch nicht sehr lange, aber eine Frau hat dafür ein Gespür."
Wie immer, wenn nach ihrem Eindruck etwas nicht stimmte, brachte sie ihr frauliches Empfinden ein, diente sich als Freundin an, ohne Freundin sein zu wollen.
Knobel nickte.

Fazit:
Auch das hier ist leider wieder ein Buch, das ich jetzt nicht unbedingt empfehlen würde oder von dem ich sage, dass man unbedingt gelesen haben muss. Die ganze Zeit über bleibt die Spannung im unteren Bereich, es wäre vielleicht hilfreich gewesen, wenn die Freundin Marie nicht immer sofort alles gewusst hätte und wenn Knobel auch etwas mehr selbst in Erfahrung hätte bringen können. Hat er zwar, aber nicht viel. So wirkt er nur wie jemand, der nur die Nebenarbeit macht und dann am Ende für das Endergebnis die Lorbeeren einsammelt. Zudem wäre eine richtige Bedrohung, sei es nun eine echte Person oder nur durch etwas wie einen Zeitdruck, nicht schlecht für die Geschichte gewesen. So wirkt es, als hätten sie alle Zeit der Welt und als wäre das alles gar nicht so dringend. Daher kann ich dem Buch nur 2 Rubine vergeben. Ein weiteres Mal werde ich es nicht lesen.






Quelle:
Selbst geschossen